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Kanĕon bis Kangra (Bd. 6, Sp. 558)
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Artikelverweis Kanĕon, runder od. ovaler Brot- oder Fruchtkorb der Griechen (s. Abbildung); vgl. Kanephoren.
 
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Kanephōren (griech., »Korbträgerinnen«), in Athen erlesene Jungfrauen, die bei Festprozessionen, besonders der Panathenäen, Opfergeräte in Körben auf dem Kopfe trugen. Ihre plastische Darstellung, namentlich als Gebälkträgerinnen, wie am Erechtheion in Athen, war sehr beliebt.
 
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Kaneszieren (lat.), grau werden (vor Alter); Kaneszenz, das greisenhafte Ergrauen.
 
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Kanetra, s. El Kanetra.
 
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Käneus, im griech. Mythus ein Lapithe, ursprünglich eine Jungfrau Känis, die ihr Liebhaber Poseidon in einen Mann verwandelte und mit Unverwundbarkeit begabte, ward in der Kentaurenschlacht von den Feinden so mit Fichtenstämmen bedeckt, daß er in die Erde sank.
 
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Kanevas (franz. canevas, spr. kann'wa, v. lat. cannabis, »Hanf«; Kannefaß), ursprünglich eine Hanfleinwand mit erhabenen Streifen, Rippen etc., jetzt meist ein leinenes, baumwollenes, wollenes oder seidenes (auch gemischtes) Gewebe aus stark gedrehtem Garn und mit regelmäßigen viereckigen Öffnungen, die als Grundlage für Wollstickereien (Stramin) dient. Seidener K. wird aus zweifädigem, mit einem wenig gedrehten Seidenfaden auf einer Maschine umwundenem Baumwollenzwirn hergestellt. Man benutzt K. auch zu Fliegen- und Luftfenstern, leichtem Unterfutter etc. K. heißt auch das Netz zu topographischen Karten; auch im allgemeinen der Entwurf oder die Grundlage zu etwas Auszuführendem. In der italienischen Stegreifkomödie bezeichnet man mit K. (ital. canavaccio) die Verteilung des Stoffes in Akte und Szenen, die dann von den Schauspielern durch Improvisation ausgefüllt wurden. Man braucht dafür auch den Ausdruck Scenario.
 
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Kanevasstickerei, nach dem Grundstoff genannt, auf dem quadratisch abgesetzte Muster meist in farbiger Wolle im Kreuz- oder petit point-Stich gestickt werden, ist zuerst in Deutschland am Ende des 13. Jahrh. geübt worden. Man wandte sie zu Rücklaken für Chorgestühl und zu Kissen, später zu Stuhlbezügen an. Den breitesten Raum auf dem Gebiete weiblicher Handarbeit nahm die K. zu Mitte der 30er Jahre des 19. Jahrh. ein, wo ihre naturalistischen Muster, deren Einfügung in ein offenes Netzgewebe unstilistisch ist, viel zur Geschmacklosigkeit der Zeit beitrugen.
 
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Kanew, Kreisstadt im russ. Gouv. Kiew, an der Mündung der Kanewka in den Dnjepr, hat 2 griechisch-katholische und eine römisch-kath. Kirche, 5 Synagogen und (1897) 8892 Einw. Etwa 7 km von K. steht am Dnjepr auf einem Hügel das Grabmal des berühmten kleinrussischen Dichters T. Schewtschenko (gest. 11. März 1861).
 
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Kangas, bedruckte baumwollene Tücher, 1,25 × 1,85 m groß, zur Bekleidung der Frauen in Sansibar.
 
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Kangean (Kangiang), Inselgruppe in Niederländisch-Indien, östlich von Madura, nördlich von Bali, 691 qkm mit 12,000 Einw., besteht aus der Hauptinsel K., den kleinern Paliat und Pandschang nebst zahlreichen Inselchen. S. Karte »Hinterindien«.
 
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Kangra, Distrikt in der Division Dschalandhar der britisch-ind. Provinz Pandschab, erstreckt sich von den Niederungen des Doab ostwärts über den Himalaja nach Tibet hinein, 23,488 qkm mit (1901) 768,124 Einw. (722,554 Hindu, 39,672 Mohammedaner); reich an vorzüglichem Eisen, auch Gold, Silber, Kupfer, Blei und Braunkohle, die aber wenig ausgebeutet werden; Salz- und heiße Schwefelquellen sind zahlreich Die weiten Waldungen enthalten Hölzer fast aller Zonen. Ackerbau wird nur in einem Teil der Provinz betrieben; zu Weizen, Reis und Mais sind in neuester Zeit Tee (jährlich 1 Mill. Pfd.), Zuckerrohr und Kartoffeln hinzugetreten. Hauptstadt ist Dharmsala, Gesundheitsstation der Briten, mit (1901) 6971 Einw. Die Stadt K. hat ein Fort mit britischer Besatzung, ist berühmt wegen ihrer Juwelier- und Emailarbeiten und hat (1901) 4746 Einw.

 

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81) Johann
 ... krönte Karl den Kahlen ungeachtet der Ansprüche der deutschen Karolinger Weihnachten 876 zum Kaiser, offenbar mit dem Anspruch, über die Kaiserkrone
 
82) Johannisfest
 ... Johannistag, Johannisnacht ), das von der abendländischen Kirche früh dem Weihnachtsfest gegenübergestellte Geburtsfest Johannis des Täufers (24. Juni), kirchlich jetzt meist
 
83) Jūlfest
 ... Julbrot etc., an das alte heidnische Fest (s. Weihnachten ). Vgl. Bilfinger , Das germanische J. (Stuttg.
 ... Gelübde abzulegen. An die Stelle des Julfestes trat später unser Weihnachtsfest; aber noch heute erinnern im skandinavischen Norden sowie im frühern
 ... die Namen verschiedener Gebräuche und Gerichte, wie der Julklapp (Weihnachtsgeschenk, das vom Geber heimlich, aber mit lautem Schall ins Haus
 
84) Jundt
 ... lebe Frankreich!, die französischen Internierten verlassen die Schweiz und der Weihnachtsbaum. Jundts Arbeiten atmen Poesie, Natürlichkeit und Humor. Auch als Karikaturenzeichner
 
85) Kalender
 ... Januar, Epiphanias 6. Januar, Johannis 24. Juni, Michaelis 29. September, Weihnachten 25. Dezember, teils beweglich. Die beweglichen Feste richten sich sämtlich
 
86) Karageorgiević
 ... Alexander 23), der vom 14. Sept. 1842 bis Weihnachten 1858 Fürst von Serbien war, und Michael, der 1875 eine
 
87) Karl
 ... die Großen um sich, hier feierte er am liebsten das Weihnachtsfest (19 mal in Aachen, nur 6 mal in Gallien). Stets
 ... Herrschaft brachte endlich die Tatsache zum Ausdruck, daß ihm am Weihnachtstage (25. Dez.) 800 Leo III. in der Peterskirche zu Rom
 
88) Kinderlieder
 ... Gebiet. Luther z. B. dichtete »ein sein Kinderlied, auf die Weihnacht zu singen« (»Vom Himmel hoch, da komm' ich her« etc.);
 
89) Kirchenjahr
 ... - und Festtage. Das K. mit seinen drei Festzyklen, dem Weihnachts - , Oster - und Pfingstfestkreis, beginnt, unabhängig vom bürgerlichen
 
90) Knecht
 ... zottiger Kleidung, mit einer Rute und einem Sack versehen, vor Weihnachten den Kindern erscheint und den ungehorsamen mit Schlägen droht, den
 
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