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Kandrzin-Pogorzelletz bis Kanem (Bd. 6, Sp. 557)
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Artikelverweis Kandrzin-Pogorzelletz, Dorf im preuß. Regbez. Oppeln, Kreis Kosel, an der Klodnitz und am Klodnitzkanal, Knotenpunkt der Staatsbahnlinien Brieg-Oderberg, K.-Deutschwette, K.-Kosel und K.-Oswieçim, hat eine evangelische und eine kath. Kirche, eine Spiritusfabrik, Zinkraffinerie, eine Dampfziegelei und (1900) 2302 Einw.
 
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Kandschar (Khandschar), s. Meyers Handschar.
 
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Kandschur (auch Kahgyur, genauer b Kahhgyur), die tibetische Übersetzung der heiligen Schriften der Buddhisten, umfaßt 1083 Werke, die in 100108 Bänden vereinigt sind. Die Sammlung wurde wiederholt in Holz geschnitten und gedruckt. Sie ist um 1310 n. Chr. ins Mongolische übersetzt worden. Vgl. das von der Petersburger Akademie herausgegebene Werk »Kandjur oder Index des K.« (Petersb. 1845, mit Vorwort von J. J. Schmidt); Csoma de Körös, Analyse du Kandjour et du Tandjour (franz. von Feer, in »Annales du Musée Guimet«, Bd. 2, Par. 1881); Feer, Textes tirés du Kandjour (das. 186471); Waddell, Buddhism of Tibet, S. 157 ff. (Lond. 1895).
 
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Kandt, Richard, Afrikareisender, geb. im Dezember 1867 in Posen, studierte Medizin, war dann Assistent an einer Irrenanstalt in Bayreuth, lebte später als Arzt in München und bereitete sich darauf in Berlin für eine Reise nach Deutsch-Ostafrika vor, die er 1897 antrat. Er zog über Tabora in die Grenzgebiete zwischen dem deutschen Schutzgebiet und dem Kongostaat, wo er am Südufer des Kiwusees 1899 die zoologische Station »Bergfrieden« gründete. 1901 schloß er sich der deutschen Grenzkommission unter Hauptmann Herrmann an, 1902 kehrte er nach fünfjähriger Abwesenheit nach Deutschland zurück. Er gab eine Karte des Kiwusees (Berl. 1902) und eine Schilderung der Expedition u. d. T. »Caput Nili. Eine empfindsame Reise zu den Quellen des Nils« (das. 1904) heraus.
 
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Kane (spr. kēn), Elisha Kent, berühmter nordamerikan. Polarfahrer, geb. 3. Febr. 1820 in Philadelphia, gest 16. Febr. 1857 in Havana, ging 1844 als Arzt der nordamerikanischen Gesandtschaft nach China, besuchte die Philippinen, Ostindien, Ägypten, Südafrika und Dahomé, nahm 1846 am mexikanischen Kriege teil, war darauf bei der Küstenvermessung des Mexikanischen Meerbusens tätig und begleitete 1850 bis 1852 als Arzt und Naturforscher die von Meyers Grinnell (s. d.) zur Auffindung Franklins ausgerüstete Expedition. Größere Ergebnisse als diese erzielte die zweite, von K. selbst befehligte Grinnell-Expedition, die am 30. Mai 1853 mit der Advance von New York ausbrach und durch den Smithsund zur Rensselaerbai in 78°37' nördl. Br. gelangte. Hier fror das Schiff ein; der Matrose Morton erreichte aber zu Schlitten 24. Juni 1854 unter 80°40' nördl. Br. offenes Wasser, das K. als das offne Polarmeer ansah. Unter Preisgabe des Schiffes und nach vielen Beschwerden kehrte K. 1855 nach New York zurück. Später besuchte er England und Cuba. Er veröffentlichte: »The United States Grinnell Expedition in search of Sir John Franklin« (New York 1854); »The second Grinnell Expedition« (Philad. 1856, 2 Bde.; deutsch im Auszug, 3. Aufl., Leipz. 1874; auch als »K., der Nordpolfahrer«, 8. Aufl., das. 1904). Vgl. Elder, Elisha Kent K. (Philad. 1857); Kutzner, Ein Weltfahrer (3. Aufl., Leipz. 1890).
 
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Kanea (Canea), Hauptstadt von Kreta, s. Meyers Chania.
 
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Kaneelstein, ein Kalktongranat, s. Granat, S. 221.
 
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Kanēl (Kaneel), in der Sprache der frühern Vermittler des Gewürzhandels, der Venezianer oder Portugiesen (cannella oder canella), Bezeichnung aromatischer Rinden, jetzt sowohl für ceylanischen als auch (seltener) für chinesischen Zimt gebraucht.
 
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Kanēlbaum, s. Winterana.
 
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Kanellazeen, dikotyle Pflanzenfamilie aus der Ordnung der Cistifloren, wenige Holzgewächse des tropischen Amerika und Afrika mit abwechselnden, ganzrandigen Blättern, in Trugdolden stehenden, regelmäßigen Blüten, deren 20 oder mehr Staubgefäße zu einer Röhre vereinigt sind, und Beerenfrüchten. Die auf den Antillen einheimische Canella alba liefert die zimtartig riechende Kanellrinde.
 
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Kanem, Landschaft Innerafrikas, im N. und NO. des Tsadsees (s. Karte bei »Guinea«), ehemals ein blühendes, selbständiges Reich, jetzt zum Tsadsee-Territorium des französischen Kongo gehörig, 56,660 qkm groß. Das Land ist im NO. sandige Ebene mit tiefen, dicht bewaldeten Einsenkungen, im SO. sind die Täler von großer Schönheit und mit üppiger Vegetation bedeckt. Die etwa 100,000 Seelen starke Bevölkerung besteht aus Tibbu, Kanembu, Kanuri, Arabern u. a.; im N. nomadisieren die räuberischen Aulad Meyers Soliman (s. d.). Sie verdrängten die von N. eingewanderten Kanembu auf die Inseln des Tsadsees oder nach Bornu oder machten sie hörig. Die Kanembu sind jetzt stark mit Negern vermischt, tragen nur ein Schurzfell, verhüllen aber das Gesicht wie die Tuareg. Hauptort ist Mao (s. d.). Den Wühlereien, die Mitglieder der Senusisekte gegen das erfolgreiche Vorgehen der Franzosen im Westsudân angezettelt hatten, begegnete der Befehlshaber der französischen Truppen am Schari, Oberst Destenave, durch einen Zug nach K., der durch die Besiegung der Senusi und der mit ihnen verbündeten Tuareg und Tubu bei Bir Amani (Bir Alali) im Januar 1902 seinen Zweck völlig erreichte; doch hatte die französische Besatzung (2 Kompanien und eine halbe Eskadron) im Juni und Dezember 1902 Angriffe der Senusi und ihrer Bundesgenossen auszuhalten. Vgl. Nachtigal, Sahara und Sudân,

[Bd. 6, Sp. 558]


Bd. 2 (Berl. 1881); v. Bülow, Bericht über politische Verhältnisse im mittlern Sudân (in den »Mitteilungen des Seminars für orientalische Sprachen zu Berlin«, 1904).

 

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81) Johann
 ... krönte Karl den Kahlen ungeachtet der Ansprüche der deutschen Karolinger Weihnachten 876 zum Kaiser, offenbar mit dem Anspruch, über die Kaiserkrone
 
82) Johannisfest
 ... Johannistag, Johannisnacht ), das von der abendländischen Kirche früh dem Weihnachtsfest gegenübergestellte Geburtsfest Johannis des Täufers (24. Juni), kirchlich jetzt meist
 
83) Jūlfest
 ... Julbrot etc., an das alte heidnische Fest (s. Weihnachten ). Vgl. Bilfinger , Das germanische J. (Stuttg.
 ... Gelübde abzulegen. An die Stelle des Julfestes trat später unser Weihnachtsfest; aber noch heute erinnern im skandinavischen Norden sowie im frühern
 ... die Namen verschiedener Gebräuche und Gerichte, wie der Julklapp (Weihnachtsgeschenk, das vom Geber heimlich, aber mit lautem Schall ins Haus
 
84) Jundt
 ... lebe Frankreich!, die französischen Internierten verlassen die Schweiz und der Weihnachtsbaum. Jundts Arbeiten atmen Poesie, Natürlichkeit und Humor. Auch als Karikaturenzeichner
 
85) Kalender
 ... Januar, Epiphanias 6. Januar, Johannis 24. Juni, Michaelis 29. September, Weihnachten 25. Dezember, teils beweglich. Die beweglichen Feste richten sich sämtlich
 
86) Karageorgiević
 ... Alexander 23), der vom 14. Sept. 1842 bis Weihnachten 1858 Fürst von Serbien war, und Michael, der 1875 eine
 
87) Karl
 ... die Großen um sich, hier feierte er am liebsten das Weihnachtsfest (19 mal in Aachen, nur 6 mal in Gallien). Stets
 ... Herrschaft brachte endlich die Tatsache zum Ausdruck, daß ihm am Weihnachtstage (25. Dez.) 800 Leo III. in der Peterskirche zu Rom
 
88) Kinderlieder
 ... Gebiet. Luther z. B. dichtete »ein sein Kinderlied, auf die Weihnacht zu singen« (»Vom Himmel hoch, da komm' ich her« etc.);
 
89) Kirchenjahr
 ... - und Festtage. Das K. mit seinen drei Festzyklen, dem Weihnachts - , Oster - und Pfingstfestkreis, beginnt, unabhängig vom bürgerlichen
 
90) Knecht
 ... zottiger Kleidung, mit einer Rute und einem Sack versehen, vor Weihnachten den Kindern erscheint und den ungehorsamen mit Schlägen droht, den
 
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