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Kanaudsch bis Kandel (Bd. 6, Sp. 554 bis 555)
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Artikelverweis Kanaudsch, großes Ruinenfeld im Distrikt Faruchabad der britisch-ind. Nordwestprovinzen, eine der ältesten indischen Städte, deren Trümmer eine Fläche von der Größe des heutigen London bedecken; daneben ein kleiner Ort mit elenden Hütten.
 
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Kanavalĭe, s. Canavalia.
 
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Kanāwha, zwei Flüsse der nordamerikan. Union: 1) Great K., Nebenfluß des Ohio, entspringt in den Iron Mountains in Nordcarolina, durchbricht im Lauf durch Virginia mehrere Parallelketten des Alleghanygebirges (die letzte, die Gauleykette, mit einem senkrechten, 16 m hohen Fall), nimmt den Great Briar, den Gauley und Elk von O., den Coa River von W. her auf und mündet, 650 km lang, wovon 155 km durch Kanalisierung (11 Schleusen) schiffbar, bei Point Pleasant in Westvirginia. Er durchschneidet außerordentlich reiche, offen zutage tretende Lager bituminöser Kohle. 2) Little K., Nebenfluß des Ohio in Virginia, entspringt am Westabhang des Alleghanygebirges und hat eine Länge von 300 km, wovon 66 km durch Kanalisierung schiffbar sind. Auch seine Uferlandschaften sind reich an Kohle.

[Bd. 6, Sp. 555]



 
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Kanazāwa, Stadt in der japan. Provinz Kaga an der Nordwestküste der Insel Nippon, unter 36°33' nördl. Br., Hauptstadt des Ken Itchikawa, 8 km von der Mündung zweier Flüsse in das Japanische Meer, hat ein Obergericht und berühmte Fabrikation von Bronze mit prächtiger Ziselier- und Tauschierarbeit und von mit Gold- und Eisenfarben bemaltem Porzellan, eine Seidenhaspelanstalt mit Dampfbetrieb und (1898) 83,595 Einw.
 
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Kandāhar, Provinz im südöstlichen Afghanistan, südlich von Kabul (s. Karte »Zentralasien«), im N. von den Ausläufern des Pagmangebirges erfüllt, vom Hilmend mit Argendab, Tarnak u. a. durchzogen und zwischen den Tälern des Gebirges fruchtbar, im Südwesten aber, nach Belutschistan hin, Wüste. Das Klima ist mild, der Winter aber noch rauh. Hauptfeldfrucht ist Weizen, doch nur in den Tälern; die Gehänge und Hoch ebenen werden von nomadisierenden Afghanen aus Ghasni mit großen Herden von Kamelen und Schafen abgeweidet. Die seßhafte Bevölkerung (Afghanen, gemischt mit Tadschik u. Hindu) wird auf 900,000 Seelen geschätzt; Religion ist der Islam. Eingeteilt wird die Provinz in die Kreise K., Girischk und Kelati Ghildschi. K. ist das Arochosien der Alten und bildete bis 1839 ein selbständiges Chanat. Die Hauptstadt K. liegt 1055 m ü. M., 340 km südwestlich von Kabul, in einer fruchtbaren und bevölkerten Ebene, zwischen den Flüssen Argendab und Tarnak, Endpunkt der Sind-Pischin-Bahn, ist sehr regelmäßig gebaut, von einem befestigten Erdwall umgeben, neuerdings durch Außenwerke verstärkt mit sechs Toren und einer Zitadelle. Die Zahl der Einwohner wird auf 2550,000 Seelen geschätzt. Hauptprodukte sind Seidenstoffe u. Filz, in der Umgegend starker Wein- und Obstbau. Der Handel mit Persien ist sehr lebhaft; die Ausfuhr nach Britisch-Indien (Wolle, Früchte und Nüsse) betrug 190001: 3,532,810, die Einfuhr von dort (zu zwei Drittel Baumwollwaren) 2,143,160 Rupien. Die Stadt ist wahrscheinlich das alte Alexandreia Arachoton, das Alexander d. Gr. 329 v. Chr. gründete. Sie wurde in der Folge wiederholt erobert und zerstört, so 1383 von Timur, 1508 von Baber, 1620 von Schah Abbas I., 1660 von Abbas II. und 1738 von Nadir Schah, der dicht daneben eine neue Stadt anlegen ließ, die als Hauptstadt galt, bis Timur Schah seine Residenz nach Kabul verlegte. Über die weitere Geschichte s. Meyers Afghanistan.
 
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Kandalakskajabucht, s. Meyers Weißes Meer.
 
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Kandare, s. Meyers Zaum.
 
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Kandaules, letzter König von Lydien aus dem Geschlechte der Sandoniden, ließ seinen Leibwächter Meyers Gyges (s. d.) die Reize seiner Gemahlin, auf die er eitel war, im Schlafgemach bewundern. Erzürnt über solche Schmach, ließ diese Gyges zu sich kommen und stellte ihm die Wahl, entweder den König zu morden, oder augenblicklich erdrosselt zu werden. Gyges tötete darauf den K. (687 v. Chr.).
 
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Kandavu, eine der Fidschiinseln, durch die Kandavupassage von Viti Levu getrennt, 535 qkm mit über 7000 Einw., ist bergig, aber fruchtbar und hat auf ihrem Südwestende den erloschenen Vulkan Buke-Levu (340 m). Die Tavukibai im W. und eine Bucht gegenüber der Insel Ono bieten brauchbare Häfen.
 
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Kande, dän. Flüssigkeitsmaß zu 2 Potter von 4 Pegel, = 1,932 Liter.
 
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Kandel, soviel wie Rinne, Dachrinne.

 

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81) Johann
 ... krönte Karl den Kahlen ungeachtet der Ansprüche der deutschen Karolinger Weihnachten 876 zum Kaiser, offenbar mit dem Anspruch, über die Kaiserkrone
 
82) Johannisfest
 ... Johannistag, Johannisnacht ), das von der abendländischen Kirche früh dem Weihnachtsfest gegenübergestellte Geburtsfest Johannis des Täufers (24. Juni), kirchlich jetzt meist
 
83) Jūlfest
 ... Julbrot etc., an das alte heidnische Fest (s. Weihnachten ). Vgl. Bilfinger , Das germanische J. (Stuttg.
 ... Gelübde abzulegen. An die Stelle des Julfestes trat später unser Weihnachtsfest; aber noch heute erinnern im skandinavischen Norden sowie im frühern
 ... die Namen verschiedener Gebräuche und Gerichte, wie der Julklapp (Weihnachtsgeschenk, das vom Geber heimlich, aber mit lautem Schall ins Haus
 
84) Jundt
 ... lebe Frankreich!, die französischen Internierten verlassen die Schweiz und der Weihnachtsbaum. Jundts Arbeiten atmen Poesie, Natürlichkeit und Humor. Auch als Karikaturenzeichner
 
85) Kalender
 ... Januar, Epiphanias 6. Januar, Johannis 24. Juni, Michaelis 29. September, Weihnachten 25. Dezember, teils beweglich. Die beweglichen Feste richten sich sämtlich
 
86) Karageorgiević
 ... Alexander 23), der vom 14. Sept. 1842 bis Weihnachten 1858 Fürst von Serbien war, und Michael, der 1875 eine
 
87) Karl
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 ... Herrschaft brachte endlich die Tatsache zum Ausdruck, daß ihm am Weihnachtstage (25. Dez.) 800 Leo III. in der Peterskirche zu Rom
 
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 ... - und Festtage. Das K. mit seinen drei Festzyklen, dem Weihnachts - , Oster - und Pfingstfestkreis, beginnt, unabhängig vom bürgerlichen
 
90) Knecht
 ... zottiger Kleidung, mit einer Rute und einem Sack versehen, vor Weihnachten den Kindern erscheint und den ungehorsamen mit Schlägen droht, den
 
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