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Kampulung bis Kamtschi (Bd. 6, Sp. 526 bis 527)
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Artikelverweis Kampulung, Stadt, s. Meyers Kimpolung.
 
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Kamrup, Distrikt der britisch-ind. Provinz Assam, 9479 qkm mit (1901) 589,187 Einw. (407,363 Hindu, 53,701 Mohammedaner, 1479 Christen), durchflossen von dem schiffbaren Brahmaputra, an dessen sumpfigen Ufern Reis vorzüglich gedeiht, im N. zu den Bhutan-, im S. zu den Khasiabergen aufsteigen d, an deren Abhängen Europäer Teegärten angelegt haben. Hauptstadt ist Gauhati mit (1901) 11,661 Einw.
 
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Kamsin, s. Meyers Chamsin.
 
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Kamsko-Wotkinski, s. Sarapul.
 
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Kamthi (Kampti), Stadt im Distrikt Nagpur der britisch-ind. Zentralprovinzen, am Kanhanfluß und der Eisenbahn dicht bei Nagpur, mit 70 Hindutempeln 5 Moscheen, protestantischer und kath. Kirche mit Kloster, starker Garnison, (1901) 38,888 Einw. (1851 Christen) und bedeutendem Handel mit Vieh, Baumwollenstoffen, Salz und Bauholz.
 
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Kamtschadālen, die zu den Hyperboreern (s. d.) gehörigen Bewohner des südlichen Kamtschatka und der Insel Schumschu, der nördlichsten der Kurilen, die mehr und mehr durch Trunksucht und eingeführte Krankheiten verschwinden und nur noch etwa 1200 Köpfe zählen. Sie nennen sich selbst »Itelmen«; der Name K. rührt von dem Wort »Kontschak« her, womit die Korjaken (s. d.) sie bezeichnen. Sie sind unermüdliche Fußgänger, aber auch Meister im Führen der Hundeschlitten und Abrichten der Schlittenhunde. Die K. bewohnen im Winter mit Rasen und Erde bedeckte Erdlöcher, im Sommer leichte, auf hohen Gerüsten errichtete Hütten (Balagnanen). Zum Christentum bekennen sich wenige. S. Tafel Meyers »Asiatische Völker I«, Fig. 2.
 
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Kamtschátka, Halbinsel an der nördlichen Ostküste von Asien (s. Karte »Sibirien«), seit 1856 zum russischen Küstengebiet gehörig, zwischen 5062° nördl. Br. und 156162° östl. L., erstreckt sich von NNO. gegen SSW. und läuft in dem Kap Lopatka aus. Sie scheidet das Meer von K. im O. von dem Ochotskischen Meer im W., hängt nur im N. mit dem Festland zusammen und ist 270,483 qkm groß. Die Küste verläuft auf der Westseite sehr einförmig, hat aber auf der Ostseite mehrere beträchtliche Einschnitte (Golf von Awatscha. Kronozkibai). Von den Inseln ist nur die 1582 qkm große, aber unbewohnte Insel Karagin am Eingang der Bai Karaginskaja zu nennen. Hohe bewaldete Gebirge ziehen sich von S. nach N. durch K. Die östliche Kette, in der sich die höchsten Erhebungen finden, enthält viele Vulkane (Sopken); man kennt bis jetzt 40, darunter 14 tätige; doch ist ihre Zahl vielleicht noch größer. Die gewaltigsten unter diesen Feuerbergen sind der Kljutschew (4917 m), der 1729, 1737, 1841, 1853/54 und 1896/97 Ausbrüche hatte, und der Schiweljutsch (2984 m). Die Westküste ist reich. die Ostküste arm an Küstenflüssen. Der größte Flut, der Insel ist der Fluß K., der beim Vorgebirge K mündet. Unter vielen z. T. beträchtlichen Seen ist. der Südspitze nahe, der Kurilische zu bemerken. Auch gibt es kalte und heiße Quellen; Salzquellen fehlen gänzlich. Das Klima Kamtschatkas ist im allgemeinen weit kälter als unter gleicher Breite in Europa. Die mittlere Jahrestemperatur beträgt an der Südküste+3° und sinkt nach N. hin bis zu etwa -6°. Der landschaftliche Charakter zeigt viele Übereinstimmungen mit der Pflanzenphysiognomie des mittlern und nördlichen Europa. Die Berge sind an ihren Abhängen von herrlichen Wäldern bedeckt, während die niedern Landschaften neben Waldpartien ausgedehnte Grasfluren tragen. Die westlichen Küstengegenden sind meist sumpfig-moorige Flächen. Unter den Waldbäumen ragt hervor die in ihrem Wuchs an unsre Eiche erinnernde kamtschatkische Birke Be-tula Ermanni, von andern Laubhölzern Pappeln Populus suaveolens), Erlen und Weiden sowie die Eberesche Sorbus sambucifolia. Unter den Nadelhölzern sind Lärchen (Larix dahurica) und Picea-Arten zu nennen. Eine nordamerikanische Tsuga tritt z. T. waldbildend auf. Das Unterholz der Wälder zeigt einen großen Reichtum an beerentragenden Gewächsen (Vaccinium, Empetrum). Etwa bis 300 m Meereshöhe tritt eine Krummholzregion auf. Zur arktischen Zirkumpolarregion gehörend, zählt K. zu seiner Fauna außer rein arktischen Tieren auch noch manche paläarktische Formen. Es finden sich Renn-:ier, Wolf, Bär, Zobel, Fuchs, Hermelin, von Vögeln namentlich Wasservögel (Schwäne, Gänse, Enten., Taucher, Möwen), aber auch Schneehühner. Die Flüsse selbst haben keine Fische, sondern diese kommen nur aus dem Meer in großer Menge stromaufwärts. Das einzige Haustier ist der Hund, der zum Schlittenziehen

[Bd. 6, Sp. 527]


und zur Jagd gebraucht wird. Die spärliche Bevölkerung, etwa 7270 Seelen (8325 im Petropawlowskischen Kreise), 0,03 auf 1 qkm, darunter 653 Kosaken, besteht im N. aus Korjaken, im S. aus Kamtschadalen (s. d.), ferner aus Meyers Lamuten (s. d.), aus Tataren, Jakuten und wenigen Russen in Petropawlowsk, Gishiginsk, Tigilsk, Bolscherjezk und Nishnij-Kamtschask, wo überall Kosaken stationiert sind, um den Jassak einzutreiben, und Kaufleute sich niedergelassen haben. Die herrschende Religion ist die griechisch-orthodoxe. Größere Ortschaften gibt es nicht; meist bestehen die Dörfer nur aus wenigen Gehöften, während die größten Orte nur ca. 200 Einw. haben. Die ehemalige Erdjurte ist überall durch das russische Bauernhaus verdrängt worden. Als Beförderungsmittel dienen zu Lande der Zugschlitten mit 1520 Hunden, auf den Flüssen zusammengekoppelte Boote aus ausgehöhlten Baumstämmen. Ackerbau auf Hafer und Gerste ist nur lohnend, wenn im Winter Aschenregen fallen, die den Schnee schneller zum Schmelzen bringen. Ein wichtiges Nahrungsmittel sind die Wurzelknollen der Fritillaria Sarana; aus den Fasern einer Nessel webt man Tücher. Hauptort ist Petropawlowsk (s. d.). Als Entdecker von K. gilt Wolodomir Atlassow, der 1697 bis an den Kamtschatkafluß vordrang und die Stadt Werchne-Kamtschatsk anlegte; 1704 gründete Robelew den Posten Bolscherjezk. Nachdem K. 1803 zu einem besondern Verwaltungsbezirk mit Petropawlowsk als Hauptort erhoben war, wurde es 1812 dem Marineministerium unterstellt, aber 1855 der Küstenprovinz zugeteilt, von der es jedoch Ende Oktober 1903 abgetrennt wurde, um zusammen mit den Kommandeurinseln einen Militärgouverneur in Nikolajewsk zu erhalten. Erforscht wurde das Land vornehmlich von Lesseps 1787, Dobell 1812, Kittlitz 1826, genauer aber von Erman 1829 und von Ditmar 185155. Vgl. Steller, Beschreibung von dem Lande K. (Frankf. 1774); Kotzebue (Chamisso), Entdeckungsreise in die Südsee (Weim. 1821, 3 Bde.); Erman, Reise um die Erde, Bd. 3 (Berl. 1848); Kennan, Zeltleben in Sibirien (deutsch in »Meyers Volksbüchern« u. a.); Guillemard, The cruise of the Marchesa to K. and New Guinea (2. Aufl., Lond. 1889, 2 Bde.); K. v. Ditmar, Reisen und Aufenthalt in K. 18511855 (1. Teil, Petersb. 1890; 2. Teil, 1. Abt. 1900).
 
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Kamtschatkabiber, s. Meyers Otterfelle.
 
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Kamtschatkas (Sibiriennes), Konfektionsstoff, bei dem lange Haare strähnenartig auf dem Grundstoff liegen.
 
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Kamtschatkisches Meer, soviel wie Beringmeer.
 
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Kamtschi, s. Meyers Kantschu.

 

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 ... krönte Karl den Kahlen ungeachtet der Ansprüche der deutschen Karolinger Weihnachten 876 zum Kaiser, offenbar mit dem Anspruch, über die Kaiserkrone
 
82) Johannisfest
 ... Johannistag, Johannisnacht ), das von der abendländischen Kirche früh dem Weihnachtsfest gegenübergestellte Geburtsfest Johannis des Täufers (24. Juni), kirchlich jetzt meist
 
83) Jūlfest
 ... Julbrot etc., an das alte heidnische Fest (s. Weihnachten ). Vgl. Bilfinger , Das germanische J. (Stuttg.
 ... Gelübde abzulegen. An die Stelle des Julfestes trat später unser Weihnachtsfest; aber noch heute erinnern im skandinavischen Norden sowie im frühern
 ... die Namen verschiedener Gebräuche und Gerichte, wie der Julklapp (Weihnachtsgeschenk, das vom Geber heimlich, aber mit lautem Schall ins Haus
 
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