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Kampferliniment bis Kampfhahn (Bd. 6, Sp. 524 bis 525)
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Artikelverweis Kampferliniment, s. Liniment.
 
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Kampferlorbeer, soviel- wie Kampferbaum.
 
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Kampferöl, ätherisches Öl, das bei Gewinnung des Kampfers aus dem Holz des Kampferbaumes (Camphora officinalis) in Japan als Nebenprodukt gewonnen wird. Es findet sich am reichlichsten in den unterirdischen Wurzelstämmen, minder reichlich im Stamm und enthält je nach dem Alter der Bäume, der Jahreszeit und der Temperatur mehr oder weniger Kampfer gelöst. Man erhält bei der Destillation des zerkleinerten Holzes mit Wasserdampf Kampfer und ein breiiges Gemisch von Kampfer mit K., aus dem durch starkes Abkühlen, Filtrieren und Pressen ein fast kampferfreies K. gewonnen wird. Man unterscheidet weißes K. vom spez. Gew. bis 0,89, das aus den niedrigst siedenden Bestandteilen: Terpenen und etwas Cineol besteht, und schwarzes K. vom spez. Gew. 0,90 bis über 1,0, aus Safrol, Eugenol und Sesquiterpen bestehend. Beide Öle sind rechtsdrehend und riechen nach Kampfer, doch tritt dieser Geruch bei dem schwarzen Öl stark hinter den des Safrols zurück. Außer den genannten Körpern kommen im K. noch vor: Acetaldehyd, Terpineol, Pinen, Phellandren, Dipenten, Cadinen. K. dient in Japan als Brennöl, zur Herstellung von Lacken und Ruß, in Europa wird es auf Safrol verarbeitet, und dabei entfallen als Nebenprodukte leichtes und schweres K. Ersteres vom spez. Gew. 0,890,92 verdeckt sehr gut den penetranten Geruch ordinärer Fett- und Talgsorten und dient deshalb zum Parfümieren gewöhnlicher Hausseifen, ferner benutzt man es statt des Terpentinöls, z. B. in der Buchdruckerei zum Abwaschen von Druckerschwärze, auch in der Lack- und Firnisfabrikation. Das schwere K. vom spez. Gew. 0,960,97 wird ebenfalls billigen Seifen oder Schmiermitteln zugesetzt.
 
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Kampferölbaum, s. Diyobalanops.
 
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Kampfersäure s. Meyers Kampfer.
 
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Kampferspiritus s. Meyers Kampfer.
 
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Kampferwein s. Meyers Kampfer.
 
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Kampffisch (Betta pugnax Günth., s. Tafel Meyers »Aquarium II«, Fig. 1), ein Fisch aus der Familie

[Bd. 6, Sp. 525]


der Labyrinthfische, 58 cm lang, mit kurzer, aber sehr hoher Rückenflosse aus 810 weichen Strahlen, sehr langer Afterflosse, fünfstrahligen Bauchflossen, deren erster Strahl zu einem Faden verlängert ist, und lebhaft gefärbter, abgerundeter Schwanzflosse. Die Färbung, besonders des Männchens, ist ungemein prächtig mit blutroten, dunkelblauen, grünen oder gelben Streifen. In der Erregung kann das Männchen die Kiemendeckel zurückbiegen und die Kiemenhaut zu einer Halskrause ausbreiten. Der K. lebt in Hinterindien, auf Sumatra, Java, Borneo und kam 1892 zuerst nach Europa. Der sehr streitlustige Fisch wird in Siam zur Abhaltung von Fischkämpfen gezüchtet. Bei uns wird der K. in Aquarien gehalten, in denen er sich auch fortpflanzt.
 
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Kampfformen, die Arten der Durchführung eines Gefechts, s. Meyers Fechtart.
 
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Kampfgericht, s. Meyers Zweikampf und Ordalien.
 
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Kampfhahn, s. Meyers Kampfläufer.

 

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 ... krönte Karl den Kahlen ungeachtet der Ansprüche der deutschen Karolinger Weihnachten 876 zum Kaiser, offenbar mit dem Anspruch, über die Kaiserkrone
 
82) Johannisfest
 ... Johannistag, Johannisnacht ), das von der abendländischen Kirche früh dem Weihnachtsfest gegenübergestellte Geburtsfest Johannis des Täufers (24. Juni), kirchlich jetzt meist
 
83) Jūlfest
 ... Julbrot etc., an das alte heidnische Fest (s. Weihnachten ). Vgl. Bilfinger , Das germanische J. (Stuttg.
 ... Gelübde abzulegen. An die Stelle des Julfestes trat später unser Weihnachtsfest; aber noch heute erinnern im skandinavischen Norden sowie im frühern
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84) Jundt
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85) Kalender
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90) Knecht
 ... zottiger Kleidung, mit einer Rute und einem Sack versehen, vor Weihnachten den Kindern erscheint und den ungehorsamen mit Schlägen droht, den
 
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