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Kampaner Marmor bis Kampen, Nicolas Godfried van (Bd. 6, Sp. 521 bis 522)
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Artikelverweis Kampaner Marmor, s. Meyers Griotte.
 
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Kampanertal (Campantal), s. Meyers Campan.
 
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Kampanĭen (lat. Campania, »Ebene«), im Altertum Landschaft auf der Westküste von Italien, umfaßte die Ebene, die sich vom Gebirge Massicus im N. südwärts bis zur gebirgserfüllten Halbinsel von Surrentum (Sorrento) erstreckt und von Latium, Samnium und dem Lande der Picentiner begrenzt wurde (s. Karte »Italien bis in die Zeit des Kaisers Augustus«). Sie entspricht ungefähr den heutigen Provinzen Napoli und Caserta. Am Fuße des Mons Massicus (Monte Massico) breitete sich der durch vorzüglichen Wein berühmte Falernus ager aus; nordöstlich von Cumä liegt der Berg Gaurus (Monte Barbaro), nördlich von Capua der Tifata, ostwärts von Neapel der feuerspeiende Vesuvius. An der Küste ragt das Promunturium Misenum (Capo Miseno) ins Meer und südöstlich davon das Promunturium Minervae (Punta della Campanella) als Scheide zwischen dem Sinus Cumanus (Krater der Griechen, Golf von Neapel) im NW. und dem Sinus Paestanus (Meerbusen von Salerno) im SW. Der bedeutendste der trüben, langsam strömenden Flüsse hieß Volturnus (Volturno); als kleinere Küstenflüsse sind zu nennen der Clanius (Lagni) und Sarnus (Sarno), unweit dessen Pompeji lag. Von Seen ist nur der einst verrufene Lacus Avernus (Lago di Averno) zu nennen. Der Lacus Lucrinus war der innerste Teil des Sinus Bajanus, durch einen schmalen Damm vom Meer geschieden und reich an vortrefflichen Austern. K. war fruchtbar und ergiebig im Acker- und Weinbau wie in der Viehzucht und in köstlichen Fischen, dazu lieblich durch mildes und gesundes Klima. Daher besaßen die vornehmen Römer hier Landgüter und Landhäuser, mit den üppigsten Reizen ausgestattet. Bajä mit seinen Thermen war einst der Mittelpunkt der seinen Welt. Andre Orte waren Cumä (Kyme), Puteoli, Neapolis, die 79 n. Chr. bei einem Ausbruch des Vesuvs verschütteten Städte Herculaneum, Pompeji und Stabiä; ferner Salernum, Surrentum, Liternum, Teanum Sidicinum, Cales, Casilinum, die ältere Hauptstadt Capua, Suessula, Atella, Acerrä, Nola, Abella, Nuceria Alfaterna u. a. Als die frühesten Bewohner der Landschaft erscheinen die ausonischen Opiker oder Osker (d. h. Bauern). Um 1050 v. Chr. gründeten Äoler das durch Gewerbe und Handel blühende Kyme (Cumä), von der wieder die Städte Dikäarchia (Puteoli), Paläavotis, Neapolis u. a. ausgingen. Um 800 v. Chr. erlagen die Osker den eindringenden Etruskern, die fast 400 Jahre lang K. beherrschten, und diese zwischen 440 und 420 dem kräftigen Bergvolk der Samniter, welche die eigentlichen Gründer des Staates K. wurden. Doch nach weniger als 100 Jahren schon (343) mußte es, von neuem durch die Samniter bedrängt, sich dem Schutz und der Oberhoheit Roms unterwerfen. Als in der Völkerwanderung Roms Macht zertrümmert wurde, hielten sich die Byzantiner nur in einigen Küstenstädten. Über die spätern Schicksale des Landes s. Capua und Meyers Neapel. Gegenwärtig umfaßt die Landschaft K. 16,294 qkm (295,9 QM.) mit (1901) 3,160,448 Einw. und zerfällt in die Provinzen Avellino, Benevent, Caserta, Neapel und Salerno. Vgl. Beloch, K., Topographie, Geschichte etc. (2. Ausg., Bresl. 1890); Schoener, Im glücklichen K. (Leipz. 1898); Deecke. Geologischer Führer durch K. (Berl. 1901).
 
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Kampanīle, s. Campanile.
 
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Kampanje (holl., Schanze, Hütte), Aufbau auf dem Achterdeck hinter dem Kreuzmast, dient meist dem Kapitän zur Wohnung, enthält auch oft Kammern für Schiffsoffiziere und Passagiere.
 
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Kampanulazeen (Glockenblütler), dikotyle, etwa 1100 Arten umfassende, in der gemäßigten und warmen Zone verbreitete Pflanzenfamilie aus der Ordnung der Kampanulinen, milchsaftführende Kräuter oder Holzpflanzen mit wechselständigen, seltener gegenständigen Blättern und epigynen, meist fünfzähligen, in der Unterfamilie der Kampanuloideen regelmäßigen Blüten (s. Abbildung), die fünf meist freie oder mit den Antheren verklebte Staubgefäße sowie einen mit Pollensammelapparat versehenen Griffel haben. Die Unterfamilie der Gobelioideen ist durch dochiventrale, infolge einer Blütenstieldrehung (Resuzination) umgewendete Blüten mit oberwärts verwachsenen Staubgefäßen ausgezeichnet. Der Fruchtknoten besteht aus 25 verwachsenen Karpellen und entwickelt sich zu einer Kapsel, selten ist die Frucht beerenartig.
 
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Kampanulinen (Kampanulaten), Ordnung im natürlichen Pflanzensystem aus der Abteilung der Dikotyledonen, charakterisiert durch fünfzählige, mit Kelch und verwachsenen Blumenblättern versehene Blüten, zusammenneigende oder unter sich verwachsene Staubbeutel und ein bis viele zu einem unterständigen Fruchtknoten verwachsene Fruchtblätter, umfaßt nach Engler die Familien der Kukurbitazeen, Kampanulazeen, Goodeniazeen, Kandolleazeen und Kompositen.
 
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Kampe, Dorf mit Saline, s. Meyers Stade.
 
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Kämpe (niederd.), Kämpfer; auch das männliche Schwein.
 
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Kampen, Stadt in der niederländ. Provinz Overyssel, links an der Yssel, unweit deren Mündungen, Endpunkt der Niederländischen Zentralbahn (Utrecht-K.), ist mit Gräben und parkähnlichen Anlagen umgeben, hat mehrere alte Kirchen (darunter die fünfschiffige gotische St. Nikolaikirche aus dem 14. Jahrh.), eine schöne, 1874 neugebaute Brücke über die Yssel, vier alte Stadttore, ein Rathaus (1543 erneuert), ein Gymnasium, eine höhere Bürgerschule, ein Seminar für orthodox-reformierte Prediger, ist Garnison des Instruktionsbataillons (Lehrschule für Korporale und Hauptkursus für Offiziere der Infanterie) und zählt (1902) als Gemeinde 19,664 Einw., die sich von

[Bd. 6, Sp. 522]


Schiffbau, Fabrikation von Zigarren, emaillierten Geschirren und Maschinen, Kalk- und Ziegelbrennerei nähren. K. war schon im 14. Jahrh. eine Hansestadt mit beträchtlichem Handel, der aber mit der zunehmenden Versandung der Ysselmündungen immer mehr sank, sich jedoch seit etwa 25 Jahren durch Verbesserung der Mündungen wieder beträchtlich hob. Die Stadt wurde 1578 im spanischen Krieg von den holländischen Rebellen erobert und mußte sich 1672 an die Franzosen ergeben.
 
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Kampen, Nicolas Godfried van, niederländ. Geschichtschreiber, geb. 15. Mai 1776 in Haarlem, gest. 15. März 1839, ward in Deutschland erzogen und erlernte den Buchhandel; 1816 wurde er Lehrer der deutschen Sprache in Leiden und 1829 Professor der niederländischen Sprache, Literatur und Geschichte am Athenäum zu Amsterdam. Seine Hauptwerke sind: »Geschiedenis van de fransche heerschappij in Europa« (Leiden 181523, 8 Bde.), »Geschiedenis der letterenen wetenschappen in de Nederlanden« (Haag 182126, 3 Bde.) und die »Geschichte der Niederlande« (Hamb. 183133, 2 Bde.).

 

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81) Johann
 ... krönte Karl den Kahlen ungeachtet der Ansprüche der deutschen Karolinger Weihnachten 876 zum Kaiser, offenbar mit dem Anspruch, über die Kaiserkrone
 
82) Johannisfest
 ... Johannistag, Johannisnacht ), das von der abendländischen Kirche früh dem Weihnachtsfest gegenübergestellte Geburtsfest Johannis des Täufers (24. Juni), kirchlich jetzt meist
 
83) Jūlfest
 ... Julbrot etc., an das alte heidnische Fest (s. Weihnachten ). Vgl. Bilfinger , Das germanische J. (Stuttg.
 ... Gelübde abzulegen. An die Stelle des Julfestes trat später unser Weihnachtsfest; aber noch heute erinnern im skandinavischen Norden sowie im frühern
 ... die Namen verschiedener Gebräuche und Gerichte, wie der Julklapp (Weihnachtsgeschenk, das vom Geber heimlich, aber mit lautem Schall ins Haus
 
84) Jundt
 ... lebe Frankreich!, die französischen Internierten verlassen die Schweiz und der Weihnachtsbaum. Jundts Arbeiten atmen Poesie, Natürlichkeit und Humor. Auch als Karikaturenzeichner
 
85) Kalender
 ... Januar, Epiphanias 6. Januar, Johannis 24. Juni, Michaelis 29. September, Weihnachten 25. Dezember, teils beweglich. Die beweglichen Feste richten sich sämtlich
 
86) Karageorgiević
 ... Alexander 23), der vom 14. Sept. 1842 bis Weihnachten 1858 Fürst von Serbien war, und Michael, der 1875 eine
 
87) Karl
 ... die Großen um sich, hier feierte er am liebsten das Weihnachtsfest (19 mal in Aachen, nur 6 mal in Gallien). Stets
 ... Herrschaft brachte endlich die Tatsache zum Ausdruck, daß ihm am Weihnachtstage (25. Dez.) 800 Leo III. in der Peterskirche zu Rom
 
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 ... Gebiet. Luther z. B. dichtete »ein sein Kinderlied, auf die Weihnacht zu singen« (»Vom Himmel hoch, da komm' ich her« etc.);
 
89) Kirchenjahr
 ... - und Festtage. Das K. mit seinen drei Festzyklen, dem Weihnachts - , Oster - und Pfingstfestkreis, beginnt, unabhängig vom bürgerlichen
 
90) Knecht
 ... zottiger Kleidung, mit einer Rute und einem Sack versehen, vor Weihnachten den Kindern erscheint und den ungehorsamen mit Schlägen droht, den
 
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