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Kammerherr bis Kammermusik (Bd. 6, Sp. 518 bis 519)
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Artikelverweis Kammerherr und Kammerjunker, Hofbeamte, die den Ehrendienst bei fürstlichen Personen zu versehen haben, und zwar ist der Kammerherr (in Österreich und Bayern Kämmerer genannt) der höher gestellte.

[Bd. 6, Sp. 519]


Sein Abzeichen ist der goldene Kammerherrnschlüssel. Für Österreich vgl. »Kämmerer-Almanach. Historischer Rückblick auf die Entwickelung der Kämmererwürde« (Wien 1903).
 
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Kammerjäger, früher der Leibjäger eines Fürsten; setzt besonders derjenige, der das Fangen und Vertreiben von Ratten, Mäusen und anderm Ungeziefer als Geschäft betreibt.
 
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Kammerjunker, s. Meyers Kammerherr.
 
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Kammerjustizdeputation, Bezeichnung für die im J. 1782 bei den Kriegs- und Domänenkammern in Preußen eingerichteten Abteilungen, die in der Hauptsache über Privatrechtsstreitigkeiten zu entscheiden hatten, die bei der Domänenverwaltung entstanden. Sie wurden 1808 aufgehoben und ihr Geschäftskreis den ordentlichen Gerichten überwiesen.
 
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Kammerkanal, Schiffahrtskanal im Gebiete der obern Havel in Mecklenburg-Strelitz, zieht sich von Neustrelitz durch den Zierker-, Woblitz-, Drewen-, Wagnitz- u. Priepert-See, hat eine Länge von 24,1 km und eine Tiefe von 1,5 m. Er bildet die Verbindung der Havel-Wasserstraße mit der Obern Havel und Neustrelitz.
 
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Kammerknechte (kaiserliche K.), früher in Deutschland Bezeichnung der Juden, weil sie dem Kaiser gewissermaßen als Zoll für den ihnen verliehenen Schutz eine Steuer zu entrichten hatten. Das Recht auf diesen Schutzzins ging später auf die Kurfürsten und sonstigen Landesherren durch Verleihung über (vgl. Juden, S. 338).
 
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Kammerkollegium, -Konsulent, s. Meyers Kammer.
 
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Kammerkonzert, s. Meyers Kammermusik und Konzert.
 
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Kammerlinge, Foraminiferen, s. Rhizopoden.
 
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Kammermeister, s. Meyers Kammer.
 
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Kammermusik, ursprünglich soviel wie höfische, d. h. weltliche Musik im Gegensatz zur Kirchenmusik, heute aber besonders zur Theater- und Orchestermusik. Die Bezeichnung K. (die Kammer ist die Verwaltung fürstlicher Hofhaltungen) kam zu Anfang des 17. Jahrhunderts auf, d. h. zu einer Zeit, wo eine Instrumentalmusik (s. d.) im heutigen Sinne nur in den ersten Anfängen existierte, betraf daher überwiegend Gesangsmusik, speziell die begleitete Gesangsmusik (Kammerkantate im Gegensatz zur Kirchenkantate, Kammerduett). Als die größern Formen der Instrumentalmusik aufkamen (Kammersonate [Suite, Balletto], Kammerkonzert, Symphonie), bezeichnete man auch diese, überhaupt alles, was nicht Kirchen- oder Theatermusik war, als K. Die Kirchensonate (Sonata da chiesa), d. h. die sich der Tanzstücke enthaltende, auf Mitwirkung der Orgel anstatt des Klaviers rechnende Sonate, die unsrer heutigen Sonate mehr entsprach als die aus Tanzstücken bestehende Kammersonate, gehörte also nicht zur K. Heute versteht man unter K. nur noch von wenigen Streich- oder Blasinstrumenten in Einzelbesetzung ausgeführte Musik, wie Streichquartette, Duos, Trios, Quintette, Sextette, Septette, Oktette ohne oder mit Klavier. Da in der K. der Mangel an Klangfülle und Abwechselung der Instrumentierung durch feinere Nuancierung und Detailarbeit reichlich aufgewogen wird, so unterscheidet man mit Recht einen besondern Kammerstil, und es gilt als Mangel eines Kammermusikwerkes, wenn die Stimmen »orchestral« behandelt sind. Die Titel Kammermusiker, Kammersänger, Kammervirtuos haben mit der K. nichts zu tun, sondern deuten nur eben auch die Beziehung zu einer Hofhaltung an. Vgl. v. Wasielewski, Die Violine und ihre Meister (4. Aufl., Leipz. 1904); Nohl, Geschichtliche Entwickelung der K. (Braunschw. 1885); E. Krause, Die Entwickelung der K. (Hamb. 1904); Kilburn, Story of chamber-music (Lond. 1904).

 

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81) Johann
 ... krönte Karl den Kahlen ungeachtet der Ansprüche der deutschen Karolinger Weihnachten 876 zum Kaiser, offenbar mit dem Anspruch, über die Kaiserkrone
 
82) Johannisfest
 ... Johannistag, Johannisnacht ), das von der abendländischen Kirche früh dem Weihnachtsfest gegenübergestellte Geburtsfest Johannis des Täufers (24. Juni), kirchlich jetzt meist
 
83) Jūlfest
 ... Julbrot etc., an das alte heidnische Fest (s. Weihnachten ). Vgl. Bilfinger , Das germanische J. (Stuttg.
 ... Gelübde abzulegen. An die Stelle des Julfestes trat später unser Weihnachtsfest; aber noch heute erinnern im skandinavischen Norden sowie im frühern
 ... die Namen verschiedener Gebräuche und Gerichte, wie der Julklapp (Weihnachtsgeschenk, das vom Geber heimlich, aber mit lautem Schall ins Haus
 
84) Jundt
 ... lebe Frankreich!, die französischen Internierten verlassen die Schweiz und der Weihnachtsbaum. Jundts Arbeiten atmen Poesie, Natürlichkeit und Humor. Auch als Karikaturenzeichner
 
85) Kalender
 ... Januar, Epiphanias 6. Januar, Johannis 24. Juni, Michaelis 29. September, Weihnachten 25. Dezember, teils beweglich. Die beweglichen Feste richten sich sämtlich
 
86) Karageorgiević
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87) Karl
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 ... Herrschaft brachte endlich die Tatsache zum Ausdruck, daß ihm am Weihnachtstage (25. Dez.) 800 Leo III. in der Peterskirche zu Rom
 
88) Kinderlieder
 ... Gebiet. Luther z. B. dichtete »ein sein Kinderlied, auf die Weihnacht zu singen« (»Vom Himmel hoch, da komm' ich her« etc.);
 
89) Kirchenjahr
 ... - und Festtage. Das K. mit seinen drei Festzyklen, dem Weihnachts - , Oster - und Pfingstfestkreis, beginnt, unabhängig vom bürgerlichen
 
90) Knecht
 ... zottiger Kleidung, mit einer Rute und einem Sack versehen, vor Weihnachten den Kindern erscheint und den ungehorsamen mit Schlägen droht, den
 
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