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Kamengrad bis Kameralist (Bd. 6, Sp. 508 bis 509)
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Artikelverweis Kamengrad, Dorf in Bosnien (Kreis Bihač), westlich von Sanski-Most, an der Dubrawa (Zufluß der Sanna), mit Eisengießerei, Eisenhämmern, Bergbau auf Eisen u. Silber und 350 mohammed. Einw.
 
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Kamenica (Kamenitz), Großgemeinde im kroatisch-slawon. Komitat Syrmien u. Dampfschiffstation am rechten Donauufer bei Peterwardein, mit schönem Schloß, großem Park, 2 Kirchen, Obst- und Weinbau, Viehzucht und (1901) 2268 meist serbischen (römisch-katholischen und griechisch-oriental.) Einwohnern.
 
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Kamenita Gorica, Bergkette im kroatisch-slawon. Komitat Lika-Krbava, die zwischen dem Velebit und der Piješivića-Kette in südwestlicher Richtung das Komitat durchzieht und im Kozjan eine Höhe von 1269 m erreicht. Nach S. öffnet sich die 800 m hohe Hochebene von Korbavia.
 
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Kamenitz an der Linde (tschech. Kamenice nad Lípou), Stadt in Böhmen, an dem der Nežárka zufließenden Kamenitzer Bache, Sitz einer Bezirkshauptmannschaft und eines Bezirksgerichts, hat ein Schloß des Freiherrn v. Geymüller mit Park, Bierbrauerei, Brettsäge, Strumpfwirkerei und (1900) 2107 (als Gemeinde 2706) tschech. Einwohner. Den Beinamen dankt K. einer alten großen Linde.
 
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Kamenskaja, Kosakenstaniza im Donischen Gebiet (Rußland), am Donez und an der Eisenbahn Koslow-Rostow, mit 5 Kirchen und (1897) 23,576 Einw., Sitz der administrativen Behörden des Donezkischen Bezirks.
 
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Kamenskisches Bergwerk, s. Meyers Kamyschlow.
 
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Kamenz, 1) Stadt in der sächs. Kreish. Bautzen, Amtsh. K., eine der sogen. Vierstädte der Oberlausitz, an der Schwarzen Elster, Knotenpunkt der sächsischen, bez. preußischen Staatsbahnlinien Arnsdorf-K., K.-Straßgräbchen und K.-Bischofswerda sowie Lübbenau-K., 243 m ü. M., hat 4 evang. Kirchen (darunter eine wendische) und eine kath. Kirche, Rathaus mit Bibliothek und Sammlung kirchlicher Altertümer, ein Denkmal Lessings, der hier geboren ist, Realschule, Tuchmacherschule, Lessingstift (Krankenhaus), Amtsgericht, Wollspinnerei, Wollwäscherei, Fabrikation von Kunstwolle, Hüten, Buchdruckmaschinen, Tonwaren, Zementsteinen und Glas, Glasmalerei mit Glasraffinerie, Elektrizitätswerk, Gärtnerei, Granitbrüche und (1900) mit der Garnison (ein Infanterieregiment Nr. 178) 9726 meist evang. Einwohner. K. hieß die um 1200 auf dem Felsen erbaute Burg, und der Name übertrug sich von ihr auf die bald danach vom Erbauer jener Burg zur Stadt erhobene Siedelung am Flusse, die nach einem Brande vor 1225 an einer höher gelegenen Stelle neu aufgebaut wurde. Von der Familie des Gründers, der sich v. Kamenz nannte, kam die Stadt 1318 an die Mark Brandenburg, 1319 an Böhmen, ward eine dem Landesherrn unmittelbar unterstehende »freie« Stadt, trat als solche 1346 dem Meyers Sechsstädtebund (s. d.) bei und verlor 1547 infolge des »Pönfalls« (s. d.) ihre Güter und Rechte. 1635 kam sie an Kursachsen. Durch die Brände 1706 u. 1842 wurde die Stadt fast ganz in Asche gelegt. Vgl. »Urkundenbuch der Städte K. und Löbau« (»Codex diplom. Saxoniae regiae«, Bd. 7, Leipz. 1883). 2) (Kamienica) Dorf und Gut im preuß. Regbez. Breslau, Kreis Frankenstein, an der Pause und unweit der Neiße, Knotenpunkt der Staatsbahnlinien Breslau-Mittelwalde und Ziegenhals-Raudten sowie der Kleinbahnlinie K.-Reichenstein, 262 m ü. M., hat eine evangelische (zum Schloß gehörige) und eine kath. Kirche, Oberförsterei (in Laubnitz), eine Fabrik für landwirtschaftliche Maschinen und für Holzstoff und (1900) 919 Einw. Die ehemalige reiche Cistercienserabtei ward 1094 von Herzog Břetislaw gegründet und 1810 aufgehoben. Von den Gebäuden stehen nur noch die Prälatur und Kirche. Auf einem Hügel hinter dem Kloster liegt das umfangreiche Schloß, das die 1883 verstorbene Prinzessin Marianne der Niederlande, geschiedene Gemahlin des Prinzen Albrecht von Preußen, hier ausführen ließ. An der Nordseite steht ein Siegesdenkmal, dahinter liegt ein Park. Das Schloß ist jetzt Eigentum des Prinzen Albrecht von Preußen, Regenten von Braunschweig. In der ehemaligen Klosterkirche soll Friedrich d. Gr. durch den Abt Tobias Stusche vor den Österreichern gerettet worden sein, indem ihn dieser in ein Chorkleid steckte und mit den Geistlichen die Metten singen ließ, während die Kroaten nach ihm die Kirche durchsuchten. Vgl. Frömmrich, Kurze Geschichte der ehemaligen Cistercienserabtei K. in Schlesien (Glatz 1817); Grünhagen, Aus dem Sagenkreise Friedrichs d. Gr. (Bresl. 1864).
 
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Kamĕra des Photographen, s. Meyers Photographie.
 
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Kamerad (ital. camerata, franz. camarade), Standesgefährte, ein Wort, das die Teilung gleicher Rechte und Pflichten in gleichem Stand bezeichnet, wahrscheinlich durch die Schlafgenossenschaft einer Stube (lat. camera) entstanden (ähnlich wie »Bursche« aus bursa); daher besonders Benennung der Soldaten

[Bd. 6, Sp. 509]


untereinander, auch von Offizieren im deutschen und österreichischen Heer unter sich angewendet.
 
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Kameradschaft, im Bergbau eine kleine Anzahl von Bergleuten, denen die Ausführung gewisser Arbeiten an einem bestimmten Ort in der Grube übertragen ist.
 
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Kameralist, ein Kenner oder Beflissener der Kameralwissenschaft (s. d.); s. auch Meyers Landwirtschaft (Geschichte).

 

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81) Johann
 ... krönte Karl den Kahlen ungeachtet der Ansprüche der deutschen Karolinger Weihnachten 876 zum Kaiser, offenbar mit dem Anspruch, über die Kaiserkrone
 
82) Johannisfest
 ... Johannistag, Johannisnacht ), das von der abendländischen Kirche früh dem Weihnachtsfest gegenübergestellte Geburtsfest Johannis des Täufers (24. Juni), kirchlich jetzt meist
 
83) Jūlfest
 ... Julbrot etc., an das alte heidnische Fest (s. Weihnachten ). Vgl. Bilfinger , Das germanische J. (Stuttg.
 ... Gelübde abzulegen. An die Stelle des Julfestes trat später unser Weihnachtsfest; aber noch heute erinnern im skandinavischen Norden sowie im frühern
 ... die Namen verschiedener Gebräuche und Gerichte, wie der Julklapp (Weihnachtsgeschenk, das vom Geber heimlich, aber mit lautem Schall ins Haus
 
84) Jundt
 ... lebe Frankreich!, die französischen Internierten verlassen die Schweiz und der Weihnachtsbaum. Jundts Arbeiten atmen Poesie, Natürlichkeit und Humor. Auch als Karikaturenzeichner
 
85) Kalender
 ... Januar, Epiphanias 6. Januar, Johannis 24. Juni, Michaelis 29. September, Weihnachten 25. Dezember, teils beweglich. Die beweglichen Feste richten sich sämtlich
 
86) Karageorgiević
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87) Karl
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 ... Herrschaft brachte endlich die Tatsache zum Ausdruck, daß ihm am Weihnachtstage (25. Dez.) 800 Leo III. in der Peterskirche zu Rom
 
88) Kinderlieder
 ... Gebiet. Luther z. B. dichtete »ein sein Kinderlied, auf die Weihnacht zu singen« (»Vom Himmel hoch, da komm' ich her« etc.);
 
89) Kirchenjahr
 ... - und Festtage. Das K. mit seinen drei Festzyklen, dem Weihnachts - , Oster - und Pfingstfestkreis, beginnt, unabhängig vom bürgerlichen
 
90) Knecht
 ... zottiger Kleidung, mit einer Rute und einem Sack versehen, vor Weihnachten den Kindern erscheint und den ungehorsamen mit Schlägen droht, den
 
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