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Kamelhalsfliege bis Kamenaja Baba (Bd. 6, Sp. 507)
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Artikelverweis Kamelhalsfliege (Inocellia Schneid.), Gattung aus der Familie der Sialidae und der Ordnung der Netzflügler, Insekten mit breitem, herzförmigem, hinten zu einem dünnen Hals verengertem, leicht geneigtem, äußerst beweglichem Kopf, seitlich hervortretenden Augen, ohne Nebenaugen, kurzen, dünnen Fühlern, stark verlängertem, schmalem Prothorax und in der Ruhe dachförmig aufliegenden Flügeln. Die dickfühlerige K. (I. crassicornis Schneid., s. Tafel Meyers »Netzflügler«, Fig. 3), 8 mm lang, mit rotbraunem Mal in den glashellen Flügeln, das Weibchen mit langer, aufwärts gebogener Legröhre, lebt an Baumstämmen von Insekten und ist äußerst beweglich. Die ebenfalls sehr bewegliche Larve lebt im Moos und in den Flechten der Baumrinde oder unter dieser, ist vorn braun, hinten hell gestreift und verpuppt sich im Frühjahr. Die Puppe gleicht bis auf die fehlenden Flügel der Fliege u. verwandelt sich in diese am 11. oder 13. Tag.
 
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Kamelĭe (Kamellie), s. Camellia.
 
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Kamelĭendame (Dame aux camélias), Titel eines Romans und eines Dramas von A. Dumas dem jüngern; danach soviel wie Dame der Halbwelt.
 
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Kamelopard (Kamelparder), soviel wie Giraffe; auch Bezeichnung für das Sternbild der Meyers Giraffe (s. d.)
 
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Kamelott (franz. Camelot), leichte, leinwandartig gewebte Stoffe aus Angorawolle, werden in Kleinasien in unerreichter Schönheit hergestellt und im Orient verbraucht. Auch in Europa werden Kamelotts aus Angorawolle, z. T. mit Seide gemischt, einfarbig und meliert hergestellt; am häufigsten aber fertigt man gegenwärtig Kamelotts aus Kammgarn, in der Kette mit gezwirnten, im Einschuß mit einfachen Fäden und benutzt bisweilen selbst Baumwolle oder Leinen als Kette. Dahin gehören die Orléans mit wollenem Einschlag und gezwirnter Baumwollkette. Seidenkamelott ist ein leichter Gros de Naples mit zwei verschiedenfarbigen zusammengezwirnten Fäden in der Kette und Fäden von einer dritten Farbe im Einschuß, so daß das Gewebe sein geflammt erscheint.
 
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Kamelparder, s. Meyers Giraffe.
 
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Kamelschaf, soviel wie Lama.
 
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Kamelschlacht, 656 n. Chr., s. Meyers Ali 1).
 
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Kamelziege, soviel wie Angoraziege, s. Meyers Ziege.
 
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Kamen (Camen), Stadt im preuß. Regbez. Arnsberg, Kreis Hamm, an der Seseke, Knotenpunkt der Staatsbahnlinien Duisburg-Soest und K.-Unna-Königsborn, hat 2 evangelische und eine kath. Kirche, Synagoge, Amtsgericht, Steinkohlenbergwerk, Metallgießerei, Fabrikation von Bohrgeräten, Kohlenförderwagen etc., starke Schuhmacherei und (1900) 9889 Einw., davon 3290 Katholiken und 131 Juden. K. erhielt um 1250 Stadtrecht.
 
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Kamenaja Baba (Kamienne Baby, steinerne Weiber, Babuschken), 1,53 m hohe, rohe Steinfiguren auf den Kurganen und in den Steppen des ganzen südlichen Rußland und im westlichen

[Bd. 6, Sp. 508]


Sibirien. Hauptverbreitungsgebiet sind die Bezirke am Fuße des Altai, die Steppen am Don und am Asowschen Meere, ferner die Saporogischen Steppen. Die Steine stellen meist sitzende Frauengestalten, seltener Männer dar. Über ihr Alter und ihre Bedeutung herrscht noch keine Klarheit. Vgl. Kohn, Die Steinfiguren in den russischen Steppen und in Galizien (in der »Zeitschrift für Ethnologie«, 1878).

 

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81) Johann
 ... krönte Karl den Kahlen ungeachtet der Ansprüche der deutschen Karolinger Weihnachten 876 zum Kaiser, offenbar mit dem Anspruch, über die Kaiserkrone
 
82) Johannisfest
 ... Johannistag, Johannisnacht ), das von der abendländischen Kirche früh dem Weihnachtsfest gegenübergestellte Geburtsfest Johannis des Täufers (24. Juni), kirchlich jetzt meist
 
83) Jūlfest
 ... Julbrot etc., an das alte heidnische Fest (s. Weihnachten ). Vgl. Bilfinger , Das germanische J. (Stuttg.
 ... Gelübde abzulegen. An die Stelle des Julfestes trat später unser Weihnachtsfest; aber noch heute erinnern im skandinavischen Norden sowie im frühern
 ... die Namen verschiedener Gebräuche und Gerichte, wie der Julklapp (Weihnachtsgeschenk, das vom Geber heimlich, aber mit lautem Schall ins Haus
 
84) Jundt
 ... lebe Frankreich!, die französischen Internierten verlassen die Schweiz und der Weihnachtsbaum. Jundts Arbeiten atmen Poesie, Natürlichkeit und Humor. Auch als Karikaturenzeichner
 
85) Kalender
 ... Januar, Epiphanias 6. Januar, Johannis 24. Juni, Michaelis 29. September, Weihnachten 25. Dezember, teils beweglich. Die beweglichen Feste richten sich sämtlich
 
86) Karageorgiević
 ... Alexander 23), der vom 14. Sept. 1842 bis Weihnachten 1858 Fürst von Serbien war, und Michael, der 1875 eine
 
87) Karl
 ... die Großen um sich, hier feierte er am liebsten das Weihnachtsfest (19 mal in Aachen, nur 6 mal in Gallien). Stets
 ... Herrschaft brachte endlich die Tatsache zum Ausdruck, daß ihm am Weihnachtstage (25. Dez.) 800 Leo III. in der Peterskirche zu Rom
 
88) Kinderlieder
 ... Gebiet. Luther z. B. dichtete »ein sein Kinderlied, auf die Weihnacht zu singen« (»Vom Himmel hoch, da komm' ich her« etc.);
 
89) Kirchenjahr
 ... - und Festtage. Das K. mit seinen drei Festzyklen, dem Weihnachts - , Oster - und Pfingstfestkreis, beginnt, unabhängig vom bürgerlichen
 
90) Knecht
 ... zottiger Kleidung, mit einer Rute und einem Sack versehen, vor Weihnachten den Kindern erscheint und den ungehorsamen mit Schlägen droht, den
 
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