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Kambrisches Gebirge bis Kamehameha-Orden (Bd. 6, Sp. 504 bis 505)
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Artikelverweis Kambrisches Gebirge, s. Cambria.
 
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Kambryk, Stadt, s. Meyers Cambrai.
 
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Kambunische Berge, s. Meyers Griechenland, S. 288.
 
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Kamburg (Camburg), Stadt im Herzogtum Sachsen-Meiningen, Kreis Saalfeld, auf einer von Weimar und Preußen eingeschlossenen Enklave, an der Saale, Knotenpunkt der Staatsbahnlinie Zeitz-K. und Großheringen-Saalfeld, 135 m ü. M., hat eine evang. Kirche, Amtsgericht, Zuckerfabrik, große Handelsmühle, Fabrikation landwirtschaftlicher Maschinen, Dampfmolkerei, Gerberei, ein Dampfsägewerk, Holzmessen, Holz- und Getreidehandel und (1900) 2778 Einw. In der Nähe die Trümmer eines Klosters (Cyriakskloster). K. war ehedem Hauptort einer Grafschaft, die im 11. Jahrh. den Markgrafen von der Lausitz gehörte und 1261 an Bosso Vitzthum v. Eckstädt kam. Nachdem im sächsischen Bruderkrieg um 1450 das Schloß zerstört worden war, verloren die Vitzthum auch die Grafschaft, die nun zu Thüringen geschlagen und bei der Teilung unter Ernsts des Frommen Söhne 1682 an Eisenberg, 1707 aber an Gotha kam und mit Altenburg vereinigt wurde. Seit 1826 gehört sie zu Sachsen-Meiningen. Vgl. Hölzer, Historische Beschreibung der Stadt K. (1876); Eichhorn, Die Grafschaft K., in den Schriften des Vereins für Sachsen-Meiningische Geschichte (4 Hefte, Hildburgh. 189599).
 
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Kambüse, s. Meyers Kombüse.
 
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Kambyses (pers. Kambuschija), Sohn des Kyros, bestieg nach dem Tode seines Vaters (530 v. Chr.) den persischen Thron und rüstete alsbald zu einem Heereszug nach Ägypten. Vor seinem Ausbruch ließ er seinen Bruder Bardija (bei den Griechen Smerdes) töten, um ihn an einer etwaigen Usurpation der Herrschaft während seiner Abwesenheit zu hindern. Durch die Verräterei des Phanes, eines griechischen Söldners in Ägypten, unterstützt, schlug er die Ägypter 525 bei Pelusion, eroberte 524 Memphis, unterwarf Nubien, ließ sich von den Griechen in Kyrene und von den Libyern huldigen, gab jedoch seine Unterjochungspläne gegen Karthago klugerweise auf, weil die Phöniker, die mit den Kypriern und Ioniern zusammen seine Seemacht bildeten, gegen ihre Pflanzstadt zu ziehen sich weigerten. Ein gegen den Tempelstaat des Ammonion entsandtes Heer ging durch einen Samum zugrunde. Als K., der beim Rückmarsch aus Nubien infolge des Einschlagens eines falschen Weges einen großen Teil seines Heeres eingebüßt hatte, wieder in Memphis eintraf, feierten, so berichtet die Legende, die Ägypter eben ein Jubelfest wegen der Erscheinung eines neuen Apis. Schadenfreude über seinen mißlungenen Zug argwöhnend, ließ er die Behörden der Stadt hinrichten, die Priester geißeln, verwundete den Apis und ließ die Götterbilder im Tempel des Ptah verbrennen. Wegen dieser Frevel, so fährt die Sage fort, ward der schon vorher verwirrte Großkönig rasend, und in Wahnsinn und Trunkwut ließ er seinen Bruder Smerdes (Bardija), seine Schwester und Gattin Meroë und viele seiner Freunde und Diener hinrichten. Deshalb entspann sich gegen ihn eine Verschwörung etc. In Wahrheit hat sich K. jederzeit und insonderheit gegenüber der ägyptischen Religion politisch klug benommen. Er wurde unerwartet zur Rückkehr nach Asien genötigt, weil sich ein vornehmer Magier, Gaumâta, in Persien für den Thronfolger Smerdes ausgegeben und zahlreichen Anhang gefunden hatte. Auf dem Zuge gegen ihn soll sich K. in Syrien beim Besteigen seines Pferdes mit seinem eignen Schwerte tödlich verwundet haben; in Wirklichkeit aber dürfte er ermordet worden sein. Er starb 522 ohne Nachkommen; die Tat des Aufrührers rächte des Königs Vetter Dareios.
 
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Kamčik (spr. -tschik), Fluß in Bulgarien, s. Meyers Kamtschik.
 
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Kamee (v. mittellat. camaeus oder camayx, »Sardonyx«; ital. cammeo, franz. camée) bedeutet, ursprünglich mit der Beschränkung auf Mehrfarbigkeit des Materials (vgl. Camaïen), jetzt jeden erhaben geschnittenen Stein oder eine in gleicher Weise behandelte Muschel. Diese Art der Glyptik, den Grund des Bildes zu vertiefen, damit letzteres als Relief stehen bleibt, scheint später aufgekommen zu sein als das Intaglio, das Eingraben des Bildes; denn dieses Verfahren lag einer primitiven Kunststufe näher, und

[Bd. 6, Sp. 505]


auch die in ältester Zeit fast ausschließlich gebräuchliche Verwendung der Gemmen als Siegelsteine spricht hierfür. Zur Herstellung der Intaglios und Kameen (s. Abbildung) dient die Technik des Gravierens mit dem Rädchen. Das Rädchen (Stahlstifte von verschiedener Größe und Art der Zuspitzung) wird mit Schleifpulver (Diamantstaub mit Öl) bestrichen und durch ein Schwungrad in rascheste Bewegung gesetzt, der Stein aber derart dagegengehalten, daß die gewünschten Vertiefungen sich allmählich einschleifen. Dem Arbeiter liegt dabei ein Modell vor. Vgl. Gemmen (nebst Tafel) und die dort angeführte Literatur.
 
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Kameenstein, soviel wie Meyers Onyx (s. d.).
 
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Kamehamēha, Könige von Meyers Hawaï (s. d., S. 13).
 
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Kamehameha-Orden, hawaïscher Orden, gestiftet vom König Kamehameha V. am 11. April 1865 zu Ehren des Ersten dieses Namens in drei Klassen: Großkreuzen, Kommandeuren und Rittern. Die Dekoration ist ein weiß emailliertes Goldkreuz mit goldenen Strahlen zwischen den Armen und einer Goldkrone darüber. Die goldene Namenschiffre K in weißem Mittelschild ist von einem blauen Ringe umgeben, auf dem die Inschrift »Kamehameha I.« steht, während auf dem Revers sich die Ordensdevise »E Hookanaka« (»Sei ein Mann«) befindet. Die Großkreuze tragen dazu einen achtstrahligen brillantierten Stern mit dem Ordenszeichen auf der linken Brust. Das Kreuz der Ritter ist in Silber. Das Band des Ordens ist für die Großkreuze rot und weiß gerändert, für Kommandeure und Ritter viermal rot und dreimal weiß gestreift.

 

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