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Kältemaschinen bis Kaltenmoser (Bd. 6, Sp. 496 bis 497)
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Artikelverweis Kältemaschinen, s. Meyers Kälteerzeugungsmaschinen.
 
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Kältemischungen (Frostmischungen), Mischungen verschiedener Substanzen, die zur künstlichen Erniedrigung der Temperatur angewendet werden. Die Wirkung der K. beruht im allgemeinen auf dem raschen Flüssigwerden fester Körper infolge einer stattfindenden Auflösung oder Schmelzung, wobei sehr viel Wärme gebunden wird. Um einen möglichst großen Effekt zu erzielen, muß man mit größern Mengen arbeiten, die festen Körper sein pulvern und sie, wie die Flüssigkeiten und Gefäße, möglichst kalt anwenden, auch inGefäßen aus schlechten Wärmeleitern arbeiten. Eine Übersicht brauchbarer K. gibt folgende Zusammenstellung:

[Bd. 6, Sp. 497]



 
Artikelverweis Kalte Nadelarbeiten (franz. Pointe sèche, engl. Dry point), in der Kupferstecherkunst das Verfahren, mit der Radiernadel nicht in den Wachsgrund zu schneiden und dann zu ätzen, sondern mit der Stahlnadel oder auch mit einem Diamant das Kupfer selbst zu ritzen. Daher auch trockene Nadel und geritzte Manier genannt. Diese Arbeiten wurden früher meist nur zur Vollendung der Platten vorgenommen, sind aber bei den modernen Radierern sehr beliebt geworden, weil sie die künstlerische Handschrift unverfälscht wiedergeben. Da sie übrigens weniger tief in die Platten eindringen als die Grabstichelarbeiten und das Ätzwasser, so pflegen sie bei spätern Abdrücken mehr oder weniger zu verschwinden. Von Dürer existieren bereits einige Blätter, die bloß mit der kalten Nadel durchgeführt sind, andre von Rembrandt etc.
 
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Kaltenbach, Johann Heinrich, s. Kal.
 
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Kaltenborn-Stachau, Hans Karl Georg von, preuß. General und Kriegsminister, geb. 23. März 1836 in Magdeburg, gest. 16. Febr. 1898 in Braunschweig, wurde im Kadettenkorps erzogen, 1854 Leutnant, besuchte 185760 die Kriegsakademie, kam dann zur topographischen Abteilung des Grof;en Generalstabes und war während des Krieges gegen Dänemark Mitglied der Eisenbahnlinienkommission in Altona und wohnte dem Übergang nach Alsen bei. 1864 dem Generalstab zugeteilt und 1865 zum Hauptmann ernannt, nahm er beim 4. Korps am Feldzug von 1866 in Böhmen teil, ward 1868 Kompaniechef und kam 1869 in den Großen Generalstab. 1870 zum Major befördert, machte er im Generalstab des 7. Armeekorps den Krieg gegen Frankreich mit, ward 1874 Bataillonskommandeur, 1878 Oberst und Kommandeur des 53. Infanterieregiments, 1881 des Kaiser Alexander-Gardegrenadierregiments, 1884 Generalmajor und Chef des Generalstabs des Gardekorps, 1885 Kommandeur der 2. Gardeinfanteriebrigade. 1888 mit der Führung der 3. Division beauftragt, erhielt er 4. Aug. d. J. unter Beförderung zum Generalleutnant das Kommando der 2. Gardeinfanteriedivision und war 6. Okt. 1890 bis 19. Okt. 1893 Kriegsminister.
 
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Kaltenborn von Stachau, Karl, Freiherr von, Staatsrechtslehrer, geb. 21. Juli 1817 in Halle a. S., ward 1853 außerordentlicher, 1861 ordentlicher Professor in Königsberg und 1864 in das kurhessische Ministerium berufen; starb 19. April 1866 in Kassel. Er schrieb: »Kritik des Völkerrechts« (Leipz. 1847); »Die Vorläufer des Hugo Grotius« (das. 1848,2 Abtlgn.); »Staat, Gemeinde, Kirche und Schule, insbes. Universitäten und ihre Reform« (Halle 1848); »Grundsätze des praktischen europäischen Seerechts« (Berl. 1851, 2 Bde.), sein Hauptwerk: »Geschichte der deutschen Bundesverhältnisse u. Einheitsbestrebungen von 18061856« (das. 1857, 2 Bde.); »Einleitung in das konstitutionelle Verfassungsrecht« (Leipz. 1863); »Die Volksvertretung und die Besetzung der Gerichte, besonders des Staatsgerichtshofs« (das. 1864).
 
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Kaltenbrunn, s. Meyers Tegernsee.
 
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Kaltenbrunner, Karl Adam, österreich. Dichter, geb. 30. Dez. 1804 in Enns, gest. 6. Jan. 1867 in Wien, besuchte das Gymnasium in Kremsmünster und Linz und betrat die Beamtenlaufbahn, in der er es bis zum Vizedirektor der Staatsdruckerei brachte, der er seit 1842 angehörte. 1829 veröffentlichte er seine ersten Dialektdichtungen in Firmenichs »Völkerstimmen« mit allseitigem Beifall; darauf folgten: »Vaterländische Dichtungen« (Linz 1838) und »Lyrische und epische Dichtungen« (Wien 1836); »Oberösterreichische Lieder« (Linz 1845); »Alm und Zither« (Wien 1846); »Österreichische Feldlerchen« (Nürnb. 1857); »Aus dem Traungau«, Dorf- und Volksgeschichten (Wien 1863). 1845 brachte er das Schauspiel »Ulrike« auf die Hofbühne, und sein Volksstück »Die drei Tannen« errang 1862 einen schönen Erfolg. Kaltenbrunners Eigentümlichkeit und Kraft liegt in seinen Gedichten im oberösterreichischen Dialekt; in ihnen ist er gleich weit von »dörpischer« Schwere wie von idyllischer Süßlichkeit entfernt. Vgl. Wihan, Karl Adam K. als mundartlicher Dichter (Linz 1904).
 
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Kaltenhausen, Stadt, s. Meyers Bitsch.
 
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Kaltenleutgeben, Dorf in Niederösterreich, Bezirksh. Mödling, 347 m ü. M., an der Liesing und der Linie Liesing-K. der Südbahn gelegen, beliebte Sommerfrische, mit schöner Umgebung, hat 2 Kaltwasserheilanstalten (1903: 2316 Kurgäste), Kalkbrennerei, Zementfabrikation und (1900) 2119 Einw. Südlich erhebt sich der Höllenstein (646 m) mit der Aussichtswarte Julienturm. Vgl. Winternitz, K. und die Wasserheilanstalt (Wien 1890).
 
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Kaltenmoser, Kaspar, Maler, geb. 25. Dez. 1806 in Horb (Württemberg), gest. 7. März 1867 in München, war erst als Lithograph tätig und kam 1830 in die Münchener Akademie. Vier Jahre später war K. schon ein beliebter Künstler, dessen Wirtshausszene 1834 als Vereinsblatt lithographiert wurde. Eine 1843 nach Istrien unternommene Studienreise gab ihm vielfache Anregung und schloß mit der Rückreise über Oberitalien. Von seinen mit größter Sorgfalt

[Bd. 6, Sp. 498]


ausgeführten, lebendig komponierten Bildern, deren Stoffe er meist dem Leben der Landleute des Schwarzwaldes, der Schweiz und Istriens entnahm, sind die hervorragendsten: der Ehekontrakt (1839), Zither- und Maultrommelspieler (1840), das Brautpaar beim Pfarrer (1849), das Holundermus (1851), die verschmähte Liebesgabe (1858), ein istrisches Mädchen (1858), schwäbische Familienszene (1866).

 

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81) Johann
 ... krönte Karl den Kahlen ungeachtet der Ansprüche der deutschen Karolinger Weihnachten 876 zum Kaiser, offenbar mit dem Anspruch, über die Kaiserkrone
 
82) Johannisfest
 ... Johannistag, Johannisnacht ), das von der abendländischen Kirche früh dem Weihnachtsfest gegenübergestellte Geburtsfest Johannis des Täufers (24. Juni), kirchlich jetzt meist
 
83) Jūlfest
 ... Julbrot etc., an das alte heidnische Fest (s. Weihnachten ). Vgl. Bilfinger , Das germanische J. (Stuttg.
 ... Gelübde abzulegen. An die Stelle des Julfestes trat später unser Weihnachtsfest; aber noch heute erinnern im skandinavischen Norden sowie im frühern
 ... die Namen verschiedener Gebräuche und Gerichte, wie der Julklapp (Weihnachtsgeschenk, das vom Geber heimlich, aber mit lautem Schall ins Haus
 
84) Jundt
 ... lebe Frankreich!, die französischen Internierten verlassen die Schweiz und der Weihnachtsbaum. Jundts Arbeiten atmen Poesie, Natürlichkeit und Humor. Auch als Karikaturenzeichner
 
85) Kalender
 ... Januar, Epiphanias 6. Januar, Johannis 24. Juni, Michaelis 29. September, Weihnachten 25. Dezember, teils beweglich. Die beweglichen Feste richten sich sämtlich
 
86) Karageorgiević
 ... Alexander 23), der vom 14. Sept. 1842 bis Weihnachten 1858 Fürst von Serbien war, und Michael, der 1875 eine
 
87) Karl
 ... die Großen um sich, hier feierte er am liebsten das Weihnachtsfest (19 mal in Aachen, nur 6 mal in Gallien). Stets
 ... Herrschaft brachte endlich die Tatsache zum Ausdruck, daß ihm am Weihnachtstage (25. Dez.) 800 Leo III. in der Peterskirche zu Rom
 
88) Kinderlieder
 ... Gebiet. Luther z. B. dichtete »ein sein Kinderlied, auf die Weihnacht zu singen« (»Vom Himmel hoch, da komm' ich her« etc.);
 
89) Kirchenjahr
 ... - und Festtage. Das K. mit seinen drei Festzyklen, dem Weihnachts - , Oster - und Pfingstfestkreis, beginnt, unabhängig vom bürgerlichen
 
90) Knecht
 ... zottiger Kleidung, mit einer Rute und einem Sack versehen, vor Weihnachten den Kindern erscheint und den ungehorsamen mit Schlägen droht, den
 
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