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Kallirrhoë bis Kallnberg (Bd. 6, Sp. 486 bis 487)
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Artikelverweis Kallirrhoë, Tochter des Okeanos und der Tethys, Mutter des Geryones und der Echidna; außerdem Name von Quellnymphen.
 
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Kallirrhoë (die »Schönfließende«), 1) berühmte Quelle beim alten Athen, südlich davon im Bette des Ilissos. Doerpfeld sucht sie dagegen am Pnyxfelsen. 2) Stadt, s. Meyers Edessa 1).
 
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Kallisthĕnes, griech. Geschichtschreiber aus Olynthos, um 360327 v. Chr., des Aristoteles Neffe und Schüler, begleitete Alexander d. Gr. nach Asien, zog sich aber durch Freimut dessen Zorn zu und wurde wegen angeblicher Teilnahme an einer Verschwörung ins Gefängnis geworfen, worin er starb. Er schrieb eine »Hellenische Geschichte« von 387357, eine Geschichte des sogen. heiligen Krieges 355346, eine unvollendete Geschichte Alexanders u. a. Sammlung der Fragmente von Müller in Dübners Ausgabe des Arrian (Par. 1846). Vgl. Westermann, De Callisthene (Leipz. 183842). Eine auf den Namen des K. gefälschte, romanhafte Geschichte Alexanders, Hauptquelle der mittelalterlichen Alexandersage, ihrem Kern nach in der Ptolemäerzeit entstanden, gehört in ihrer jetzigen Gestalt wahrscheinlich dem 3. Jahrh. n. Chr. an (hrsg. von Müller a. a. O. und von Meusel, Leipz. 1871); s. Julius Valerius. Vgl. Zacher, Pseudokallisthenes (Halle 1867).
 
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Kallisto, Tochter des arkadischen Königs Lykaon, Jagdgefährtin der Artemis, von Zeus Mutter des Meyers Arkas (s. d.) und von der zürnenden Artemis in eine Bärin verwandelt oder getötet. Zeus versetzte sie als Arktos (»Bärin«) unter die Gestirne, den Sohn gab er Maia oder Hermes zur Erziehung. Vgl. R. Franz, De Callistus fabula (Leipz. 1890).
 
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Kallistrătos, 1) aus Aphidna (Attika), einflußreicher Redner und tüchtiger Feldherr neben Timotheos und Iphikrates, war ein entschiedener Gegner Thebens und deshalb Anhänger einer Sparta freundlichen Politik (seit 372); sechs Jahre lang hat er wie einst Perikles an der Spitze Athens gestanden; da jedoch die antiböotische Politik dem Staat empfindliche Verluste verursachte, ward er angeklagt und konnte trotz seiner Beredsamkeit, die Demosthenes dazu begeistert haben soll, sich zum Redner auszubilden, dem Tode nur durch freiwillige Verbannung nach Mazedonien entgehen (361). Ohne Erlaubnis aus der Verbannung nach Athen zurückgekehrt, wurde er hingerichtet.
   2) Griech. Rhetor, vielleicht des 3. Jahrh. n. Chr., verfaßte nach dem Beispiel des Philostratos Beschreibungen (Ekphraseis) von zehn plastischen Werken berühmter Künstler in geziertem Ton und ohne eine wirkliche Anschauung zu geben (abgedruckt in den Ausgaben des Philostratos, s. d. 3).
 
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Kallitrichazeen (Wassersterne), dikotyle, etwa 25 Arten umfassende Pflanzenfamilie von unsicherer systematischer Stellung, von manchen mit den Halorrhagidazeen vereinigt, Wasserpflanzen mit gegenständigen, am Sproßgipfel oft rosettenartig zusammengedrängten Blättern und achselständigen, eingeschlechtigen,

[Bd. 6, Sp. 487]


von zwei Vorblättern umgebenen, nackten, sehr reduzierten Blüten, die entweder aus einem Staubgefäß oder aus einem zweigriffeligen Fruchtknoten bestehen, der bei der Fruchtreife in vier einsamige Steinfrüchtchen zerfällt. Vgl. Hegelmaier, Monographie der Gattung Callitriche (Stuttg. 1864).
 
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Kallitriche, s. Meyers Meerkatze.
 
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Kallitypīe (griech.), photographisches Kopierverfahren mittels lichtempfindlichen Gemischen von Eisenoxyd- und Silbersalzen; s. Meyers Photographie.
 
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Kalliwōda, Johann Wenzel, Violinspieler und Komponist, geb. 21. Febr. 1801 in Prag, gest. 3. Dez. 1866 in Karlsruhe, am Prager Konservatorium gebildet, war 182253 Kapellmeister des Fürsten von Fürstenberg in Donaueschingen, wo ihm 1902 ein Denkmal errichtet wurde. Ein sehr fruchtbarer Komponist, machte sich K. durch zahlreiche Violinwerke, Symphonien (darunter eine treffliche in F moll), Konzertouvertüren, besonders aber durch ansprechende Lieder bekannt. Als Violinvirtuos zeichnete er sich weniger durch brillantes als durch ausdrucksvolles Spiel aus. Sein Sohn Wilhelm K., geb. 19. Juli 1827 in Donaueschingen, gest. 8. Sept. 1893 in Karlsruhe, wirkte von 1848 an als Musikdirektor an der katholischen Kirche in Karlsruhe, später auch gleichzeitig als Kapellmeister am dortigen Hoftheater und trat 1875 in den Ruhestand. In seinen Kompositionen folgt er mit Vorliebe der Mendelssohnschen Richtung.
 
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Kallmorgen, Friedrich, Maler, geb. 15. Nov.;856 in Altona, studierte von 187577 auf der Düsseldorfer Kunstakademie und bildete sich dann bei Gude in Karlsruhe weiter, mit dem er 1880 nach Berlin ging, wo er jedoch nur ein halbes Jahr blieb. Nach Karlsruhe zurückgekehrt, setzte er dort seine Studien in der Landschaftsmalerei bei Baisch und Schönleber fort, die besonders auf seine koloristische Ausbildung von Einfluß wurden. Letztere wurde noch erweitert durch eine Reise nach Holland, die ihm eine Reihe von Motiven zu Landschaften und Straßenansichten bot, auf denen der figürlichen Staffage eine bedeutsame Rolle angewiesen ist. In seinen Bildern vereinigt sich plastische Darstellung mit Kraft der Färbung, schlichter Wahrheit der Auffassung und einem Streben nach wirksamer Beleuchtung. Seine Hauptwerke sind: Sommertag in der Heide (1880); Kornfeld und Obstbäume (1881); der Studienplatz; Ostermontag (mit Musikanten); Kanalbau an der Nordsee (1884); Feierabend und der Brief aus Amerika (1886, holländische Motive); der Feuerreiter; der blinde Musikant (1887); Fischerdorf an der schleswigschen Küste; die Strickschule (1889); Nachbarskinder; die Neugierigen; die betenden Kinder (1891); der Dorfbrand; der Erzähler (1893); Markt in Karlsruhe; die Büste des Kaisers (Gipsfigurenhändler im Dorfe); Michaeliskirche in Hamburg; am Landungsplatze des Fährdampfers; Flachsscheuer in Holland und Elbe bei Hamburg. In neuerer Zeit hat er sich mehr der landschaftlichen Stimmungsmalerei im realistischen Sinne zugewandt und auch die Originallithographie gepflegt. 1887 erhielt er die kleine goldene Medaille der Berliner Ausstellung. Anfang 1902 folgte er einem Ruf als Lehrer an der Kunstakademie in Berlin. Er veröffentlichte: »Ins Land der Mitternachtssonne. Tagebuch eines Malers. Schilderungen von der Nordlandreise der Auguste Viktoria« (Leipz. 1899). Seine Gattin ist die Stillebenmalerin Hormuth-K. (s. d.).
 
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Kallnberg (Callnberg), Stadt in der sächs. Kreish. Chemnitz, Amtsh. Glauchau, an der Staatsbahnlinie St. Egidien-Stollberg, nur durch die Rödlitz von Meyers Lichtenstein (s. d.) getrennt, 322 m ü. M., hat eine evang. Kirche, Lehrerinnenseminar, Weberei, Strumpfwirkerei, Fabrikation von Bett- und Tischdecken, Portieren- und Vorhangstoffen und künstlichen Blumen und (1900) 3385 Einw. K. wurde 1716 von Meyers Lichtenstein (s. d.) abgetrennt und zur Stadt erhoben.

 

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81) Johann
 ... krönte Karl den Kahlen ungeachtet der Ansprüche der deutschen Karolinger Weihnachten 876 zum Kaiser, offenbar mit dem Anspruch, über die Kaiserkrone
 
82) Johannisfest
 ... Johannistag, Johannisnacht ), das von der abendländischen Kirche früh dem Weihnachtsfest gegenübergestellte Geburtsfest Johannis des Täufers (24. Juni), kirchlich jetzt meist
 
83) Jūlfest
 ... Julbrot etc., an das alte heidnische Fest (s. Weihnachten ). Vgl. Bilfinger , Das germanische J. (Stuttg.
 ... Gelübde abzulegen. An die Stelle des Julfestes trat später unser Weihnachtsfest; aber noch heute erinnern im skandinavischen Norden sowie im frühern
 ... die Namen verschiedener Gebräuche und Gerichte, wie der Julklapp (Weihnachtsgeschenk, das vom Geber heimlich, aber mit lautem Schall ins Haus
 
84) Jundt
 ... lebe Frankreich!, die französischen Internierten verlassen die Schweiz und der Weihnachtsbaum. Jundts Arbeiten atmen Poesie, Natürlichkeit und Humor. Auch als Karikaturenzeichner
 
85) Kalender
 ... Januar, Epiphanias 6. Januar, Johannis 24. Juni, Michaelis 29. September, Weihnachten 25. Dezember, teils beweglich. Die beweglichen Feste richten sich sämtlich
 
86) Karageorgiević
 ... Alexander 23), der vom 14. Sept. 1842 bis Weihnachten 1858 Fürst von Serbien war, und Michael, der 1875 eine
 
87) Karl
 ... die Großen um sich, hier feierte er am liebsten das Weihnachtsfest (19 mal in Aachen, nur 6 mal in Gallien). Stets
 ... Herrschaft brachte endlich die Tatsache zum Ausdruck, daß ihm am Weihnachtstage (25. Dez.) 800 Leo III. in der Peterskirche zu Rom
 
88) Kinderlieder
 ... Gebiet. Luther z. B. dichtete »ein sein Kinderlied, auf die Weihnacht zu singen« (»Vom Himmel hoch, da komm' ich her« etc.);
 
89) Kirchenjahr
 ... - und Festtage. Das K. mit seinen drei Festzyklen, dem Weihnachts - , Oster - und Pfingstfestkreis, beginnt, unabhängig vom bürgerlichen
 
90) Knecht
 ... zottiger Kleidung, mit einer Rute und einem Sack versehen, vor Weihnachten den Kindern erscheint und den ungehorsamen mit Schlägen droht, den
 
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