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Kallinīkos bis Kallitrichazeen (Bd. 6, Sp. 486)
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Artikelverweis Kallinīkos, Beiname des Meyers Herakles (s. d., S. 185, Spalte 2).
 
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Kallīnos, griech. Elegiker, aus Ephesos, lebte um 670 v. Chr., zur Zeit des Einfalls der Kimmerier in Kleinasien. In dem einzigen von ihm erhaltenen Gedicht spornt er seine Landsleute in einfacher männlicher Weise zu tapferm Kampf an (abgedruckt in Bergks »Poetae lyrici graeci«, Bd. 2; übersetzt von E. Geibel im »Klassischen Liederbuch«). Vgl. Geiger, De Callini aetate (Erlang. 1877).
 
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Kalliŏpe (griech., die »Schönstimmige«), die erste und älteste der neun Musen, Vertreterin der epischen Dichtkunst, Mutter des Orpheus, mit Schreibtafel und Griffel als Attributen. Vgl. Musen (mit Abbildung).
 
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Kallipädīe (griech.), die Kunst, Kinder zu schönen Menschen zu erziehen.
 
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Kallipygos (griech., »mit schönem Hintern«), Beiname der Aphrodite, von ihren Statuen gebraucht, die sie nach hinten blickend darstellen. Der Name wird auf folgenden Vorfall zurückgeführt. Zwei sizilische Mädchen stritten, welche am Hinterteil schöner sei. Ein Jüngling entschied als Schiedsrichter für die ältere und heiratete sie, sein Bruder die andre. Beide Frauen errichteten der Aphrodite zu Syrakus einen Tempel mit ihrem Bild in obiger Stellung. Eine Statue dieser Art ist im Nationalmuseum zu Neapel.
 
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Kallirrhoë, Tochter des Okeanos und der Tethys, Mutter des Geryones und der Echidna; außerdem Name von Quellnymphen.
 
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Kallirrhoë (die »Schönfließende«), 1) berühmte Quelle beim alten Athen, südlich davon im Bette des Ilissos. Doerpfeld sucht sie dagegen am Pnyxfelsen. 2) Stadt, s. Meyers Edessa 1).
 
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Kallisthĕnes, griech. Geschichtschreiber aus Olynthos, um 360327 v. Chr., des Aristoteles Neffe und Schüler, begleitete Alexander d. Gr. nach Asien, zog sich aber durch Freimut dessen Zorn zu und wurde wegen angeblicher Teilnahme an einer Verschwörung ins Gefängnis geworfen, worin er starb. Er schrieb eine »Hellenische Geschichte« von 387357, eine Geschichte des sogen. heiligen Krieges 355346, eine unvollendete Geschichte Alexanders u. a. Sammlung der Fragmente von Müller in Dübners Ausgabe des Arrian (Par. 1846). Vgl. Westermann, De Callisthene (Leipz. 183842). Eine auf den Namen des K. gefälschte, romanhafte Geschichte Alexanders, Hauptquelle der mittelalterlichen Alexandersage, ihrem Kern nach in der Ptolemäerzeit entstanden, gehört in ihrer jetzigen Gestalt wahrscheinlich dem 3. Jahrh. n. Chr. an (hrsg. von Müller a. a. O. und von Meusel, Leipz. 1871); s. Julius Valerius. Vgl. Zacher, Pseudokallisthenes (Halle 1867).
 
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Kallisto, Tochter des arkadischen Königs Lykaon, Jagdgefährtin der Artemis, von Zeus Mutter des Meyers Arkas (s. d.) und von der zürnenden Artemis in eine Bärin verwandelt oder getötet. Zeus versetzte sie als Arktos (»Bärin«) unter die Gestirne, den Sohn gab er Maia oder Hermes zur Erziehung. Vgl. R. Franz, De Callistus fabula (Leipz. 1890).
 
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Kallistrătos, 1) aus Aphidna (Attika), einflußreicher Redner und tüchtiger Feldherr neben Timotheos und Iphikrates, war ein entschiedener Gegner Thebens und deshalb Anhänger einer Sparta freundlichen Politik (seit 372); sechs Jahre lang hat er wie einst Perikles an der Spitze Athens gestanden; da jedoch die antiböotische Politik dem Staat empfindliche Verluste verursachte, ward er angeklagt und konnte trotz seiner Beredsamkeit, die Demosthenes dazu begeistert haben soll, sich zum Redner auszubilden, dem Tode nur durch freiwillige Verbannung nach Mazedonien entgehen (361). Ohne Erlaubnis aus der Verbannung nach Athen zurückgekehrt, wurde er hingerichtet.
   2) Griech. Rhetor, vielleicht des 3. Jahrh. n. Chr., verfaßte nach dem Beispiel des Philostratos Beschreibungen (Ekphraseis) von zehn plastischen Werken berühmter Künstler in geziertem Ton und ohne eine wirkliche Anschauung zu geben (abgedruckt in den Ausgaben des Philostratos, s. d. 3).
 
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Kallitrichazeen (Wassersterne), dikotyle, etwa 25 Arten umfassende Pflanzenfamilie von unsicherer systematischer Stellung, von manchen mit den Halorrhagidazeen vereinigt, Wasserpflanzen mit gegenständigen, am Sproßgipfel oft rosettenartig zusammengedrängten Blättern und achselständigen, eingeschlechtigen,

[Bd. 6, Sp. 487]


von zwei Vorblättern umgebenen, nackten, sehr reduzierten Blüten, die entweder aus einem Staubgefäß oder aus einem zweigriffeligen Fruchtknoten bestehen, der bei der Fruchtreife in vier einsamige Steinfrüchtchen zerfällt. Vgl. Hegelmaier, Monographie der Gattung Callitriche (Stuttg. 1864).

 

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 ... krönte Karl den Kahlen ungeachtet der Ansprüche der deutschen Karolinger Weihnachten 876 zum Kaiser, offenbar mit dem Anspruch, über die Kaiserkrone
 
82) Johannisfest
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90) Knecht
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