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Kaldenkirchen bis Kalem (Bd. 6, Sp. 453 bis 454)
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Artikelverweis Kaldenkirchen, Stadt im preuß. Regbez. Düsseldorf, Kreis Kempen, Knotenpunkt der Staatsbahnlinien Kempen-Venlo und Viersen-K. sowie der Kleinbahn K.-Brüggen, hat eine evangelische und eine kath. Kirche, Synagoge, Hauptzollamt, bedeutende Schokoladen- und Zigarrenfabrikation, Fabriken für Herstellung von Zichorie und Holzschuhen, mechanische Weberei, Färberei, Steinhauerei, Dampfziegeleien, Speditionsgeschäfte und (1900) 3812 meist kath. Einwohner.
 
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Kalé (Kaleh, türk.), Burg, Schloß, kommt in zusammengesetzten Ortsnamen oft vor (vgl. Kalaa).
 
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Kalebasse (Kalabasse), s. Meyers Crescentia; auch der Flaschenkürbis (s. Meyers Kürbis) oder ein aus diesem verfertigtes Gefäß.
 
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Kaledjik, Hauptort eines 140 Dörfer umfassenden Kaza im Sandschak Angora des asiatisch-türkischen Wilajets Angora, an einem kleinen, linken Zuflusse des Kisil Irmak (Halys), 52 km ostnordöstlich von Angora, am Nordfuß eines Trachytkegels gelegen, der die Reste einer antiken Burg trägt; hat 6800 meist türkische Einwohner, 8 Moscheen, eine armenische Kirche, eine armenische u. 2 türkische Schulen. Chaussee nach Angora. Auf dem Gipfel des 12 km westlich von K. gelegenen Kyrkkyz Dagh bringen die Umwohner in trocknen Zeiten Opfer dar, um Regen zu erbitten.
 
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Kaledonĭen (Caledonia, kelt., »Walddickicht«), der nördlich vom Clota (Clyde) und Boderia (Firth of Forth) gelegene Teil Schottlands, der nie von den Römern unterworfen wurde, wenn sie auch unter Agricola siegreich in ihn eindrangen. Die Bewohner (Kaledonier), kühne Jäger, Schwimmer, Kletterer, gehörten zum keltischen Stamm; es bestand bei ihnen Weibergemeinschaft und die Sitte des Tätowierens. Die ihnen vorgeworfene Menschenfresserei ist Erfindung. Seit dem 4. Jahrh. erscheinen sie unter dem Namen Pikten. Häufig, aber unrichtig, wird mit dem Namen K. auch ganz Schottland bezeichnet.
 
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Kaledonischer Kanal, großer Kanal in Schottland, der Inverneß am Loch Beauly mit Fort William am Loch Eil und somit die Nordsee mit dem Atlantischen Ozean verbindet. Er wurde 180547 nach dem Plan Telfords auf Staatskosten gebaut (Kosten 1,311,270 Pfd. Sterl.) und ist mit Einschluß der von ihm durchschnittenen Seen 97 km lang (ohne diese nur 37). Er hat 5,2 m Tiefe und 28 Schleusen. Sein höchster Punkt liegt 28,6 m ü. M. Früher von Bedeutung, wird er jetzt nur wenig von Schiffen benutzt. S. Karte »Schottland«.
 
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Kaledonisches Meer, nicht mehr übliche Bezeichnung für einen Teil des Atlantischen Ozeans, zwischen Schottland und den Hebriden.
 
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Kaleidophōn (grch., »Schönklangbild«, phonisches Kaleidoskop), von Wheatstone angegebener Apparat, besteht aus einer Holzplatte, auf der runde, eckige, gerade oder gebogene Stäbe befestigt sind, die an ihrem freien Ende kleine spiegelnde Glaskugeln oder eine verstellbare Platte mit verschiedenfarbigen, symmetrisch geordneten Knöpfen tragen. Wird einer der Stäbe durch einen Hammer oder einen Violinbogen in Schwingungen versetzt, und trifft ein Sonnenstrahl den Knopf, so sieht man die Bahn, die das Ende des Stabes beschreibt, als eine in sich zurückkehrende und sich beständig ändernde Lichtlinie. Ein Stäbchen von rechteckigem Querschnitt beispielsweise, das am einen Ende A befestigt ist (Fig. 1), kann nämlich sowohl in der Richtung ab als in der dazu senkrechten Richtung c d in Schwingungen versetzt werden, deren Schwingungszahlen sich verhalten wie die Dimensionen des Querschnitts in den betreffenden Richtungen. Durch einen schiefen Stoß werden beide Schwingungsarten gleichzeitig wachgerufen, und das freie Stabende beschreibt eine krumme Linie (Lissajous'Schwingungsfiguren, Fig. 2), deren Gestalt von dem Verhältnis der Schwingungszahlen abhängig ist.
 
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Kaleidopolaroskop, ein von Petrina angegebenes Kaleidoskop, bei dem die farbigen Glasstückchen durch doppeltbrechende Kristalle ersetzt sind, die zwischen gekreuzten Nikols betrachtet werden.
 
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Kaleidoskōp (griech., »Schönbildseher«), ein von Brewster 1817 angegebenes Instrument, besteht aus zwei ebenen rechteckigen Spiegeln, die unter einem beliebigen Winkel, gewöhnlich einem solchen von 30 oder 60°, und mit einander zugewendeten Spiegelflächen aneinander stoßen und in dieser Lage in einer innen geschwärzten Röhre befestigt sind. Man benutzt in der Regel 1216 cm lange Spiegel. Die Röhre ist an dem einen Ende mit einer Scheibe, in der sich ein kleines Loch zum Durchsehen befindet, und an dem andern mit zwei Glasscheiben verschlossen, die etwa 2 mm voneinander abstehen und eine Kapsel bilden, in die man kleine Splitter gefärbten Glases, kleine Federspitzchen, Samenkörnchen u. dgl. bringt; die äußere Glasscheibe ist matt geschliffen. Sieht man nun durch das kleine Loch, indem man das andre Ende des Kaleidoskops gegen das Tageslicht kehrt, so erblickt man bei jeder Lage die Körperchen zu regelmäßigen Sternen geordnet. Beim Drehen des Instruments verändert sich sogleich die Lage der Objekte, und man erhält ein durchaus verschiedenes Bild. Der Reichtum der Gestalten, die auf diese Weise erzeugt werden können, ist unerschöpflich (daher auch Myriomorphoskop) und das K. deshalb ein sehr beliebtes Spielwerk. Die Entstehung der Bilder gründet sich darauf, daß zwischen zwei geneigten Spiegeln ein Körper in jedem ein Bild gibt, das hinter dem einen Spiegel und vor dem andern liegt und folglich auf letztern wie ein wahrer Gegenstand einwirkt. Daraus folgt in diesem Spiegel ein zweites Bild, das in dem ersten ein drittes Bild geben kann, u. s. s. Fügt man drei Spiegel so aneinander, daß ein hohles Prisma mit spiegelnden Innenflächen entsteht, und bildet daraus ein K., so erhält man statt des kreisförmigen Gesichtsfeldes eine ausgedehnte Ebene, und diese ist nur durch die Schwächung der äußern Bilder begrenzt, die diese vermöge des Lichtverlustes erleiden, den die wiederholte Spiegelung verursacht. Bildet der Querschnitt

[Bd. 6, Sp. 454]


des Prismas in diesem Triangularkaleidoskop ein gleichseitiges Dreieck, so sieht man das Gesichtsfeld in lauter gleichseitige Dreiecke geteilt; bildet der Querschnitt dagegen ein gleichschenkelig-rechtwinkliges Dreieck, so erblickt man auf dem Gesichtsfeld lauter Quadrate etc. Das K. war für technische Zwecke, besonders zum Entwerfen von Mustern, bestimmt; die ewige Wiederholung von Sternen ermüdet indessen, und man benutzt daher besser Emsmanns Typoskop. Dies besteht aus einem gewöhnlichen K. von etwa 13 cm Länge und 3,25 cm Durchmesser, das an seinem Okularende offen bleibt und noch ein das Rohr umfassendes und an demselben verschiebbares und drehbares Auszugsrohr von 1520 cm Länge erhält. Letzteres schließt an die Kaleidoskopröhre an, erweitert sich nach dem Okularende und nimmt dort ein polyedrisches Glas (weiß, blau oder gelb) in einer etwa 5 cm betragenden Entfernung von der dem Auge zugewendeten Öffnung auf. Dieses Instrument bietet eine überraschende Mannigfaltigkeit von den einfachsten bis zu den zusammengesetztesten Mustern, und es läßt sich dabei sofort übersehen, welchen Eindruck das Muster in der Zusammenstellung machen wird. Durch Drehung des Kaleidoskops oder des polyedrischen Glases sowie durch Verschiebung der zweiten Röhre kann man die Zusammenstellung der einzelnen Bilder einigermaßen abändern, ohne die Bilder selbst zu stören, so daß man über deren vorteilhafteste Anwendung sofort ein Urteil gewinnt. Für den praktischen Gebrauch empfehlen sich zu demselben polyedrischen Glas Kaleidoskope von 60, 45 und 36°; auch wechselt man vorteilhaft das polyedrische Glas und richtet die Kapsel so ein, daß man die Objekte beliebig ändern kann. Ganz ähnliche Bilder wie mit dem beschriebenen K. erhält man auch durch zwei Spiegel, die an einer Seite zusammenstoßen und auf eine ebene Fläche gestellt werden. Legt man zwischen beide irgend einen Gegenstand, z. B. einen irgendwie verschlungenen Seidenfaden oder ein Blatt Papier mit einer darauf gezeichneten verschnörkelten Linie, so erblickt man ein vollkommen regelmäßiges Bild nach den eben angegebenen Gesetzen, indem sich die Linie oder der Gegenstand zwischen den Spiegeln so oft aneinander reiht, als der Winkel, den die Spiegel miteinander bilden, in 360 enthalten ist. Dieser, von Debus 1860 angegebene Apparat, Debuskop (Karloskop, Episkop), gestattet, den Spiegeln jede beliebige Stellung zu geben und die Bilder fortwährend willkürlich zu verändern, aber auch beliebig festzuhalten. Man findet ihn in Tapisseriegeschäften, die mit demselben zeigen, welchen Eindruck »angefangene« Stickereien nach der Vollendung machen werden. Rupprecht in Nürnberg hat ein zum Nachzeichnen der Figuren geeignetes K. (Ideador) angegeben. Über das Chromatoskop s. d. Als Vorläufer des Kaleidoskops lassen sich die Winkelspiegel Portas um 1560 und die alten Spiegelbücher ansehen. Vgl. Brewster, Treatise on the Kaleidoscope (2. Aufl., Lond. 1858).
 
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Kalem (arab., »Rohr, Feder«, v. griech. kálamos), die Rohrfeder der Orientalen (s. Meyers Schreibkunst); in der Türkei auch Bezeichnung der Schreibstube oder Kanzlei, z. B. Dîwân kalemi, die Kanzlei des Diwans, die oberste Reichskanzlei.

 

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81) Johann
 ... krönte Karl den Kahlen ungeachtet der Ansprüche der deutschen Karolinger Weihnachten 876 zum Kaiser, offenbar mit dem Anspruch, über die Kaiserkrone
 
82) Johannisfest
 ... Johannistag, Johannisnacht ), das von der abendländischen Kirche früh dem Weihnachtsfest gegenübergestellte Geburtsfest Johannis des Täufers (24. Juni), kirchlich jetzt meist
 
83) Jūlfest
 ... Julbrot etc., an das alte heidnische Fest (s. Weihnachten ). Vgl. Bilfinger , Das germanische J. (Stuttg.
 ... Gelübde abzulegen. An die Stelle des Julfestes trat später unser Weihnachtsfest; aber noch heute erinnern im skandinavischen Norden sowie im frühern
 ... die Namen verschiedener Gebräuche und Gerichte, wie der Julklapp (Weihnachtsgeschenk, das vom Geber heimlich, aber mit lautem Schall ins Haus
 
84) Jundt
 ... lebe Frankreich!, die französischen Internierten verlassen die Schweiz und der Weihnachtsbaum. Jundts Arbeiten atmen Poesie, Natürlichkeit und Humor. Auch als Karikaturenzeichner
 
85) Kalender
 ... Januar, Epiphanias 6. Januar, Johannis 24. Juni, Michaelis 29. September, Weihnachten 25. Dezember, teils beweglich. Die beweglichen Feste richten sich sämtlich
 
86) Karageorgiević
 ... Alexander 23), der vom 14. Sept. 1842 bis Weihnachten 1858 Fürst von Serbien war, und Michael, der 1875 eine
 
87) Karl
 ... die Großen um sich, hier feierte er am liebsten das Weihnachtsfest (19 mal in Aachen, nur 6 mal in Gallien). Stets
 ... Herrschaft brachte endlich die Tatsache zum Ausdruck, daß ihm am Weihnachtstage (25. Dez.) 800 Leo III. in der Peterskirche zu Rom
 
88) Kinderlieder
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90) Knecht
 ... zottiger Kleidung, mit einer Rute und einem Sack versehen, vor Weihnachten den Kindern erscheint und den ungehorsamen mit Schlägen droht, den
 
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