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Kagysman bis Kahle (Bd. 6, Sp. 427)
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Artikelverweis Kagysman, Hauptort des gleichnamigen Bezirks (4481 qkm und [1897] 59,230 Einw.) der Provinz Kars im russ. Generalgouv. Kaukasien, 50 km südlich von Kars, rechts am Araxes, Sitz eines Brigadestabsquartiers der Grenzwache, hat Obstbau und (1897) 3435 Einw. In der Nähe große Steinsalzlager (Jahresproduktion 5,5 Mill. kg).
 
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Kahal (Kehilla, hebr., »Versammlung«), die jüdische Religionsgemeinde, s. Meyers Kagal.
 
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Kahau, s. Meyers Nasenaffe.
 
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Kahe, Landschaft in Deutsch Ostafrika, in der Niederung am Südfuß des Kilimandscharo und im Quellgebiet des Pangani. Eine hier gefundene Erdart dient abgedampft den Eingebornen als Salz.
 
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Kâhira, Stadt, s. Meyers Kairo.
 
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Kahl, Wilhelm, Kirchen- und Staatsrechtslehrer, geb. 17. Juni 1849 in Kleinheubach (Mittelfranken), studierte in Erlangen und München, habilitierte sich 1876 an der Universität München, wurde 1879 ordentlicher Professor in Rostock, 1883 in Erlangen, 1888 in Bonn und folgte 1895 einem Ruf an die Universität in Berlin, wo er zugleich zum vortragenden Rat im Kultusministerium ernannt wurde. Er schrieb: »Die Selbständigkeitsstellung der protestantischen Kirche in Bayern« (Erlang. 1874); »Über die Temporaliensperre« (das. 1876); »Die deutschen Amortisationsgesetze« (Tübing. 1879); »Das obere Kirchengericht für die Großherzogtümer Mecklenburg« (das. 1880); »Die Kirchenordnung für die evangelischen Gemeinden der Provinz Westfalen und der Rheinprovinz« (Bonn 1891, als 5. Auflage des Werkes von Bluhme-Hälschner); »Lehrsystem des Kirchenrechtes und der Kirchenpolitik« (1. Teil, Freiburg 1894); »Die Konfession der Kinder aus gemischten Ehen« (das. 1895); »Über Parität« (das. 1895); »Patriotismus und Christentum« (das. 1895); »Ebenbürtigkeit und Thronfolgerecht des Grafen zur Lippe-Biesterfeld« (Bonn 1896); »Bekenntnisgebundenheit und Lehrfreiheit« (Berl. 1897); »Die Errichtung von Handelsgesellschaften durch Religiose« (in der »Festgabe für Heinr. Dernburg«, das. 1900); »Die Bedeutung des Toleranzantrags für den Staat und die evangelische Kirche« (Halle 1902), Sonderdruck aus den »Deutsch-evangelischen Blättern«, deren Mitherausgeber er seit 1900 ist. Mit Dove bearbeitete er die 8. Auflage von Richters »Lehrbuch des katholischen und evangelischen Kirchenrechts« (Leipz. 1886).
 
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Kahla, Stadt in Sachsen-Altenburg, Verwaltbez. Roda, an der Saale und an der Staatsbahnlinie Großheringen-Saalfeld, 169 m ü. M., hat 2 evang. Kirchen, Amtsgericht, einen Altertumsforschenden Verein, Porzellanfabriken, Porzellanmalerei, Eisengießerei, Metallwaren-, Pianoforte- und Holzschuhfabriken, Dampfziegelei, Dampfschneidemühle u. (1900) 5340 Einw. In der Nähe liegt der Berg Dohlenstein, der 1780 teilweise einstürzte, 1828 und 1880 merklich vorwärts rückte, und die Bergfeste Leuchtenburg (436 m hoch), ehemals eine Strafanstalt, jetzt Vergnügungsort. Vgl. »Geschichte der Stadt K.« (Bd. 1: Urkunden, hrsg. von Bergner, Kahla 1899).
 
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Kahlbäuche (Apodes), Unterordnung der Knochenfische, s. Meyers Fische, S. 606.
 
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Kahlbaum, Karl Ludwig, Mediziner, geb. 28. Dez. 1828 in Driesen, gest. 15. April 1899 in Görlitz, wurde 1856 zweiter Arzt in der ostpreußischen Provinzal-Irrenanstalt Allenberg bei Wehlau, habilitierte sich später auch als Privatdozent in Königsberg und ging 1867 als dirigierender Arzt und Besitzer der Privatanstalt für Nerven- und Gemütskranke nach Görlitz. K. war einer der bedeutendsten Vertreter der Psychiatrie des 19. Jahrh. Er regte eine Umwertung aller psychiatrischen Werte unter strengerer Betonung des pathologisch-anatomischen Befundes und dementsprechend eine neue kritische Nomenklatur an, förderte die Kenntnis vom jugendlichen Irresein und vom Einfluß der Erziehung auf dasselbe und stellte als besondere Krankheitsform die Hebephrenie auf. Auch gründete er in Görlitz ein Erziehungshaus für Kinder und Jugendliche mit psychischen Abnormitäten. Er arbeitete auch über den Querulantenwahn, über das sogen. zirkuläre Irresein, bei dem durch das ganze Leben Zustände der Erregung mit entgegengesetzten regelmäßig wechseln, über Sinnesdelirien und ihre verschiedenen Formen und schrieb: »Die Gruppierung der psychischen Krankheiten und die Einteilung der Seelenstörungen« (Danzig 1863); »Die Katatonie« (Berl. 1874).
 
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Kahlberg, Dorf im preuß. Regbez. Danzig, Kreis Danziger Niederung, auf der Frischen Nehrung, hat ein Seebad und (1900) 430 evang. Einwohner.
 
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Kahle, Richard, Schauspieler, geb. 21. Juni 1842 in Berlin, besuchte die Universität daselbst, wo er ästhetische und philosophische Kollegien hörte, und wurde Vorleser bei dem Prinzen Friedrich von Preußen, welche Stellung er bis zu dessen Tode (1863) bekleidete, und versuchte sich nebenbei als Schauspieler auf dem Liebhabertheater Urania, bis er 1865 als Sprecher in der »Braut von Messina« zuerst in Pest öffentlich auftreten konnte. Von Laube 1869 für das Leipziger Stadttheater engagiert, übte sich K. hier in den größten Aufgaben des Charakterfaches und spielte z. B. den Lear mit solchem Erfolg, daß er in Berlin nach seinem ersten Auftreten (1871) in dieser Rolle im königlichen Schauspielhaus sofort engagiert wurde. Klein von Gestalt, wußte K. sie durch sein kräftiges Organ, hauptsächlich aber durch das klare Erfassen und durch die durchgeistigte Wiedergabe eines Charakters

[Bd. 6, Sp. 428]


bald vergessen zu machen. Seine Vorzüge kamen am meisten in rhetorischen Rollen zur Geltung. 1900 trat er in den Ruhestand.

 

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81) Johann
 ... krönte Karl den Kahlen ungeachtet der Ansprüche der deutschen Karolinger Weihnachten 876 zum Kaiser, offenbar mit dem Anspruch, über die Kaiserkrone
 
82) Johannisfest
 ... Johannistag, Johannisnacht ), das von der abendländischen Kirche früh dem Weihnachtsfest gegenübergestellte Geburtsfest Johannis des Täufers (24. Juni), kirchlich jetzt meist
 
83) Jūlfest
 ... Julbrot etc., an das alte heidnische Fest (s. Weihnachten ). Vgl. Bilfinger , Das germanische J. (Stuttg.
 ... Gelübde abzulegen. An die Stelle des Julfestes trat später unser Weihnachtsfest; aber noch heute erinnern im skandinavischen Norden sowie im frühern
 ... die Namen verschiedener Gebräuche und Gerichte, wie der Julklapp (Weihnachtsgeschenk, das vom Geber heimlich, aber mit lautem Schall ins Haus
 
84) Jundt
 ... lebe Frankreich!, die französischen Internierten verlassen die Schweiz und der Weihnachtsbaum. Jundts Arbeiten atmen Poesie, Natürlichkeit und Humor. Auch als Karikaturenzeichner
 
85) Kalender
 ... Januar, Epiphanias 6. Januar, Johannis 24. Juni, Michaelis 29. September, Weihnachten 25. Dezember, teils beweglich. Die beweglichen Feste richten sich sämtlich
 
86) Karageorgiević
 ... Alexander 23), der vom 14. Sept. 1842 bis Weihnachten 1858 Fürst von Serbien war, und Michael, der 1875 eine
 
87) Karl
 ... die Großen um sich, hier feierte er am liebsten das Weihnachtsfest (19 mal in Aachen, nur 6 mal in Gallien). Stets
 ... Herrschaft brachte endlich die Tatsache zum Ausdruck, daß ihm am Weihnachtstage (25. Dez.) 800 Leo III. in der Peterskirche zu Rom
 
88) Kinderlieder
 ... Gebiet. Luther z. B. dichtete »ein sein Kinderlied, auf die Weihnacht zu singen« (»Vom Himmel hoch, da komm' ich her« etc.);
 
89) Kirchenjahr
 ... - und Festtage. Das K. mit seinen drei Festzyklen, dem Weihnachts - , Oster - und Pfingstfestkreis, beginnt, unabhängig vom bürgerlichen
 
90) Knecht
 ... zottiger Kleidung, mit einer Rute und einem Sack versehen, vor Weihnachten den Kindern erscheint und den ungehorsamen mit Schlägen droht, den
 
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