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Kaffgesims bis Kafis (Bd. 6, Sp. 425 bis 426)
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Artikelverweis Kaffgesims, s. Meyers Gesims.
 
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Kaffrarĭa, s. Meyers Kaffern.
 
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Kaffsack, Joseph, Bildhauer, geb. 21. Okt. 1850 in Regensburg, gest. 7. Sept. 1890 infolge eines Unglücksfalles auf dem Wannsee bei Berlin, war bis zu seinem 24. Jahr im Kunstgewerbe tätig und besuchte dann die Kunstakademie in Dresden, wo er Schüler Hähnels wurde. 1880 ließ er sich in Berlin nieder. wo er zahlreiche monumentale und dekorative Werke, aber auch Büsten und Genrefiguren und-Gruppen schuf. Seine Hauptwerke sind die 3 m hohe Bronzefigur einer Lübecca (1881), die 4 m hohen Statuen der Post und Telegraphie, Kunst und Wissenschaft, des Handels und Gewerbes für die Hauptpost in Leipzig, die Kolossalgruppe der Harmonie im Kuppelraum des Landesausstellungsgebäudes in Berlin, die Gruppe »Ruhm und Wahrheit erringt der Suchende« für die königliche Bibliothek in Leipzig, das Denkmal der Kaiser Wilhelm I. und Friedrich III. am Giebichenstein bei Halle, die Bronzegruppe: junge Liebe und die Marmorgruppe: das erste Gebet (in der Berliner Nationalgalerie).
 
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Kaffziegel, s. Meyers Kappziegel.
 
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Käfigvögel, s. Meyers Stubenvögel.
 
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Kafilldesinfektor, von de la Croix in Antwerpen erfundener und durch Rietschel und Henneberg zu Berlin in Deutschland eingeführter Apparat zur unschädlichen Beseitigung und gleichzeitigen Ausnutzung von Tierleichen, Fleischabfällen etc. Der Apparat ist für Schlachthöfe bestimmt, eignet sich aber auch für größere Schlächtereien, Abdeckereien etc. Er besteht aus einem zylindrischen, doppelwandigen, luftdicht verschließbaren Sterilisator mit durchlöchertem, falschem Boden, der die Fleischteile etc. aufnimmt. Wird nach Verschluß des Behälters zwischen die doppelten Wände Dampf von 5 Atmosphären geleitet, so findet eine Trocknung des Inhalts statt, und die durch den Siebboden abfließende Flüssigkeit wird durch den im Rezipienten sich entwickelnden Dampf in einen zweiten Zylinder gedrückt. Nach etwa 1 Stunde leitet man den Dampf direkt in die Fleischmasse und nach abermals 6 Stunden drückt man durch den Dampf alle noch vorhandene Flüssigkeit und das ausgeschiedene Fett in den Rezipienten. In diesem und dem damit verbundenen Kondensator werden Dämpfe und Gase durch kaltes Wasser niedergeschlagen; nicht verdichtbare Gase gelangen aus dem Kondensator in die Feuerung. Der fast trockne Inhalt des Sterilisators ist geruchlos und wird nach weiterm Trocknen gemahlen und als Dünger benutzt. Aus dem Inhalt des Rezipienten gewinnt man Fett und Leim. Der K. ist groß genug, um ganze Kadaver aufnehmen zu können, und eignet sich daher besonders zur gefahr- und geruchlosen Beseitigung der Leichen an ansteckenden Krankheiten gestorbener Tiere und genußuntauglichen Fleisches.
 
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Kafiller (Kaviller), soviel wie Abdecker. Das der Gaunersprache entlehnte Wort K. ist wohl aus dem neuhebr. kefál, abdecken, abziehen, entstanden.
 
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Kâfir (arab., »Ungläubiger«), Name der Nichtmuslime im Meyers Koran (s. d.). Im Munde der osmanischen Türken wurde K. zu Giaur, dem in der Türkei üblichen Schimpfnamen für Christen und Juden. Von dem Worte K. ist auch der Name der Meyers Kaffern (s. d.) in Südafrika herzuleiten.
 
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Kafir, afrikan. Sprache, s. Meyers Bantu.
 
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Kafiristan (»Land der Ungläubigen«), Berglandschaft an der Grenze von Indien und Afghanistan (s. Karte »Zentralasien«), diesem zur Aufsicht unterstellt und von Truppen des Emir bewacht, im O. von Tschitral und dem Lahorigebirge begrenzt, etwa

[Bd. 6, Sp. 426]


13,000 qkm mit 120,000 Einw. Das durchaus gebirgige Land wird ganz durch von N. nach S. streichende, schneebedeckte Ketten erfüllt, zwischen denen in anmutigen Tälern die stürmischen Flüsse Alingar, Kunar u. a., teilweise Goldsand führend, zum Kabul fließen. Das Klima ist gemäßigt. Die Abhänge sind bis zum Gipfel bewachsen, meist mit Nadelholz; im Tal gedeihen Reis, stellenweise Zuckerrohr, ferner Platanen, Apfel- und Birnbäume, die Weinrebe; Bienenzucht ist allgemein. Höher hinauf folgen Maulbeer-, Walnußbäume und Getreide. K. ist reich an Wild; das lohnendste Haustier ist das dickschwänzige Schaf. Die Einwohner sind teils die von den später eingedrungenen Mohammedanern so benannten Meyers Kâfir (s. d.), teils die aus Kaschmir eingewanderten weißen Hunnen oder Yue-tschi (vgl. Hunnen, S. 658) türkisch-tatarischer Herkunft, der schönste, kräftigste Menschenschlag unter diesen Bergbewohnern. Dazu kommen im untern Teil der Täler die Afghanen vom Stamm der Meyers Jusufzai (s. d.), die sich hier im 8. Jahrh. n. Chr. ansiedelten. Das Land ist erst in neuester Zeit einigermaßen erforscht worden. Sajjad Schah machte 1882 ethnographische Forschungen, und 1883 gelang es Mac Nair, als dem ersten Europäer, unter der Maske eines indischen Arztes Aufnahmen und Höhenmessungen zu machen. In größerm Maßstab sind die Forschungen in den letzten Jahren im Anschluß an die militärischen Unternehmungen der Engländer gegen die Bergvölker gefördert worden. Vgl. Downes, Kafiristan (Lahor 1873); Leitner, Kafiristan (das. 1881); G. S. Robertson, The Kafirs of the Hindoo Kush (Lond. 1896), und namentlich W. Broadford in »Blackwoods Magazine«, Bd. 161.
 
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Kafis (span. Cahiz, ital. Caffiso), Hohlmaß in Tripolis zu 20 Tiberi, von sehr verschiedenem Inhalt bis 406 Lit.; früher auch in Tunis für Getreide etc. = 16 Uiba oder 495,9 L., auch mehr.

 

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 ... krönte Karl den Kahlen ungeachtet der Ansprüche der deutschen Karolinger Weihnachten 876 zum Kaiser, offenbar mit dem Anspruch, über die Kaiserkrone
 
82) Johannisfest
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83) Jūlfest
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85) Kalender
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86) Karageorgiević
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