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Kadettenkorps bis Kadmilos (Bd. 6, Sp. 414)
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Artikelverweis Kadettenkorps, s. Meyers Kadettenhäuser.
 
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Kâdî (arab. kâdî, in türkischen Ländern daneben die Aussprache Kasi), islamischer Richter. Da im Islam (s. d.) Recht und Religion eng verbunden sind, gehen die Kadis aus den Medresen (s. d.) hervor, wo sie ihre theologischen und juristischen Studien abzumachen haben. In der Türkei, wo der einem Meyers Kasa (s. d.) vorstehende K. den Titel Meyers Nâib (s. d.) führt, ist die Laufbahn der Kadis grundsätzlich geregelt, wenn auch Verbindungen mehr als Kenntnisse fördern und zahlreiche Richterstellen in den Händen Unfähiger sind. Die höchsten Richter in der Türkei sind die beiden Meyers Kasiasker (s. d.). Die Kadis unterstehen dem Meyers Scheich ul Islam (s. d.) und sind besoldet. In den andern islamischen Ländern haben die Kadis ihre Einkünfte aus frommen Stiftungen, Gerichtssporteln und Trinkgeldern. In Afghanistan und Turkistan hat der Oberrichter in den Städten den Titel Kâfî-i-Kalân. In Persien liegt die Rechtsprechung in den Händen der Meyers Mudschtehide (s. d.).
 
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Kadiakinseln, Inselgruppe an der Südküste der Halbinsel Alaska (s. das Textkärtchen bei Artikel »Alaska« im 1. Bd.), von der sie durch die Schelikowstraße getrennt wird, unter 57°47' nördl Br. und 152°14' westl. L., besteht aus der Hauptinsel Kadiak und den kleinen Inseln Afognak, Saltschidak, den Trinityinseln (Sitschunak und Tupidak) und Schusak, zusammen 10,000 qkm. Die Hauptinsel Kadiak hat 8975 qkm mit (1900) 1770 Einw., davon 1146 Weiße und 624 Eingeborne, meist Kaniagmut (Eskimo), die auf der z. T. bewaldeten und mit guten Häfen versehenen, aber für Ackerbau völlig ungeeigneten Insel Lachsfischerei und Jagd auf Pelztiere treiben. Der Hauptort, Kadiak oder St. Paul, an der Nordostküste der Insel, mit (1900) 341 Einw., war bis 1806 Hauptsitz der Russisch-Amerikanischen Gesellschaft; an der Nordküste liegt Karluk mit (1900) 470 Einw., eine der größten Lachsfischereien der Welt.
 
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Kadikjöi (»Richterdorf«, das alte Chalkedon), neuer, regelmäßig gebauter Vorort von Meyers Konstantinopel (s. d.) auf der asiatischen Seite des Bosporus, südlich von Skutari, fast ausschließlich von Griechen und Europäern bewohnt, beliebter Sommeraufenthaltsort mit schönen Landhäusern und Gärten, griechischem Gymnasium, griechisch-katholischer und armenischer Kirche, armenischer Erziehungsanstalt, Jesuitenschule und Theater. Hier fand das Ökumenische Konzil von 451 n. Chr. statt.
 
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Kadim (arab.), »neu«, häufig vor nordafrikanischen Ortsnamen.
 
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Kadinen, Rittergut (Besitz des Kaisers Wilhelm II.) im preuß. Regbez. Danzig, Landkreis Elbing, in reizender Waldlandschaft am Nordwestfuß der Elbinger Höhe, in der Nähe des Frischen Haffs, hat eine Klosterruine, Majolikafabrikation, Dampfziegelei, Spiritusbrennerei, Molkerei und (1900) 280 Einw. Vgl. O. Anschütz, K. (Album mit Text, Berl. 1903).
 
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Kadischi, gemeine arabische Pferde.
 
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Kaditz, früher selbständiger Ort, 1903 in Dresden einverleibt.
 
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Kadlubek, Wincenty, der erste namhafte poln. Geschichtschreiber, geb. um 1160 in Karwow unweit Opatow, gest. 1223, studierte vermutlich an italienischen oder französischen Hochschulen und ward Propst von Sandomir und 1208 Bischof von Krakau. Seit 1218 bis zu seinem Tode lebte er als Mönch im Cistercienserkloster zu Jedrzejów (Klein-Morimund) und ward von Clemens XIII. 1764 kanonisiert. Seine »Chronik von Posen«, die in vier Büchern bis 1206 reicht, ist lateinisch, und zwar die ersten drei Bücher in Form eines Dialogs zwischen zwei Bischöfen geschrieben, und wurde die Grundlage aller spätern Chroniken bis auf Dlugosz. Die erste Ausgabe von Felix Herburt (Dobromil 1612) wurde im 2. Bande des Geschichtswerkes von Meyers Dlugosz (s. d.) wieder abgedruckt; neuere Ausgaben besorgten Kownacki (Warsch. 1824) und Bielowski (Lemberg 1872). Vgl. Ossolinski, Vinzenz K. (deutsch von Linde, Warsch. 1822); Zeißberg, Vincentius K., Bischof von Krakau und seine Chronik Polens (Wien 1869).
 
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Kadmeia, die uralte, der Sage nach von Meyers Kadmos (s. d.) auf der südwestlichen, 50 m relativen, 218 m absoluten hohen Spitze des das heutige Thiwä tragenden Hügels gegründete Akropolis der Stadt Theben in Böotien. Nach der Schlacht von Chäroneia (338) erhielt die K. eine mazedonische Besatzung. Auch später bei den Zerstörungen Thebens durch Alexander und Demetrius blieb die Burg bestehen; noch im Mittelalter (12.14. Jahrh.), wo Theben eine neue Blüte als Fabrikstadt erlebte, war dort die Residenz fränkischer Großen.
 
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Kadmilos, einer der Meyers Kabiren (s. d.).

 

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81) Johann
 ... krönte Karl den Kahlen ungeachtet der Ansprüche der deutschen Karolinger Weihnachten 876 zum Kaiser, offenbar mit dem Anspruch, über die Kaiserkrone
 
82) Johannisfest
 ... Johannistag, Johannisnacht ), das von der abendländischen Kirche früh dem Weihnachtsfest gegenübergestellte Geburtsfest Johannis des Täufers (24. Juni), kirchlich jetzt meist
 
83) Jūlfest
 ... Julbrot etc., an das alte heidnische Fest (s. Weihnachten ). Vgl. Bilfinger , Das germanische J. (Stuttg.
 ... Gelübde abzulegen. An die Stelle des Julfestes trat später unser Weihnachtsfest; aber noch heute erinnern im skandinavischen Norden sowie im frühern
 ... die Namen verschiedener Gebräuche und Gerichte, wie der Julklapp (Weihnachtsgeschenk, das vom Geber heimlich, aber mit lautem Schall ins Haus
 
84) Jundt
 ... lebe Frankreich!, die französischen Internierten verlassen die Schweiz und der Weihnachtsbaum. Jundts Arbeiten atmen Poesie, Natürlichkeit und Humor. Auch als Karikaturenzeichner
 
85) Kalender
 ... Januar, Epiphanias 6. Januar, Johannis 24. Juni, Michaelis 29. September, Weihnachten 25. Dezember, teils beweglich. Die beweglichen Feste richten sich sämtlich
 
86) Karageorgiević
 ... Alexander 23), der vom 14. Sept. 1842 bis Weihnachten 1858 Fürst von Serbien war, und Michael, der 1875 eine
 
87) Karl
 ... die Großen um sich, hier feierte er am liebsten das Weihnachtsfest (19 mal in Aachen, nur 6 mal in Gallien). Stets
 ... Herrschaft brachte endlich die Tatsache zum Ausdruck, daß ihm am Weihnachtstage (25. Dez.) 800 Leo III. in der Peterskirche zu Rom
 
88) Kinderlieder
 ... Gebiet. Luther z. B. dichtete »ein sein Kinderlied, auf die Weihnacht zu singen« (»Vom Himmel hoch, da komm' ich her« etc.);
 
89) Kirchenjahr
 ... - und Festtage. Das K. mit seinen drei Festzyklen, dem Weihnachts - , Oster - und Pfingstfestkreis, beginnt, unabhängig vom bürgerlichen
 
90) Knecht
 ... zottiger Kleidung, mit einer Rute und einem Sack versehen, vor Weihnachten den Kindern erscheint und den ungehorsamen mit Schlägen droht, den
 
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