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Juveniles Quellwasser bis Juwelīerkunst (Bd. 6, Sp. 401)
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Artikelverweis Juveniles Quellwasser, s. Meyers Mineralwässer.
 
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Juvéntas (auch Juventus), bei den Römern die Schutzgöttin der heranreifenden männlichen Jugend. In die Kasse ihrer Kapelle im Tempel des Jupiter auf dem Kapitol wurde für jeden Jüngling, der die männliche Toga anlegte, eine Münze gelegt. Später mit der griechischen Hebe (s. d.) identifiziert, hatte sie einen Tempel im Tale des Circus Maximus.
 
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Juvĭa, s. Bertholletia.
 
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Juwēl, geschliffener Edelstein; auch ein aus Edelsteinen, Perlen und Edelmetall zusammengesetzter Schmuck; dann überhaupt soviel wie Kleinod, Kostbarkeit ersten Ranges. Das eigentlich niederländische Wort (franz. joyau, ital. giojello, mittellat. jocale = gaudiale) stammt vom lat. gaudium (franz. joie, »Freude«) ab.
 
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Juwēlengewicht, das beim Verkauf der Edelsteine übliche Gewicht, insofern es vom Handels- und Silbergewicht abweicht. Oberste Einheit ist hier die Unze, die in England 151,5, in Frankreich 144, in Spanien 140, in Neapel 130 Karat (s. d.), in Bologna 16 Ferlini zu 10 Carati enthält.
 
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Juwēlenkäfer (Brillantkäfer, Entimus inmperialis L.), ein Rüsselkäfer Brasiliens, 33,5 cm lang, mit fast dreieckigen Flügeldecken, stark hervorragenden, hakenförmigen Schulterecken, glänzend schwarz, unterseits dicht goldgrün beschuppt, an den Beinen lang weißbehaart, auf dem Thorax mit goldgrüner Mittelfurche, seitlich auf grünem Grund schwarzwarzig und auf den Flügeldecken mit dichten Neihen goldgrüner Gruben; er wird wie Edelsteine gefaßt.
 
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Juwēlenporzellan, englisches, in der königlichen Fabrik zu Worcester gefertigtes Porzellan (Vasen, Tassen, Service etc.), das in Nachahmung von Goldschmiedearbeiten mit türkisblauen Emailperlen besetzt und mit mattem oder glänzendem Gold und farbigem Email dekoriert ist.
 
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Juwelensteuer, eine Form der Luxussteuern; bestand 180912 in Preußen.
 
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Juwelīerborax, s. Meyers Borax, S. 218.
 
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Juwelīerfachschulen, s. Meyers Goldschmiedschulen.
 
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Juwelīerkunst, ein Zweig der Goldschmiedekunst, datiert von der Erfindung des Schleifens der Edelsteine, vornehmlich des Diamanten, durch Ludwig van Berquen um 1456. Diese Erfindung hatte die Folge, daß man das »Feuer«, das wechselnde Farbenspiel, des Diamanten viel höher schätzte als die natürl i che Farbe der Steine. Zwar hatte man schon in ältester Zeit Edelsteine gefaßt, um sie als Schmuck zu verwenden, allein man unterschied nicht streng zwischen natürlichen Steinen und Glasfluß. Bis in das Mittelalter fand man einen Hauptreiz in der Zusammenstellung verschiedenfarbiger Steine. Den Griechen und griechisch gebildeten Römern war der Edel- und Halbedelstein das vorzüglichste Material für den Gemmen- und Kameenschnitt, und wenn auch die Färbung oder die Seltenheit den Wert eines Ringsteines erhöhte, so wurde dieser doch vor allem in der Arbeit des Künstlers gesucht. Die kostbarsten Kleinodien des Altertums waren Intaglien, und Plinius sagt ausdrücklich, die Edelsteine seien dazu da, mit Zeichen (Schriftzügen, Sinnbildern etc.) versehen zu werden; allein er rügt auch bereits, daß seine Zeit anfange, auf die Steine selbst einen ungebührlichen Wert zu legen. Die Kleinodien und die Kostümbilder aus dem Mittelalter zeigen in den Kronen, Agraffen, an Rüstungen, Büchereinbänden etc. die Edelsteine nur geglättet und wesentlich in ihrer natürlichen Gestalt, ferner in Verbindung mit Email, Filigran etc. Den ersten Diamantschmuck in Frankreich soll Agnes Sorel (gest. 1450) besessen haben. Von jener Zeit an erlangte das Fassen, Aufbringen, Tingieren der Edelsteine eine höhere Bedeutung. Zur Zeit Cellinis, der dazu genaue Anweisungen gibt, war es bereits allgemein gebräuchlich, den Edelsteinen (zu denen er nur Rubin-Feuer, Diamant-Wasser, Saphir-Luft, Smaragd-Erde und bedingungsweise Topas-Sonnenlicht rechnet) Folie zu geben. Dagegen war die Anwendung einer Tinktur auf der Unterseite des Steines nur bei den Diamanten gestattet, bei den übrigen Steinen galt es ebenso als Fälschung wie das namentlich in Mailand betriebene Dublieren. In Deutschland erreichte die J. in der Zusammenstellung von farbigen Steinen, Perlen und Email ihren Höhepunkt im 16. Jahrh. Durch das Vorwiegen des Diamanten und zumal seit Einführung des Brillantschliffs im 17. Jahrh. geschah eine Umwälzung im Geschmack, die für die J. verhängnisvoll werden sollte. Das unruhige Gefunkel des facettierten Steines ordnet sich in kein künstlerisches Ensemble ein, zerstört in der Zusammenstellung mit andern Steinen deren Wirkung, uno so ging allmählich auch der Sinn für künstlerischen Schmuck überhaupt verloren. Kleine Steine verschiedener Färbung und Perlen wurden im 18. Jahrh. noch zur Umrahmung von Medaillons u. dgl. verwendet (Rokokoschmuck); vorwiegend aber suchte man ein Gleichgewicht gegen den Diamanten in der Zusammenstellung großer Edelsteine von durchaus gleicher Farbe zu Einem Schmuck oder in der Häufung vieler kleiner gleicher Steine auf Einem Stück in der Art, daß das Ganze ungefähr einem einzigen, zu unzähligen Facetten geschliffenen Stein glich. Eine heilsame Reaktion gegen den farblosen Schmuck begann erst mit der allgemeinen Reform des Kunstgewerbes seit dem Beginn der 70er Jahre des 19. Jahrh., wobei man auf die farbigen Renaissancemuster des 16. Jahrh. zurückgriff. Eine reiche Sammlung von solchen Mustern enthält das Werk von F. Luthmer: »Der Goldschmuck der Renaissance« (Berl. 1880). Auch die moderne Bewegung in der J. hat an der Farbigkeit der Schmucksachen festgehalten. Als Kuriosität ist zu erwähnen, daß in der ersten französischen Revolution Bijoux de la Révolution, gefaßte Stücke Stein von der Bastille, als Schmuck getragen wurden. Vgl. die Artikel »Bijouterien«, »Edelsteine« und »Goldschmiedekunst«, wo auch die Literatur verzeichnet ist, und Tafel Meyers »Schmucksachen I-III«.

 

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81) Johann
 ... krönte Karl den Kahlen ungeachtet der Ansprüche der deutschen Karolinger Weihnachten 876 zum Kaiser, offenbar mit dem Anspruch, über die Kaiserkrone
 
82) Johannisfest
 ... Johannistag, Johannisnacht ), das von der abendländischen Kirche früh dem Weihnachtsfest gegenübergestellte Geburtsfest Johannis des Täufers (24. Juni), kirchlich jetzt meist
 
83) Jūlfest
 ... Julbrot etc., an das alte heidnische Fest (s. Weihnachten ). Vgl. Bilfinger , Das germanische J. (Stuttg.
 ... Gelübde abzulegen. An die Stelle des Julfestes trat später unser Weihnachtsfest; aber noch heute erinnern im skandinavischen Norden sowie im frühern
 ... die Namen verschiedener Gebräuche und Gerichte, wie der Julklapp (Weihnachtsgeschenk, das vom Geber heimlich, aber mit lautem Schall ins Haus
 
84) Jundt
 ... lebe Frankreich!, die französischen Internierten verlassen die Schweiz und der Weihnachtsbaum. Jundts Arbeiten atmen Poesie, Natürlichkeit und Humor. Auch als Karikaturenzeichner
 
85) Kalender
 ... Januar, Epiphanias 6. Januar, Johannis 24. Juni, Michaelis 29. September, Weihnachten 25. Dezember, teils beweglich. Die beweglichen Feste richten sich sämtlich
 
86) Karageorgiević
 ... Alexander 23), der vom 14. Sept. 1842 bis Weihnachten 1858 Fürst von Serbien war, und Michael, der 1875 eine
 
87) Karl
 ... die Großen um sich, hier feierte er am liebsten das Weihnachtsfest (19 mal in Aachen, nur 6 mal in Gallien). Stets
 ... Herrschaft brachte endlich die Tatsache zum Ausdruck, daß ihm am Weihnachtstage (25. Dez.) 800 Leo III. in der Peterskirche zu Rom
 
88) Kinderlieder
 ... Gebiet. Luther z. B. dichtete »ein sein Kinderlied, auf die Weihnacht zu singen« (»Vom Himmel hoch, da komm' ich her« etc.);
 
89) Kirchenjahr
 ... - und Festtage. Das K. mit seinen drei Festzyklen, dem Weihnachts - , Oster - und Pfingstfestkreis, beginnt, unabhängig vom bürgerlichen
 
90) Knecht
 ... zottiger Kleidung, mit einer Rute und einem Sack versehen, vor Weihnachten den Kindern erscheint und den ungehorsamen mit Schlägen droht, den
 
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