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Jus ëundi in partes bis Jus in re (Bd. 6, Sp. 392 bis 393)
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Artikelverweis Jus ëundi in partes (lat., Itionsrecht), im frühern deutschen Reichsrecht die Befugnis der Reichsstände katholischer und evangelischer Konfession, in Religionsangelegenheiten und in allen Sachen, »sie treffen an, was sie immer wollen, darin die Katholischen eine, die Evangelischen die andre Partei konstituieren«, die Entscheidung durch Stimmenmehrheit im Reichstag abzulehnen; eingeführt durch den Westfälischen Frieden (Art. 5, § 9). Hiernach konnte in solchen Angelegenheiten eine Trennung (itio in partes) der Reichsstände in zwei konfessionelle Körperschaften (Corpus catholicorum und Corpus evangelicorum, s. d.) statt finden, deren jede getrennt abstimmte. Nur durch Vereinigung in den beiderseitigen Entschließungen konnte in solchen Sachen überhaupt ein Reichstagsbeschluß zustande kommen. Der Ausdruck itio in partes wird zuweilen auch auf die Bestimmung in Art. 7 der jetzigen deutschen Reichsverfassung angewendet, wonach bei der Beschlußfassung über eine Angelegenheit, die nach den Bestimmungen der Verfassung nicht dem ganzen Reiche gemeinschaftlich ist, die Stimmen nur derjenigen Bundesstaaten (im Bundesrat) gezählt werden, denen die Angelegenheit gemeinschaftlich ist.
 
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Jus ferĕtri (lat.), s. Meyers Bahrrecht.
 
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Jus fetĭale (lat.), der Inbegriff aller auf den auswärtigen Rechtsverkehr, insonderheit Kriegsrecht, im alten Rom bezüglichen, der Zuständigkeit der Fetialen (s. d.) unterstellten Rechtsregeln.
 
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Jus Flavĭanum (lat.), eine Sammlung von Klageformeln und ein Verzeichnis der Gerichtstage, das 450 v. Chr. ein gewisser Gnäus Flavius, Freigelassener des Zensors Appius Claudius Cäcus, dem letztern entwendet und veröffentlicht haben soll.

[Bd. 6, Sp. 393]



 
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Jus franchisĭae s. franchitĭarum (lat.), das Recht des Meyers Gesandten (s. d.) auf Unverletzlichkeit seines Hotels, bez. seiner Wohnung, auch Quartierfreiheit im engern Sinne genannt. Vgl. Jus quarteriorum.
 
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Jus gentĭum (lat., »Recht der Völker«, nicht zu verwechseln mit dem heutigen »Völkerrecht«, jus inter gentes), in der römischen Rechtssprache das in Rom neben dem jus civile (s. d.) durch Gewohnheit und Jurisprudenz geltend gewordene Recht, das die Bestimmung hatte, dem römischen Richter zur Beurteilung der Verhältnisse zu dienen, die sich aus dem Verkehr der Römer mit Fremden und der Fremden unter sich ergaben, da hierauf das jus civile unanwendbar war. Der Name erklärt sich daraus, daß die Römer die Wahrnehmung machten, es würden im wesentlichen die Sätze ihres J. bei allen Kulturvölkern anerkannt (jus quod peraeque apud omnes gentes custoditur).
 
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Jus gladĭi (lat.), das Recht über Leben und Tod.
 
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Jus honorarĭum (Jus honores gerentium, lat.), soviel wie Beamtenrecht, das durch die Edikte der altrömischen Magistrate eingeführte Recht, namentlich das prätorische Recht (s. Meyers Edikt).
 
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Jus humānum (lat.), menschliches, im Gegensatz zum göttlichen Recht (jus divinum).
 
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Jus imagĭnum, s. Imagines.
 
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Jus in re (lat.), soviel wie Meyers Dingliches Recht (s. d.).

 

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83) Jūlfest
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