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Juramentum bis Juré (Bd. 6, Sp. 388)
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Artikelverweis Juramentum (lat.), Eid; j. obedientiae, der Eid, vermöge dessen sich der katholische Geistliche gegenüber den Kirchenobern zum Gehorsam verpflichtet. j. editionis, Editionseid (s. Meyers Edition); j. in litem. Meyers Schätzungseid (s. d.); j. manifestationis, Manifestationseid (s. Meyers Offenbarungseid); j. calumniae, Kalumnieneid (s. Meyers Gefährdeeid); j. necessarium, notwendiger. j. purgatorium, Reinigungs-, j. promissorium, promissorischer Eid (s. Meyers Eid, S. 432).
 
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Jurançonwein (spr. schürangßóng-), s. Meyers Pau.
 
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Jura noscit (novit) curia (lat., »Das Gericht kennt die Rechte«), Rechtssprichwort, das besagt, daß ein Gericht die Rechtssatzungen, die in einem Prozeß anzuwenden sind, kennen müsse, und daß es daher nicht Sache der Partei sei, diese nachzuweisen; ein Grundsatz, von dem man jedoch bei ausländischem Recht und bei lokalem Gewohnheitsrecht (Statuten) eine Ausnahme zuläßt. Beides kann Gegenstand einer Beweisauflage und einer Beweisführung sein. Vgl. § 293 der Deutschen Zivilprozeßordnung.
 
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Jurāre in verba magistri (lat.), »auf des Meisters Worte schwören«, Zitat aus Horaz' »Episteln«, I, 1,14; danach in Goethes »Faust« I (Schülerszene).
 
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Juraschek, Franz von, österreich. Statistiker, geb. 25. Febr. 1849 zu Arad in Ungarn, habilitierte sich 1875 in Graz, wurde 1881 außerordentlicher Professor für Statistik und Staatsrecht in Czernowitz, 1883 in Innsbruck, 1885 daselbst ordentlicher Professor und ging 1887 unter Beibehaltung seines bisherigen Charakters als Regierungsrat der k. k. statistischen Zentralkommission nach Wien, wo er auch an der Universität Statistik, an der Kriegsschule Staats- und Völkerrecht vorträgt. Seit 1884 gibt er jährlich die Neubearbeitungen von Hübners »Geographischstatistischen Tabellen aller Länder der Erde« (Frankf. a. M.) heraus, übernahm nach Neumann-Spallarts Tod die Herausgabe von dessen »Übersichten der Weltwirtschaft« (Berl. 1890 ff., zuletzt 1905) und besorgte mit andern eine Neubearbeitung von Brachellis »Die Staaten Europas, statistische Darstellung« (als 5. Auflage, Brünn 1903 ff.). Jurascheks übrige Arbeiten liegen meist auf dem Gebiete des Staatsrechts und der Statistik Österreichs; in Buchform erschien: »Personal- und Realunion« (Berl. 1878).
 
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Jura singulōrum (lat.), Sonderrechte der einzelnen Glieder einer Körperschaft oder Vereinigung. Im alten Deutschen Reiche verstand man (Westfälisches Friedensinstrument, Art. 5, Nr. 19) darunter jene Rechte, ubi status tanquam unum corpus considerari nequeunt (wo die Reichsstände nicht als Ein Körper betrachtet werden können), d. h. jene, die der Zuständigkeit des Reiches und daher den Mehrheitsbeschlüssen des Reichstags entzogen waren. Auch das Recht des frühern Deutschen Bundes kannte den nämlichen Begriff und Ausdruck. Man hat auch für das Recht des neuen Deutschen Reiches den Ausdruck j. s. in der Wissenschaft verwertet. Im deutschen Staatsrecht versteht man unter j. 8. gegenwärtig die sogen. Meyers Reservatrechte (s. d.).
 
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Jurasystem, soviel wie Meyers Juraformation (s. d.).
 
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Jurāten (lat.), Geschworne; Juration, Beeidigung; juratorisch, eidlich.
 
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Jurburg, Stadt im russ. Gouv. Kowno, am Niemen (Memel), an der preußischen Grenze, mit einem Zollamt erster Klasse und (1897) 4250 Einw. Der Wert der Ausfuhr betrug 1900: 6,3 Mill. Rubel, der der Einfuhr nur 260,745 Rubel.
 
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Jūre (lat.), von Rechts wegen.
 
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Juré (franz., spr. schü-), Geschworner.

 

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81) Johann
 ... krönte Karl den Kahlen ungeachtet der Ansprüche der deutschen Karolinger Weihnachten 876 zum Kaiser, offenbar mit dem Anspruch, über die Kaiserkrone
 
82) Johannisfest
 ... Johannistag, Johannisnacht ), das von der abendländischen Kirche früh dem Weihnachtsfest gegenübergestellte Geburtsfest Johannis des Täufers (24. Juni), kirchlich jetzt meist
 
83) Jūlfest
 ... Julbrot etc., an das alte heidnische Fest (s. Weihnachten ). Vgl. Bilfinger , Das germanische J. (Stuttg.
 ... Gelübde abzulegen. An die Stelle des Julfestes trat später unser Weihnachtsfest; aber noch heute erinnern im skandinavischen Norden sowie im frühern
 ... die Namen verschiedener Gebräuche und Gerichte, wie der Julklapp (Weihnachtsgeschenk, das vom Geber heimlich, aber mit lautem Schall ins Haus
 
84) Jundt
 ... lebe Frankreich!, die französischen Internierten verlassen die Schweiz und der Weihnachtsbaum. Jundts Arbeiten atmen Poesie, Natürlichkeit und Humor. Auch als Karikaturenzeichner
 
85) Kalender
 ... Januar, Epiphanias 6. Januar, Johannis 24. Juni, Michaelis 29. September, Weihnachten 25. Dezember, teils beweglich. Die beweglichen Feste richten sich sämtlich
 
86) Karageorgiević
 ... Alexander 23), der vom 14. Sept. 1842 bis Weihnachten 1858 Fürst von Serbien war, und Michael, der 1875 eine
 
87) Karl
 ... die Großen um sich, hier feierte er am liebsten das Weihnachtsfest (19 mal in Aachen, nur 6 mal in Gallien). Stets
 ... Herrschaft brachte endlich die Tatsache zum Ausdruck, daß ihm am Weihnachtstage (25. Dez.) 800 Leo III. in der Peterskirche zu Rom
 
88) Kinderlieder
 ... Gebiet. Luther z. B. dichtete »ein sein Kinderlied, auf die Weihnacht zu singen« (»Vom Himmel hoch, da komm' ich her« etc.);
 
89) Kirchenjahr
 ... - und Festtage. Das K. mit seinen drei Festzyklen, dem Weihnachts - , Oster - und Pfingstfestkreis, beginnt, unabhängig vom bürgerlichen
 
90) Knecht
 ... zottiger Kleidung, mit einer Rute und einem Sack versehen, vor Weihnachten den Kindern erscheint und den ungehorsamen mit Schlägen droht, den
 
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