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Jumilla bis Jundt (Bd. 6, Sp. 365)
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Artikelverweis Jumilla (spr. chumillja), Stadt in der span. Provinz Murcia, Bezirk Yecla, am Fuße der Sierra de las Cabras, hat 2 Kirchen mit alten Gemälden, Wein- und Espartobau, Webereien und (1900) 16,446 Einw.
 
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Jümme, rechter Nebenfluß der Leda im preuß. Regbez. Aurich, heißt in seinem Oberlauf Aper Tief, fließt von O. nach W., ist 22,8 km weit schiffbar und mündet östlich von Leer.
 
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Jummoo, engl. Schreibweise für Meyers Dschamu (s. d.).
 
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Jumna, Fluß, s. Meyers Dschamna.
 
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Jumpers (engl., spr. dschömmpers, »Springer«), religiöse Sekte, s. Meyers Methodisten.
 
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Jump-seat (engl., spr. dschömp-ßīt, »Sprungsitz«), ein vierräderiger Wagen, dessen Sitz nach Bedarf für eine oder zwei Personen eingerichtet werden kann.
 
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jun., Abkürzung für junior (s. d.).
 
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Juncker, E., Pseudonym, s. Meyers Schmieden (Elise).
 
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Junction City (spr. dschöngksch'n ßitti), Hauptstadt der Grafschaft Geary des nordamerikan. Staates Kansas, am obern Kansas River, Bahnknotenpunkt, hat ein vereinsstaatliches Landamt, Getreidehandel und (1900) 4695 Einw.
 
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Juncus L. (Binse, Simse, Markbinse), Gattung der Junkazeen, gras- oder binsenähnliche Kräuter mit spiralig oder abwechselnd zweizeilig stehenden Blättern und einem aus einer kleinen seitlichen Spalte unter der Spitze des Schaftes hervorkommenden, sehr verschieden gebauten Blütenstand. Etwa 160 Arten. J. acutus L., in südlichen Gegenden, 1 m hoch, wurde zu den Zeiten des Dioskorides gegen Durchfall und als harntreibendes Mittel gebraucht. J. conglomeratus L. (Knopfbinse), in Sümpfen und Gräben, 12 m hoch, enthält ein Mark, das sich leicht ausziehen und zu Dochten und allerlei Zieraten benutzen läßt. Der kriechende, ästige Wurzelstock wurde früher arzneilich benutzt. J. effusus L. (Flatterbinse), sehr weit verbreitet, in Wäldern und Gräben, 11,25 m hoch, ist zu Flechtwerk, besonders zu Fischreusen, sowie das Mark zu Dochten geeignet.
 
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Jundt, 1) Gustav, Maler, geb. 21. Juni 1830 in Straßburg, gest. 14. Mai 1884 in Paris durch Selbstmord, begann 1848 seine Studien bei Gabriel Guérin und ging 1849 nach Paris zu Drolling. Der Salon 1856 brachte sein erstes bemerkenswertes Gemälde: das Fest im Nachbardorf. Seitdem fanden seine farbenfrischen Landschaftsbilder mit lebenswahren, nicht selten humoristischen Gestalten allgemeinen Beifall. Von seinen meist dem Elsaß entlehnten Bildern sind hervorzuheben: der Sonntagsmorgen, die Rheininseln, die Matinee des Großherzogs, die Einladung zur Hochzeit, der Erstgeborne, die Taufe, der Sonntag im Museum des Großherzogs, die Maiblume, der Philosophenweg von Monaco, die Rückkehr der Braut, Es lebe Frankreich!, die französischen Internierten verlassen die Schweiz und der Weihnachtsbaum. Jundts Arbeiten atmen Poesie, Natürlichkeit und Humor. Auch als Karikaturenzeichner war er bedeutend.
   2) Karl August, evang. Theolog, geb. 18. Juli 1848 in Straßburg i. E., gest. 17. Aug. 1890 in Paris, wurde 1872 Lehrer am protestantischen Gymnasium in Straßburg, 1883 außerordentlicher Professor für deutsche Sprache und theologische Literatur, dazu 1884 auch der Kirchengeschichte an der theologischen Fakultät in Paris. In seiner theologischen Richtung und gelehrten Tätigkeit hauptsächlich durch seinen Lehrer Karl Meyers Schmidt (s. d.) bestimmt, widmete er sich dem Studium der deutschen Mystik. Dahin gehören seine Schriften: »Essai sur le mysticisme spéculatif de Maître Eckhart« (Straßb. 1871); »Histoire du panthéisme populaire an moyen-âge et an XVI. siècle« (Par. 1875); »Les Amis de Dieu an XIV. siècle« (das. 1879); »L'Apocalypse mystique

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du moyen-âge et la Matelda de Dante« (Par. 1886); »Rulman Merswin et l'Ami de Dieu de l'Oberland« (das. 1890). Außerdem veröffentlichte er: »Argumentandi ratio, qua ad defendendam adversus gentes christianam religionem Q. F. Tertullianus usus est« (Straßb. 1875); »Die dramatischen Aufführungen im Gymnasium zu Straßburg« (das. 1881); »Les centuries de Magdebourg« (Par. 1883).

 

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81) Johann
 ... krönte Karl den Kahlen ungeachtet der Ansprüche der deutschen Karolinger Weihnachten 876 zum Kaiser, offenbar mit dem Anspruch, über die Kaiserkrone
 
82) Johannisfest
 ... Johannistag, Johannisnacht ), das von der abendländischen Kirche früh dem Weihnachtsfest gegenübergestellte Geburtsfest Johannis des Täufers (24. Juni), kirchlich jetzt meist
 
83) Jūlfest
 ... Julbrot etc., an das alte heidnische Fest (s. Weihnachten ). Vgl. Bilfinger , Das germanische J. (Stuttg.
 ... Gelübde abzulegen. An die Stelle des Julfestes trat später unser Weihnachtsfest; aber noch heute erinnern im skandinavischen Norden sowie im frühern
 ... die Namen verschiedener Gebräuche und Gerichte, wie der Julklapp (Weihnachtsgeschenk, das vom Geber heimlich, aber mit lautem Schall ins Haus
 
84) Jundt
 ... lebe Frankreich!, die französischen Internierten verlassen die Schweiz und der Weihnachtsbaum. Jundts Arbeiten atmen Poesie, Natürlichkeit und Humor. Auch als Karikaturenzeichner
 
85) Kalender
 ... Januar, Epiphanias 6. Januar, Johannis 24. Juni, Michaelis 29. September, Weihnachten 25. Dezember, teils beweglich. Die beweglichen Feste richten sich sämtlich
 
86) Karageorgiević
 ... Alexander 23), der vom 14. Sept. 1842 bis Weihnachten 1858 Fürst von Serbien war, und Michael, der 1875 eine
 
87) Karl
 ... die Großen um sich, hier feierte er am liebsten das Weihnachtsfest (19 mal in Aachen, nur 6 mal in Gallien). Stets
 ... Herrschaft brachte endlich die Tatsache zum Ausdruck, daß ihm am Weihnachtstage (25. Dez.) 800 Leo III. in der Peterskirche zu Rom
 
88) Kinderlieder
 ... Gebiet. Luther z. B. dichtete »ein sein Kinderlied, auf die Weihnacht zu singen« (»Vom Himmel hoch, da komm' ich her« etc.);
 
89) Kirchenjahr
 ... - und Festtage. Das K. mit seinen drei Festzyklen, dem Weihnachts - , Oster - und Pfingstfestkreis, beginnt, unabhängig vom bürgerlichen
 
90) Knecht
 ... zottiger Kleidung, mit einer Rute und einem Sack versehen, vor Weihnachten den Kindern erscheint und den ungehorsamen mit Schlägen droht, den
 
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