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Julĭer bis Julĭus (Bd. 6, Sp. 363 bis 364)
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Artikelverweis Julĭer, ein seit 1826 fahrbar gemachter Paß der Graubündner Alpen, 2287 m hoch, zwischen Piz Lungen, einem Vorposten in der Gruppe des Averser Weißbergs, und Piz Munteratsch, einem Vorposten der Err-Gruppe, verbindet die beiden Täler des Oberhalbstein und (Ober-) Engadin, d. h. in Verbindung mit Maloja oder Bernina den Bodensee und den Comersee. Im Sommer war der Paß als Hauptzugang zu den Kurorten St. Moriz, Samaden, Pontresina etc. vor Eröffnung der Albulabahn außerordentlich belebt (1901: 34,895 Reisende). Den Fuß der eigentlichen Paßstrecke bezeichnet einerseits Bivio (Stalla, 1776 m) im Oberhalbstein, anderseits Silvaplana (1816 m) im Engadin. Von Bivio führt ein Saumweg über den Septimer ins Bergell (s. Septimer). Auf der Paßhöhe Reste von zwei römischen Säulen; dabei Münzfunde aus der römischen Kaiserzeit. Die römische Paßstraße über den J. mündete in Sils.
 
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Julĭer, röm. Geschlecht, s. Meyers Julius.
 
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Juliflōren, Reihe der choripetalen Dikotylen im natürlichen Pflanzensystem (s. Pflanzensysteme), bisweilen auch soviel wie Meyers Amentazeen (s. d.).
 
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Julikäfer, s. Meyers Maikäfer.
 
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Julikönigtum, s. Meyers Julirevolution.
 
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Julin, Handelsplatz der Obotriten im Mittelalter, wahrscheinlich das heutige Wollin; vgl. Vineta.
 
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Julĭobōna, s. Meyers Lillebonne.
 
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Julĭopolis, antike Stadt in Bithynien, beim heutigen Nallüchan, früher Gordiu Kome genannt, zu Augustus' Zeit vom Räuber Kleon umgetauft, durch Diokletian zu Galatien geschlagen, unter Leo (886912) dessen Vater zu Ehren Basileion genannt.
 
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Julirevolution, der Aufstand, der in Paris infolge der Juliordonnanzen König Karls X., die am 26. Juli 1830 publiziert wurden, 27. Juli ausbrach und am 29. mit dem Siege der Aufständischen. dem Sturz der Bourbonen und der Errichtung des Julikönigtums (183048) endete; ihm zu Ehren wurde auf dem Bastilleplatz in Paris die Julisäule errichtet. Vgl. Frankreich, S. 887.
 
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Julische Alpen, südöstlicher Teil der Ostalpen, westlich von der Fella, nördlich vom Kanaltal und östlich von der Save begrenzt, bilden den Übergang von den südlichen Kalkalpen zum Karst und bestehen größtenteils aus Dachsteinkalk und Dolomit. Die Bergformen sind außerordentlich schroff und wild. Zum letztenmal zeigt sich hier dem Karst gegenüber der Alpencharakter, zum letztenmal treten hier die

[Bd. 6, Sp. 364]


romantischen Täler mit Wasserfällen und Seen (Veldeser, Wocheiner, Raibler See), die über den Wäldern sich erhebenden pflanzenreichen Alpenweiden, die schneegekrönten Berghäupter auf. Die höchste Erhebung bildet der Triglav (2864 m), der wichtigste Paß ist der Predil (1162 m). S. Meyers Alpen (S. 366) mit Karte.
 
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Julĭus, röm. Geschlechtsname. Die Gens Julia war ein römisches Geschlecht, das aus Albalonga stammte und seinen Ursprung von Julus, einem angeblichen Sohn oder Enkel des Äneas, herleitete. Während der ganzen Dauer der Republik finden wir die Julierin den höchsten Staatsämtern, vornehmlich in den ersten und in den letzten Jahrhunderten. Merkwürdige Mitglieder dieses Geschlechts und Männer mit diesem Geschlechtsnamen s. unter den betreffenden Familien- und Zunamen.

 

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 ... krönte Karl den Kahlen ungeachtet der Ansprüche der deutschen Karolinger Weihnachten 876 zum Kaiser, offenbar mit dem Anspruch, über die Kaiserkrone
 
82) Johannisfest
 ... Johannistag, Johannisnacht ), das von der abendländischen Kirche früh dem Weihnachtsfest gegenübergestellte Geburtsfest Johannis des Täufers (24. Juni), kirchlich jetzt meist
 
83) Jūlfest
 ... Julbrot etc., an das alte heidnische Fest (s. Weihnachten ). Vgl. Bilfinger , Das germanische J. (Stuttg.
 ... Gelübde abzulegen. An die Stelle des Julfestes trat später unser Weihnachtsfest; aber noch heute erinnern im skandinavischen Norden sowie im frühern
 ... die Namen verschiedener Gebräuche und Gerichte, wie der Julklapp (Weihnachtsgeschenk, das vom Geber heimlich, aber mit lautem Schall ins Haus
 
84) Jundt
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 ... Herrschaft brachte endlich die Tatsache zum Ausdruck, daß ihm am Weihnachtstage (25. Dez.) 800 Leo III. in der Peterskirche zu Rom
 
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90) Knecht
 ... zottiger Kleidung, mit einer Rute und einem Sack versehen, vor Weihnachten den Kindern erscheint und den ungehorsamen mit Schlägen droht, den
 
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