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Jülich bis Julĭobōna (Bd. 6, Sp. 363)
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Artikelverweis Jülich, Kreisstadt im preuß. Regbez. Aachen, an der Roer (Ruhr), Knotenpunkt der Staatsbahnlinien München-Gladbach-Stolberg, J.-Düren u. Aachen-J., 87 m ü. M., hat eine evangelische und 2 kath. Kirchen, Synagoge, Gymnasium, Unteroffizierschule (im ehemals herzoglichen Schloß), ein Museum heimischer Altertümer, Amtsgericht, Zuckerfabrik, Papier-, Kunstseide- und Lederfabrikation und (1900) 5459 meist kath. Einwohner. Die früher hier bestehenden Festungswerke wurden 1860 geschleift. J., als Juliacum zuerst im J. 357 erwähnt, war Mittelpunkt eines jülichschen Amtes, seit dem 17. Jahrh. Festung und wurde 1609 vom Erzherzog Leopold, 1610 von den Holländern unter Moritz von Oranien, 1622 von den Spaniern erobert. 1794 nahmen es die Franzosen; 1814 ward es blockiert, aber bis zum Pariser Frieden von den Franzosen behauptet. Vgl. Kuhl, Geschichte der Stadt J. (Jülich 189197, 4 Tle.); Franck-Oberaspach und Renard, Die Kunstdenkmäler des Kreises J. (Düsseld. 1903).
 
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Jülicher, Adolf, protest. Theolog, geb. 26. Jan. 1857 in Falkenberg bei Berlin, wurde 1882 Prediger in Rummelsburg, habilitierte sich 1887 in Berlin als Privatdozent und wurde 1888 in Marburg außerordentlicher, 1889 ordentlicher Professor. Er schrieb: »Die Quellen von Exodus 17« (Berl. 1880); »Die Gleichnisreden Jesu« (2. Aufl., Freiburg 1899, 2 Bde.); »Einleitung in das Neue Testament« (das. 1894; 3. u. 4. Aufl., das. 1901); »Moderne Meinungsverschiedenheiten über Methode, Aufgaben und Ziele der Kirchengeschichte« (Marb. 1901).
 
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Julien (spr. schüliäng), Stanislas Aignan, berühmter franz. Sinolog, geb. 19. Sept. 1799 in Orléans, gest. 14. Febr. 1873 in Paris, widmete sich zuerst dem Griechischen und wurde 1821 Hilfsprofessor am Collège de France. Später wendete er sich dem Chinesischen zu und erhielt 1832 den Lehrstuhl Abel Rémusats am Collège de France, 1833 erfolgte seine Aufnahme in die Akademie der Inschriften. 1839 zum Konservator der königlichen Bibliothek ernannt, übernahm er die Aussicht über deren ostasiatische Bücherschätze; seit Oktober 1854 stand er an der Spitze des Collège Impérial de France. Einer der besten Kenner des Chinesischen, die es gegeben hat, ist er durch seine zahlreichen Arbeiten (Textausgaben, Übersetzungen, grammatische Abhandlungen) bahnbrechend für die Kenntnis der chinesischen Sprache, Literatur und Kultur geworden. Es seien davon erwähnt: »Mengtseu« (chines. u. lat., Par. 1824, 2 Bde.); »Hoei-lanki« (»Der Kreidekreis«, Drama, 1832); »Blanche et Bleue« (1834, Roman); »Les deux cousines« (desgl., 1863, 2 Bde.); »Si-siang-ki« (chines. u. franz., Genf 187282, Drama); »Tao-teh-king. Le livre do la voie et de la vertu« (chines. u. franz., 1841); »Histoire de la vie d'Hiouen-Tsang et de ses voyages« (1851) und die Übersetzung des Reisewerks Hiuen-Tsangs: »Mémoires sur les contrées occidentales« (185758, 2 Bde.); »Syntaxe nouvelle de la langue chinoise« (186970, 2 Bde.).
 
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Julĭenne (franz., spr. schü-), kleine, seine Streifen verschiedener Eßwaren, besonders getrockneter Gemüse. Daher Juliennesuppe (potage á la julienne), französische Suppe: Fleischsuppe mit klein geschnittenem Gemüse.
 
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Julĭer, ein seit 1826 fahrbar gemachter Paß der Graubündner Alpen, 2287 m hoch, zwischen Piz Lungen, einem Vorposten in der Gruppe des Averser Weißbergs, und Piz Munteratsch, einem Vorposten der Err-Gruppe, verbindet die beiden Täler des Oberhalbstein und (Ober-) Engadin, d. h. in Verbindung mit Maloja oder Bernina den Bodensee und den Comersee. Im Sommer war der Paß als Hauptzugang zu den Kurorten St. Moriz, Samaden, Pontresina etc. vor Eröffnung der Albulabahn außerordentlich belebt (1901: 34,895 Reisende). Den Fuß der eigentlichen Paßstrecke bezeichnet einerseits Bivio (Stalla, 1776 m) im Oberhalbstein, anderseits Silvaplana (1816 m) im Engadin. Von Bivio führt ein Saumweg über den Septimer ins Bergell (s. Septimer). Auf der Paßhöhe Reste von zwei römischen Säulen; dabei Münzfunde aus der römischen Kaiserzeit. Die römische Paßstraße über den J. mündete in Sils.
 
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Julĭer, röm. Geschlecht, s. Meyers Julius.
 
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Juliflōren, Reihe der choripetalen Dikotylen im natürlichen Pflanzensystem (s. Pflanzensysteme), bisweilen auch soviel wie Meyers Amentazeen (s. d.).
 
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Julikäfer, s. Meyers Maikäfer.
 
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Julikönigtum, s. Meyers Julirevolution.
 
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Julin, Handelsplatz der Obotriten im Mittelalter, wahrscheinlich das heutige Wollin; vgl. Vineta.
 
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Julĭobōna, s. Meyers Lillebonne.

 

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81) Johann
 ... krönte Karl den Kahlen ungeachtet der Ansprüche der deutschen Karolinger Weihnachten 876 zum Kaiser, offenbar mit dem Anspruch, über die Kaiserkrone
 
82) Johannisfest
 ... Johannistag, Johannisnacht ), das von der abendländischen Kirche früh dem Weihnachtsfest gegenübergestellte Geburtsfest Johannis des Täufers (24. Juni), kirchlich jetzt meist
 
83) Jūlfest
 ... Julbrot etc., an das alte heidnische Fest (s. Weihnachten ). Vgl. Bilfinger , Das germanische J. (Stuttg.
 ... Gelübde abzulegen. An die Stelle des Julfestes trat später unser Weihnachtsfest; aber noch heute erinnern im skandinavischen Norden sowie im frühern
 ... die Namen verschiedener Gebräuche und Gerichte, wie der Julklapp (Weihnachtsgeschenk, das vom Geber heimlich, aber mit lautem Schall ins Haus
 
84) Jundt
 ... lebe Frankreich!, die französischen Internierten verlassen die Schweiz und der Weihnachtsbaum. Jundts Arbeiten atmen Poesie, Natürlichkeit und Humor. Auch als Karikaturenzeichner
 
85) Kalender
 ... Januar, Epiphanias 6. Januar, Johannis 24. Juni, Michaelis 29. September, Weihnachten 25. Dezember, teils beweglich. Die beweglichen Feste richten sich sämtlich
 
86) Karageorgiević
 ... Alexander 23), der vom 14. Sept. 1842 bis Weihnachten 1858 Fürst von Serbien war, und Michael, der 1875 eine
 
87) Karl
 ... die Großen um sich, hier feierte er am liebsten das Weihnachtsfest (19 mal in Aachen, nur 6 mal in Gallien). Stets
 ... Herrschaft brachte endlich die Tatsache zum Ausdruck, daß ihm am Weihnachtstage (25. Dez.) 800 Leo III. in der Peterskirche zu Rom
 
88) Kinderlieder
 ... Gebiet. Luther z. B. dichtete »ein sein Kinderlied, auf die Weihnacht zu singen« (»Vom Himmel hoch, da komm' ich her« etc.);
 
89) Kirchenjahr
 ... - und Festtage. Das K. mit seinen drei Festzyklen, dem Weihnachts - , Oster - und Pfingstfestkreis, beginnt, unabhängig vom bürgerlichen
 
90) Knecht
 ... zottiger Kleidung, mit einer Rute und einem Sack versehen, vor Weihnachten den Kindern erscheint und den ungehorsamen mit Schlägen droht, den
 
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