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Julianischer Kalender bis Julĭenne (Bd. 6, Sp. 361 bis 363)
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Artikelverweis Julianischer Kalender, s. Meyers Kalender.
 
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Julianisches Jahr, das von Julius Cäsar 46 v. Chr. eingeführte bürgerliche Jahr von durchschnittlich 3651/4 Tagen (vgl. Kalender).
 
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Julianisten, s. Meyers Monophysiten.
 
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Juliānus, 1) Flavius Claudius, mit dem Beinamen Apostata (»der Abtrünnige«, wegen seines Abfalles vom Christentum), römischer Kaiser 361363, geb. 331 n. Chr., Sohn des Julius Constantius, Bruders Konstantins d. Gr. Nachdem er und sein älterer Bruder, Gallus, allein von den Verwandten des kaiserlichen Hauses der Grausamkeit der Söhne Konstantins d. Gr. entgangen waren (337), wurde er von dem Eunuchen Mardonios in die klassischen Studien eingeführt und hat die Begeisterung für sie in allen Wechselfällen seines Lebens festgehalten, auch als er nach der Ermordung seines Bruders (354) den gefährlichsten Verfolgungen ausgesetzt war. Seine Feldherrntüchtigkeit bewährte er am Rhein, wohin ihn Constantius, durch die dortigen Unruhen und die Fürsprache seiner Gemahlin Eusebia bestimmt, als Cäsar und als Oberbefehlshaber der dortigen Legionen schickte (Ende 355). Durch die große Einfachheit seines Lebens, durch Teilnahme an allen Strapazen sowie durch liebevolle Fürsorge für das Wohl der Soldaten und durch Milde in kurzem bei dem Heer und bei den Landesbewohnern ebenso beliebt, wie durch seinen sittlichen Ernst, seine Gerechtigkeit und strenge Disziplin geachtet und bei den Feinden durch Mut und Feldherrngeschicklichkeit gefürchtet, schlug er die Alemannen in der berühmten Schlacht bei Straßburg (357) und drang dreimal über den Rhein in ihr Gebiet vor. Die Forderung des Kaisers (im Winter 36 0/361), ihm zu einem Krieg mit den Persern einen Teil seiner Truppen abzutreten, und die Weigerung seiner Soldaten, dem Befehl Folge zu leisten, führte den Bruch mit Constantius herbei; doch kam es nicht zu einer Entscheidung mit den Waffen; denn Constantius starb auf dem Marsche gegen ihn in Kilikien, und nun wurde der schon vorher von seinem Heer zur Annahme des Augustustitels gezwungene J. allgemein als Kaiser anerkannt. Mit dem von dem Jubel der Bevölkerung begrüßten Einzug in Konstantinopel 11. Dez. 361 beginnt seine kurze, aber in mehrfacher Beziehung merkwürdige Regierung. Die von den christlichen Kaisern verübten Verbrechen, die Streitigkeiten innerhalb der christlichen Kirche und das eigne eifrige Studium der griechischen Philosophie, insbes. der neuplatonischen, hatten zusammengewirkt, um ihn gegen das Christentum feindselig zu stimmen. Sein Hauptbestreben war daher während seiner ganzen Regierung darauf gerichtet, das Heidentum wiederherzustellen; er meinte, daß damit auch die Größe und der Ruhm des römischen Reiches zurückkehren würden. Er enthielt sich zwar aller blutigen Verfolgungen, aber er entzog den Christen, die sich dafür nachträglich durch eine sehr ungünstige Beurteilung seiner Regierung gerächt haben, die ihnen von den frühern Kaisern gewährten Vorzüge und Vorteile, förderte den Bau heidnischer Tempel und die Ausübung des heidnischen Kultus, verbot das Lesen der Klassiker in den Schulen der Christen und traf auch sonst zahlreiche Anstalten, um das Christentum in der öffentlichen Meinung herabzusetzen, ein völlig fruchtloses Beginnen, da es nicht möglich war, das abgestorbene Heidentum wieder ins Leben zu rufen; auch konnte es dabei, bei aller sonstigen Gerechtigkeit und wohlwollenden Tätigkeit, nicht an Härten und Grausamkeiten fehlen. Auch nach außen suchte er mit einem vielleicht zu weit gehenden Ehrgeiz seine Regierung zu einer ruhmreichen und glänzenden zu machen. Er unternahm daher, nachdem er den Winter 36 2/363 in Antiochia zugebracht, im Frühjahr 363 einen Feldzug gegen den Perserkönig Sapor, den damals gefährlichsten Feind der Römer, gegen den Constantius lange Zeit mit zweifelhaftem Glücke gekämpft hatte. Er lieferte demselben mehrere siegreiche Schlachten, drang bis über den Tigris vor, ließ sich aber dann durch sein Ungestüm verleiten, den Feind in das Innere des Landes zu verfolgen, wurde durch Mangel an Lebensmitteln zur Umkehr genötigt und starb 26. Juni d. J. an einer im Gefecht empfangenen Wunde, der christlichen Legende nach mit den Worten: »Du hast gesiegt, Galiläer!« Sein Privatleben war einfach und durchaus vorwurfsfrei. Die Zeit, die ihm von seinen Regierungsgeschäften übrigblieb, verwandte er, als echter Hellene ebenso stolz auf seine rhetorische und philosophische Bildung wie auf seine hohe staatliche Stellung, auf das Studium und auf Schriftstellerei. Wir besitzen von ihm noch 8 (epideiktische) Reden, 2 satirische Schriften, nämlich eine witzige Schilderung der römischen Kaiser (Caesares) und eine Verteidigung gegen die Spötteleien der Antiochener über seinen Philosophenbart (»Misopogon«), ferner außer drei umfangreichern Sendschreiben 79 Briefe und 5 Epigramme, alles in griechischer Sprache. Eine von ihm verfaßte Schrift gegen die Christen ist verloren gegangen und nur noch in einzelnen Stellen erhalten, die Cyrillus, Bischof von Jerusalem, in einer Gegenschrift mitteilt. Verwertet ist J. dramatisch schon Ende des 15. Jahrh. in dem italienischen Märtyrerstück »San Giovanni e Paolo«, dann namentlich von Ibsen (»Kaiser und Galiläer«, 1873), in einem Roman (»I. Apostata«) des Russen D. J. Mereschkowski (deutsch, Leipz. 1902). Die erhaltenen Werke J.' sind zuerst in der nicht vollständigen Pariser Ausgabe von 1583 gedruckt, dann herausgegeben mit Text, Kommentar und lateinischer Übersetzung von Spanhemius (Leipz. 1696), am vollständigsten von Hertlein (das. 187576, 2 Bde.); dazu »Juliani imperatoris librorum contra Christianos quae supersunt« (hrsg. von Neumann, das. 1880, zugleich deutsch). Vgl. Neander, Über den Kaiser J. und sein Zeitalter (Hamb. 1812; 2. Aufl., Gotha 1867); D. F. Strauß, Der Romantiker auf dem Throne der Cäsaren, oder J. der Abtrünnige (3. Aufl., Bonn 1896); Semisch, Julian der Abtrünnige (Bresl. 1862); Mücke, Flavius Claudius J. (Gotha 186769, 2 Tle.); Sievers, Studien zur Geschichte der römischen Kaiser (Berl. 1870); Rendall, The emperor Julian (Lond. 1879); W. Koch, Julian der Abtrünnige (Leipz. 1892); E.

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Müller, Kaiser Flavius Claudius J. (Hannov. 1901, mit Auswahl seiner Schriften); G. Negri, L'imperatore Giuliano l'Apostata (2. Aufl., Mail. 1902); Allard, Julien l'Apostat (Par. 190003, 3 Bde.).
   2) Marcus Didius Salvius, röm. Kaiser, s. Didius.
   3) Salvius, einer der bedeutendsten röm. Juristen, Schüler des Iavolenus, Vorsteher der Schule der Sabinianer, lebte unter Hadrian. Dieser ließ durch ihn das sogen. Edictum perpetuum abfassen, d. h. die ursprünglich nur für die Amtsdauer erlassenen, dann aber traditionell gewordenen Satzungen (edicta) der einzelnen rechtsprechenden Magistrate revidieren, redigieren und zu einem systematischen Ganzen zusammenstellen, das nun durch Senatsbeschluß unabänderliche Geltung erhielt. Unter J.' Privatarbeiten nehmen die in Justinians Pandekten stark exzerpierten »Digesta« die wichtigste Stelle ein, zu denen Marcellus, Scävola und Paulus Noten schrieben. Vgl. Buhl, Salvius J. (1. Teil, Heidelb. 1886).
 
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Juliapāu (spr. chu-), Departement im mittelamerikan. Staat Guatemala, an der Grenze von Salvador, mit (1835) 42,811 Einw. Die gleichnamige Hauptstadt hat 1287 Einw.
 
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Julĭas, Stadt, s. Meyers Bethsaida.
 
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Jülich, vormaliges Herzogtum in der preuß. Rheinprovinz, auf dem linken Rheinufer, 4130 qkm (75 QM.) groß mit ca. 400,000 Einw. (s. die Geschichtskarten von Deutschland und von Bayern), im frühen Mittelalter als Pagus Juliacensis bezeichnet, stand in der ersten Hälfte des 11. Jahrh. unter einem Grafen Gerhard. Seit dem 12. Jahrh. kam das Geschlecht zum erblichen Besitz der Grafschaft und infolge des Verfalls des Herzogtums Niederlothringen, dem es untergeben war, zur Reichsunmittelbarkeit. Wilhelm V., vom Kaiser Ludwig 1336 in seiner Reichsstandschaft bestätigt, ward zum erblichen Markgrafen, vom Kaiser Karl IV. 1356 zum Herzog ernannt. Von seinen Söhnen erheiratete der eine, Gerhard, die Grafschaft Berg, der andre, Wilhelm VI., der dem Vater 1362 in J. nachfolgte, die Grafschaft Geldern. Nach Rainalds IV. Tod (1423) ward Adolf IX., Herzog von Berg, auch Herzog von J., und sein Enkel Wilhelm VIII. (III. in Berg), der letzte männliche Sprößling dieses Fürstenhauses, setzte seine Tochter Marie, die an den Sohn des Herzogs von Kleve, Johann den Friedfertigen, verheiratet war, zur Erbin seiner Länder ein, obgleich der Kaiser Friedrich III. 1485 die Nachfolge in J. und Berg dem Herzog Albrecht von Sachsen versprochen und Kaiser Maximilian 1495 dies Versprechen erneuert hatte. Nach Wilhelms Tod (1511) folgte daher Johann der Friedfertige, sein Schwiegersohn, ungeachtet des Einspruchs Sachsens. Der Kaiser belehnte Johann, doch wurden Sachsens Ansprüche gewahrt. Als Johann 1521 auch als Herzog von Kleve zur Regierung gelangt war, wurden J. und Berg mit Kleve vereinigt.
   Nach dem Aussterben dieses Fürstenhauses mit dem Herzog Johann Wilhelm (25. März 1609) machten mehrere Fürsten auf seine Hinterlassenschaft Ansprüche, und der daraus folgende Streit ist unter dem Namen des Jülich-klevischen Erbfolgestreites bekannt. Das Haus Sachsen gründete seine Ansprüche auf das erwähnte kaiserliche Versprechen. Hiergegen erhoben sich nun die weiblichen Erben, die Karl V. 1546 als erbberechtigt erklärt hatte, drei Schwestern des Herzogs Johann Wilhelm und deren Nachkommen. Die älteste von diesen, Marie Eleonore, hatte aus ihrer Ehe mit dem blödsinnigen Herzog von Preußen, Albert Friedrich von Brandenburg, eine Tochter, Anna, die, an den Kurfürsten Johann Siegmund von Brandenburg verheiratet, sich nach dem Heiratsvertrag ihrer Mutter von 1573 als Erbin betrachtete. Die zwei andern Schwestern des Herzogs waren Anna, mit dem Pfalzgrafen Philipp Ludwig von Pfalz-Neuburg, und Magdalena, mit dem Herzog Johann I. von Pfalz-Zweibrücken vermählt. Diese Erben, einmütig wider Sachsen, machten sich die Erbschaft untereinander streitig. Sofort nach dem Tode Johann Wilhelms besetzten Brandenburg und Pfalz-Neuburg das Land, aber im Einverständnis mit Sachsen verlangte der Kaiser zunächst, J., Kleve und Berg zu sequestrieren, und ließ sogleich den Erzherzog Leopold mit kaiserlichen, den Erzherzog Albrecht mit spanischen Truppen aus den Niederlanden in die Herzogtümer einrücken. Ersterer besetzte im Mai 1609 J., Brandenburg und Pfalz-Neuburg aber verbanden sich 10. Juni 1609 durch den Rezeß von Dortmund zu gemeinschaftlicher Verteidigung ihres Rechts. Die protestantische Union und Heinrich IV. von Frankreich versprachen, um eine Festsetzung des Hauses Habsburg am Niederrhein zu verhindern, ihre Hilfe, aber der plötzliche Tod Heinrichs IV. (14. Mai) und des Hauptes der Union, des Kurfürsten Friedrich IV. (9. Sept.), verhinderte den Ausbruch eines großen Krieges. Der Kaiser erteilte Sachsen die Belehnung, doch blieben Brandenburg und Neuburg im faktischen Besitz der Lande. Um dem Erbstreit zwischen diesen ein Ende zu machen, wollte Philipp Ludwigs Sohn Wolfgang Wilhelm von Pfalz-Neuburg durch eine Vermählung mit Johann Siegmunds Tochter die brandenburgischen Ansprüche mit den pfälzischen vereinigen, aber der Kurfürst wies diese Lösung zurück. Wolfgang Wilhelm vermählte sich mit einer Tochter der Hauptes der Liga, des Herzogs Maximilian von Bayern, und wurde 1613 katholisch, während Johann Siegmund zur reformierten Kirche übertrat. Spanische und holländische Truppen rückten ins Land, jene für die Pfalz, diese für Brandenburg, doch führte die Scheu vor einem allgemeinen Krieg 12. Nov. 1614 zu dem Vertrag von Xanlen über eine geteilte Verwaltung mit Vorbehalt des Kondominats. Der Pfalzgraf erhielt J. und Berg, der Kurfürst Kleve, Mark, Ravensberg und Ravenstein. Doch blieben die fremden Truppen im Lande, und der Vertrag wurde nie vollständig ausgeführt. Die Holländer hielten die klevischen Festungen bis 1672 besetzt. Erst 9. Sept. 1666 schloß der Große Kurfürst Friedrich Wilhelm von Brandenburg mit dem Pfalzgrafen Philipp Wilhelm einen definitiven Teilungsvertrag auf Grund des Status quo, wonach ersterer Kleve und die Grafschaften Mark und Ravensberg, der Pfalzgraf J. und Berg behalten und nach dem Aussterben des Mannesstammes der einen Linie die andre erben sollte.
   Dieser letztern Bestimmung wegen spielte die jülichsche Erbfolgefrage noch einmal im 18. Jahrh. eine Rolle, als die Linie Pfalz-Neuburg dem Aussterben nahe war und Preußen sich wenigstens die Nachfolge in Berg durch die VerträgeFriedrich Wilhelms I. mit Karl VI. zu Wusterhausen (1726) und Berlin (1728) sichern wollte. Österreich erkannte dieses gegen die Garantie der Pragmatischen Sanktion an, versprach aber gleichwohl in einem geheimen Vertrag 1738 der Linie Pfalz-Sulzbach die Erbfolge in beiden Herzogtümern. Als Friedrich II. Schlesien gewann, verzichtete er auf seine Ansprüche, und J. fiel daher 1742

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an die pfalz-sulzbachische Linie, die später zu der Kurpfalz auch die bayrischen Lande erhielt. So blieb das Herzogtum J. im Besitz der Kurfürsten von Pfalz-Bayern, bis der Lüneviller Friede 1801 es an Frankreich gab, das J. schon seit 1794 besetzt hielt. Durch den Wiener Kongreß erhielt Preußen 1814 das Herzogtum, mit Ausnahme einiger Parzellen, die zu der niederländischen Provinz Limburg kamen. Es bildete mit den andern nördlichen Teilen der preußischen Besitzungen auf dem linken und rechten Rheinufer die Provinz J.-Kleve-Berg, die später zur preußischen Rheinprovinz geschlagen wurde. Jetzt bildet der Hauptkern des alten Herzogtums, 318 qkm (54/5 QM.) mit (1890) 41,357 Einw., einen Kreis des preußischen Regbez. Aachen. Vgl. Knapp, Regenten- und Volksgeschichte der Länder Kleve, Mark, J., Berg und Ravensberg bis 1815 (Elberf. u. Krefeld 183136, 3 Bde.); v. Below, Die landständische Verfassung in J. und Berg bis 1511 (Düsseld. 188591, 3 Tle.) und Landtagsakten von J.-Berg 14001610 (Bd. 1, das. 1895); Koch, Die Reformation im Herzogtum J. (Frankf. 188388,2 Hefte); Ritter, Sachsen und der Jülicher Erbfolgestreit (Münch. 1873) und Der Jülicher Erbfolgekrieg 1610 und 1611 (das. 1877); Müller, Der Jülich-klevische Erbfolgestreit im Jahre 1614 (Dissert., das. 1900).
 
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Jülich, Kreisstadt im preuß. Regbez. Aachen, an der Roer (Ruhr), Knotenpunkt der Staatsbahnlinien München-Gladbach-Stolberg, J.-Düren u. Aachen-J., 87 m ü. M., hat eine evangelische und 2 kath. Kirchen, Synagoge, Gymnasium, Unteroffizierschule (im ehemals herzoglichen Schloß), ein Museum heimischer Altertümer, Amtsgericht, Zuckerfabrik, Papier-, Kunstseide- und Lederfabrikation und (1900) 5459 meist kath. Einwohner. Die früher hier bestehenden Festungswerke wurden 1860 geschleift. J., als Juliacum zuerst im J. 357 erwähnt, war Mittelpunkt eines jülichschen Amtes, seit dem 17. Jahrh. Festung und wurde 1609 vom Erzherzog Leopold, 1610 von den Holländern unter Moritz von Oranien, 1622 von den Spaniern erobert. 1794 nahmen es die Franzosen; 1814 ward es blockiert, aber bis zum Pariser Frieden von den Franzosen behauptet. Vgl. Kuhl, Geschichte der Stadt J. (Jülich 189197, 4 Tle.); Franck-Oberaspach und Renard, Die Kunstdenkmäler des Kreises J. (Düsseld. 1903).
 
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Jülicher, Adolf, protest. Theolog, geb. 26. Jan. 1857 in Falkenberg bei Berlin, wurde 1882 Prediger in Rummelsburg, habilitierte sich 1887 in Berlin als Privatdozent und wurde 1888 in Marburg außerordentlicher, 1889 ordentlicher Professor. Er schrieb: »Die Quellen von Exodus 17« (Berl. 1880); »Die Gleichnisreden Jesu« (2. Aufl., Freiburg 1899, 2 Bde.); »Einleitung in das Neue Testament« (das. 1894; 3. u. 4. Aufl., das. 1901); »Moderne Meinungsverschiedenheiten über Methode, Aufgaben und Ziele der Kirchengeschichte« (Marb. 1901).
 
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Julien (spr. schüliäng), Stanislas Aignan, berühmter franz. Sinolog, geb. 19. Sept. 1799 in Orléans, gest. 14. Febr. 1873 in Paris, widmete sich zuerst dem Griechischen und wurde 1821 Hilfsprofessor am Collège de France. Später wendete er sich dem Chinesischen zu und erhielt 1832 den Lehrstuhl Abel Rémusats am Collège de France, 1833 erfolgte seine Aufnahme in die Akademie der Inschriften. 1839 zum Konservator der königlichen Bibliothek ernannt, übernahm er die Aussicht über deren ostasiatische Bücherschätze; seit Oktober 1854 stand er an der Spitze des Collège Impérial de France. Einer der besten Kenner des Chinesischen, die es gegeben hat, ist er durch seine zahlreichen Arbeiten (Textausgaben, Übersetzungen, grammatische Abhandlungen) bahnbrechend für die Kenntnis der chinesischen Sprache, Literatur und Kultur geworden. Es seien davon erwähnt: »Mengtseu« (chines. u. lat., Par. 1824, 2 Bde.); »Hoei-lanki« (»Der Kreidekreis«, Drama, 1832); »Blanche et Bleue« (1834, Roman); »Les deux cousines« (desgl., 1863, 2 Bde.); »Si-siang-ki« (chines. u. franz., Genf 187282, Drama); »Tao-teh-king. Le livre do la voie et de la vertu« (chines. u. franz., 1841); »Histoire de la vie d'Hiouen-Tsang et de ses voyages« (1851) und die Übersetzung des Reisewerks Hiuen-Tsangs: »Mémoires sur les contrées occidentales« (185758, 2 Bde.); »Syntaxe nouvelle de la langue chinoise« (186970, 2 Bde.).
 
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Julĭenne (franz., spr. schü-), kleine, seine Streifen verschiedener Eßwaren, besonders getrockneter Gemüse. Daher Juliennesuppe (potage á la julienne), französische Suppe: Fleischsuppe mit klein geschnittenem Gemüse.

 

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81) Johann
 ... krönte Karl den Kahlen ungeachtet der Ansprüche der deutschen Karolinger Weihnachten 876 zum Kaiser, offenbar mit dem Anspruch, über die Kaiserkrone
 
82) Johannisfest
 ... Johannistag, Johannisnacht ), das von der abendländischen Kirche früh dem Weihnachtsfest gegenübergestellte Geburtsfest Johannis des Täufers (24. Juni), kirchlich jetzt meist
 
83) Jūlfest
 ... Julbrot etc., an das alte heidnische Fest (s. Weihnachten ). Vgl. Bilfinger , Das germanische J. (Stuttg.
 ... Gelübde abzulegen. An die Stelle des Julfestes trat später unser Weihnachtsfest; aber noch heute erinnern im skandinavischen Norden sowie im frühern
 ... die Namen verschiedener Gebräuche und Gerichte, wie der Julklapp (Weihnachtsgeschenk, das vom Geber heimlich, aber mit lautem Schall ins Haus
 
84) Jundt
 ... lebe Frankreich!, die französischen Internierten verlassen die Schweiz und der Weihnachtsbaum. Jundts Arbeiten atmen Poesie, Natürlichkeit und Humor. Auch als Karikaturenzeichner
 
85) Kalender
 ... Januar, Epiphanias 6. Januar, Johannis 24. Juni, Michaelis 29. September, Weihnachten 25. Dezember, teils beweglich. Die beweglichen Feste richten sich sämtlich
 
86) Karageorgiević
 ... Alexander 23), der vom 14. Sept. 1842 bis Weihnachten 1858 Fürst von Serbien war, und Michael, der 1875 eine
 
87) Karl
 ... die Großen um sich, hier feierte er am liebsten das Weihnachtsfest (19 mal in Aachen, nur 6 mal in Gallien). Stets
 ... Herrschaft brachte endlich die Tatsache zum Ausdruck, daß ihm am Weihnachtstage (25. Dez.) 800 Leo III. in der Peterskirche zu Rom
 
88) Kinderlieder
 ... Gebiet. Luther z. B. dichtete »ein sein Kinderlied, auf die Weihnacht zu singen« (»Vom Himmel hoch, da komm' ich her« etc.);
 
89) Kirchenjahr
 ... - und Festtage. Das K. mit seinen drei Festzyklen, dem Weihnachts - , Oster - und Pfingstfestkreis, beginnt, unabhängig vom bürgerlichen
 
90) Knecht
 ... zottiger Kleidung, mit einer Rute und einem Sack versehen, vor Weihnachten den Kindern erscheint und den ungehorsamen mit Schlägen droht, den
 
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