Wörterbuchnetz
Meyers Großes Konversationslexikon Bibliographische AngabenLogo textgrid zeno bmbf · Logo textgrid zeno bmbf · Logo textgrid zeno bmbf
 
Judendeutsch bis Judenkopfgroschen (Bd. 6, Sp. 341 bis 342)
Abschnitt zurück Abschnitt vor
Artikelverweis Judendeutsch, s. Meyers Jüdisch-deutscher Dialekt.
 
Artikelverweis 
Judendorn, s. Meyers Zizyphus.
 
Artikelverweis 
Judeneid, der seit dem Mittelalter in den oft- und westeuropäischen Staaten aus Haß und Mißtrauen von den Behörden vorgeschriebene, unter einem eigenartigen Zeremoniell und nach einem Verwünschungen und Flüche androhenden Formular vor Gericht zu leistende Schwur der Israeliten. Das älteste Formular des Eides more judaico in deutscher Sprache ist von Erzbischof Konrad von Mainz (1160 bis 1200) ausgearbeitet. Einfach gegen spätere Formulare, besonders gegen das der Reichskammergerichts-Ordnung, fand es viele Verbreitung. Erst die zunehmende Zivilisation nahm dem J. das Schimpfliche. In Deutschland ist er mit Einführung der Verfassung des Norddeutschen Bundes (1869) gänzlich beseitigt. Vgl. Frankel, Die Eidesleistung der Juden in theologischer und historischer Beziehung (Dresd. 1847); Stobbe, Die Juden in Deutschland während des Mittelalters, S. 153 ff. (Braunschw. 1866); Scherer, Die Rechtsverhältnisse der Juden in den deutsch-österreichischen Ländern, S. 293299 (Leipz. 1901); Steinschneider in der »Zeitschrift für hebräische Bibliographie«, Bd. 1 (Berl. 1896/97).
 
Artikelverweis 
Judenfolĭe, Stanniol für sogen. Judenspiegel.
 
Artikelverweis 
Judengasse, s. Meyers Getto.
 
Artikelverweis 
Judengenossen, s. Meyers Proselyt.
 
Artikelverweis 
Judengold, s. Zinnsulfide.
 
Artikelverweis 
Judenhut, der im Mittelalter vom 12. Jahrh. an den Juden von den Obrigkeiten vorgeschriebene spitze Hut, orangegelb mit weißem Rand oder weiß mit gelbem Rand, auch bisweilen hornartig gekrümmt. (S. Abbildung.)

[Bd. 6, Sp. 342]



 
Artikelverweis 
Judenhütlein, s. Impatiens.
 
Artikelverweis 
Judenkirsche, s. Physalis.
 
Artikelverweis 
Judenkopfgroschen, meißnische und sächsische Groschen vom Ende des 14. bis Anfang des 16. Jahrh., geprägt mit dem Helmkleinod des meißnischen Wappenschildes, einem bärtigen Kopf mit spitzem Hut und Pfauenwedel.

 

Eingabe
Wörterbuchtext:
Stichwort:
 
  

 

Artikel 81 bis 90 von 183 Nächste Treffer Vorherige Treffer
81) Johann
 ... krönte Karl den Kahlen ungeachtet der Ansprüche der deutschen Karolinger Weihnachten 876 zum Kaiser, offenbar mit dem Anspruch, über die Kaiserkrone
 
82) Johannisfest
 ... Johannistag, Johannisnacht ), das von der abendländischen Kirche früh dem Weihnachtsfest gegenübergestellte Geburtsfest Johannis des Täufers (24. Juni), kirchlich jetzt meist
 
83) Jūlfest
 ... Julbrot etc., an das alte heidnische Fest (s. Weihnachten ). Vgl. Bilfinger , Das germanische J. (Stuttg.
 ... Gelübde abzulegen. An die Stelle des Julfestes trat später unser Weihnachtsfest; aber noch heute erinnern im skandinavischen Norden sowie im frühern
 ... die Namen verschiedener Gebräuche und Gerichte, wie der Julklapp (Weihnachtsgeschenk, das vom Geber heimlich, aber mit lautem Schall ins Haus
 
84) Jundt
 ... lebe Frankreich!, die französischen Internierten verlassen die Schweiz und der Weihnachtsbaum. Jundts Arbeiten atmen Poesie, Natürlichkeit und Humor. Auch als Karikaturenzeichner
 
85) Kalender
 ... Januar, Epiphanias 6. Januar, Johannis 24. Juni, Michaelis 29. September, Weihnachten 25. Dezember, teils beweglich. Die beweglichen Feste richten sich sämtlich
 
86) Karageorgiević
 ... Alexander 23), der vom 14. Sept. 1842 bis Weihnachten 1858 Fürst von Serbien war, und Michael, der 1875 eine
 
87) Karl
 ... die Großen um sich, hier feierte er am liebsten das Weihnachtsfest (19 mal in Aachen, nur 6 mal in Gallien). Stets
 ... Herrschaft brachte endlich die Tatsache zum Ausdruck, daß ihm am Weihnachtstage (25. Dez.) 800 Leo III. in der Peterskirche zu Rom
 
88) Kinderlieder
 ... Gebiet. Luther z. B. dichtete »ein sein Kinderlied, auf die Weihnacht zu singen« (»Vom Himmel hoch, da komm' ich her« etc.);
 
89) Kirchenjahr
 ... - und Festtage. Das K. mit seinen drei Festzyklen, dem Weihnachts - , Oster - und Pfingstfestkreis, beginnt, unabhängig vom bürgerlichen
 
90) Knecht
 ... zottiger Kleidung, mit einer Rute und einem Sack versehen, vor Weihnachten den Kindern erscheint und den ungehorsamen mit Schlägen droht, den
 
Artikel 81 bis 90 von 183 Nächste Treffer Vorherige Treffer