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Jucker bis Judäismus (Bd. 6, Sp. 326)
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Artikelverweis Jucker (ungar.), Gebrauchsbegriff für edle Halbblutpferde eines leichten Wagenschlages, die besonders auf Schnelligkeit und Ausdauer dressiert werden, und von denen die geschätztesten aus Ungarn und Galizien bezogen werden. Sie werden auf ungarische Manier, ohne Aufsatzzügel und mit Sielengeschirren, eingespannt (s. Tafel Meyers »Geschirr«, Fig. 4) und meist, besonders zu Viererzügen, in ganz ungleichen (bunten) Farben zusammengestellt. In bezug auf Schnelligkeit, hohe Aktion, äußere Form und schnittige Figur werden an die J. bestimmte Anforderungen andern Wagenpferden gegenüber gestellt, während in bezug auf die Größe keine bestimmten Maße mehr gelten.
 
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Juckfasel, s. Mucuna.
 
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Jucz (spr. jutz), berüchtigte Felsbank und Stromschnelle in der untern Donau, unterhalb Orsova. Näheres s. Meyers Eisernes Tor 2).
 
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Juda, Gebirge, s. Palästina.
 
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Juda (richtiger Jehuda, hebr. »Preis, Dank«, ähnlich wie Gottlob), Sohn Jakobs und der Lea, Ahnherr eines Stammes, der den südlichsten Teil Kanaans (mit Ausschluß Philistäas an der Meeresküste) bewohnte. Anfangs erstreckte sich dasselbe von dem Idumäischen Gebirge bis an die Nordspitze des Toten Meeres; später mußte jedoch ein Distrikt im W. zunächst gegen Philistäa hin an den Stamm Simeon abgetreten werden (s. das Kärtchen S. 331). Nach Sauls Tode trennte sich der Stamm J. von den übrigen Stämmen und erkannte David als König an. Nach 7 1/2jähriger Spaltung schlossen sich ihm auch die andern Stämme an. So kam der Stamm zum Besitz des Throns, bis sich nach dem Tode Salomos zehn Stämme von ihm trennten und unter Meyers Jerobeam (s. d.) das Reich Israel bildeten. Das nunmehr verbleibende Reich J. bestand nur aus den Stämmen J., Benjamin und Levi, behielt die legitime Dynastie, die Hauptstadt mit dem Tempel, war den feindlichen Angriffen weniger ausgesetzt als Israel, das es um 130 Jahre überdauerte, bis es sich nach der läuternden babylonischen Gefangenschaft zu einem neuen Staatsleben erheben konnte. Die Geschichte des Reiches J. s. Meyers Juden, S. 332 f.
 
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Judä (Jud), Leo, schweizer. Reformator, geb. 1482 zu Gemar im Elsaß, gest. 19. Juni 1542 in Zürich, wurde 1519 der Nachfolger Zwinglis zu Einsiedeln, seit 1523 Pfarrer an der Peterskirche in Zürich und trug als solcher viel zur Einführung der Reformation daselbst bei. Ebendiesem Zweck dienten auch seine lateinische Bibelübersetzung und sein großer und kleiner Katechismus. Nach dem Tode Zwinglis ward er an die Spitze der Züricher Kirche berufen, bald jedoch von Meyers Bullinger (s. d.) abgelöst. Seine Biographie lieferte sein Sohn Johannes J. (Zürich 1574). Vgl. Pestalozzi, Leo J. (Elberf. 1860).
 
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Judäa, zu Jesu Zeit Bezeichnung für den südlichsten Teil Palästinas diesseit des Jordans zwischen diesem, dem Toten Meer, Idumäa, dem Mittelländischen Meer und Samaria, somit das Gebiet der Stämme Juda und Simeon sowie einen Teil von Dan und Benjamin umfassend. Das Land war nur im W. eben, im übrigen größtenteils gebirgig, aber fruchtbar. Die wichtigsten Städte waren: Jerusalem, Jericho, Hebron, Gibeon, Emmaus, Diospolis (Lydda), Bethlehem, an der Küste Joppe, Askalon, Gaza. Der südlichste Teil der Stammgebiete Juda und Simeon scheint nach dem Untergang des alten Reiches von den idumäischen Nachbarn in Besitz genommen zu sein und wird daher in griechisch-römischer Zeit unter dem Namen Idumäa oder Meyers Edom (s. d.) mitbegriffen. Unter Kaiser Claudius wurde ganz J. im J. 44 zur Provinz Syrien geschlagen. S. Karte »Palästina«.
 
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Juda Aristobul, s. Aristobulos 1).
 
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Juda (ben Samuel) ha-Levi, mit dem arab. Namen Abu'l Hassan, geb. um 1085 in Kastilien, widmete sich anfänglich dem ärztlichen Beruf, dann aber, nachdem er mit Abraham und Moses ibn Esra, mit Juda und Salomo ibn Giat, mit Salomo Parchon u. a. bekannt geworden, der Dichtkunst und Philosophie. Nach 1140 befriedigte er seine Sehnsucht, nach Palästina zu pilgern, reiste über Ägypten und Arabien nach Damaskus, wie wir aus seinen Gedichten entnehmen. Der Sage nach ward er, sein Zionslied dichtend, vor den Toren Jerusalems von einem Araber getötet. Judas synagogale Dichtungen sind in den Gebetbüchern aller jüdischen Riten, besonders der orientalischen, zu finden. Seine Gedichtsammlung »Diwân« ward von Luzzato (Lyck 1864) und kritisch bearbeitet von Brody (Berl. 1901 ff.), größere Partien in Übersetzung und mit Biographie des Dichters von A. Geiger (Bresl. 1851), eine Auswahl in deutscher Übertragung von A. Geiger, S. Heller u. a. (Berl. 1893) herausgegeben. Sie gehört zu dem Edelsten und Formvollendetsten, was die Muse der spanischen Juden geschaffen. Als Religionsphilosoph zeichnete er sich aus durch den in arabischer Sprache geschriebenen »Al-Chazari« (Text von Hirschfeld, Leipz. 188687, 2 Tle.), ins Hebräische von Juda ibn Tibbon, ins Lateinische von Buxtorf, ins Deutsche übersetzt von D. Cassel (2. Aufl., Leipz. 1869) und Hirschfeld (das. 1885).
 
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Juda Hanassi, s. Meyers Talmud.
 
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Judäismus, soviel wie mosaische Religion, dann die religiöse Denkungsart der spätern Juden nach den Lehren der Rabbiner und des Talmuds (vgl. Judentum). Judaisieren, sich jüdischer Weise, Sitte etc. nähern.

 

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81) Johann
 ... krönte Karl den Kahlen ungeachtet der Ansprüche der deutschen Karolinger Weihnachten 876 zum Kaiser, offenbar mit dem Anspruch, über die Kaiserkrone
 
82) Johannisfest
 ... Johannistag, Johannisnacht ), das von der abendländischen Kirche früh dem Weihnachtsfest gegenübergestellte Geburtsfest Johannis des Täufers (24. Juni), kirchlich jetzt meist
 
83) Jūlfest
 ... Julbrot etc., an das alte heidnische Fest (s. Weihnachten ). Vgl. Bilfinger , Das germanische J. (Stuttg.
 ... Gelübde abzulegen. An die Stelle des Julfestes trat später unser Weihnachtsfest; aber noch heute erinnern im skandinavischen Norden sowie im frühern
 ... die Namen verschiedener Gebräuche und Gerichte, wie der Julklapp (Weihnachtsgeschenk, das vom Geber heimlich, aber mit lautem Schall ins Haus
 
84) Jundt
 ... lebe Frankreich!, die französischen Internierten verlassen die Schweiz und der Weihnachtsbaum. Jundts Arbeiten atmen Poesie, Natürlichkeit und Humor. Auch als Karikaturenzeichner
 
85) Kalender
 ... Januar, Epiphanias 6. Januar, Johannis 24. Juni, Michaelis 29. September, Weihnachten 25. Dezember, teils beweglich. Die beweglichen Feste richten sich sämtlich
 
86) Karageorgiević
 ... Alexander 23), der vom 14. Sept. 1842 bis Weihnachten 1858 Fürst von Serbien war, und Michael, der 1875 eine
 
87) Karl
 ... die Großen um sich, hier feierte er am liebsten das Weihnachtsfest (19 mal in Aachen, nur 6 mal in Gallien). Stets
 ... Herrschaft brachte endlich die Tatsache zum Ausdruck, daß ihm am Weihnachtstage (25. Dez.) 800 Leo III. in der Peterskirche zu Rom
 
88) Kinderlieder
 ... Gebiet. Luther z. B. dichtete »ein sein Kinderlied, auf die Weihnacht zu singen« (»Vom Himmel hoch, da komm' ich her« etc.);
 
89) Kirchenjahr
 ... - und Festtage. Das K. mit seinen drei Festzyklen, dem Weihnachts - , Oster - und Pfingstfestkreis, beginnt, unabhängig vom bürgerlichen
 
90) Knecht
 ... zottiger Kleidung, mit einer Rute und einem Sack versehen, vor Weihnachten den Kindern erscheint und den ungehorsamen mit Schlägen droht, den
 
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