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Juckausschlag bis Juda Aristobul (Bd. 6, Sp. 325 bis 326)
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Artikelverweis Juckausschlag (Juckblattern), s. Meyers Jucken.
 
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Juckbohne, s. Mucuna.
 
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Jucken, eine eigentümliche Empfindung auf der äußern Haut, auch auf gewissen Partien der Schleimhaut, die zum Kratzen, Reiben und Schaben reizt. Man unterscheidet das J. (Pruritus), das sich bei mannigfachen Hautkrankheiten, Reiz durch Ungeziefer, Gelbsucht, zum Teil auch ohne nachweisbare Ursachen einstellt, von einem selbständig ohne unmittelbare Störungen auftretenden Hautleiden, dem Prurigo (Juckblattern, Juckausschlag). Bei dem letztern finden sich auf der Haut flache, stecknadelknopf- bis hirsekorngroße, heftig juckende Knötchen, die sehr bald durch den infolge des Kratzens entstehenden Hautausschlag verdeckt werden. Das Leiden befällt vor allem die Streckseiten der Beine, auch der Arme; Kopf und Rumpf bleiben meistens frei. Der Juckreiz pflegt sehr heftig zu sein, besonders nachts, so daß die Kranken durch den Mangel an Ruhe körperlich und geistig herunterkommen. Die Prurigo tritt fast ausnahmslos in der Kindheit auf, schwerere Fälle sind sehr hartnäckig, die Mehrzahl ist leichterer Natur und völliger Heilung (durch Naphtholsalbe u. a.) zugänglich. Im Gegensatz zu diesen Juckblattern ist das J. häufiger eine zwar sehr lästige, aber doch mehr nebensächliche

[Bd. 6, Sp. 326]


Begleiterscheinung zahlreicher andrer krankhafter Vorgänge. J. ist in hohem Grade vorhanden bei vielen parasitären Erkrankungen der Haut, z. B. bei Krätze, bei Anwesenheit von Kleiderläusen, der Erntemilbe (Leptus autumnalis), bei Nesselsucht, die manchmal (im Sommer) durch Raupenhaare verursacht ist, ferner ist bei Gelbsucht durch den Reiz der in der Haut abgelagerten Gallenbestandteile oft qualvolles J. vorhanden; die äußern Geschlechtsteile sind bei Zuckerharnruhr oft infolge des rasch in Zersetzung übergehenden zuckerhaltigen Harns Sitz starken Juckreizes, auch bei andern Krankheiten (z. B. Nierenleiden, Verdauungsstörungen) oder ohne jede erkennbare Ursache kann J. vorhanden sein. Diese letztern ohne sichtbare Hautveränderungen einhergehenden Fälle von J. stellen den eigentlichen Pruritus dar, der meist bei völlig normal aussehender, später freilich oft mit Kratzspuren bedeckter Haut vorkommt. Es ist entweder ein allgemeines, über den ganzen Körper verbreitetes oder ein örtliches Übel. Besonders häufig leiden Greise an Pruritus. Das qualvolle J. kann in Anfällen auftreten oder mehr dauernd vorhanden sein und durch Schlaflosigkeit und Erschöpfung gefährlich werden. Das Leiden ist oft langwierig, die Heilung schwierig. Salben, warme Bäder, Kleienbäder, Waschungen mit Karbol- oder Mentholspiritus haben sich am besten bewährt.
 
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Jucker (ungar.), Gebrauchsbegriff für edle Halbblutpferde eines leichten Wagenschlages, die besonders auf Schnelligkeit und Ausdauer dressiert werden, und von denen die geschätztesten aus Ungarn und Galizien bezogen werden. Sie werden auf ungarische Manier, ohne Aufsatzzügel und mit Sielengeschirren, eingespannt (s. Tafel Meyers »Geschirr«, Fig. 4) und meist, besonders zu Viererzügen, in ganz ungleichen (bunten) Farben zusammengestellt. In bezug auf Schnelligkeit, hohe Aktion, äußere Form und schnittige Figur werden an die J. bestimmte Anforderungen andern Wagenpferden gegenüber gestellt, während in bezug auf die Größe keine bestimmten Maße mehr gelten.
 
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Juckfasel, s. Mucuna.
 
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Jucz (spr. jutz), berüchtigte Felsbank und Stromschnelle in der untern Donau, unterhalb Orsova. Näheres s. Meyers Eisernes Tor 2).
 
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Juda, Gebirge, s. Palästina.
 
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Juda (richtiger Jehuda, hebr. »Preis, Dank«, ähnlich wie Gottlob), Sohn Jakobs und der Lea, Ahnherr eines Stammes, der den südlichsten Teil Kanaans (mit Ausschluß Philistäas an der Meeresküste) bewohnte. Anfangs erstreckte sich dasselbe von dem Idumäischen Gebirge bis an die Nordspitze des Toten Meeres; später mußte jedoch ein Distrikt im W. zunächst gegen Philistäa hin an den Stamm Simeon abgetreten werden (s. das Kärtchen S. 331). Nach Sauls Tode trennte sich der Stamm J. von den übrigen Stämmen und erkannte David als König an. Nach 7 1/2jähriger Spaltung schlossen sich ihm auch die andern Stämme an. So kam der Stamm zum Besitz des Throns, bis sich nach dem Tode Salomos zehn Stämme von ihm trennten und unter Meyers Jerobeam (s. d.) das Reich Israel bildeten. Das nunmehr verbleibende Reich J. bestand nur aus den Stämmen J., Benjamin und Levi, behielt die legitime Dynastie, die Hauptstadt mit dem Tempel, war den feindlichen Angriffen weniger ausgesetzt als Israel, das es um 130 Jahre überdauerte, bis es sich nach der läuternden babylonischen Gefangenschaft zu einem neuen Staatsleben erheben konnte. Die Geschichte des Reiches J. s. Meyers Juden, S. 332 f.
 
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Judä (Jud), Leo, schweizer. Reformator, geb. 1482 zu Gemar im Elsaß, gest. 19. Juni 1542 in Zürich, wurde 1519 der Nachfolger Zwinglis zu Einsiedeln, seit 1523 Pfarrer an der Peterskirche in Zürich und trug als solcher viel zur Einführung der Reformation daselbst bei. Ebendiesem Zweck dienten auch seine lateinische Bibelübersetzung und sein großer und kleiner Katechismus. Nach dem Tode Zwinglis ward er an die Spitze der Züricher Kirche berufen, bald jedoch von Meyers Bullinger (s. d.) abgelöst. Seine Biographie lieferte sein Sohn Johannes J. (Zürich 1574). Vgl. Pestalozzi, Leo J. (Elberf. 1860).
 
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Judäa, zu Jesu Zeit Bezeichnung für den südlichsten Teil Palästinas diesseit des Jordans zwischen diesem, dem Toten Meer, Idumäa, dem Mittelländischen Meer und Samaria, somit das Gebiet der Stämme Juda und Simeon sowie einen Teil von Dan und Benjamin umfassend. Das Land war nur im W. eben, im übrigen größtenteils gebirgig, aber fruchtbar. Die wichtigsten Städte waren: Jerusalem, Jericho, Hebron, Gibeon, Emmaus, Diospolis (Lydda), Bethlehem, an der Küste Joppe, Askalon, Gaza. Der südlichste Teil der Stammgebiete Juda und Simeon scheint nach dem Untergang des alten Reiches von den idumäischen Nachbarn in Besitz genommen zu sein und wird daher in griechisch-römischer Zeit unter dem Namen Idumäa oder Meyers Edom (s. d.) mitbegriffen. Unter Kaiser Claudius wurde ganz J. im J. 44 zur Provinz Syrien geschlagen. S. Karte »Palästina«.
 
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Juda Aristobul, s. Aristobulos 1).

 

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