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Kanizsai bis Kannä (Bd. 6, Sp. 562 bis 563)
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Artikelverweis Kanizsai (spr. kannischai), ungar. Adelsgeschlecht. Zu nennen sind: Laurenz (de genere Osl), erhielt 1324 die Burg Kanizsa, von der er sich nunmehr benannte. Sein Sohn Stefan, Bischof von Agram, kämpfte unter Ludwig d. Gr. in Neapel. Ebenso sein Bruder Johann, dessen fünf Söhne sich als Feldherren, Geistliche oder Diplomaten auszeichneten. Johann (II.) wurde Primas von Gran (13871481), der erste, der als Erzbischof diesen Ehrentitel führte. Als er sich dem Prätendenten Ladislaus von Neapel anschloß und ihn zum König krönte, wurde er von König Siegmund einige Zeit gefangen gehalten. Nikolaus K. wurde 1397 Tavernikus, Ladislaus K. 1459 Woiwode von Siebenbürgen, sein gleichnamiger Sohn 1493 Banus von Kroatien. Georg K. erhielt 1498 dieselbe Würde, sein Sohn Ladislaus wurde nach 1526 Index Curiae. Mit Franz K. starb der Mannesstamm der K. 1532 aus. Seine einzige Tochter Ursula ehelichte 1536 Thomas Nadasdy.
 
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Kanjō (spr. kandschō), japan. Bezeichnung der von kommandierenden Generalen auf dem Kriegsschauplatz erteilten Belobigungsdiplome für hervorragende Tapferkeit. Nach dem Vorbild einer Verleihung an den Gründer der Fürstenfamilie Sasaki durch den Schôgun Yoritomo wurde das K. 1904 bei der Armee und Flotte eingeführt. Die Erteilung wird durch Armeebefehl bekannt gemacht und an den Kaiser berichtet.
 
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Kanjut (Kunschut), von Kaschmir abhängiges Ländchen am Westende des Karakorum, bewohnt von den kriegerischen Hunza und Nagar, nach deren Unterwerfung 1891/92 die Engländer den festen Ort Nilt zum Sitz der Verwaltung wählten. Der bedeutendste Ort ist das aus 1500 Häusern bestehende Baltit in 2560 m Höhe.
 
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Kankakee (spr. -kī), Hauptort der gleichnamigen Grafschaft des nordamerikan. Staates Illinois, am Kankakeefluß, 80 km südlich von Chicago, Bahnknotenpunkt, mit Staatsirrenanstalt, Strumpf-, Woll-, Leder-, Papierfabriken, Steinbrüchen und (1900) 13,595 Einwohnern.
 
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Kankan, Bezirkshauptstadt in Französisch-Guinea, unter 10°20' nördl. Br., am Milo, einem im Sommer schiffbaren, rechten Zufluß des Niger, mit über 2000 Einw. (Bambara und Soninke), zuerst 1827 von Caillié mit mehreren europäischen Faktoreien besucht.
 
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Kanker (Weberknecht, Schneider, Schuster, Geist, Tod, Phalangium L., Opilio Herbst), Gattung aus der Ordnung der Gliederspinnen und der Familie der Afterspinnen, Tiere mit sehr langen, dünnen Beinen, die leicht abbrechen und sich dann noch lange zuckend bewegen. Der Leib ist länglich eiförmig, und auf einem Höcker des Kopfbruststückes steht ein einziges Augenpaar. Die Gattung enthält über 30 Arten, die sich an Mauern, Baumstämmen etc. aufhalten und von Insekten und Spinnen leben, die sie besonders nachts erbeuten. Sehr häufig ist bei uns O. parietinus Herbst (Wandkanker), der auf Fichten die Schildlaus Chermes coccinea massenhaft vertilgt.

[Bd. 6, Sp. 563]



 
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Kankhurahanf, s. Ramie.
 
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Kankrīnischer Vers (Versus cancrinus), s. Palindrom.
 
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Kankroīd (v. lat. cancer, Krebs), der als flache, meist geschwürige Geschwulst auftretende Krebs der äußern Haut (s. Meyers Krebs).
 
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Kanna (Mehrz. Kannor), früheres Hohlmaß für trockne und flüssige Waren in Schweden u. Finnland (finnisch Kannu) zu 2 Stop von 4 Qvarter = 0,1 Kubikfot oder 2,617 Lit. Kannland hieß bis Ende 1862 in Schweden eine Fläche von 1000 QFot = 88,15 qm.
 
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Kannä, s. Meyers Cannä.

 

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71) Herloßsohn
 ... (das. 1842, 3. Aufl. 1872); »Wallensteins erste Liebe« (das. 1844); »Weihnachtsbilder« (das. 1847); »Die Mörder Wallensteins« (das. 1847). Auch veröffentlichte
 
72) Heyse
 ... Es folgten: »Der Roman der Stiftsdame« (1886, 12. Aufl. 1903), »Weihnachtsgeschichten« (1891), »Aus den Vorbergen« (1892), »In der Geisterstunde und andre
 
73) Hildebrandt
 ... (1830), die seine realistische Tendenz nicht zu beeinflussen vermochten. Der Weihnachtsabend (1840), Empfang des Kardinals Wolsey im Kloster (1842), Doge und
 
74) Hirsch
 ... gelt sind, auch mehr, Spießer etwa ebensoviel und Kälber zur Weihnachtszeit 2025 kg. Die Zahl der Enden entscheidet nicht sicher
 
75) Hofmann
 ... frische Gelegenheitsdichtungen und durch schriftstellerische Unternehmungen zu wohltätigen Zwecken (»Weihnachtsbaum für arme Kinder«, 25 Jahrgänge) verdient. Eine Auswahl seiner Gedichte
 
76) Homilĭus
 ... der Kreuzschule daselbst. H. war seinerzeit als Komponist hochgeschätzt (Passionen, Weihnachtsoratorien, Motetten, Kantaten u. a.), schrieb auch ein Lehrbuch des Generalbasses.
 
77) Hutzelbrot
 ... Hutzelbrot ( Hutzel - , Birnenwecken ), süddeutsches Weihnachtsgebäck aus Roggenmehlteig mit zerschnittenen getrockneten Birnen und Pflaumen ( Hutzeln
 
78) In
 ... süßem Jubel«), Anfangsworte eines alten, halb deutsch, halb lateinisch geschriebenen Weihnachtsliedes, das früher dem Petrus Dresdensis (gest. 1440) zugeschrieben wurde, in
 
79) Jensen
 ... schwerer Vergangenheit«, ein Geschichtenzyklus (das. 1888, 3. Aufl. 1901), »Vier Weihnachtserzählungen« (das. 1888), »Jahreszeiten« (das. 1889), »Sankt - Elmsfeuer« (das. 1889),
 
80) Jesus
 ... die aufblühende Kultur des Bürgertums gefördert wurde (s. Weihnachtsspiele , Passionsspiele , Osterspiele). Neues Leben
 
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