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Kanalwasser bis Kanarienhäufling (Bd. 6, Sp. 550)
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Artikelverweis Kanalwasser, s. Meyers Kanaljauche.
 
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Kanalzellen, die axile Reihe zur Auflösung bestimmter Zellen im Hals- und Bauchteil der Archegonien (s. Meyers Farne, S. 335, und Moose).
 
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Kanan (Khanal), in Siam der Inhalt einer Kokosnuß mit gesetzlich 800 Reiskörnern = rund 0,5 Lit., 25 im Sad.
 
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Kanangaöl, s. Ylang-Ylangöl.
 
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Kananor (Cananore, Kannanur, »Krischnas Stadt«). Stadt im Distrikt Malabar der britisch-ind. Präsidentschaft Madras, am Arabischen Meer, hat einen wegen starker Brandung unsichern Hafen, festes Fort, große Kasernen, berühmte Moscheen, ist Sitz der Nachkommen der alten arabischen Seekönige, einer deutschen protestantischen, anglikanischen und katholischen Mission, Hauptquartier der Malabar- und Kanaradivision, hat eine Garnison von 2 Regimentern und (1901) 27,811 Einw. (3180 Christen), die Kokosnüsse, Hölzer und Pfeffer ausführen. Die sehr alte Stadt gehörte zum Reiche der Tschirrakal-Radscha. Vasco da Gama gründete hier 1498 eine Kolonie, 1502 eine Faktorei; 1656 erbauten die Holländer hier ein Fort, das sie verloren, als Haider Ali (176182) Malabar eroberte. Im Kriege mit seinem Sohn Tippu Sahib wurde es 1791 von den Engländern genommen.
 
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Kanapee (franz. Canapé), gepolsterter Ruhesitz für mehrere, mit gepolsterten Rücken- und Seitenlehnen. Das Wort, im 18. Jahrh. aus dem Französischen aufgenommen, ist vom griech. konopeíon (mittellat. canopēum) abgeleitet, was ein Mückennetz, dann ein nach ägyptischer Weise mit einem solchen Netz versehenes Ruhebett bedeutete, und bezeichnete auch bei uns anfangs ein Ruhebett mit einem Himmel (daher das engl. canopy noch jetzt soviel wie Traghimmel, Baldachin). Vgl. Sofa. In der Kochkunst ist K. Bezeichnung für Scheiben von geröstetem Weißbrot oder Blätterteig, bestrichen mit einer pikanten Sauce oder Kaviar, Sardellen etc.
 
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Kanāra (Canara), Küstenlandschaft des südlichen Indien, an der Malabarküste, zwischen 13°52'15°31' nördl. Br., begrenzt im W. vom Arabischen Meer, im O. von den Westghats, zerfällt administrativ in: Nordkanara, 10,129 qkm mit (1901) 454,490 Einw. (407,420 Hindu, 29,302 Mohammedaner, 16,199 Christen), zur Präsidentschaft Bombay, und Südkanara, 10,106 qkm mit (1901) 1,134,713 Einw. (914,163 Hindu, 126,853 Mohammedaner, 84,103 Christen), zur Präsidentschaft Madras. Hauptstadt von Nordkanara ist der Hafenplatz Karwar mit 16,842 Einw. (1827 Christen), von Südkanara Mangalur mit 44,108 Einw. (25,312 Hindu, 11,604 Christen, 7149 Mohammedaner). Hinter der flachen, mit Kokospalmen bestandenen Küste folgen Lagunen, in die zahlreiche Flüsse münden, auf denen die Produkte aus Maisur kommen. Von dem schmalen, fruchtbaren Küstenstreifen steigt das Land schnell zu den mit wertvollen Holzarten (Tiek, Zedern) bestandenen Ghats. Tiger, Leoparden, Bären, Hyänen, Büffel, Hirsche, Wildschweine sind noch zahlreich. Hauptprodukte für die starke Ausfuhr sind: Reis, Baumwolle, Holz, Kokosnüsse, Gewürze, Kaffee. Nordkanara zeichnet sich durch Holzschnitzerei und Salzbereitung aus. Die Bewohner sind überwiegend Hindu, außerdem Mischlinge von Portugiesen und ehemaligen Negersklaven, Araber und Ureinwohner. Die Christen sind meist durch portugiesische Jesuiten bekehrte Katholiken, außerdem durch die Baseler Mission gewonnene Protestanten.
 
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Kanarēsisch (Kanari, Sprache von Kanara, im Sanskrit Karnâta), eine der drawidischen Sprachen Südindiens (s. Meyers Drawida), wird von über 8 Mill. Menschen gesprochen und mit einer eignen, aus dem alten Sanskritalphabet hergeleiteten Schrift geschrieben. Die kanaresische Kultur und Literatur ist arischen Ursprungs und ohne selbständigen Wert. Sprachlich sehr interessant ist das aus zahlreichen Inschriften bekannte Altkanaresische. Vgl. Weigle, Kanaresische Sprache und Literatur (in der »Zeitschrift der Deutschen Morgenländischen Gesellschaft«, Bd. 2, Leipz. 1848). Kanaresische Texte mit Übersetzung gab Mögling (ebenda, Bd. 14, 18,24,25) heraus. Eine alte einheimische Grammatik veröffentlichte Rice (»Bhattâ-kalauka Deva's Karnâtaka Sabdânusâsanam«, 1890), die beste neuere Grammatik ist die von Hodson (2. Aufl., Bangalor 1864); Wörterbücher lieferten Reeve (Madras 182432, 2 Bde.; neue Ausg. 1858) und Kittel (Mangalur 1894); vgl. Gräter, Tables of Canarese grammar (Mangalur 1884). An das Kanaresische schließen sich die Sprachen der Badaga und Toda im Nilgirigebirge und wahrscheinlich auch die Sprache der Kurg im Kurggebirge an.
 
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Kanarĭenglas, soviel wie Uranglas.
 
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Kanariengras, Pflanzengattung, s. Phalaris.
 
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Kanarienhäufling, soviel wie Leinfink, s. Häufling.

 

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71) Herloßsohn
 ... (das. 1842, 3. Aufl. 1872); »Wallensteins erste Liebe« (das. 1844); »Weihnachtsbilder« (das. 1847); »Die Mörder Wallensteins« (das. 1847). Auch veröffentlichte
 
72) Heyse
 ... Es folgten: »Der Roman der Stiftsdame« (1886, 12. Aufl. 1903), »Weihnachtsgeschichten« (1891), »Aus den Vorbergen« (1892), »In der Geisterstunde und andre
 
73) Hildebrandt
 ... (1830), die seine realistische Tendenz nicht zu beeinflussen vermochten. Der Weihnachtsabend (1840), Empfang des Kardinals Wolsey im Kloster (1842), Doge und
 
74) Hirsch
 ... gelt sind, auch mehr, Spießer etwa ebensoviel und Kälber zur Weihnachtszeit 2025 kg. Die Zahl der Enden entscheidet nicht sicher
 
75) Hofmann
 ... frische Gelegenheitsdichtungen und durch schriftstellerische Unternehmungen zu wohltätigen Zwecken (»Weihnachtsbaum für arme Kinder«, 25 Jahrgänge) verdient. Eine Auswahl seiner Gedichte
 
76) Homilĭus
 ... der Kreuzschule daselbst. H. war seinerzeit als Komponist hochgeschätzt (Passionen, Weihnachtsoratorien, Motetten, Kantaten u. a.), schrieb auch ein Lehrbuch des Generalbasses.
 
77) Hutzelbrot
 ... Hutzelbrot ( Hutzel - , Birnenwecken ), süddeutsches Weihnachtsgebäck aus Roggenmehlteig mit zerschnittenen getrockneten Birnen und Pflaumen ( Hutzeln
 
78) In
 ... süßem Jubel«), Anfangsworte eines alten, halb deutsch, halb lateinisch geschriebenen Weihnachtsliedes, das früher dem Petrus Dresdensis (gest. 1440) zugeschrieben wurde, in
 
79) Jensen
 ... schwerer Vergangenheit«, ein Geschichtenzyklus (das. 1888, 3. Aufl. 1901), »Vier Weihnachtserzählungen« (das. 1888), »Jahreszeiten« (das. 1889), »Sankt - Elmsfeuer« (das. 1889),
 
80) Jesus
 ... die aufblühende Kultur des Bürgertums gefördert wurde (s. Weihnachtsspiele , Passionsspiele , Osterspiele). Neues Leben
 
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