Wörterbuchnetz
Meyers Großes Konversationslexikon Bibliographische AngabenLogo textgrid zeno bmbf · Logo textgrid zeno bmbf · Logo textgrid zeno bmbf
 
Kamp bis Kampanje (Bd. 6, Sp. 520 bis 521)
Abschnitt zurück Abschnitt vor
Artikelverweis Kamp, 1) (Kloster Kamp) Dorf im preuß. Reg. Bez. Düsseldorf, Kreis Mörs, hat eine kath. Kirche, ein ehemaliges Cistercienserkloster (1122 gegründet. 1802 aufgehoben) und (1900) 1130 Einw. Hier fanden 12. Juni 1758 und 16. Okt. 1760 Gefechte statt. Vgl. Laak, Kloster K. (geschichtlich, Rheinberg 1904). 2) Niederländ. Dorf, s. Meyers Kamperduin.

[Bd. 6, Sp. 521]



 
Artikelverweis 
Kampagne (franz., spr. -pannje), Feld, Gefilde; auch Landaufenthalt; auch soviel wie Feldzug; endlich die Dauer einer Betriebsperiode bei gewerblichen Unternehmungen, wie Zuckerfabriken, Eisenhütten etc. (»Hüttenreise«). Im Schiffbau soviel wie Kampanje.
 
Artikelverweis 
Kampagnepferd, ein kriegsbrauchbares Pferd.
 
Artikelverweis 
Kampagnereiten (Geländereiten), die kriegsgemäße Ausbildung der Reiterei im Gegensatz zum Schulreiten; s. Meyers Reitkunst.
 
Artikelverweis 
Kampan, chines. grobe Leinewand, auf der Insel Mindanao als Rechnungseinheit benutzt, das Stück zu etwa 2/5 Piaster.
 
Artikelverweis 
Kampanen (ital., »Glocken«), Kleingewehrkasematten, in den Umfassungsmauern von Burgen und Stadtbefestigungen, zur Grabenverteidigung. Dürer hat sie vielfach angewendet.
 
Artikelverweis 
Kampaner Marmor, s. Meyers Griotte.
 
Artikelverweis 
Kampanertal (Campantal), s. Meyers Campan.
 
Artikelverweis 
Kampanĭen (lat. Campania, »Ebene«), im Altertum Landschaft auf der Westküste von Italien, umfaßte die Ebene, die sich vom Gebirge Massicus im N. südwärts bis zur gebirgserfüllten Halbinsel von Surrentum (Sorrento) erstreckt und von Latium, Samnium und dem Lande der Picentiner begrenzt wurde (s. Karte »Italien bis in die Zeit des Kaisers Augustus«). Sie entspricht ungefähr den heutigen Provinzen Napoli und Caserta. Am Fuße des Mons Massicus (Monte Massico) breitete sich der durch vorzüglichen Wein berühmte Falernus ager aus; nordöstlich von Cumä liegt der Berg Gaurus (Monte Barbaro), nördlich von Capua der Tifata, ostwärts von Neapel der feuerspeiende Vesuvius. An der Küste ragt das Promunturium Misenum (Capo Miseno) ins Meer und südöstlich davon das Promunturium Minervae (Punta della Campanella) als Scheide zwischen dem Sinus Cumanus (Krater der Griechen, Golf von Neapel) im NW. und dem Sinus Paestanus (Meerbusen von Salerno) im SW. Der bedeutendste der trüben, langsam strömenden Flüsse hieß Volturnus (Volturno); als kleinere Küstenflüsse sind zu nennen der Clanius (Lagni) und Sarnus (Sarno), unweit dessen Pompeji lag. Von Seen ist nur der einst verrufene Lacus Avernus (Lago di Averno) zu nennen. Der Lacus Lucrinus war der innerste Teil des Sinus Bajanus, durch einen schmalen Damm vom Meer geschieden und reich an vortrefflichen Austern. K. war fruchtbar und ergiebig im Acker- und Weinbau wie in der Viehzucht und in köstlichen Fischen, dazu lieblich durch mildes und gesundes Klima. Daher besaßen die vornehmen Römer hier Landgüter und Landhäuser, mit den üppigsten Reizen ausgestattet. Bajä mit seinen Thermen war einst der Mittelpunkt der seinen Welt. Andre Orte waren Cumä (Kyme), Puteoli, Neapolis, die 79 n. Chr. bei einem Ausbruch des Vesuvs verschütteten Städte Herculaneum, Pompeji und Stabiä; ferner Salernum, Surrentum, Liternum, Teanum Sidicinum, Cales, Casilinum, die ältere Hauptstadt Capua, Suessula, Atella, Acerrä, Nola, Abella, Nuceria Alfaterna u. a. Als die frühesten Bewohner der Landschaft erscheinen die ausonischen Opiker oder Osker (d. h. Bauern). Um 1050 v. Chr. gründeten Äoler das durch Gewerbe und Handel blühende Kyme (Cumä), von der wieder die Städte Dikäarchia (Puteoli), Paläavotis, Neapolis u. a. ausgingen. Um 800 v. Chr. erlagen die Osker den eindringenden Etruskern, die fast 400 Jahre lang K. beherrschten, und diese zwischen 440 und 420 dem kräftigen Bergvolk der Samniter, welche die eigentlichen Gründer des Staates K. wurden. Doch nach weniger als 100 Jahren schon (343) mußte es, von neuem durch die Samniter bedrängt, sich dem Schutz und der Oberhoheit Roms unterwerfen. Als in der Völkerwanderung Roms Macht zertrümmert wurde, hielten sich die Byzantiner nur in einigen Küstenstädten. Über die spätern Schicksale des Landes s. Capua und Meyers Neapel. Gegenwärtig umfaßt die Landschaft K. 16,294 qkm (295,9 QM.) mit (1901) 3,160,448 Einw. und zerfällt in die Provinzen Avellino, Benevent, Caserta, Neapel und Salerno. Vgl. Beloch, K., Topographie, Geschichte etc. (2. Ausg., Bresl. 1890); Schoener, Im glücklichen K. (Leipz. 1898); Deecke. Geologischer Führer durch K. (Berl. 1901).
 
Artikelverweis 
Kampanīle, s. Campanile.
 
Artikelverweis 
Kampanje (holl., Schanze, Hütte), Aufbau auf dem Achterdeck hinter dem Kreuzmast, dient meist dem Kapitän zur Wohnung, enthält auch oft Kammern für Schiffsoffiziere und Passagiere.

 

Eingabe
Wörterbuchtext:
Stichwort:
 
  

 

Artikel 71 bis 80 von 183 Nächste Treffer Vorherige Treffer
71) Herloßsohn
 ... (das. 1842, 3. Aufl. 1872); »Wallensteins erste Liebe« (das. 1844); »Weihnachtsbilder« (das. 1847); »Die Mörder Wallensteins« (das. 1847). Auch veröffentlichte
 
72) Heyse
 ... Es folgten: »Der Roman der Stiftsdame« (1886, 12. Aufl. 1903), »Weihnachtsgeschichten« (1891), »Aus den Vorbergen« (1892), »In der Geisterstunde und andre
 
73) Hildebrandt
 ... (1830), die seine realistische Tendenz nicht zu beeinflussen vermochten. Der Weihnachtsabend (1840), Empfang des Kardinals Wolsey im Kloster (1842), Doge und
 
74) Hirsch
 ... gelt sind, auch mehr, Spießer etwa ebensoviel und Kälber zur Weihnachtszeit 2025 kg. Die Zahl der Enden entscheidet nicht sicher
 
75) Hofmann
 ... frische Gelegenheitsdichtungen und durch schriftstellerische Unternehmungen zu wohltätigen Zwecken (»Weihnachtsbaum für arme Kinder«, 25 Jahrgänge) verdient. Eine Auswahl seiner Gedichte
 
76) Homilĭus
 ... der Kreuzschule daselbst. H. war seinerzeit als Komponist hochgeschätzt (Passionen, Weihnachtsoratorien, Motetten, Kantaten u. a.), schrieb auch ein Lehrbuch des Generalbasses.
 
77) Hutzelbrot
 ... Hutzelbrot ( Hutzel - , Birnenwecken ), süddeutsches Weihnachtsgebäck aus Roggenmehlteig mit zerschnittenen getrockneten Birnen und Pflaumen ( Hutzeln
 
78) In
 ... süßem Jubel«), Anfangsworte eines alten, halb deutsch, halb lateinisch geschriebenen Weihnachtsliedes, das früher dem Petrus Dresdensis (gest. 1440) zugeschrieben wurde, in
 
79) Jensen
 ... schwerer Vergangenheit«, ein Geschichtenzyklus (das. 1888, 3. Aufl. 1901), »Vier Weihnachtserzählungen« (das. 1888), »Jahreszeiten« (das. 1889), »Sankt - Elmsfeuer« (das. 1889),
 
80) Jesus
 ... die aufblühende Kultur des Bürgertums gefördert wurde (s. Weihnachtsspiele , Passionsspiele , Osterspiele). Neues Leben
 
Artikel 71 bis 80 von 183 Nächste Treffer Vorherige Treffer