Wörterbuchnetz
Meyers Großes Konversationslexikon Bibliographische AngabenLogo textgrid zeno bmbf · Logo textgrid zeno bmbf · Logo textgrid zeno bmbf
 
Kamerunfluß bis Kamillenöl (Bd. 6, Sp. 513)
Abschnitt zurück Abschnitt vor
Artikelverweis Kamerunfluß, s. Meyers Kamerun.
 
Artikelverweis 
Kamerungebirge (Mudongoma Loba, »Gottesberg«), höchster Gebirgsstock an der Westküste Afrikas, in der deutschen Kolonie Kamerun (s. Karte »Kamerun«, S. 509), zwischen 44°28' nördl. Br. und 99°30' östl. L., bildet ein Glied der Vulkanreihe, die sich über Fernando Po (Clarence Pik), São Thomé und Annobom hinzieht. Das K. erstreckt sich in der Richtung von SSW. nach NNO. und fällt steil zum Meer, sanfter zum Innern ab. Es mag etwa 2000 qkm bedecken und ist eine vulkanische Gebirgsmasse, aus deren erloschenen Kratern (in etwa 1800 m Höhe) Ströme basaltischer Lava herabgeflossen sind; sie sind oberflächlich meist stark verwittert. Der Boden ist sehr durchlässig, dafür wasserarm. Naphthahaltige Quellen und Säuerlinge am Gebirgsfuß weisen auf vulkanische Tätigkeit hin. Der höchste Gipfel ist die Fakospitze (4075 m), an einem weiten Krater aufsteigend, dessen Nordwestecke abgesprengt ist. Auf den höchsten Punkten liegt bisweilen Schnee. Nahe dem Meer erhebt sich das jüngste Gebilde, der Steilgipfel des Mongo ma Etinde (kleiner Kamerunberg) zu 1774 m. Der Fuß des Gebirges bis zu einer Höhe von 22002700 m wird von tropischem Urwald (Palmen, Akazien, Tamarinden) bedeckt. Dann folgt ein 27002800 m hohes Plateau mit Gras und Alpenkräutern, aus dem sich die einzelnen Kuppen nackt, mit Asche und Lava bedeckt, erheben. Den Westabfall des Gebirges bewohnen die Bamboko, den Südabfall die Bakwiri, den Ostabhang die Balung. Am Südosthange liegt Buea (963 m), mit Residenz des Gouverneurs, evangelischer und katholischer Mission und Sanatorien (42 Deutsche). Das Küstengebiet am Gebirgsfuß besteht aus äußerst fruchtbarem, vulkanischem Verwitterungsböden mit hohen Niederschlägen (Bibundi 10,486 mm), hier zahlreiche Kakaopflanzungen mit reichen Erträgen. Am Südfuß liegt der Bezirksort Victoria mit botanischem Versuchsgarten.
 
Artikelverweis 
Kames, gewisse Glazialbildungen, s. Meyers Eiszeit, S. 577.
 
Artikelverweis 
Kames (spr. kēms), Lord, s. Meyers Home 1).
 
Artikelverweis 
Kami, in der Schintoreligion der Japaner die Verehrung berühmter Männer, s. Meyers Japan, S. 177.
 
Artikelverweis 
Kamieniec-Podolsk, s. Meyers Kamenez-Podolsk.
 
Artikelverweis 
Kamienne Baby, s. Meyers Kamenaja Baba.
 
Artikelverweis 
Kamieren (Kaminieren), Seitenbewegung beim Stoßfechten mit Stoß nach einer Blöße. Vgl. Fechtkunst.
 
Artikelverweis 
Kamil (Alkamil, eigentlich Nasir ed-din Mohammed), geb. 1180 als Sohn des Ejjubiden A (la)du, eines Bruders Saladins, wurde 1218 nach seines Vaters Tod Sultan von Ägypten, das er bereits als Statthalter regiert hatte, schloß 1221 das Kreuzheer ein, das nach Eroberung von Damiette gegen Kairo vordrang, bewilligte ihm aber gegen Räumung der eroberten Stadt freien Abzug. Als er mit seinem Bruder Almuazzam (Sheref ed-din Isa) von Damaskus in Krieg geriet, knüpfte er 1228 mit Kaiser Friedrich II. Unterhandlungen an und schloß mit ihm 18. Febr. 1229 einen Vertrag, durch den er die heiligen Orte in Palästina an den Kaiser abtrat, während er selbst nach Besiegung seiner Verwandten die Herrschaft über Syrien gewann. Er schloß darauf mit Friedrich, den er vor bösen Anschlägen der vom Papst aufgehetzten Ordensritter warnte, einen zehnjährigen Frieden, vor dessen Ablauf er 8. März 1238 starb.
 
Artikelverweis 
Kamille (Chamille), s. Matricaria; unechte K., Acker-, After-, Hundskamille und römische K. s. Anthemis.
 
Artikelverweis 
Kamillenöl, ätherisches Öl, das aus den Blüten der Kamille (Matricaria chamomilla) durch Destillation mit Wasser gewonnen wird (Ausbeute 0,20,86 Proz.), ist dunkelblau, ziemlich dickflüssig, von intensivem Geruch, schmeckt bitter aromatisch, spez. Gew. 0,930,94 bei 15°, löst sich schwer in Wasser, nicht klar in Alkohol, leicht in Äther, wird unter 15° butterartig, erstarrt bei 0°, beginnt bei 105° zu sieden und destilliert bis 300° ab, wird durch Luft und Licht grünlich und braun. Die Zusammensetzung ist nicht sicher bekannt, es enthält ein Paraffin, der blaue Bestandteil ist wohl identisch mit dem tiefblauen Destillationsprodukt des Galbanums und dem blauen Bestandteil andrer ätherischer Ole. Man benutzt K. gegen Asthma, Koliken, Magenkrampf, Keuchhusten, Wechselfieber etc. Mit dem ätherischen K. ist nicht ein pharmazeutisches Präparat zu verwechseln, das durch Digerieren von Kamillenblüten mit Spiritus und Olivenöl erhalten und als äußerliches Arzneimittel benutzt wird. Das ätherische Öl der römischen Kamille (Anthemis nobilis) ist hellblau, wird aber bald braungelb; es riecht stark, angenehm, schmeckt brennend, spez. Gew. 0,9050,915, beginnt bei 160° zu sieden und enthält Isobutylester der Isobuttersäure und Angelikasäure, Amylester und Hexylester der Angelika- und Tiglinsäure, Methakrylsäureester und Anthemolester.

 

Eingabe
Wörterbuchtext:
Stichwort:
 
  

 

Artikel 71 bis 80 von 183 Nächste Treffer Vorherige Treffer
71) Herloßsohn
 ... (das. 1842, 3. Aufl. 1872); »Wallensteins erste Liebe« (das. 1844); »Weihnachtsbilder« (das. 1847); »Die Mörder Wallensteins« (das. 1847). Auch veröffentlichte
 
72) Heyse
 ... Es folgten: »Der Roman der Stiftsdame« (1886, 12. Aufl. 1903), »Weihnachtsgeschichten« (1891), »Aus den Vorbergen« (1892), »In der Geisterstunde und andre
 
73) Hildebrandt
 ... (1830), die seine realistische Tendenz nicht zu beeinflussen vermochten. Der Weihnachtsabend (1840), Empfang des Kardinals Wolsey im Kloster (1842), Doge und
 
74) Hirsch
 ... gelt sind, auch mehr, Spießer etwa ebensoviel und Kälber zur Weihnachtszeit 2025 kg. Die Zahl der Enden entscheidet nicht sicher
 
75) Hofmann
 ... frische Gelegenheitsdichtungen und durch schriftstellerische Unternehmungen zu wohltätigen Zwecken (»Weihnachtsbaum für arme Kinder«, 25 Jahrgänge) verdient. Eine Auswahl seiner Gedichte
 
76) Homilĭus
 ... der Kreuzschule daselbst. H. war seinerzeit als Komponist hochgeschätzt (Passionen, Weihnachtsoratorien, Motetten, Kantaten u. a.), schrieb auch ein Lehrbuch des Generalbasses.
 
77) Hutzelbrot
 ... Hutzelbrot ( Hutzel - , Birnenwecken ), süddeutsches Weihnachtsgebäck aus Roggenmehlteig mit zerschnittenen getrockneten Birnen und Pflaumen ( Hutzeln
 
78) In
 ... süßem Jubel«), Anfangsworte eines alten, halb deutsch, halb lateinisch geschriebenen Weihnachtsliedes, das früher dem Petrus Dresdensis (gest. 1440) zugeschrieben wurde, in
 
79) Jensen
 ... schwerer Vergangenheit«, ein Geschichtenzyklus (das. 1888, 3. Aufl. 1901), »Vier Weihnachtserzählungen« (das. 1888), »Jahreszeiten« (das. 1889), »Sankt - Elmsfeuer« (das. 1889),
 
80) Jesus
 ... die aufblühende Kultur des Bürgertums gefördert wurde (s. Weihnachtsspiele , Passionsspiele , Osterspiele). Neues Leben
 
Artikel 71 bis 80 von 183 Nächste Treffer Vorherige Treffer