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Kamēl bis Kamelĭe (Bd. 6, Sp. 507)
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Artikelverweis Kamēl, ein Schwimmkasten zum Heben von Schiffen, erfunden von dem russischen Ingenieurgeneral de Witte. Die Kamele entsprechen in der Bauart und Verwendung einem Schwimmdock (s. Meyers Dock). Um ein Schiff über eine flache Stelle zu bringen, werden die Kamele mit Hilfe von Schleusen zunächst gesenkt. Hierauf wird das Schiff über den Kamelen befestigt und durch die Dampfpumpe das Wasser wieder aus den Kamelen herausgepumpt. Die Kamele steigen dann und heben infolge ihres Auftriebs das Schiff. Bei großen Schiffen werden vier Kamele angewendet. Hat das Schiff die flache Stelle passiert, so werden die Kamele wieder gefüllt und das Schiff aus den Kamelen herausgebracht. Die von W. Bauer zum Heben versunkener Schiffe benutzten Kamele waren Ballons, die von Tauchern am Schiffe befestigt und mit Hilfe einer Luftpumpe und eines Schlauches mit Luft gefüllt wurden. Vgl. Schiffshebung.
 
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Kamel, ägypt. Sultan, s. Meyers Kamil.
 
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Kameldorn, s. Acacia.
 
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Kamēle (Camelidae), eine Familie der Huftiere.
 
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Kämelgarn (fälschlich Kamēlgarn), Garn aus dem Haar der Angovaziege, s. Meyers Angorawolle.
 
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Kamelgras, s. Andropogon.
 
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Kamelhaar, die Wolle des Kamels oder Dromedars, wird vom Rücken, Hals und Bauch der Tiere gewonnen und als Spinnstoff benutzt. Das Rückenhaar ist das beste und von verschiedenen Färbungen (schwarz, rot und grau). Man verarbeitet es meist in den Produktionsländern, von denen Persien die geschätzteste Ware liefert. Aus dem besten K. erhält man ziemlich gute, aber glanzlose Kamelotte, die Kämmlinge, welche die Grannenhaare enthalten, werden zu groben Streichgarnen verarbeitet. In Frankreich und England benutzt man K. in der Hutmacherei und zu Pinseln.
 
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Kämelhaar, s. Meyers Angorawolle.
 
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Kamelhaardecken, beiderseitig gut gerauhtes, weiches, flaumartiges Gewebe mit 10 Ketten- und 11 Schußfäden auf 1 cm, aus Kamelhaargarnen, Kette 6000 m. Schuß 2500 m auf 1 kg.
 
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Kamelhalsfliege (Inocellia Schneid.), Gattung aus der Familie der Sialidae und der Ordnung der Netzflügler, Insekten mit breitem, herzförmigem, hinten zu einem dünnen Hals verengertem, leicht geneigtem, äußerst beweglichem Kopf, seitlich hervortretenden Augen, ohne Nebenaugen, kurzen, dünnen Fühlern, stark verlängertem, schmalem Prothorax und in der Ruhe dachförmig aufliegenden Flügeln. Die dickfühlerige K. (I. crassicornis Schneid., s. Tafel Meyers »Netzflügler«, Fig. 3), 8 mm lang, mit rotbraunem Mal in den glashellen Flügeln, das Weibchen mit langer, aufwärts gebogener Legröhre, lebt an Baumstämmen von Insekten und ist äußerst beweglich. Die ebenfalls sehr bewegliche Larve lebt im Moos und in den Flechten der Baumrinde oder unter dieser, ist vorn braun, hinten hell gestreift und verpuppt sich im Frühjahr. Die Puppe gleicht bis auf die fehlenden Flügel der Fliege u. verwandelt sich in diese am 11. oder 13. Tag.
 
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Kamelĭe (Kamellie), s. Camellia.

 

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71) Herloßsohn
 ... (das. 1842, 3. Aufl. 1872); »Wallensteins erste Liebe« (das. 1844); »Weihnachtsbilder« (das. 1847); »Die Mörder Wallensteins« (das. 1847). Auch veröffentlichte
 
72) Heyse
 ... Es folgten: »Der Roman der Stiftsdame« (1886, 12. Aufl. 1903), »Weihnachtsgeschichten« (1891), »Aus den Vorbergen« (1892), »In der Geisterstunde und andre
 
73) Hildebrandt
 ... (1830), die seine realistische Tendenz nicht zu beeinflussen vermochten. Der Weihnachtsabend (1840), Empfang des Kardinals Wolsey im Kloster (1842), Doge und
 
74) Hirsch
 ... gelt sind, auch mehr, Spießer etwa ebensoviel und Kälber zur Weihnachtszeit 2025 kg. Die Zahl der Enden entscheidet nicht sicher
 
75) Hofmann
 ... frische Gelegenheitsdichtungen und durch schriftstellerische Unternehmungen zu wohltätigen Zwecken (»Weihnachtsbaum für arme Kinder«, 25 Jahrgänge) verdient. Eine Auswahl seiner Gedichte
 
76) Homilĭus
 ... der Kreuzschule daselbst. H. war seinerzeit als Komponist hochgeschätzt (Passionen, Weihnachtsoratorien, Motetten, Kantaten u. a.), schrieb auch ein Lehrbuch des Generalbasses.
 
77) Hutzelbrot
 ... Hutzelbrot ( Hutzel - , Birnenwecken ), süddeutsches Weihnachtsgebäck aus Roggenmehlteig mit zerschnittenen getrockneten Birnen und Pflaumen ( Hutzeln
 
78) In
 ... süßem Jubel«), Anfangsworte eines alten, halb deutsch, halb lateinisch geschriebenen Weihnachtsliedes, das früher dem Petrus Dresdensis (gest. 1440) zugeschrieben wurde, in
 
79) Jensen
 ... schwerer Vergangenheit«, ein Geschichtenzyklus (das. 1888, 3. Aufl. 1901), »Vier Weihnachtserzählungen« (das. 1888), »Jahreszeiten« (das. 1889), »Sankt - Elmsfeuer« (das. 1889),
 
80) Jesus
 ... die aufblühende Kultur des Bürgertums gefördert wurde (s. Weihnachtsspiele , Passionsspiele , Osterspiele). Neues Leben
 
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