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Kalzeolarĭen bis Kamant (Bd. 6, Sp. 500 bis 501)
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Artikelverweis Kalzeolarĭen, s. Calceolaria.
 
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Kalzination (v. lat. calx, Kalk, »Verkalkung«), ursprünglich das Glühen im offenen Feuer, wobei Metalle Sauerstoff aufnehmen, nach der frühern Auffassung verkalken. Gegenwärtig versteht man unter K. auch ein Glühen von Substanzen zum Austreiben flüchtiger Stoffe (Wasser, Kohlensäure, Organisches), wobei entweder gleichzeitig eine Oxydation bezweckt wird, also Luft zutreten muß (K. von Eisenvitriol zur Austreibung von Wasser und Oxydation des Eisenoxyduls zu Oxyd, K. der Pottasche zur Entfernung von Wasser und zum Verbrennen organischer Substanzen), oder nicht (K. von Borax zur Entfernung von Wasser, des Galmeis zur Verflüchtigung von Kohlensäure). Zuweilen bezweckt man mit der K. lediglich eine Oxydation, z. B. Umwandlung von Kupfer in Kupferoxyd behufs der Kupfervitriolbereitung. Zum Kalzinieren benutzt man Kalzinieröfen, Kalzinierherde und gewöhnliche Flammöfen.
 
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Kalzīt (Calcit), s. Meyers Kalkspat.
 
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Kalzĭum und Zusammensetzungen, s. Meyers Calcium etc.
 
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Kama, pers. Waffe, ähnlich dem Meyers Jatagan (s. d.).
 
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Kama (bei den Wotjäken Budshim-kam, bei den Tschuwaschen Schoiga-adil, bei den Tataren Tscholman Idel oder Ak Idel genannt, welche Worte »weißer Fluß« bedeuten), der größte Nebenfluß der Wolga, entspringt aus den Sümpfen des Glasowschen Kreises im Gouvernement Wjatka, fließt anfangs nördlich, dann nordöstlich und tritt in das Gouvernement Perm ein, wo er sich westlich von Tscherdyn gegen S. wendet und, nachdem er einen großen Teil des Gouvernements Perm durchflossen, in südwestlicher Richtung weiterfließend, eine Zeitlang die Grenze zwischen Wjatka und Ufa bildet; darauf tritt er in das Gouvernement Kasan über, wendet sich gegen W. und mündet 69 km unterhalb Kasan gegenüber dem Kirchdorf Bogorodizk von links in die Wolga. Er hat keine Stromschnellen, ein völlig freies Fahrwasser und ist von der Mündung der Wischera an schiffbar. Die Tiefe wechselt von 326 m; die Länge beträgt 1886 km, wovon 1500 schiffbar sind, sein Flußgebiet 524,757 qkm (9531 QM.); der obere Lauf ist nur 185 Tage im Jahr, der untere 205 eisfrei. Im Frühjahr steigt das Wasser so, daß der Fluß stellenweise bis 30 km breit wird. Schiffbare Nebenflüsse sind links: Wischera, Tschussowaja, Bjelaja; rechts: Inwa, Obwa, Wjatka. Die Zahl der Werften an den Ufern der K. ist ansehnlich und der durch diesen Strom vermittelte Handel zwischen Sibirien, Nishnij Nowgorod und Petersburg sehr bedeutend. Von Wichtigkeit ist die K. besonders für die Verfrachtung der uralischen Bergbauprodukte, ferner für den Getreide- und Holzhandel.
 
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Kâma (auch Manmatha), in der ind. Mythologie der Gott der Liebe, dem griechischen Eros zu vergleichen und nach einigen ihm nachgebildet. Er reitet auf einem Papagei und verwundet mit einem Pfeil aus Blumen, der von einem Bogen aus Zuckerrohr abgeschossen wird. Er heißt auch Ananga (»der Körperlose«), weil er der Sage nach einst von Çiva im Zorn zu Asche verbrannt wurde und seitdem seinen eigentlichen Körper verloren hat. Seine Gattin ist die schöne Rati (»Wollust«).
 
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Kamaïen, Kamail, s. Cam...
 
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Kamala (Wurus, Waras), leichtes, lockeres rotes Pulver, besteht im wesentlichen aus den zinnoberroten Drüschen, welche die kirschgroßen Früchte der Euphorbiazee Mallotus philippinensis (Rottlera tinctoria) bedecken. Man gewinnt es in Indien durch Schütteln oder Abreiben der Früchte. K. ist geruch- und geschmacklos, enthält als Beimengungen Sternhaare, Bruchstückchen der Früchte und Blätter, Staub etc. Sie wird von Wasser kaum angegriffen, gibt an Alkohol, Äther und Kalilauge ein rotes Harz ab, enthält Spuren von ätherischem Ol, Zitronen- und Oxalsäure, im wesentlichen aber Harze (Kamalarot) und Rottlerin C22H20O6. Letzteres bildet gelbe Kristalle, löst sich in Wasser, Alkohol und Äther, in wässerigen Alkalien mit tiefroter Farbe, ist nicht flüchtig und entsteht auch bei Behandlung von Aloin mit Salzsäure. K. dient in Indien seit alter Zeit zum Färben der Seide und gibt ein schönes Orangebraun; seit der Mitte des 19. Jahrh. wurde es in Europa als Bandwurmmittel benutzt, und seit 1872 ist es auch bei uns offizinell. Vor dem Kusso hat es den Vorzug, daß es weniger leicht Übelkeit und Erbrechen erregt. Auch gegen Hautkrankheiten ist es benutzt worden.
 
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Kamaldŭlenser-Einsiedler (Kamaldulisten oder Romualdiner), ein vom heil. Romuald (s. d.) 1012 gestifteter geistlicher Orden mit der Regel des heil. Benedikt (daher weiße Benediktiner), der nach seinem ersten Sitz, Camaldoli (Campo Maldoli bei Arezzo in den Apenninen), benannt und 1072 von Papst Alexander

[Bd. 6, Sp. 501]


II. bestätigt wurde. Die K. tragen einen weißen langen Rock, ein Skapulier, eine runde Kapuze und Schuhe. Der Genuß von Fleisch war untersagt. Während der großen Fasten pflegten viele, dem Beispiel des Stifters nacheifernd, ein 40tägiges Schweigen zu beobachten. Gegen die Benediktinische Regel führte Romuald das beschauliche, aller Einwirkung nach außen fremde Einsiedlerleben ein, was dem Orden im Verlauf der Zeit sehr nachteilig ward. Denn kaum hatte sich 1300 die Kamaldulenser-Einsiedelei San Michele di Murano bei Venedig zu einem förmlichen Kloster erhoben (Kamaldulenser-Cönobiten), als sich demselben sogleich die Kamaldulenser-Observanten, d. h. die der ursprünglichen Regel treu Gebliebenen, feindlich gegenüberstellten, und seitdem zerspaltete sich der Orden in langjährigen Zwistigkeiten in mehrere Kongregationen, jede mit eigenem General (Major) und eigenen Satzungen. Der Orden, der nie sehr zahlreich war, hat jetzt nur noch etwa 200 Mitglieder in sechs Niederlassungen, davon fünf in Italien, eine in Bielang in der Diözese Krakau. Papst Gregor XVI. war ein Kamaldulenser. Vgl. Heimbucher, Die Orden und Kongregationen der katholischen Kirche, Bd. 1 (Paderb. 1896).
 
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Kamant, Volksstamm in Abessinien, s. Meyers Falascha.

 

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71) Herloßsohn
 ... (das. 1842, 3. Aufl. 1872); »Wallensteins erste Liebe« (das. 1844); »Weihnachtsbilder« (das. 1847); »Die Mörder Wallensteins« (das. 1847). Auch veröffentlichte
 
72) Heyse
 ... Es folgten: »Der Roman der Stiftsdame« (1886, 12. Aufl. 1903), »Weihnachtsgeschichten« (1891), »Aus den Vorbergen« (1892), »In der Geisterstunde und andre
 
73) Hildebrandt
 ... (1830), die seine realistische Tendenz nicht zu beeinflussen vermochten. Der Weihnachtsabend (1840), Empfang des Kardinals Wolsey im Kloster (1842), Doge und
 
74) Hirsch
 ... gelt sind, auch mehr, Spießer etwa ebensoviel und Kälber zur Weihnachtszeit 2025 kg. Die Zahl der Enden entscheidet nicht sicher
 
75) Hofmann
 ... frische Gelegenheitsdichtungen und durch schriftstellerische Unternehmungen zu wohltätigen Zwecken (»Weihnachtsbaum für arme Kinder«, 25 Jahrgänge) verdient. Eine Auswahl seiner Gedichte
 
76) Homilĭus
 ... der Kreuzschule daselbst. H. war seinerzeit als Komponist hochgeschätzt (Passionen, Weihnachtsoratorien, Motetten, Kantaten u. a.), schrieb auch ein Lehrbuch des Generalbasses.
 
77) Hutzelbrot
 ... Hutzelbrot ( Hutzel - , Birnenwecken ), süddeutsches Weihnachtsgebäck aus Roggenmehlteig mit zerschnittenen getrockneten Birnen und Pflaumen ( Hutzeln
 
78) In
 ... süßem Jubel«), Anfangsworte eines alten, halb deutsch, halb lateinisch geschriebenen Weihnachtsliedes, das früher dem Petrus Dresdensis (gest. 1440) zugeschrieben wurde, in
 
79) Jensen
 ... schwerer Vergangenheit«, ein Geschichtenzyklus (das. 1888, 3. Aufl. 1901), »Vier Weihnachtserzählungen« (das. 1888), »Jahreszeiten« (das. 1889), »Sankt - Elmsfeuer« (das. 1889),
 
80) Jesus
 ... die aufblühende Kultur des Bürgertums gefördert wurde (s. Weihnachtsspiele , Passionsspiele , Osterspiele). Neues Leben
 
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