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Kalquieren bis Kalte Eiche (Bd. 6, Sp. 492 bis 493)
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Artikelverweis Kalquieren, s. Meyers Kalkieren.
 
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Kals, Dorf in Tirol, Bezirksh. Lienz, 1322 m ü. M., im Kaisertal (Seitental des Iseltals) gelegen, mit (1900) 1045 Einw., Ausgangspunkt für die Besteigung des Großglockners (über die Stüdlhütte). Nördlich Übergang über den Kalser Tauern (2512 m) in das Stubachtal und Oberpinzgau.
 
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Kalt heißen Fährten, die nicht mehr frisch sind.
 
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Kalt., bei Pflanzen- und Tiernamen Abkürzung für Johann Heinrich Kaltenbach, geb. 1807 in Köln, gest. 1876 als Lehrer an der Realschule in Aachen; schrieb: »Monographie der Pflanzenläuse« (1. Teil: Die Blatt- und Erdläuse, Aachen 1843); »Flora des Aachener Beckens« (das. 1845); »Die Pflanzenfeinde aus der Klasse der Insekten« (Stuttg. 1872).
 
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Kaltbad, s. Meyers Rigi.
 
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Kaltblüter, s. Meyers Tierische Wärme und Meyers Wechselwarme Tiere.
 
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Kaltbruch, die Eigenschaft mancher Metalle, bei der mechanischen Bearbeitung (Hämmern, Walzen etc.) in gewöhnlicher Temperatur rissig zu werden, eine Folge von fremden Beimengungen (z. B. von Phosphorgehalt bei Schmiedeeisen, von Kupferoxydul bei Kupfer) oder veranlaßt durch kristallinische Struktur, die durch Guß bei nicht gehöriger Temperatur entstanden ist.
 
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Kaltdampfmaschine (Abwärmekraftmaschine), Kraftmaschine, die mit den Dämpfen einer bei niederer Temperatur siedenden Flüssigkeit (schweflige Säure, Ammoniak, Äther, Benzol etc.) betrieben wird. Zur Erzeugung dieser sogen. Kaltdämpfe wird die aus den Wärmemotoren abgeführte Wärme,

[Bd. 6, Sp. 493]


die Abwärme, herangezogen. Die Wärmemengen, die aus Dampfmaschinen und Dampfturbinen durch den Abdampf, bez. den Kondensator, bei Gasmotoren durch das Kühlwasser und die Abgase abgeführt werden müssen, sind recht erheblich und können zum Teil in der K. nutzbar gemacht werden. Bis jetzt sind Kaltdampfmaschinen im Anschluß an Wasserdampfmaschinen ausgeführt worden. Als Arbeitsmittel wird schweflige Säure benutzt. Der von der Wasserdampfmaschine kommende Abdampf wird in einen Oberflächenkondensator geleitet, der als Kühlflüssigkeit nicht das gebräuchliche Kühlwasser, sondern schweflige Säure erhält. Die Wärme des Wasserdampfes wird nun zur Verdampfung der schwefligen Säure, also zur Bildung von Kaltdampf benutzt, und die Wärmeentziehung aus dem Wasserdampf bewirkt die Kondensation des letztern; der Kondensator für den Wasserdampf stellt also zugleich den Verdampfer für den Kaltdampf dar. Das sich bildende Kondensationswasser kann in den Wasserdampfkessel zurückgepumpt werden, der erzeugte Kaltdampf aber wird einer K., die genau so wie eine gewöhnliche Dampfmaschine arbeitet, zugeleitet, in der er expandiert und Arbeit leistet. Nach Austritt aus der K. wird der Kaltdampf in einem zweiten Oberflächenkondensator mit Wasser gekühlt und verflüssigt und durch eine Speisepumpe dem ersten Kondensator (Verdampfer) wieder zugeführt, um von neuem verdampft zu werden. Es finden also andauernd zwei Kreisläufe einer verdampfenden und wieder verdichteten Flüssigkeit statt, von denen der eine die höhern Wärmegrade (bei der Wasserdampfmaschine) und der andre die bei der gewöhnlichen Dampfmaschine unbenutzt bleibenden niedern Wärmegrade (bei der K.) verwertet. Die Dämpfe der schwefligen Säure erreichen je nach der Kondensatortemperatur (gewöhnlich 5065°) eine Spannung von 1012 Atmosphären (Überdruck). Nach Versuchen werden für 1 Pferd und 1 Stunde der indizierten Leistung der K. je nach der Temperatur des zur Verfügung stehenden Kühlwassers 1318 kg Abdampf der Wasserdampfmaschine verbraucht. Im Anschluß an Gasmotoren sind Abwärmekraftmaschinen wohl in Aussicht genommen, aber noch nicht in Betrieb gekommen. Die K. in Verbindung mit der Wasserdampfmaschine ist nicht neu. Versuche mit einer vonDu Trembley gebauten K., die als Arbeitsflüssigkeit Äther benutzte, fanden schon 1853 auf einem Transportdampfer statt. 1847 war eine kombinierte Wasserdampf- u. Ätherdampfmaschine von 50 Pferdekräften zu Lyon in einer Glaswarenfabrik in Betrieb. In beiden Fällen soll sich eine bedeutende Brennmaterialersparnis ergeben haben. Später beschäftigten sich Behrend und Zimmermann mit der Konstruktion der K., wobei sie mit großen Schwierigkeiten zu kämpfen hatten. Erst vor wenigen Jahren ist es Josse gelungen, die K. so weit auszubilden, daß sie nunmehr in mehreren Fällen in industriellen Betrieben Verwendung gefunden hat.
 
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Kälte, s. Meyers Wärme.
 
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Kältebilder. Entwirft man etwa mittels eines Hohlspiegels das Bild eines heißen Körpers auf einem mit Quecksilberjodid bestrichenen Papierschirm, so tritt das an sich unsichtbare, durch die dunkeln Wärmestrahlen erzeugte Bild infolge der Erhitzung des Schirms mit roter Farbe auf gelbem Grunde hervor. Entwirft man ebenso von einem kalten Körper, z. B. Eis, ein Bild auf den bis zur Rötung erwärmten Papierschirm, so tritt ein gelbes Bild, das Kältebild, hervor.
 
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Kalte Eiche, Berg, s. Meyers Westerwald.

 

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71) Herloßsohn
 ... (das. 1842, 3. Aufl. 1872); »Wallensteins erste Liebe« (das. 1844); »Weihnachtsbilder« (das. 1847); »Die Mörder Wallensteins« (das. 1847). Auch veröffentlichte
 
72) Heyse
 ... Es folgten: »Der Roman der Stiftsdame« (1886, 12. Aufl. 1903), »Weihnachtsgeschichten« (1891), »Aus den Vorbergen« (1892), »In der Geisterstunde und andre
 
73) Hildebrandt
 ... (1830), die seine realistische Tendenz nicht zu beeinflussen vermochten. Der Weihnachtsabend (1840), Empfang des Kardinals Wolsey im Kloster (1842), Doge und
 
74) Hirsch
 ... gelt sind, auch mehr, Spießer etwa ebensoviel und Kälber zur Weihnachtszeit 2025 kg. Die Zahl der Enden entscheidet nicht sicher
 
75) Hofmann
 ... frische Gelegenheitsdichtungen und durch schriftstellerische Unternehmungen zu wohltätigen Zwecken (»Weihnachtsbaum für arme Kinder«, 25 Jahrgänge) verdient. Eine Auswahl seiner Gedichte
 
76) Homilĭus
 ... der Kreuzschule daselbst. H. war seinerzeit als Komponist hochgeschätzt (Passionen, Weihnachtsoratorien, Motetten, Kantaten u. a.), schrieb auch ein Lehrbuch des Generalbasses.
 
77) Hutzelbrot
 ... Hutzelbrot ( Hutzel - , Birnenwecken ), süddeutsches Weihnachtsgebäck aus Roggenmehlteig mit zerschnittenen getrockneten Birnen und Pflaumen ( Hutzeln
 
78) In
 ... süßem Jubel«), Anfangsworte eines alten, halb deutsch, halb lateinisch geschriebenen Weihnachtsliedes, das früher dem Petrus Dresdensis (gest. 1440) zugeschrieben wurde, in
 
79) Jensen
 ... schwerer Vergangenheit«, ein Geschichtenzyklus (das. 1888, 3. Aufl. 1901), »Vier Weihnachtserzählungen« (das. 1888), »Jahreszeiten« (das. 1889), »Sankt - Elmsfeuer« (das. 1889),
 
80) Jesus
 ... die aufblühende Kultur des Bürgertums gefördert wurde (s. Weihnachtsspiele , Passionsspiele , Osterspiele). Neues Leben
 
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