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Kallisto bis Kallosität (Bd. 6, Sp. 486 bis 487)
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Artikelverweis Kallisto, Tochter des arkadischen Königs Lykaon, Jagdgefährtin der Artemis, von Zeus Mutter des Meyers Arkas (s. d.) und von der zürnenden Artemis in eine Bärin verwandelt oder getötet. Zeus versetzte sie als Arktos (»Bärin«) unter die Gestirne, den Sohn gab er Maia oder Hermes zur Erziehung. Vgl. R. Franz, De Callistus fabula (Leipz. 1890).
 
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Kallistrătos, 1) aus Aphidna (Attika), einflußreicher Redner und tüchtiger Feldherr neben Timotheos und Iphikrates, war ein entschiedener Gegner Thebens und deshalb Anhänger einer Sparta freundlichen Politik (seit 372); sechs Jahre lang hat er wie einst Perikles an der Spitze Athens gestanden; da jedoch die antiböotische Politik dem Staat empfindliche Verluste verursachte, ward er angeklagt und konnte trotz seiner Beredsamkeit, die Demosthenes dazu begeistert haben soll, sich zum Redner auszubilden, dem Tode nur durch freiwillige Verbannung nach Mazedonien entgehen (361). Ohne Erlaubnis aus der Verbannung nach Athen zurückgekehrt, wurde er hingerichtet.
   2) Griech. Rhetor, vielleicht des 3. Jahrh. n. Chr., verfaßte nach dem Beispiel des Philostratos Beschreibungen (Ekphraseis) von zehn plastischen Werken berühmter Künstler in geziertem Ton und ohne eine wirkliche Anschauung zu geben (abgedruckt in den Ausgaben des Philostratos, s. d. 3).
 
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Kallitrichazeen (Wassersterne), dikotyle, etwa 25 Arten umfassende Pflanzenfamilie von unsicherer systematischer Stellung, von manchen mit den Halorrhagidazeen vereinigt, Wasserpflanzen mit gegenständigen, am Sproßgipfel oft rosettenartig zusammengedrängten Blättern und achselständigen, eingeschlechtigen,

[Bd. 6, Sp. 487]


von zwei Vorblättern umgebenen, nackten, sehr reduzierten Blüten, die entweder aus einem Staubgefäß oder aus einem zweigriffeligen Fruchtknoten bestehen, der bei der Fruchtreife in vier einsamige Steinfrüchtchen zerfällt. Vgl. Hegelmaier, Monographie der Gattung Callitriche (Stuttg. 1864).
 
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Kallitriche, s. Meyers Meerkatze.
 
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Kallitypīe (griech.), photographisches Kopierverfahren mittels lichtempfindlichen Gemischen von Eisenoxyd- und Silbersalzen; s. Meyers Photographie.
 
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Kalliwōda, Johann Wenzel, Violinspieler und Komponist, geb. 21. Febr. 1801 in Prag, gest. 3. Dez. 1866 in Karlsruhe, am Prager Konservatorium gebildet, war 182253 Kapellmeister des Fürsten von Fürstenberg in Donaueschingen, wo ihm 1902 ein Denkmal errichtet wurde. Ein sehr fruchtbarer Komponist, machte sich K. durch zahlreiche Violinwerke, Symphonien (darunter eine treffliche in F moll), Konzertouvertüren, besonders aber durch ansprechende Lieder bekannt. Als Violinvirtuos zeichnete er sich weniger durch brillantes als durch ausdrucksvolles Spiel aus. Sein Sohn Wilhelm K., geb. 19. Juli 1827 in Donaueschingen, gest. 8. Sept. 1893 in Karlsruhe, wirkte von 1848 an als Musikdirektor an der katholischen Kirche in Karlsruhe, später auch gleichzeitig als Kapellmeister am dortigen Hoftheater und trat 1875 in den Ruhestand. In seinen Kompositionen folgt er mit Vorliebe der Mendelssohnschen Richtung.
 
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Kallmorgen, Friedrich, Maler, geb. 15. Nov.;856 in Altona, studierte von 187577 auf der Düsseldorfer Kunstakademie und bildete sich dann bei Gude in Karlsruhe weiter, mit dem er 1880 nach Berlin ging, wo er jedoch nur ein halbes Jahr blieb. Nach Karlsruhe zurückgekehrt, setzte er dort seine Studien in der Landschaftsmalerei bei Baisch und Schönleber fort, die besonders auf seine koloristische Ausbildung von Einfluß wurden. Letztere wurde noch erweitert durch eine Reise nach Holland, die ihm eine Reihe von Motiven zu Landschaften und Straßenansichten bot, auf denen der figürlichen Staffage eine bedeutsame Rolle angewiesen ist. In seinen Bildern vereinigt sich plastische Darstellung mit Kraft der Färbung, schlichter Wahrheit der Auffassung und einem Streben nach wirksamer Beleuchtung. Seine Hauptwerke sind: Sommertag in der Heide (1880); Kornfeld und Obstbäume (1881); der Studienplatz; Ostermontag (mit Musikanten); Kanalbau an der Nordsee (1884); Feierabend und der Brief aus Amerika (1886, holländische Motive); der Feuerreiter; der blinde Musikant (1887); Fischerdorf an der schleswigschen Küste; die Strickschule (1889); Nachbarskinder; die Neugierigen; die betenden Kinder (1891); der Dorfbrand; der Erzähler (1893); Markt in Karlsruhe; die Büste des Kaisers (Gipsfigurenhändler im Dorfe); Michaeliskirche in Hamburg; am Landungsplatze des Fährdampfers; Flachsscheuer in Holland und Elbe bei Hamburg. In neuerer Zeit hat er sich mehr der landschaftlichen Stimmungsmalerei im realistischen Sinne zugewandt und auch die Originallithographie gepflegt. 1887 erhielt er die kleine goldene Medaille der Berliner Ausstellung. Anfang 1902 folgte er einem Ruf als Lehrer an der Kunstakademie in Berlin. Er veröffentlichte: »Ins Land der Mitternachtssonne. Tagebuch eines Malers. Schilderungen von der Nordlandreise der Auguste Viktoria« (Leipz. 1899). Seine Gattin ist die Stillebenmalerin Hormuth-K. (s. d.).
 
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Kallnberg (Callnberg), Stadt in der sächs. Kreish. Chemnitz, Amtsh. Glauchau, an der Staatsbahnlinie St. Egidien-Stollberg, nur durch die Rödlitz von Meyers Lichtenstein (s. d.) getrennt, 322 m ü. M., hat eine evang. Kirche, Lehrerinnenseminar, Weberei, Strumpfwirkerei, Fabrikation von Bett- und Tischdecken, Portieren- und Vorhangstoffen und künstlichen Blumen und (1900) 3385 Einw. K. wurde 1716 von Meyers Lichtenstein (s. d.) abgetrennt und zur Stadt erhoben.
 
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Kallon, griech. Bildhauer, s. Meyers Kalon.
 
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Kallŏne (»Schönheit«), mutmaßlicher Name einer Göttin der samothrakischen Mysterien.
 
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Kallosität (lat.), soviel wie Schwiele (callus).

 

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71) Herloßsohn
 ... (das. 1842, 3. Aufl. 1872); »Wallensteins erste Liebe« (das. 1844); »Weihnachtsbilder« (das. 1847); »Die Mörder Wallensteins« (das. 1847). Auch veröffentlichte
 
72) Heyse
 ... Es folgten: »Der Roman der Stiftsdame« (1886, 12. Aufl. 1903), »Weihnachtsgeschichten« (1891), »Aus den Vorbergen« (1892), »In der Geisterstunde und andre
 
73) Hildebrandt
 ... (1830), die seine realistische Tendenz nicht zu beeinflussen vermochten. Der Weihnachtsabend (1840), Empfang des Kardinals Wolsey im Kloster (1842), Doge und
 
74) Hirsch
 ... gelt sind, auch mehr, Spießer etwa ebensoviel und Kälber zur Weihnachtszeit 2025 kg. Die Zahl der Enden entscheidet nicht sicher
 
75) Hofmann
 ... frische Gelegenheitsdichtungen und durch schriftstellerische Unternehmungen zu wohltätigen Zwecken (»Weihnachtsbaum für arme Kinder«, 25 Jahrgänge) verdient. Eine Auswahl seiner Gedichte
 
76) Homilĭus
 ... der Kreuzschule daselbst. H. war seinerzeit als Komponist hochgeschätzt (Passionen, Weihnachtsoratorien, Motetten, Kantaten u. a.), schrieb auch ein Lehrbuch des Generalbasses.
 
77) Hutzelbrot
 ... Hutzelbrot ( Hutzel - , Birnenwecken ), süddeutsches Weihnachtsgebäck aus Roggenmehlteig mit zerschnittenen getrockneten Birnen und Pflaumen ( Hutzeln
 
78) In
 ... süßem Jubel«), Anfangsworte eines alten, halb deutsch, halb lateinisch geschriebenen Weihnachtsliedes, das früher dem Petrus Dresdensis (gest. 1440) zugeschrieben wurde, in
 
79) Jensen
 ... schwerer Vergangenheit«, ein Geschichtenzyklus (das. 1888, 3. Aufl. 1901), »Vier Weihnachtserzählungen« (das. 1888), »Jahreszeiten« (das. 1889), »Sankt - Elmsfeuer« (das. 1889),
 
80) Jesus
 ... die aufblühende Kultur des Bürgertums gefördert wurde (s. Weihnachtsspiele , Passionsspiele , Osterspiele). Neues Leben
 
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