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Kalgan bis Kalibermäßige Kugeln (Bd. 6, Sp. 461 bis 462)
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Artikelverweis Kalgan (russ., v. mongol. Chalga, »Tor«, chines. Tschangkiakou), Stadt in der chines. Provinz Tschili, unter 40°50' nördl. Br. am Tsinho, Nebenfluß des Hunho, mit Mauern umgeben, die sich an die Große Mauer (äußerer Zweig) anschließen, an der Handelsstraße

[Bd. 6, Sp. 462]


von Peking nach Kiachta, wohin namentlich Tee ausgeführt wird, mit etwa 70,000 Einw. (ausschließlich Chinesen, darunter viele Mohammedaner). Außerhalb der Stadt liegen die Häuser russischer Kaufleute und protestantischer Missionare.
 
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Kalgoorlie, Bergwerksstadt in Westaustralien, 38 km nordöstlich von Meyers Coolgardie (s. d.), mit reichen, 1893 entdeckten Goldlagern und über 18,000 Einw. Man plant, die Eisenbahn Perth-Coolgardie-K. nach Port Meyers Augusta (s. d.) in Südaustralien fortzusetzen und so eine transaustralische Bahn zu schaffen.
 
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Kalgujew (Kolgujew), Insel im nördlichen Eismeer, nordöstlich von der Tscheskajabucht, zum russischen Gouv. Archangel gehörig, 4220 qkm groß. Das Innere bildet eine weite Tundra, die stellenweise von Hügeln unterbrochen wird. Die Vegetation ist sehr ärmlich, da der Boden auch im wärmsten Sommer nicht tiefer als auf 0,6 m auftaut. Im ganzen kommen hier 110 Pflanzen vor; von einiger Bedeutung ist nur Cochlearia oblongifolia als Arzneikraut. Der erste Versuch, sich auf der Insel anzusiedeln, mißglückte vollständig, indem die 1767 hergezogenen 70 Raskolniken sämtlich erfroren; dasselbe Schicksal ereilte 1780 zwei Samojedenfamilien. Gegenwärtig wird K. im Sommer von zahlreichen Jägern besucht, die Daunen hier sammeln und eine reiche Beute an Füchsen, Eisfüchsen, Eisbären, Walrossen, Seekälbern, Weißfischen, Schwänen, Tauchern und Gänsen finden. Stellenweise, besonders am Ufer, ist die Insel mit meterhohen Guanoschichten bedeckt. S. Karte »Nordpolarländer«.
 
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Kali, soviel wie Kaliumoxyd. Kali causticum seu hydricum, Kaliumhydroxyd, Ätzkali; K. causticum (seu hydricum) fusum, geschmolzenes Ätzkali.
 
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Kâlî, ind. Göttin, s. Meyers Pârvatî.
 
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Kalialaun, s. Meyers Alaun.
 
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Kalian (Kaliun, pers.), die pers. Wasserpfeife, bei welcher der Schlauch der Nargile durch ein 0,5 m langes Holzrohr und die Flasche durch eine wirkliche oder in Holz imitierte Kokosnuß ersetzt ist. Die bisweilen kunstvoll emaillierten und mit teuern Steinen besetzten Kaliane werden am schönsten in Ispahan hergestellt (s. Tafel Meyers »Rauchgeräte II«, Fig. 9).
 
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Kaliatūrholz, s. Meyers Sandelholz.
 
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Kaliban, s. Meyers Caliban.
 
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Kalīber (altspan. calibo, Modell, Maß), wahrscheinlich aus Arabien nach Spanien, dann über Frankreich (calibre) nach Deutschland gekommen, Bezeichnung für den Durchmesser der Seele bei Feuerwaffen und den der Geschosse. Bei gezogenen Geschützen mißt man das K. zwischen den Feldern, bei Geschossen den größten Durchmesser. Instrument hierfür ist der Kalibermaßstab (1540 von Hartmann in Nürnberg erfunden), ein Stangenzirkel, bestehend aus einem Lineal (Nickelstahl) mit Einteilung, das an einem Ende einen festen Fuß hat, während ein andrer, mit Nonius, verschiebbar ist. Dies Kalibrieren findet beim Messen kleiner Durchmesser durch Leeren, stahlharte Stahlplatten mit Löchern von bestimmter Abmessung, statt, z. B. für Patronenhülsen auf der Kalibriermaschine. Das K. wird meist in Metermaß bestimmt, für Geschütze kommt noch das Zollmaß oder das Geschoßgewicht (England, Rußland, Nordamerika) in Anwendung. Auch für die Lange der Seele, der Geschosse, des Dralls dient K. als Maßeinheit. Bei erstern beiden ist die Bezeichnung L/35, bez. L/4 (35 oder 4 K. lang) gebräuchlich. Eine Dralllänge von x K. bedeutet, daß das Geschoß auf x K. Länge eine Umdrehung macht.
 
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Kalibermäßige Kugeln, s. Meyers Paßkugeln.

 

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71) Herloßsohn
 ... (das. 1842, 3. Aufl. 1872); »Wallensteins erste Liebe« (das. 1844); »Weihnachtsbilder« (das. 1847); »Die Mörder Wallensteins« (das. 1847). Auch veröffentlichte
 
72) Heyse
 ... Es folgten: »Der Roman der Stiftsdame« (1886, 12. Aufl. 1903), »Weihnachtsgeschichten« (1891), »Aus den Vorbergen« (1892), »In der Geisterstunde und andre
 
73) Hildebrandt
 ... (1830), die seine realistische Tendenz nicht zu beeinflussen vermochten. Der Weihnachtsabend (1840), Empfang des Kardinals Wolsey im Kloster (1842), Doge und
 
74) Hirsch
 ... gelt sind, auch mehr, Spießer etwa ebensoviel und Kälber zur Weihnachtszeit 2025 kg. Die Zahl der Enden entscheidet nicht sicher
 
75) Hofmann
 ... frische Gelegenheitsdichtungen und durch schriftstellerische Unternehmungen zu wohltätigen Zwecken (»Weihnachtsbaum für arme Kinder«, 25 Jahrgänge) verdient. Eine Auswahl seiner Gedichte
 
76) Homilĭus
 ... der Kreuzschule daselbst. H. war seinerzeit als Komponist hochgeschätzt (Passionen, Weihnachtsoratorien, Motetten, Kantaten u. a.), schrieb auch ein Lehrbuch des Generalbasses.
 
77) Hutzelbrot
 ... Hutzelbrot ( Hutzel - , Birnenwecken ), süddeutsches Weihnachtsgebäck aus Roggenmehlteig mit zerschnittenen getrockneten Birnen und Pflaumen ( Hutzeln
 
78) In
 ... süßem Jubel«), Anfangsworte eines alten, halb deutsch, halb lateinisch geschriebenen Weihnachtsliedes, das früher dem Petrus Dresdensis (gest. 1440) zugeschrieben wurde, in
 
79) Jensen
 ... schwerer Vergangenheit«, ein Geschichtenzyklus (das. 1888, 3. Aufl. 1901), »Vier Weihnachtserzählungen« (das. 1888), »Jahreszeiten« (das. 1889), »Sankt - Elmsfeuer« (das. 1889),
 
80) Jesus
 ... die aufblühende Kultur des Bürgertums gefördert wurde (s. Weihnachtsspiele , Passionsspiele , Osterspiele). Neues Leben
 
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