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Kalat Schergât bis Kalbe (Bd. 6, Sp. 449 bis 450)
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Artikelverweis Kalat Schergât, Burg, 53 km unterhalb der Einmündung des Großen Zâb am rechten Tigrisufer gelegen, mit den Resten der ältesten Hauptstadt Assyriens, Assur, darunter der königliche Palast.
 
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Kalau (Calau), Kreisstadt im preuß. Regbez. Frankfurt a. O., Knotenpunkt der Staatsbahnlinien

[Bd. 6, Sp. 450]


Halle-Kottbus und Lübbenau-Kamenz, 82 m ü. M., hat 2 evang. Kirchen, darunter die im gotischen Stil erbaute Stadtkirche, ein schönes Rathaus, Amtsgericht, bedeutende Schuhwarenfabrikation, Ziegelbrennerei und (1900) 3052 Einw. K. wird zuerst 1285 urkundlich genannt, 1414 kam es als Pfand, nach 1462 unmittelbar an Kursachsen und 1815 an Preußen. Das Schloß (Dunkelsberg) verfiel schon im 15. Jahrh.
 
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Kalau, Abraham, Theolog, s. Calovius.
 
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Kalauer, eine an Meyers Calembour (s. d.) anklingende Bezeichnung für witzige Wortspiele, vor allem solche, die nicht allzuviel Witz erfordern.
 
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Kalaurīa (Kalaureia), im Altertum Insel im Saronischen Meerbusen, an der Küste von Argolis (das jetzige Poros), berühmt wegen ihres in ausgedehnten Resten erhaltenen Poseidontempels, der einst Mittelpunkt einer ursprünglich ionischen Amphiktyonie von sieben Seestädten, später ein selbst von den Mazedoniern geachtetes Asyl war. Hierher floh 322 v. Chr. Demosthenes und nahm Gift.
 
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Kalavryta, Hauptstadt einer Eparchie im griech. Nomos Achaja, am Nordwesthang des Chelmos, mit Diakophto an der Bahn Piräeus-Pyrgos durch Zahnradbahn verbunden, Bischofssitz, mi 1(1889) 1237 Einw. Über der Stadt die Ruinen einer fränkischen Zitadelle, wahrscheinlich das alte Meyers Kynätha (s. d.). In der Nähe das Kloster St. Lavra, wo 1821 Erzbischof Germanos zum Aufstande gegen die Türken rief.
 
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Kalb, das Junge mehrerer großer Säugetiere, wie des Rotwildes (Cervus), besonders aber des Rindes (Bos), bis zum Alter von einem Jahr, und zwar bei letzterm je nach dem Geschlecht Kuhkalb oder Stierkalb und während des Saugens Saugkalb genannt.
 
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Kalb, goldenes, s. Meyers Goldenes Kalb.
 
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Kalb, 1) Johann, Baron von, nordamerikan. General, geb. 29. Juli 1721 in Hüttendorf bei Erlangen, gest. 19. Aug. 1780 bei Camden (Südcarolina), Sohn eines Bauern, trat als Jean de K. in das in französischem Dienst stehende deutsche Regiment Löwendal, machte den Österreichischen Erbfolgekrieg und den Siebenjährigen Krieg mit, erhielt 1763 als Oberstleutnant seinen Abschied und zog sich, nachdem er sich mit einer reichen Französin verheiratet, aufs Land zurück. 1767 sandte ihn der Minister Choiseul nach Amerika, um den militärischen und politischen Zustand der dortigen englischen Besitzungen zu erkunden. 1777 ging er mit Lafayette abermals nach Amerika, trat im September als Generalmajor in die Armee der aufständischen Kolonien und kämpfte tapfer in den Feldzügen der Jahre 177880. Als K. 1780 unter Gates in Südcarolina einfiel, wurde er 16. Aug. in der gegen seinen Willen begonnenen Schlacht bei Camden elfmal verwundet und starb nach drei Tagen. Am 16. Aug. 1886 wurde ihm in Annapolis ein Denkmal (von E. Keyser in Rom) errichtet. Vgl. Kapp, Leben des amerikanischen Generals Johann K. (Stuttg. 1862; engl., New York 1870).
   2) Charlotte von, geborne Marschalk von Ostheim, geb. 25. Juli 1761 zu Waltershausen im Grabfeld, gest. 12. Mai 1843 in Berlin, besonders durch ihr Verhältnis zu Schiller bekannt, verbrachte ihre Jugend teils in Meiningen, teils in ländlicher Einsamkeit, schon damals verschlossen und äußerlich kalt, im Innern bis zum äußersten leidenschaftlich. Seit 1783 mit Heinrich v. K., der als Offizier in französischen Diensten stand, gegen ihre Neigung vermählt, folgte sie diesem im Mai 1784 in die Garnisonstadt Landau. Auf der Durchreise lernte sie in Mannheim Schiller kennen und begann bald darauf, nachdem sie selbst nach Mannheim übergesiedelt war, in leidenschaftlicher Schwärmerei für den jungen Dichter zu erglühen. Von Schillers eignen damaligen Gefühlen legen die Gedichte: »Freigeisterei der Leidenschaft« und »Resignation« Zeugnis ab. 1787 begab sich Schiller von Dresden nach Weimar, wo er mit Charlotte aufs neue zusammentraf, und eine eheliche Verbindung schien besonders ihr erwünscht und ausführbar. Schillers spätere Verheiratung entfremdete ihn der Freundin für mehrere Jahre, doch stellten sich später wieder leidliche Beziehungen zwischen beiden her. Von Schiller empfohlen, lebte Hölderlin 179394 als Erzieher ihres Sohnes in Charlottens Hause und genoß ihr mehr als mütterliches Wohlwollen. Nach Hölderlins Weggang war Jean Paul das Ideal, dem sie ihre Verehrung widmete; sie wurde das Vorbild zur Linda in Jean Pauls »Titan«. Nach langjährigem Prozeß verlor sie 1804 ihr ganzes Vermögen, 1806 erschoß sich ihr Gatte, später ebenfalls ihr ältester Sohn; sie überlebte auch den jüngsten, und nur eine Tochter erheiterte ihren Lebensabend. Sie wohnte, seit langer Zeit dem Erblinden nahe, abwechselnd in Berlin, Frankfurt, Würzburg, dann wieder in Berlin, wo sie 1820, des Augenlichtes ganz beraubt, durch die Prinzessin Marianne von Preußen gegen den empfindlichsten Mangel geschützt und mit einer Wohnung im königlichen Schloß bedacht wurde, die sie im Leben nicht mehr verließ. Als Schriftstellerin ist die geistvolle und vielseitig gebildete Frau nicht aufgetreten. In Berlin diktierte sie Erinnerungen aus ihrem Leben (nach ihrem Tode u. d. T. »Charlotte« als Handschrift gedruckt; neu hrsg. von Palleske, Stuttg. 1879), einzelne Gedanken und auch größere Dichtungen, von denen ihre Tochter Edda (geb. 1790, Hofdame der Prinzessin Marianne von Preußen, gest. 23. Jan. 1874) den an persönlichen Zügen reichen Roman »Cornelia« (1851) veröffentlichte. Ihre »Briefe an Jean Paul und seine Gattin« gab Nerrlich (Berl. 1882) heraus. Vgl. E. Köpke, Charlotte v. K. und ihre Beziehungen zu Schiller und Goethe (Berl. 1852); Saupe im »Weimarischen Jahrbuch«, Bd. 1 (Hannov. 1854); Klarmann, Geschichte der Familie von K., mit besonderer Rücksicht auf Charlotte von K. (Erlang. 1902).
 
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Kalbe (Färse), einjähriges Kalb, s. Meyers Rind.
 
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Kalbe (Calbe), 1) K. an der Saale, Kreisstadt im preuß. Regbez. Magdeburg, an der Saale, Knotenpunkt der Staatsbahnlinien Berlin-Blankenheim, K.-Grizehne und Könnern-K., 54 m ü. M., hat eine evangelische und eine kath. Kirche, Schloß, Rettungshaus, Amtsgericht, Wollspinnerei, Tuch-, Wollwaren-, Papier-, Ofen-, Malz-, Brikett- und Zuckerfabrikation, Bierbrauerei, Ziegelbrennerei, Bergbau auf Braunkohlen, Gurken- und Zwiebelbau und (1900) 12,281 meist evang. Einwohner. 2) K. an der Milde, Stadt daselbst, Kreis Salzwedel, an der Milde, Knotenpunkt der Kleinbahnlinien Bismark-Beetzendorf und Gardelegen-K. a. d. M., hat eine evang. Kirche, Amtsgericht, Zementsteinfabriken, Molkereien, Hopfen- und Tabakbau, Bierbrauerei, eine Dampfsäge- und eine Dampfmühle und (1900) 1856 Einw.

 

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71) Herloßsohn
 ... (das. 1842, 3. Aufl. 1872); »Wallensteins erste Liebe« (das. 1844); »Weihnachtsbilder« (das. 1847); »Die Mörder Wallensteins« (das. 1847). Auch veröffentlichte
 
72) Heyse
 ... Es folgten: »Der Roman der Stiftsdame« (1886, 12. Aufl. 1903), »Weihnachtsgeschichten« (1891), »Aus den Vorbergen« (1892), »In der Geisterstunde und andre
 
73) Hildebrandt
 ... (1830), die seine realistische Tendenz nicht zu beeinflussen vermochten. Der Weihnachtsabend (1840), Empfang des Kardinals Wolsey im Kloster (1842), Doge und
 
74) Hirsch
 ... gelt sind, auch mehr, Spießer etwa ebensoviel und Kälber zur Weihnachtszeit 2025 kg. Die Zahl der Enden entscheidet nicht sicher
 
75) Hofmann
 ... frische Gelegenheitsdichtungen und durch schriftstellerische Unternehmungen zu wohltätigen Zwecken (»Weihnachtsbaum für arme Kinder«, 25 Jahrgänge) verdient. Eine Auswahl seiner Gedichte
 
76) Homilĭus
 ... der Kreuzschule daselbst. H. war seinerzeit als Komponist hochgeschätzt (Passionen, Weihnachtsoratorien, Motetten, Kantaten u. a.), schrieb auch ein Lehrbuch des Generalbasses.
 
77) Hutzelbrot
 ... Hutzelbrot ( Hutzel - , Birnenwecken ), süddeutsches Weihnachtsgebäck aus Roggenmehlteig mit zerschnittenen getrockneten Birnen und Pflaumen ( Hutzeln
 
78) In
 ... süßem Jubel«), Anfangsworte eines alten, halb deutsch, halb lateinisch geschriebenen Weihnachtsliedes, das früher dem Petrus Dresdensis (gest. 1440) zugeschrieben wurde, in
 
79) Jensen
 ... schwerer Vergangenheit«, ein Geschichtenzyklus (das. 1888, 3. Aufl. 1901), »Vier Weihnachtserzählungen« (das. 1888), »Jahreszeiten« (das. 1889), »Sankt - Elmsfeuer« (das. 1889),
 
80) Jesus
 ... die aufblühende Kultur des Bürgertums gefördert wurde (s. Weihnachtsspiele , Passionsspiele , Osterspiele). Neues Leben
 
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