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Kalach bis Kalam (Bd. 6, Sp. 447)
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Artikelverweis Kalach (Kelach), s. Meyers Ninive.
 
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Kalade (franz. calade), eine abschüssige Anhöhe in der Reitbahn, die bei der Dressur benutzt wird.
 
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Kalafat, Stadt im rumän. Kreis Doljiu (Walachei), links an der Donau, Widin gegenüber, mit Getreidehandel und (1899) 7113 Einw. Am 26. Juni 1790 erstürmte Oberst Joh. Jos. Freiherr v. Spindler mit 2 Bataillonen die türkischen Schanzen von K. Am 6. Jan. 1854 schlugen die Türken unter Ahmed Pascha den Angriff der Russen unter Anrep auf den Brückenkopf von K. zurück und überfielen das russische Lager bei Cetate.
 
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Kalahari (Karri-Karri), großes Steppenland in Südafrika, zwischen 20 und 28° südl. Br., Deutsch-Südwestafrika im W. und Betschuanenland im O. (s. Karte bei Art. »Kapkolonie«), nach verschiedenen Berechnungen 687,5001,285,000 qkm groß. Das durchschnittlich 1200 m hohe, nur von periodisch fließenden Wasserläufen (Molopo mit Nosob u. a.) durchzogene Gebiet hat im N. den Ngamisee, sonst nur periodische Wasseransammlungen (Vleys), ist aber keine eigentliche Wüste, sondern eine von Hügeln und Dünenketten, die an vielen Stellen mit Bäumen und Sträuchern bestanden sind, durchsetzte Ebene, die im N. stellenweise sogar dicht mit Kameldorn-, Bastarddorn-, Blaubäumen u. a. bewaldet ist. Besonders reich ist das Gebiet an Kukurbitazeen, die eine Hauptnahrung der Buschmänner bilden, und vielartigen Gräsern. Die Mitteltemperatur ist im Sommer 26°, im Winter 15° mit einigen Nachtfrösten; Regen fällt von August bis September reichlich, doch versiegt das Wasser in dem aus Sand und Kalkstein bestehenden Boden schnell und sättigt sich mit Bittersalzen. Nur wenige Wasserlöcher halten das ganze Jahr hindurch Wasser. Das früher sehr wildreiche Gebiet birgt jetzt bloß noch wenige Giraffen und Elenantilopen, selten sind auch Strauße, häufig dagegen Gnus, Oryxantilopen, Hartebeeste, Springböcke, vereinzelt kommen Löwen, Leoparden, Wildkatzen und wilde Hunde vor; Schlangen sind sehr zahlreich. Die Bewohner bestehen vornehmlich aus Bakalahari, dann aus Betschuanen, Hottentotten und Buschmännern, zu denen in neuerer Zeit auch Buren gekommen sind. Gebaut werden namentlich Bohnen, Hirse, Mais, Tabak, vor allem aber die Kaffermelone. Die Bakalahari, die zu den Betschuanen gehören, aber vielfach mit Buschmännern vermischt sind, treiben auch viel Viehzucht (Rinder und Fettschwanzschafe). Vgl. S. Passarge, Die K. (Berl. 1904, mit einem Kartenband), und über die Erforschung des Gebiets Artikel »Afrika«, S. 152.
 
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Kalaïn, Legierung aus 126 Teilen Blei, 14,5 Zinn, 1,25 Kupfer und einer Spur Zink, wird in China in Form dünner Folie zum Ausfüttern der Teekisten benutzt.
 
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Kalāis und Zetes, die Boreaden, d. h. Söhne des Boreas und der Oreithyia. Beide waren geflügelt und Teilnehmer am Argonautenzug. Auf dieser Fahrt befreiten sie in Salmydessos Phineus, den Gemahl ihrer Schwester Kleopatra, von den Harpyien, indem sie diese durch die Lüfte verfolgten. Dabei kamen sie um oder wurden auf der Insel Tenos von Herakles getötet zur Strafe dafür, daß sie den Argonauten den Rat gegeben hatten, ihn in Mysien zurückzulassen. Auf Tenos zeigte man ihr Grab mit zwei Säulen, von denen eine sich beim Wehen des Boreas bewegte.
 
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Kalaīt, Mineral, soviel wie Türkis.
 
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Kalakaua I., David, König von Hawaii, geb. 16. Nov. 1836 in Honolulu, gest. 20. Jan. 1891 in San Francisco, Sohn des Kanakahäuptlings Kapaakea, erhielt in der amerikanischen Missionsschule zu Honolulu seine Erziehung, trat 1852 als Offizier in die königliche Leibwache und wurde 1863 bei der Thronbesteigung Kamehamehas V. Oberst und Mitglied des Staatsrats. Als mit dem Tode des Königs Lunalilo (3. Febr. 1874) das Haus der Kamehamehas erlosch, ward David K. von der Mehrheit der Nationalversammlung zum Nachfolger erwählt. Ein Aufstand der Anhänger der Königin Emma, der Witwe Kamehamehas IV., wurde durch britische und amerikanische Marinesoldaten unterdrückt. 1874 unternahm K. eine Reise nach den Vereinigten Staaten und erlangte einen vorteilhaften Handelsvertrag. Um die chinesische Einwanderung, welche die einheimische Bevölkerung fast zu ersticken drohte, zu mindern und sein Land durch Heranziehung stammverwandter Malaien wieder zu bevölkern, trat K. 1881 eine Reise nach Japan, China und Ostindien an, die er dann auch nach Amerika und Europa ausdehnte. Infolge einer Erhebung gegen seine verschwenderische Regierung mußte K. 6. Juli 1887 eine neue Verfassung geben. Auf einer dritten Reise nach Amerika starb er. Da seine Ehe mit der Königin Kapiolani (seit 1863) kinderlos geblieben war, folgte ihm seine Schwester Liliukalani, die 1893 gestürzt wurde. Vgl. Weule im 2. Bande von Helmolts »Weltgeschichte« (Leipz. 1902); Armstrong, Around the world with a King (Lond. 1904). Seinen Namen trägt der 1874 von ihm gestiftete hawaiische Kalakaua-Orden, in vier Klassen.
 
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Kalakent, s. Meyers Kedabek.
 
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Kalâm (arab.), Rede. K.-iScherif (die heilige Rede) und K.-Ullah (Wort Gottes) sind bei den Muslimen gleichbedeutend mit Meyers Koran (s. d.). Mit Ilm- i K. (oder kurz K.) wird in der religiösen Terminologie der Muslimen die im 2. Jahrh. des Islam entstandene scholastische Theologie bezeichnet.
 
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Kalam, Landschaft im mittlern Sudân, nördlich vom Binuë, zwischen Bornu und Sokoto, letzterm tributpflichtig, ein schönes wiesenreiches Bergland, bewohnt von den herrschenden Fulbe, Kanuri und den einheimischen Tangale, Fall und Bele, die sich in die Bergschluchten zurückgezogen haben. Die Hauptstadt Gombe, am Gadschem, dem Oberlauf des zum Binuë ziehenden Gongola, hat 20,000 Einw. (Fulbe und Kanuri), die Tongefäße und Matten verfertigen.

 

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71) Herloßsohn
 ... (das. 1842, 3. Aufl. 1872); »Wallensteins erste Liebe« (das. 1844); »Weihnachtsbilder« (das. 1847); »Die Mörder Wallensteins« (das. 1847). Auch veröffentlichte
 
72) Heyse
 ... Es folgten: »Der Roman der Stiftsdame« (1886, 12. Aufl. 1903), »Weihnachtsgeschichten« (1891), »Aus den Vorbergen« (1892), »In der Geisterstunde und andre
 
73) Hildebrandt
 ... (1830), die seine realistische Tendenz nicht zu beeinflussen vermochten. Der Weihnachtsabend (1840), Empfang des Kardinals Wolsey im Kloster (1842), Doge und
 
74) Hirsch
 ... gelt sind, auch mehr, Spießer etwa ebensoviel und Kälber zur Weihnachtszeit 2025 kg. Die Zahl der Enden entscheidet nicht sicher
 
75) Hofmann
 ... frische Gelegenheitsdichtungen und durch schriftstellerische Unternehmungen zu wohltätigen Zwecken (»Weihnachtsbaum für arme Kinder«, 25 Jahrgänge) verdient. Eine Auswahl seiner Gedichte
 
76) Homilĭus
 ... der Kreuzschule daselbst. H. war seinerzeit als Komponist hochgeschätzt (Passionen, Weihnachtsoratorien, Motetten, Kantaten u. a.), schrieb auch ein Lehrbuch des Generalbasses.
 
77) Hutzelbrot
 ... Hutzelbrot ( Hutzel - , Birnenwecken ), süddeutsches Weihnachtsgebäck aus Roggenmehlteig mit zerschnittenen getrockneten Birnen und Pflaumen ( Hutzeln
 
78) In
 ... süßem Jubel«), Anfangsworte eines alten, halb deutsch, halb lateinisch geschriebenen Weihnachtsliedes, das früher dem Petrus Dresdensis (gest. 1440) zugeschrieben wurde, in
 
79) Jensen
 ... schwerer Vergangenheit«, ein Geschichtenzyklus (das. 1888, 3. Aufl. 1901), »Vier Weihnachtserzählungen« (das. 1888), »Jahreszeiten« (das. 1889), »Sankt - Elmsfeuer« (das. 1889),
 
80) Jesus
 ... die aufblühende Kultur des Bürgertums gefördert wurde (s. Weihnachtsspiele , Passionsspiele , Osterspiele). Neues Leben
 
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