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Kājak bis Kajütswächter (Bd. 6, Sp. 442 bis 443)
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Artikelverweis Kājak, grönländ. Männerboot mit nur einer Öffnung im Deck, die der darin Sitzende mit seinem Oberleib gerade ausfüllt (»Grönländer«); s. Tafel Meyers »Schiffsfahrzeuge der Naturvölker I«, Fig. 7.
 
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Kajedeich, niedriger Erddeich, der vorübergehend benutzt wird, um in seinem Schutz den eigentlichen Deich auszuführen. Die Kajedeiche werden roh aufgeworfen, mit Stroh bestickt und reichen etwa 1 m über die gewöhnliche Flut. Das durch den K. geschützte Watt wird ausgeschachtet und der gewonnene Kleiboden zur Herstellung des Hauptdeiches verwendet.
 
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Kajeli (Katjeli), Hauptort der niederländisch-ostind. Insel Meyers Buro (s. d.).
 
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Kajepútbaum, s. Meyers Melaleuca.
 
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Kajepútöl (Kajaputöl, Wittnebensches Öl), ätherisches Öl, aus Blättern und Zweigspitzen von Melaleuca Leucadendron und andern M.-Arten, wird auf Ceram und Buru (Molukken) durch Destillation mit Wasser gewonnen, ist dünnflüssig, hellgrün (z. T. durch Chlorophyll, z. T. durch Kupfergehalt), nach der Rektifikation farblos, riecht durchdringend kampferartig und schmeckt brennend kardamom- und rosmarinartig, hintennach kühlend, spez. Gew. 0,920 bis 0,930, reagiert neutral, löst sich schwer in Wasser, leicht in Alkohol, erstarrt bei -25 bis -30° und schmilzt dann wieder bei -8°. K. besteht zu etwa 67 Proz. aus Cineol C10H18O und enthält außerdem Pinen C10H16, Terpineol C10H18O, auch Aldehyde. Man benutzt es gegen Magenkrampf, Kolik, Asthma, Schlund- und Blasenlähmung, Zahnschmerz, Ohrenleiden, auch zur Vertreibung der Motten, überhaupt als Schutzmittel gegen Insektenfraß. K. wird seit alter Zeit in der Heimat als schweißtreibendes Mittel geschätzt; es scheint zu Anfang des 17. Jahrh. nach Europa gelangt zu sein, aber erst 100 Jahre später wurde es arzneilich benutzt. Ein Kaufmann Wittneben empfahl es in deutschen Schriften als wertvolles Heilmittel.
 
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Kajik (Kaïk, türk.), die schlanken, schnellen Ruderboote des Bosporus für den Verkehr zwischen beiden Ufern.
 
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Kajolholz, soviel wie Meyers Amboinamaser (s. d.).
 
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Kajolieren (franz.cajoler, spr. -schŏl-, im Volksmund verderbt zu kaschelieren), liebkosen, schmeicheln.
 
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Kajubaum (Kaschubaum), s. Anacardium.
 
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Kajüte (Kajütte, niederdeutsch), auf Segelschiffen der Wohnraum des Kapitäns im Hinterschiff. Dampfer mit Personenbeförderung haben außer K. für Kapitän, Steuermann und Maschinisten auch Kajüten für Passagiere erster und zweiter Klasse, d. h. Wohnräume für den Tagesaufenthalt und die Mahlzeiten. Auf großen Passagierdampfern nehmen die Kajüten nicht selten das ganze Hauptdeck sowie einen Teil des darunterliegenden Decks ein, und häufig sind auch noch umfangreiche Decksbauten zu Kajüten eingerichtet. Die erste K. der Hochseedampfer ist wie ein Hotelspeisesalon mit allem Komfort ausgestattet, wie auch die anstoßenden Kabinen, welche die Kojen, d. h. Betten nebst Wascheinrichtung, aufnehmen. Diese empfangen ihr Tageslicht durch Seitenfenster in den Schiffswänden. Die von beiden Schiffsseiten meist durch die Kabinen abgesperrten Salons empfangen ihr Tageslicht durch Oberlicht von zweierlei Art: 1) durch in das Oberdeck eingelassene Glaskasten und 2) durch einen glasüberdachten Aufbau, der bei schönem Wetter geöffnet und zugleich mit Sitzbänken auf Oberdeck ausgestattet ist. Meist ist die zweite K. unter der ersten eingebaut. In neuesten Dampfern liegen beide Kajüten jedoch häufig auf demselben (Haupt-) Deck. Vgl. Tafel Meyers »Dampfschiff II«. Viele transatlantische Passagierdampfer besitzen auch Damenkajüten, Rauchzimmer, Kinderzimmer, Lesezimmer, Musikzimmer und Frühstücksräume. Auch die Wohnräume und die Speiseräume der Schiffsoffiziere sind als K. zu betrachten. Kajütenreisende heißen die Personen, die Kajütenplätze belegt haben, im Gegensatze zu den Zwischendeckpassagieren, die gegen billiges Passagegeld in tiefer gelegenen großen Räumen, die nur mit Bettstellen (Kojen) ausgestattet sind, befördert werden. Mit dem Kajütenbillett erwirbt der Reisende zugleich das Recht, gewisse Partien des Oberdecks und des Promenadendecks zu beschreiten. Die »Zwischendecker« sind auf das Vorschiff angewiesen.

[Bd. 6, Sp. 443]



 
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Kajütswächter, soviel wie Meyers Stewart (s. d.).

 

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71) Herloßsohn
 ... (das. 1842, 3. Aufl. 1872); »Wallensteins erste Liebe« (das. 1844); »Weihnachtsbilder« (das. 1847); »Die Mörder Wallensteins« (das. 1847). Auch veröffentlichte
 
72) Heyse
 ... Es folgten: »Der Roman der Stiftsdame« (1886, 12. Aufl. 1903), »Weihnachtsgeschichten« (1891), »Aus den Vorbergen« (1892), »In der Geisterstunde und andre
 
73) Hildebrandt
 ... (1830), die seine realistische Tendenz nicht zu beeinflussen vermochten. Der Weihnachtsabend (1840), Empfang des Kardinals Wolsey im Kloster (1842), Doge und
 
74) Hirsch
 ... gelt sind, auch mehr, Spießer etwa ebensoviel und Kälber zur Weihnachtszeit 2025 kg. Die Zahl der Enden entscheidet nicht sicher
 
75) Hofmann
 ... frische Gelegenheitsdichtungen und durch schriftstellerische Unternehmungen zu wohltätigen Zwecken (»Weihnachtsbaum für arme Kinder«, 25 Jahrgänge) verdient. Eine Auswahl seiner Gedichte
 
76) Homilĭus
 ... der Kreuzschule daselbst. H. war seinerzeit als Komponist hochgeschätzt (Passionen, Weihnachtsoratorien, Motetten, Kantaten u. a.), schrieb auch ein Lehrbuch des Generalbasses.
 
77) Hutzelbrot
 ... Hutzelbrot ( Hutzel - , Birnenwecken ), süddeutsches Weihnachtsgebäck aus Roggenmehlteig mit zerschnittenen getrockneten Birnen und Pflaumen ( Hutzeln
 
78) In
 ... süßem Jubel«), Anfangsworte eines alten, halb deutsch, halb lateinisch geschriebenen Weihnachtsliedes, das früher dem Petrus Dresdensis (gest. 1440) zugeschrieben wurde, in
 
79) Jensen
 ... schwerer Vergangenheit«, ein Geschichtenzyklus (das. 1888, 3. Aufl. 1901), »Vier Weihnachtserzählungen« (das. 1888), »Jahreszeiten« (das. 1889), »Sankt - Elmsfeuer« (das. 1889),
 
80) Jesus
 ... die aufblühende Kultur des Bürgertums gefördert wurde (s. Weihnachtsspiele , Passionsspiele , Osterspiele). Neues Leben
 
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