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Kainīten bis Kaiping (Bd. 6, Sp. 430 bis 431)
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Artikelverweis Kainīten, s. Meyers Kain.
 
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Kainogenĕsis (griech., Cänogenesis, Entwickelungsabänderung). Das »biogenetische Grundgesetz« (s. Meyers Entwickelungsgeschichte) erleidet in zahlreichen Fällen Einschränkungen, indem im Entwickelungsgange Stadien auftreten, die nicht rein phylogenetisch erklärbar sind, sondern sich auf besondere Verhältnisse und Erlebnisse der Vorfahren beziehen. Haeckel sprach hier mit einem ohne Not viel angefochtenen Ausdrucke von »Fälschungen« der regelmäßigen nachbildlichen (palingenetischen) Wiederholung (Rekapitulation), wofür man jetzt K. setzt. Die Ursachen solcher Abänderungen können sehr mannigfache sein, z. T. direkt mechanische (metrothene K.), wenn z. B. Tiere, statt sich vom Keim ab frei zu entwickeln, längere Zeit innerhalb fester Eierschalen oder in Embryonalhüllen verharren und, statt die

[Bd. 6, Sp. 431]


Nahrung selbst zu suchen, längere Zeit von einem mitgebrachten Dotter zehren etc. Andre Abänderungen entstehen dadurch, daß die Entwickelungsenergie bestimmter Organe und Organteile bei den verschiedenen Tiergruppen verschieden ist, so daß deren Entwickelung als verlangsamt oder beschleunigt gegenüber dem normalen Verlauf erscheint.
 
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Kainozoïsch, soviel wie Känozoisch.
 
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Kainsdorf (Cainsdorf), Dorf in der sächs. Kreish. und Amtsh. Zwickau, an der Zwickauer Mulde, der Staatsbahnlinie Werdau-Aue und einer elektrischen Straßenbahn nach Zwickau und Wilkau, hat eine evang. Kirche im gotischen Stil, Lutherdenkmal, das größte Eisenwerk Sachsens (Königin Maria-Hütte mit 2000 Arbeitern, Gießerei, Martinhütte, Walzwerk, Maschinenfabrik, Brückenbau und Schamotteziegelei), Bierbrauerei, Mälzerei und (1900) 4215 Einw.
 
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Kainsk, Bezirk im russisch-sibir. Gouv. Tomsk, einen großen Teil der Steppe Meyers Baraba (s. d.) umfassend, 82,167 qkm groß, wovon 5328 qkm Seen, mit (1897) 186,561 Einw. Die gleichnamige Hauptstadt, am Tom und an der Sibirischen Eisenbahn, hat zwei Messen und (1897) 5858 Einw., die Ackerbau, Viehzucht, Branntweinbrennerei und Gerberei betreiben.
 
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Kainszeichen, nach einigen Bibelerklärern ein Merkmal am Körper Kains, das ihn, von Gott geschützt, unverletzlich machte; nach andern ein äußeres Wahrzeichen, das ihn unbeachtet entkommen ließ. Noch andre Forscher, die Kain als Stammvater der Keniten bezeichnen, denken an Körperverstümmelung und Tätowierung, die seine Zugehörigkeit zu dem gottverehrenden Stamm bekunden sollten.
 
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Kainz, Joseph, Schauspieler, geb. 2. Jan. 1858 in Wieselburg (Ungarn), besuchte das Realgymnasium in Wien und betrat schon 1873 die Bühne auf einem Privattheater daselbst Er bildete sich vornehmlich für das Fach der jugendlichen Heldenliebhaber und Charakterdarsteller aus und war in dieser Eigenschaft von 187576 zu Marburg in Steiermark, dann bis 1877 am Stadttheater in Leipzig, darauf am Hoftheater in Meiningen und 188083 am Hoftheater in München tätig, wo er zu dem König Ludwig II. in ein freundschaftliches Verhältnis trat, über das er später biographische Mitteilungen veröffentlicht hat. 1883 trat er in den Verband des Deutschen Theaters in Berlin, dem er, nach kurzer Tätigkeit an andern Berliner Bühnen, bis 1899 angehörte. Dann ging er als Mitglied des Burgtheaters nach Wien. Seine Hauptrollen sind: Don Carlos, Romeo, Prinz von Homburg, Ferdinand (»Kabale und Liebe«), Fiesco, Demetrius, König in Fuldas »Talisman«, Hamlet, Molières »Misanthrop«, König in Grillparzers »Jüdin von Toledo« und der Glockengießer in Hauptmanns »Versunkener Glocke«. Ein durchaus realistisches Talent, wirkt er am stärksten, wo er elementare Leidenschaftlichkeit entfalten kann; doch fehlt es ihm an künstlerisch ausgeglichener Abrundung seiner Gebilde. Er war mit der Schriftstellerin Sara Hutzler (geb. 1853 in St. Louis, gest. 24. Juni 1893 in Berlin) vermählt, die sich durch Skizzen und Novellen aus Amerika (»Junge Herzen«, »Kleine Menschen«, »Nora«) und die Romane »Im Bann der Liebe« (Berl. 1889), »Zwei Frauen« (das. 1893) bekannt gemacht hat. Vgl. Gregori, Joseph K. (2. Aufl., Berl. 1905).
 
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Kainzenbad, s. Meyers Partenkirchen.
 
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Kaiparahafen, Einschnitt in die Westküste der Nordinsel von Neuseeland, dessen versandeter Eingang unter 36°24' südl. Br. zu einem großen Becken führt. Letzteres geht in fünf Arme aus, von denen der nördliche zur Mündung des Flusses Wairoa, der östliche zum Hafen Port Albert, der südliche zum Hafen Helensville führt; von hier geht eine Eisenbahn nach Auckland. Die Uferlandschaften sind reich an wertvollen Beständen von Kaurifichten.
 
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Kaiphas, eigentlich Joseph, mit dem Beinamen K., Hoherpriester zur Zeit Jesu und bekannt aus dessen Leidensgeschichte, war 18 n. Chr. von dem römischen Prokurator Valerius Gratus ernannt und fungierte während der ganzen Prokuratur des Pontius Pilatus, ward aber 37 von dem Prokonsul Vitellius abgesetzt.
 
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Kaiping, 1) Stadt in der chines. Provinz Tschili, 120 km nordöstlich von Tiëntsin, mit reichen, lebhaft abgebauten Kohlenlagern, an der Eisenbahn Tiëntsin-Schanhaikwan. 2) (Kaitschou) Stadt nahe der Küste des Golfs von Liautung, noch innerhalb der neutralen Zone zwischen dem russischen Pachtgebiet Meyers Kwantung (s. d.) und der Mandschurei, in einem flachen Alluvialtal, mit stattlichen, aus Granit erbauten Häusern an der Eisenbahn Niutschwang-Port Arthur. K. wurde 9. Juli 1904 von den Japanern erstürmt, die sich dadurch den Weg nach Niutschwang erzwangen.

 

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71) Herloßsohn
 ... (das. 1842, 3. Aufl. 1872); »Wallensteins erste Liebe« (das. 1844); »Weihnachtsbilder« (das. 1847); »Die Mörder Wallensteins« (das. 1847). Auch veröffentlichte
 
72) Heyse
 ... Es folgten: »Der Roman der Stiftsdame« (1886, 12. Aufl. 1903), »Weihnachtsgeschichten« (1891), »Aus den Vorbergen« (1892), »In der Geisterstunde und andre
 
73) Hildebrandt
 ... (1830), die seine realistische Tendenz nicht zu beeinflussen vermochten. Der Weihnachtsabend (1840), Empfang des Kardinals Wolsey im Kloster (1842), Doge und
 
74) Hirsch
 ... gelt sind, auch mehr, Spießer etwa ebensoviel und Kälber zur Weihnachtszeit 2025 kg. Die Zahl der Enden entscheidet nicht sicher
 
75) Hofmann
 ... frische Gelegenheitsdichtungen und durch schriftstellerische Unternehmungen zu wohltätigen Zwecken (»Weihnachtsbaum für arme Kinder«, 25 Jahrgänge) verdient. Eine Auswahl seiner Gedichte
 
76) Homilĭus
 ... der Kreuzschule daselbst. H. war seinerzeit als Komponist hochgeschätzt (Passionen, Weihnachtsoratorien, Motetten, Kantaten u. a.), schrieb auch ein Lehrbuch des Generalbasses.
 
77) Hutzelbrot
 ... Hutzelbrot ( Hutzel - , Birnenwecken ), süddeutsches Weihnachtsgebäck aus Roggenmehlteig mit zerschnittenen getrockneten Birnen und Pflaumen ( Hutzeln
 
78) In
 ... süßem Jubel«), Anfangsworte eines alten, halb deutsch, halb lateinisch geschriebenen Weihnachtsliedes, das früher dem Petrus Dresdensis (gest. 1440) zugeschrieben wurde, in
 
79) Jensen
 ... schwerer Vergangenheit«, ein Geschichtenzyklus (das. 1888, 3. Aufl. 1901), »Vier Weihnachtserzählungen« (das. 1888), »Jahreszeiten« (das. 1889), »Sankt - Elmsfeuer« (das. 1889),
 
80) Jesus
 ... die aufblühende Kultur des Bürgertums gefördert wurde (s. Weihnachtsspiele , Passionsspiele , Osterspiele). Neues Leben
 
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