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Kahal bis Kahlenberg (Bd. 6, Sp. 427 bis 428)
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Artikelverweis Kahal (Kehilla, hebr., »Versammlung«), die jüdische Religionsgemeinde, s. Meyers Kagal.
 
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Kahau, s. Meyers Nasenaffe.
 
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Kahe, Landschaft in Deutsch Ostafrika, in der Niederung am Südfuß des Kilimandscharo und im Quellgebiet des Pangani. Eine hier gefundene Erdart dient abgedampft den Eingebornen als Salz.
 
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Kâhira, Stadt, s. Meyers Kairo.
 
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Kahl, Wilhelm, Kirchen- und Staatsrechtslehrer, geb. 17. Juni 1849 in Kleinheubach (Mittelfranken), studierte in Erlangen und München, habilitierte sich 1876 an der Universität München, wurde 1879 ordentlicher Professor in Rostock, 1883 in Erlangen, 1888 in Bonn und folgte 1895 einem Ruf an die Universität in Berlin, wo er zugleich zum vortragenden Rat im Kultusministerium ernannt wurde. Er schrieb: »Die Selbständigkeitsstellung der protestantischen Kirche in Bayern« (Erlang. 1874); »Über die Temporaliensperre« (das. 1876); »Die deutschen Amortisationsgesetze« (Tübing. 1879); »Das obere Kirchengericht für die Großherzogtümer Mecklenburg« (das. 1880); »Die Kirchenordnung für die evangelischen Gemeinden der Provinz Westfalen und der Rheinprovinz« (Bonn 1891, als 5. Auflage des Werkes von Bluhme-Hälschner); »Lehrsystem des Kirchenrechtes und der Kirchenpolitik« (1. Teil, Freiburg 1894); »Die Konfession der Kinder aus gemischten Ehen« (das. 1895); »Über Parität« (das. 1895); »Patriotismus und Christentum« (das. 1895); »Ebenbürtigkeit und Thronfolgerecht des Grafen zur Lippe-Biesterfeld« (Bonn 1896); »Bekenntnisgebundenheit und Lehrfreiheit« (Berl. 1897); »Die Errichtung von Handelsgesellschaften durch Religiose« (in der »Festgabe für Heinr. Dernburg«, das. 1900); »Die Bedeutung des Toleranzantrags für den Staat und die evangelische Kirche« (Halle 1902), Sonderdruck aus den »Deutsch-evangelischen Blättern«, deren Mitherausgeber er seit 1900 ist. Mit Dove bearbeitete er die 8. Auflage von Richters »Lehrbuch des katholischen und evangelischen Kirchenrechts« (Leipz. 1886).
 
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Kahla, Stadt in Sachsen-Altenburg, Verwaltbez. Roda, an der Saale und an der Staatsbahnlinie Großheringen-Saalfeld, 169 m ü. M., hat 2 evang. Kirchen, Amtsgericht, einen Altertumsforschenden Verein, Porzellanfabriken, Porzellanmalerei, Eisengießerei, Metallwaren-, Pianoforte- und Holzschuhfabriken, Dampfziegelei, Dampfschneidemühle u. (1900) 5340 Einw. In der Nähe liegt der Berg Dohlenstein, der 1780 teilweise einstürzte, 1828 und 1880 merklich vorwärts rückte, und die Bergfeste Leuchtenburg (436 m hoch), ehemals eine Strafanstalt, jetzt Vergnügungsort. Vgl. »Geschichte der Stadt K.« (Bd. 1: Urkunden, hrsg. von Bergner, Kahla 1899).
 
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Kahlbäuche (Apodes), Unterordnung der Knochenfische, s. Meyers Fische, S. 606.
 
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Kahlbaum, Karl Ludwig, Mediziner, geb. 28. Dez. 1828 in Driesen, gest. 15. April 1899 in Görlitz, wurde 1856 zweiter Arzt in der ostpreußischen Provinzal-Irrenanstalt Allenberg bei Wehlau, habilitierte sich später auch als Privatdozent in Königsberg und ging 1867 als dirigierender Arzt und Besitzer der Privatanstalt für Nerven- und Gemütskranke nach Görlitz. K. war einer der bedeutendsten Vertreter der Psychiatrie des 19. Jahrh. Er regte eine Umwertung aller psychiatrischen Werte unter strengerer Betonung des pathologisch-anatomischen Befundes und dementsprechend eine neue kritische Nomenklatur an, förderte die Kenntnis vom jugendlichen Irresein und vom Einfluß der Erziehung auf dasselbe und stellte als besondere Krankheitsform die Hebephrenie auf. Auch gründete er in Görlitz ein Erziehungshaus für Kinder und Jugendliche mit psychischen Abnormitäten. Er arbeitete auch über den Querulantenwahn, über das sogen. zirkuläre Irresein, bei dem durch das ganze Leben Zustände der Erregung mit entgegengesetzten regelmäßig wechseln, über Sinnesdelirien und ihre verschiedenen Formen und schrieb: »Die Gruppierung der psychischen Krankheiten und die Einteilung der Seelenstörungen« (Danzig 1863); »Die Katatonie« (Berl. 1874).
 
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Kahlberg, Dorf im preuß. Regbez. Danzig, Kreis Danziger Niederung, auf der Frischen Nehrung, hat ein Seebad und (1900) 430 evang. Einwohner.
 
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Kahle, Richard, Schauspieler, geb. 21. Juni 1842 in Berlin, besuchte die Universität daselbst, wo er ästhetische und philosophische Kollegien hörte, und wurde Vorleser bei dem Prinzen Friedrich von Preußen, welche Stellung er bis zu dessen Tode (1863) bekleidete, und versuchte sich nebenbei als Schauspieler auf dem Liebhabertheater Urania, bis er 1865 als Sprecher in der »Braut von Messina« zuerst in Pest öffentlich auftreten konnte. Von Laube 1869 für das Leipziger Stadttheater engagiert, übte sich K. hier in den größten Aufgaben des Charakterfaches und spielte z. B. den Lear mit solchem Erfolg, daß er in Berlin nach seinem ersten Auftreten (1871) in dieser Rolle im königlichen Schauspielhaus sofort engagiert wurde. Klein von Gestalt, wußte K. sie durch sein kräftiges Organ, hauptsächlich aber durch das klare Erfassen und durch die durchgeistigte Wiedergabe eines Charakters

[Bd. 6, Sp. 428]


bald vergessen zu machen. Seine Vorzüge kamen am meisten in rhetorischen Rollen zur Geltung. 1900 trat er in den Ruhestand.
 
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Kahlenberg, s. Meyers Kahlengebirge.

 

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71) Herloßsohn
 ... (das. 1842, 3. Aufl. 1872); »Wallensteins erste Liebe« (das. 1844); »Weihnachtsbilder« (das. 1847); »Die Mörder Wallensteins« (das. 1847). Auch veröffentlichte
 
72) Heyse
 ... Es folgten: »Der Roman der Stiftsdame« (1886, 12. Aufl. 1903), »Weihnachtsgeschichten« (1891), »Aus den Vorbergen« (1892), »In der Geisterstunde und andre
 
73) Hildebrandt
 ... (1830), die seine realistische Tendenz nicht zu beeinflussen vermochten. Der Weihnachtsabend (1840), Empfang des Kardinals Wolsey im Kloster (1842), Doge und
 
74) Hirsch
 ... gelt sind, auch mehr, Spießer etwa ebensoviel und Kälber zur Weihnachtszeit 2025 kg. Die Zahl der Enden entscheidet nicht sicher
 
75) Hofmann
 ... frische Gelegenheitsdichtungen und durch schriftstellerische Unternehmungen zu wohltätigen Zwecken (»Weihnachtsbaum für arme Kinder«, 25 Jahrgänge) verdient. Eine Auswahl seiner Gedichte
 
76) Homilĭus
 ... der Kreuzschule daselbst. H. war seinerzeit als Komponist hochgeschätzt (Passionen, Weihnachtsoratorien, Motetten, Kantaten u. a.), schrieb auch ein Lehrbuch des Generalbasses.
 
77) Hutzelbrot
 ... Hutzelbrot ( Hutzel - , Birnenwecken ), süddeutsches Weihnachtsgebäck aus Roggenmehlteig mit zerschnittenen getrockneten Birnen und Pflaumen ( Hutzeln
 
78) In
 ... süßem Jubel«), Anfangsworte eines alten, halb deutsch, halb lateinisch geschriebenen Weihnachtsliedes, das früher dem Petrus Dresdensis (gest. 1440) zugeschrieben wurde, in
 
79) Jensen
 ... schwerer Vergangenheit«, ein Geschichtenzyklus (das. 1888, 3. Aufl. 1901), »Vier Weihnachtserzählungen« (das. 1888), »Jahreszeiten« (das. 1889), »Sankt - Elmsfeuer« (das. 1889),
 
80) Jesus
 ... die aufblühende Kultur des Bürgertums gefördert wurde (s. Weihnachtsspiele , Passionsspiele , Osterspiele). Neues Leben
 
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