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Kafis bis Kaga-Porzellan (Bd. 6, Sp. 426)
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Artikelverweis Kafis (span. Cahiz, ital. Caffiso), Hohlmaß in Tripolis zu 20 Tiberi, von sehr verschiedenem Inhalt bis 406 Lit.; früher auch in Tunis für Getreide etc. = 16 Uiba oder 495,9 L., auch mehr.
 
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Kafr (Kefr, arab.), soviel wie Dorf.
 
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Kafr-el-Zaiyāt, Distriktshauptort in der ägypt. Provinz (Mudirieh) Gharbieh, am rechten Ufer des Damiettearms des Nils und an der Eisenbahnlinie Damanhur-Tanta, Dampferstation mit lebhaftem Getreide- und Baumwollenhandel und (1897) 10,231 Einwohnern.
 
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Kaftan (türk., »Oberrock«), ehedem ein vom Sultan als Auszeichnung verliehenes Staatskleid, ähnlich dem von den Herrschern in Persien und Mittelasien noch heute vergebenen Meyers Chal'at (s. d.). Nur bei den untern und mittlern Volksklassen der Türkei ist der K. als Oberkleid noch im Gebrauch; in den weiter östlich gelegenen, islamischen Ländern hat das Kleidungsstück andre Namen (Tschapan, Chal'at, Dschubbe). Von Persien und Mittelasien ist der K. im 13. Jahrh. durch das untere Wolgagebiet nach Rußland, Polen und Ungarn gedrungen; in den zwei erstgenannten Ländern gehörte er lange zur Nationaltracht und wird dort noch heute von den orthodoxen Juden getragen.
 
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Kaftan, Julius, prot. Theolog, geb. 30. Sept. 1848 in Leif bei Apenrade (Schleswig-Holstein), studierte in Erlangen, Berlin und Kiel, habilitierte sich 1873 in der theologischen Fakultät zu Leipzig und wurde im Herbste d. J. außerordentlicher, 1881 ordentlicher Professor in Basel, von wo er 1883 an die Berliner Universität berufen wurde. K. ist ein der Ritschlschen Richtung angehöriger Theolog, der bei stärkerer Betonung der mystischen Elemente in der christlichen Frömmigkeit, in Anlehnung an die erkenntnistheoretischen Voraussetzungen des Meyers Positivismus (s. d. und Comte 1), unter Verwerfung aller Spekulation und mit Bevorzugung einer eigentümlichen Geschichtsphilosophie, das Christentum als die Offenbarungsreligion würdigt, in der alles, was in sonstiger Religion nur als Trieb und Bedürfnis vorliegt, Befriedigung und innere Rechtfertigung erfährt. Er veröffentlichte: »Grundtvig, der Prophet des Nordens« (Basel 1876), »Das Evangelium des Apostels Paulus in Predigten« (das. 1879), »Die Predigt des Evangeliums im modernen Geistesleben« (das. 1879), »Das Wesen der christlichen Religion« (das. 1881, 2. Aufl. 1888), »Die Wahrheit der christlichen Religion« (das. 1888), »Glaube und Dogma« (Bielef. 1889) mit der Fortsetzung: »Brauchen wir ein neues Dogma?« (das. 1890, 3. Aufl. 1893), »Dogmatik« (Freiburg u. Leipz. 1897, 4. Aufl. 1901) sowie eine Reihe von Vorträgen (»Das Christentum und die Philosophie«, 3. Aufl., Berl. 1896; »Das Christentum und Nietzsches Herrenmoral«, 3. Aufl., das. 1902, u. a.).
 
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Kaftanhonig, auf Cypern aus Johannisbrot (s. Ceratonia) bereiteter Sirup, in dem man andre Früchte einmacht.
 
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Kafuro, Handelsplatz in Äquatorialafrika, s. Meyers Karagwé.
 
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Kaga (Echizen), glattes japanisches Seidengewebe (Habutae, Ponge), nach den Provinzen Kaga und Echizen benannt.
 
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Kagal (v. hebr. Kahal, »Versammlung, Gemeinde«), eine von der russischen Regierung sanktionierte jüdische Gemeindebehörde mit dem Rechte der Selbstverwaltung, die bezweckte, Staats- und Gemeindesteuern, Beiträge zu wohltätigen Institutionen, u. dgl. für ihre Mitglieder festzusetzen. Die ihm untergeschobenen national-religiösen Tendenzen beruhen auf Mangel an genauer Kenntnis der den Juden der slawischen Länder noch anhaftenden Eigentümlichkeiten. Vgl. Schwabacher, Drei Gespenster (Stuttgart 1883).
 
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Kagalnik, 1) Kosaken-Staniza im Donischen Gebiet (Rußland), an einer Bucht des Asowschen Meeres, mit Getreidehandel und Fischfang und ca. 5000 Einw. 2) Fluß, s. Meyers Kogilnik.
 
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Kaga-Porzellan, modernes japanisches, in der Provinz Kaga verfertigtes, meist mit Not und Gold dekoriertes Porzellan.

 

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71) Herloßsohn
 ... (das. 1842, 3. Aufl. 1872); »Wallensteins erste Liebe« (das. 1844); »Weihnachtsbilder« (das. 1847); »Die Mörder Wallensteins« (das. 1847). Auch veröffentlichte
 
72) Heyse
 ... Es folgten: »Der Roman der Stiftsdame« (1886, 12. Aufl. 1903), »Weihnachtsgeschichten« (1891), »Aus den Vorbergen« (1892), »In der Geisterstunde und andre
 
73) Hildebrandt
 ... (1830), die seine realistische Tendenz nicht zu beeinflussen vermochten. Der Weihnachtsabend (1840), Empfang des Kardinals Wolsey im Kloster (1842), Doge und
 
74) Hirsch
 ... gelt sind, auch mehr, Spießer etwa ebensoviel und Kälber zur Weihnachtszeit 2025 kg. Die Zahl der Enden entscheidet nicht sicher
 
75) Hofmann
 ... frische Gelegenheitsdichtungen und durch schriftstellerische Unternehmungen zu wohltätigen Zwecken (»Weihnachtsbaum für arme Kinder«, 25 Jahrgänge) verdient. Eine Auswahl seiner Gedichte
 
76) Homilĭus
 ... der Kreuzschule daselbst. H. war seinerzeit als Komponist hochgeschätzt (Passionen, Weihnachtsoratorien, Motetten, Kantaten u. a.), schrieb auch ein Lehrbuch des Generalbasses.
 
77) Hutzelbrot
 ... Hutzelbrot ( Hutzel - , Birnenwecken ), süddeutsches Weihnachtsgebäck aus Roggenmehlteig mit zerschnittenen getrockneten Birnen und Pflaumen ( Hutzeln
 
78) In
 ... süßem Jubel«), Anfangsworte eines alten, halb deutsch, halb lateinisch geschriebenen Weihnachtsliedes, das früher dem Petrus Dresdensis (gest. 1440) zugeschrieben wurde, in
 
79) Jensen
 ... schwerer Vergangenheit«, ein Geschichtenzyklus (das. 1888, 3. Aufl. 1901), »Vier Weihnachtserzählungen« (das. 1888), »Jahreszeiten« (das. 1889), »Sankt - Elmsfeuer« (das. 1889),
 
80) Jesus
 ... die aufblühende Kultur des Bürgertums gefördert wurde (s. Weihnachtsspiele , Passionsspiele , Osterspiele). Neues Leben
 
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