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Kafal Galgalaam bis Kaffee (Bd. 6, Sp. 416 bis 418)
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Artikelverweis Kafal Galgalaam, s. Meyers Boswellia.
 
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Kafé, Stadt, s. Meyers Feodosia.
 
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Käfer (Deckflügler, Koleopteren, Scheidenflügler, Coleoptera, Eleutherata, hierzu Tafel Meyers »Käfer I und II« mit Erklärungsblatt), Ordnung der Insekten, umfaßt Kerbtiere mit beißenden Mundwerkzeugen, frei beweglichem, stark entwickeltem Prothorax, hornigen Vorderflügeln (Flügeldecken, elytra) und vollkommener Metamorphose. Die Körperform ist sehr verschieden. Der Kopf ist meist in den Prothorax ein gesenkt und trägt die gewöhnlich elfgliederigen Fühler, die bei den Männchen oft sehr groß werden. Der oben meist dünnhäutige Hinterleib sitzt der Brust mit breiter Basis an; seine kleinern Endsegmente liegen meist eingezogen in den vordern Segmenten verborgen. Die vordern Flügeldecken bedecken in der Ruhe die häutigen, der Quere und Länge nach zusammengelegten Hinterflügel, liegen dem Hinterleib horizontal auf und verbergen diesen vollständig oder doch größtenteils. Zum Fliegen dienen die Hinterflügel, die entfaltet sehr umfangreich sind; nur selten fehlen die Flügel. Die Beine haben meist fünf- oder viergliederige, selten drei- bis eingliederige, oder auch die beiden vordern Paare fünfgliederige, das hintere Paar viergliederige Tarsen, wonach die freilich nicht natürliche Einteilung der K. in Pentamere, Heteromere, Tetra- (Kryptopentamere) und Trimere (Kryptotetramere) vorgenommen wurde, die jetzt einer mehr natürlichen weichen muß. Die zusammengesetzten (facettierten) Augen fehlen nur bei einigen blinden Höhlenbewohnern, Nebenaugen sind äußerst selten. Der Bauchstrang des Nervensystems ist bei den meisten Käfern langgestreckt, bei einigen jedoch zu einer großen Nervenmasse in der Brust zusammengezogen. Der Darmkanal ist in der Regel lang und gewunden. Die Zahl der Nierenschläuche (Malpighischen Gefäße) beträgt vier oder sechs. Die Männchen haben ein sehr großes,

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horniges Begattungsorgan, das in der Ruhe in den Hinterleib zurückgezogen ist. Die Begattung dauert oft tagelang. Die Larven sind entweder fußlos oder haben außer den drei Fußpaaren noch Stummel an den letzten Hinterleibsringen; sie leben meist sehr verborgen, vom Licht abgeschlossen und nähren sich von lebenden oder toten Stoffen aus dem Tier- und Pflanzenreich, von Exkrementen etc. Häufig nimmt der K. dieselbe Nahrung zu sich wie seine Larve; bisweilen aber lebt er von Blütenteilen, während die Larve karnivor ist. Einige K. und Larven leben in Ameisennestern und Bienenwohnungen symbiotisch oder von Eiern und Honig. An den Puppen stehen die Gliedmaßen frei hervor. Die Zahl der benannten Arten beläuft sich wohl auf 80,000. Die K. sind auf der ganzen Erde verbreitet bis an die äußersten Grenzen der Vegetation in horizontaler und vertikaler Richtung; manche sind für den Menschen recht schädlich (vgl. Forstinsekten, Gartenschädlinge und Landwirtschaftliche Schädlinge). Fossile K. finden sich schon in der Trias, sind aber besonders zahlreich im Tertiär.
   Die Hauptfamilien der K. sind: 1) Marienkäfer (Coccinellidae, Tafel I, Fig. 4951; Tarsen kryptotetramer, d. h. aus drei großen und einem unscheinbaren Glied zusammengesetzt). 2) Samenkäfer (Bruchidae, mit Erbsen-, Bohnen-, Samenkäfer), Rüsselkäfer (Curculionidae, Tafel I, Fig. 4042; II, Fig. 1821, mit Apfelblütenstecher), Borkenkäfer (Bostrichidae, mit Kiefernmarkkäfer), Bockkäfer (Longicornia oder Cerambycidae, Tafel I, Fig. 30-u 6, 43, 44, 54; II, Fig. 2226, mit Pappelbockkäfer), Blattkäfer (Chrysomelidae, Phytophaga, Tafel I, Fig. 48, 52; 11, 2893, mit Coloradokäfer, Erlenblattkäfer, Rapserdfloh), alle diese kryptopentamer, d. h. mit vier deutlichen und einem undeutlichen Tarsenglied. 3) Tenebrionen (Melasomata oder Tenebrionidae, Tafel I, mit Totenkäfer), Pyrochroiden (Pyrochroidae), Tafel I, Fig. 46, 47, Mordelliden (Mordellidae), Tafel I, Fig. 53, Blasenkäfer (Vesicantia oder Meloidae, Tafel I, Fig. 45, mit Kantharide und Maiwurm), diese und andre mit fünf und vier Tarsengliedern. 4) Laufkäfer (Carabidae, Tafel I, Fig. 14; II, 13, mit Gartenlaufkäfer, Feldsandkäfer, Getreidelaufkäfer), Wasserkäfer (Dyticidae, Tafel I, Fig. 58, mit Dyticus etc.), Kurzflügler (Staphylinidae, Tafel I, Fig. 15, 16, mit Staphylinus), Aaskäfer (Silphidae, Tafel I, Fig. 914; II, Fig. 4, mit Totengräber), Glanzkäfer (Nitidulidae), Speckkäfer (Dermestidae), Blatthornkäfer (Lamellicornia, Tafel I, Fig. 17 bis 29; II, 513, eine sehr umfangreiche Gruppe, mit Maikäfer, Nashornkäfer, Pillenkäfer, Getreidelaubkäfer, Gold- oder Rosenkäfer), Prachtkäfer (Buprestidae, Tafel I, Fig. 39; II, Fig. 1517, mit Prachtkäfer), Schnellkäfer (Elateridae, Tafel I, Fig. 37,38; 11, Fig. 14, mit Saatschnellkäfer, Feuerfliege oder Cucujo), Weichkäfer (Malacodermata. mit Johanniswürmchen), Holzbohrer, Klopfkäfer (Xylophaga, Tafel II, Fig. 27, mit dem bunten Klopfkäfer), alle diese vorwiegend mit fünf Tarsengliedern.
   Vgl. Fabricius, Systema Eleutheratorum (Kiel 1801, 2 Bde.); Herbst, Die K. (in Jablonskys »Natursystem aller bekannten Insekten«, Berl. 17891806, 10 Bde.); Erichson, Naturgeschichte der Insekten Deutschlands, 1. Abt.: Käfer (das. 184599, 6 Bde.); Lacordaire, Genera des Coléoptères (Par. 185459, 5 Bde.); Redtenbacher, Fauna austriaca; Die K. (2. Aufl., Wien 1858); Gemminger und Harold, Catalogus Coleopterorum hucusque descriptorum (Münch. 186876, 12 Bde.); Sturm, Deutschlands K. (Nürnb. 18051857, 23 Bde., mit 424 farbigen Tafeln); Reitter, Catalogus Coleopterorum Europae (Berl. 1891); Sturm, Icones Coleopterorum Germaniae, 121 Tafeln mit Register (das. 1878); Calwer, Käferbuch (5. Aufl., Stuttg. 1894); Schenkling, Die deutsche Käferwelt (Leipz. 1886), Nomenclator coleopterologicus (Frankf. 1894) und Taschenbuch für Käfersammler (5. Aufl., Leipz. 1903); Schilsky, Systematisches Verzeichnis der K. Deutschlands (Berl. 1888); Ganglbauer, Die K. von Mitteleuropa (Wien 1892 ff., bisher 4 Bde.); Heyne, Die exotischen K. in Wort und Bild (Leipz. 1893 ff., fortgeführt von O. Taschenberg); Fleischer, Der Käferfreund. Praktische Anleitung zum Sammeln und Bestimmen der K. (Stuttg. 1896); Roger, Das Flügelgeäder der K. (Erlang. 1875).
 
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Käfernburg, im Mittelalter eine thüringische Grafschaft, gegenwärtig einen Teil des schwarzburgsondershausenschen Amtes Arnstadt bildend, genannt nach dem Schloß K. bei Arnstadt, von dem jetzt nur noch Mauerreste vorhanden sind. Die Grafen von K., eine Seitenlinie der Grafen von Meyers Schwarzburg (s. d.), stammten von Günter III. ab, der 1169 die Grafschaft K. erhielt. Während sein ältester Sohn, Heinrich IV., in Schwarzburg folgte, setzte der jüngere, Günter IV., das Geschlecht in K. fort. Albrecht von K. war 120532 Erzbischof von Magdeburg, wo er 1211 den Grund zum neuen Dom legte. Das Geschlecht erlosch 1385 mit Günter XV., der auf einer Palästinareise starb. Das Besitztum kam zunächst an die Landgrafen von Thüringen, 1446 an Schwarzburg. Vgl. Apfelstedt, Das Haus Kevernburg-Schwarzburg von seinem Ursprunge bis auf unsere Zeit (Sondersh. 1890).
 
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Käferschnecken (Chitonidae, Placophora), eine kleine, aber wichtige Abteilung der Weichtiere, die nicht mehr wie früher (wegen ihrer breiten, eine Kriechsohle bildenden Fußes) zu den Schnecken gerechnet werden darf, sondern wegen ihrer abweichenden und sehr ursprünglichen Organisation und Entwickelung mit den Meyers Solenogastren (s. d.) eine eigne Abteilung (Amphineuren) bildet. Die Schale ist nicht wie bei den übrigen Weichtieren einheitlich, sondern besteht aus einer Anzahl (bei Chiton acht) am Rücken hintereinander liegenden Platten, die dem Tier das Zusammenrollen ermöglichen und ihm eine entfernte Ähnlichkeit mit einem Insekt verleihen, daher der Name K. (s. Abbildung). Die Schale enthält eigentümliche Sinneswerkzeuge, die bei einigen Spezies sogar Ähnlichkeit mit Augen haben. Der Mund liegt vorn, die Zunge (Radula) ist vorhanden. Die K. besitzen primitiverweise paarige Kiemen, Herzvorkammern und Nieren, deren Öffnungen hinten neben dem After liegen, während der (getrennte) Geschlechtsapparat unpaar ist. Aus den ins Wasser abgelegten Eiern entwickeln sich ebenfalls recht primitive, frei schwimmende, Trochophora-ähnliche Larven, aus denen nach ziemlich komplizierter Entwickelung und Erwerb der Schale die Käferschnecke hervorgeht. Die

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K. sind Bewohner aller Meere; ihre hauptsächlichste Gattung (mit zahlreichen Arten) ist Chiton. Fossil findet sich diese bereits im Silur.
 
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Käfersteine, s. Meyers Skarabäen.
 
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Käferthal, früher selbständige Gemeinde, seit 1897 der Stadt Mannheim einverleibt. K. wird zuerst 1227 urkundlich erwähnt, kam zu Ende des 13. Jahrh. an die Pfalz und 1802 an Baden.
 
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Kaff (Spreu, Überkehr), die beim Dreschen abfallenden Pflanzenteile, wie Spelzen, Ähren, Halmstöcke, Blätter etc. Das K. ist meist stickstoffreicher und leichter verdaulich als das Stroh der betreffenden Pflanze; es findet daher bei der Fütterung vorteilhafte Verwendung, namentlich in Verbindung mit Schlempe und Wurzelwerk. S. auch Meyers Futter und Fütterung, S. 238.
 
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Kaffa (Gomara), Tributärstaat von Abessinien, grenzt im N. an den Fluß Godscheb, der es vom Gera und Dschimma trennt, im O. an das Reich Kullo, im W. an die K. tributpflichtigen Negerstämme der Schuro, Schangalla und an die Gimirra, im S. an die K. tributpflichtigen Reiche Konta und Kuischa. Das durchaus gebirgige Land erreicht im Hottaberg 3680 m und wird vom Meyers Godscheb (s. d.) und dessen Nebenflüssen bewässert. Das Klima ist mild, der Regenfall bedeutend. Der fruchtbare, vulkanische Boden erzeugt eine üppige Vegetation. Im Schatten großer Wälder gedeiht der Kaffeebaum, der dem Lande den Namen gab, und Kaffee, Kardamome, Zibet und Elfenbein sind die Hauptausfuhrartikel. Sehr stark ist der Sklavenhandel, jährlich werden 7000 verkauft. Die Einwohner (Kaffetschô) sind Gonga, haben einen europäischen Gesichtstypus, aber dunkle Hautfarbe, und bekennen sich zur Religion des Déok, eines guten Geistes, oder zum abessinischen Christentum. Politisch ist K. eng an Abessinien angegliedert; es wird eingeteilt in die Provinzen Bonga, Ennaria, K. und Hodia; Hauptstadt ist das volkreiche Bonga, 1880 m ü. M. Vgl. Cecchi, Fünf Jahre in Ostafrika (Leipz. 1888); Reinisch, Die Kafasprache (Wien 1888, 2 Tle.); Vannutelli u. Citerni, L'Omo (Mail. 1899).
 
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Kaffa, Stadt, s. Meyers Feodosia.
 
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Kaffee, s. Meyers Kaffeebaum. Deutscher K., s. Cichorium; schwedischer K., s. Astragalus; K. vom Sudân, s. Meyers Inga.

 

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71) Herloßsohn
 ... (das. 1842, 3. Aufl. 1872); »Wallensteins erste Liebe« (das. 1844); »Weihnachtsbilder« (das. 1847); »Die Mörder Wallensteins« (das. 1847). Auch veröffentlichte
 
72) Heyse
 ... Es folgten: »Der Roman der Stiftsdame« (1886, 12. Aufl. 1903), »Weihnachtsgeschichten« (1891), »Aus den Vorbergen« (1892), »In der Geisterstunde und andre
 
73) Hildebrandt
 ... (1830), die seine realistische Tendenz nicht zu beeinflussen vermochten. Der Weihnachtsabend (1840), Empfang des Kardinals Wolsey im Kloster (1842), Doge und
 
74) Hirsch
 ... gelt sind, auch mehr, Spießer etwa ebensoviel und Kälber zur Weihnachtszeit 2025 kg. Die Zahl der Enden entscheidet nicht sicher
 
75) Hofmann
 ... frische Gelegenheitsdichtungen und durch schriftstellerische Unternehmungen zu wohltätigen Zwecken (»Weihnachtsbaum für arme Kinder«, 25 Jahrgänge) verdient. Eine Auswahl seiner Gedichte
 
76) Homilĭus
 ... der Kreuzschule daselbst. H. war seinerzeit als Komponist hochgeschätzt (Passionen, Weihnachtsoratorien, Motetten, Kantaten u. a.), schrieb auch ein Lehrbuch des Generalbasses.
 
77) Hutzelbrot
 ... Hutzelbrot ( Hutzel - , Birnenwecken ), süddeutsches Weihnachtsgebäck aus Roggenmehlteig mit zerschnittenen getrockneten Birnen und Pflaumen ( Hutzeln
 
78) In
 ... süßem Jubel«), Anfangsworte eines alten, halb deutsch, halb lateinisch geschriebenen Weihnachtsliedes, das früher dem Petrus Dresdensis (gest. 1440) zugeschrieben wurde, in
 
79) Jensen
 ... schwerer Vergangenheit«, ein Geschichtenzyklus (das. 1888, 3. Aufl. 1901), »Vier Weihnachtserzählungen« (das. 1888), »Jahreszeiten« (das. 1889), »Sankt - Elmsfeuer« (das. 1889),
 
80) Jesus
 ... die aufblühende Kultur des Bürgertums gefördert wurde (s. Weihnachtsspiele , Passionsspiele , Osterspiele). Neues Leben
 
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