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Kadmĭumsalze bis Kadschaga (Bd. 6, Sp. 415 bis 416)
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Artikelverweis Kadmĭumsalze gleichen im allgemeinen den Zinksalzen, sind farblos, kristallisierbar, schmecken zusammenziehend und metallisch, sind giftig, zum Teil in Wasser löslich, reagieren sauer und werden beim Glühen zersetzt. Sie werden durch Kalilauge weiß, durch Schwefelwasserstoff gelb gefällt; Zink scheidet aus ihnen metallisches Kadmium ab. Vor dem Lötrohr geben sie auf Kohle mit Soda einen braunen Beschlag von Kadmiumoxyd. Mehrere finden technische Verwendung (s. Kadmium).
 
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Kadmĭumsulfurēt (Schwefelkadmium) CdS findet sich in der Natur als Greenockit und entsteht beim Glühen von Kadmiumoxyd mit Schwefel oder beim Fällen von Kadmiumsalzen mit Schwefelwasserstoff oder Schwefelnatrium. Es ist prachtvoll gelb, unlöslich in Wasser und verdünnten Säuren, in Ammoniak und Schwefelammonium, schmilzt bei Weißglut, erstarrt zu zitronengelben, glimmerartigen Blättchen und löst sich in starker Salzsäure, in Salpetersäure und kochender verdünnter Schwefelsäure. Man benutzt es als Kadmiumgelb (Brillantgelb) in der Wasser- und Ölmalerei, zum Färben der Seife, auch in der Feuerwerkerei zur Erzeugung von blauem Feuer. Auf Geweben wird es als Applikationsfarbe befestigt oder durch Aufdrucken von Kadmiumchlorid mit unterschwefligsaurem Natron und Dämpfen. Als Farbstoff deckt es gut, ist unveränderlich, nicht giftig und auch auf Kalk brauchbar; mit Ultramarin und Berlinerblau gibt es schönes Grün (Kadmiumgrün), darf aber nicht mit Kupferfarben vermischt werden.
 
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Kädmon (Caedmon), ältester mit Namen bekannter engl. Dichter, lebte um 660680 im Kloster der Äbtissin Hilda zu Streaneshalh (heute Whitby). Beim Mahle, wenn die Harfe umging, entschlug er sich des weltlichen Sanges; dann aber, während er nachts sein Vieh hütete, sang er das Lob Gottes und der Schöpfung in einer Vision; nach dem Erwachen habe er dies alles im Gedächtnis behalten und Schreibkundigen diktiert: so berichtet Beda um 731 in der »Kirchengeschichte Altenglands«. Darauf sei er von Hilda regelrecht ins Kloster aufgenommen worden und habe viele biblische Gegenstände in Versen behandelt. Sicher haben wir von ihm seinen ersten, kurzen Hymnus auf Gott Vater, den allmächtigen Schöpfer des Himmels und der Erde. Zugeschrieben hat man ihm außerdem mehrere der altenglischen Bibelepen, namentlich die ältere »Genesis« (die jüngere Genesis ist 1875 durch Sievers als eine bloße Übertragung aus dem Altsächsischen erwiesen worden, was die »Bruchstücke der altsächsischen Bibeldichtung aus der Bibliotheca palatina«, hrsg. von Zangemeister u. Braune, Heidelb. 1894, bestätigt haben). Der erwähnte Hymnus, sowie jene Bibelepen sind abgedruckt in Grein-Wülkers »Bibliothek der angelsächsischen Poesie«, Bd. 2 und 3 (Leipz. 1894).
 
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Kadmos, im griech. Mythus Sohn des phönikischen Königs Agenor und der Telephassa, Bruder der von Zeus entführten Europa. Ausgesandt, um diese zu suchen, erhielt er vom Orakel in Delphi den Befehl, nicht weiter zu suchen, sondern einer Kuh, die ihm begegnen werde, zu folgen und, wo sie sich niederlege, eine Stadt zu bauen. In Phokis findet er die Kuh,

[Bd. 6, Sp. 416]


die ihn nach Böotien (»Land der Kuh« gedeutet) führt. Als er sie hier opfern will und seine Genossen nach Wasser schickt, werden sie von einem die Quelle bewachenden Drachen, einem Sohne des Ares, getötet. K. erschlug den Drachen und säte auf Athenes Rat dessen Zähne; alsbald erwuchsen daraus geharnischte Männer (Sparten), die sich gegenseitig bis auf fünf töteten. Sie halfen dem K. bei der Gründung der Kadmeia, der Burg von Theben, und wurden die Ahnherren des thebanischen Adels. Nachdem K. zur Sühne für den Drachenmord dem Ares acht Jahre gedient, erhielt er die Meyers Harmonia (s. d.) zur Gattin, die ihm die Semele, Ino, Autonoe und Agaue und den Polydoros gebar. Er selbst soll später, von dem Leid seines Hauses gebeugt, mit Harmonia Theben verlassen haben und Herrscher in Illyrien geworden sein. Zuletzt wurden beide von Zeus in Schlangen verwandelt und in das Elysium entrückt. Man schrieb ihm die Einführung des Ackerbaues, der Bearbeitung der Erze und die Buchstabenschrift zu. Von seiner Einwanderung ist der ältesten Sage nichts bekannt; er scheint ein alter Heros von Theben gewesen zu sein. Vgl. O. Gruppe, De Cadmi fabula (Berl. 1891).
 
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Kadnikow, Kreisstadt im russ. Gouv. Wologda, an der Sodischa, mit (1897) 2356 Einw.
 
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Kadolzburg, Flecken im bayr. Regbez. Mittelfranken, Bezirksamt Fürth, am Farrnbach und der Eisenbahn Fürth-K., hat eine evang. Kirche, ein altes Hohenzollernschloß, Amtsgericht, Forstamt, bedeutende Obstbaumzucht, Sandsteinbrüche und (1900) 1494 Einw. Das Schloß K., meist in spätgotischem und Renaissancestil, war seit 1260 Residenz der Burggrafen von Nürnberg, von 1398 bis zum Ausgang des Mittelalters Sitz der Ansbacher Linie. Kurfürst Friedrich I. von Brandenburg baute es völlig um, sein Sohn Johann der Alchimist richtete sich im Torturm ein Laboratorium ein. Später war das Schloß Sitz eines markgräflichen Oberamts.
 
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Kadom, Stadt im russ. Gouv. Tambow, Kreis Temnikow, an der Mokscha, mit 4 Kirchen und (1897) 6361 Einw. In der Nähe das Sarowsche Kloster auf einem höhlenreichen Berg, mit der Klause und dem wundertätigen Brunnen des 1903 heilig gesprochenen Wundertäters Seraphim.
 
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Kadouf, s. Meyers Schwingbaum.
 
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Kadre, s. Meyers Cadre.
 
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Kadrieren (franz., bisweilen auch quadrieren), übereinstimmen mit etwas, auf oder zu etwas passen.
 
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Kadschaga (Galam), frühere Bezeichnung der seit 1858 französischen Landschaft um Bakel, am linken Senegalufer, zerfiel in das westlichere Guoy und das östlichere Kaméra, wird von Soninke bewohnt.

 

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71) Herloßsohn
 ... (das. 1842, 3. Aufl. 1872); »Wallensteins erste Liebe« (das. 1844); »Weihnachtsbilder« (das. 1847); »Die Mörder Wallensteins« (das. 1847). Auch veröffentlichte
 
72) Heyse
 ... Es folgten: »Der Roman der Stiftsdame« (1886, 12. Aufl. 1903), »Weihnachtsgeschichten« (1891), »Aus den Vorbergen« (1892), »In der Geisterstunde und andre
 
73) Hildebrandt
 ... (1830), die seine realistische Tendenz nicht zu beeinflussen vermochten. Der Weihnachtsabend (1840), Empfang des Kardinals Wolsey im Kloster (1842), Doge und
 
74) Hirsch
 ... gelt sind, auch mehr, Spießer etwa ebensoviel und Kälber zur Weihnachtszeit 2025 kg. Die Zahl der Enden entscheidet nicht sicher
 
75) Hofmann
 ... frische Gelegenheitsdichtungen und durch schriftstellerische Unternehmungen zu wohltätigen Zwecken (»Weihnachtsbaum für arme Kinder«, 25 Jahrgänge) verdient. Eine Auswahl seiner Gedichte
 
76) Homilĭus
 ... der Kreuzschule daselbst. H. war seinerzeit als Komponist hochgeschätzt (Passionen, Weihnachtsoratorien, Motetten, Kantaten u. a.), schrieb auch ein Lehrbuch des Generalbasses.
 
77) Hutzelbrot
 ... Hutzelbrot ( Hutzel - , Birnenwecken ), süddeutsches Weihnachtsgebäck aus Roggenmehlteig mit zerschnittenen getrockneten Birnen und Pflaumen ( Hutzeln
 
78) In
 ... süßem Jubel«), Anfangsworte eines alten, halb deutsch, halb lateinisch geschriebenen Weihnachtsliedes, das früher dem Petrus Dresdensis (gest. 1440) zugeschrieben wurde, in
 
79) Jensen
 ... schwerer Vergangenheit«, ein Geschichtenzyklus (das. 1888, 3. Aufl. 1901), »Vier Weihnachtserzählungen« (das. 1888), »Jahreszeiten« (das. 1889), »Sankt - Elmsfeuer« (das. 1889),
 
80) Jesus
 ... die aufblühende Kultur des Bürgertums gefördert wurde (s. Weihnachtsspiele , Passionsspiele , Osterspiele). Neues Leben
 
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