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Kacić-Miošić bis Kaddisch (Bd. 6, Sp. 411)
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Artikelverweis Kacić-Miošić (spr. -tschitch-mioschitch), Andrija, serbisch-kroat. Dichter, geb. 1690 zu Brist in Dalmatien, aus einem alten Geschlecht, gest. 1760 im Kloster Zaostrog, trat in den Franziskanerorden, vollendete seine theologischen und scholastisch-philosophischen Studien in Pest und wirkte dann als Professor im Kloster Makarsko und in Sebenico. Später war er als päpstlicher Legat in Dalmatien, in Bosnien und der Herzegowina tätig. K. genießt als Dichter eine große, bis heute anhaltende Popularität. Er hatte auf seinen Reisen ein lebhaftes Interesse an den nationalen Überlieferungen seiner Heimat gefaßt und dichtete im volkstümlichen Stil eine Reihe historischer Gesänge, in denen er die nationale Geschichte darstellte. Sie erschienen u. d. T.: »Razgovor ugodni naroda slovinskoga« (»Angenehmer Trost des slawischen Volkes«, Vened. 1756 u. ö.) und sind noch jetzt als »Pjesmarica« (»Liederbuch«, zuletzt Agram 1875) allgemein bekannt. Eine Biographie des Dichters enthält die Schrift »Vjenac uzdarja narodnoga Andr. K.« (»Kranz nationaler Dankbarkeit für K.«, Zara 1861).
 
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Kács (spr. kātsch, Kács-Tapolcza), Badeort im ungar. Komitat Borsod, am Fuße des Bükkgebirges, mit einer indifferenten Therme von 23,5° und (1901) 596 magyarischen (römisch-kath.) Einwohnern.
 
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Kadapa (Cuddapah), Hauptstadt des gleichnamigen Distrikts (22,649 qkm mit 1891: 1,272,072 Einw.) in der britisch-ind. Präsidentschaft Madras, unfern des Pennarflusses, an der Bombay-Madras-Eisenbahn, Sitz einer evangelischen und einer katholischen Mission, hat Handel mit Baumwolle, groben Baumwollenzeugen und vortrefflichem Indigo und (1891) 17,379 Einw.
 
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Kadarka, s. Meyers Weinstock.
 
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Kadāver (lat.), toter Körper, Leichnam, besonders von (Haus-) Tieren. Über die technische Verwendung von tierischen Kadavern s. Meyers Abdecker u. Kafilldesinfektor. Kadavergehorsam, s. Jesuiten, S. 240 u. 239.
 
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Kadaveralkaloide, s. Meyers Leichenalkaloide.
 
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Kadaverīn, s. Pentamethylendiamin.
 
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Kadaverös, leichenhaft.
 
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Kaddig, s. Meyers Wacholder.
 
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Kaddigöl (Kadeöl, Kranewettöl, Cadieöl, Oleum juniperi empyreumaticum), aus Wacholderzweigen und -holz, besonders von Juniperus oxycedrus in Südfrankreich, durch einen Schweiprozeß gewonnener Teer, ist dunkelbraun, etwas dickflüssig, riecht mild teerartig, nicht unangenehm, schmeckt aromatisch brennend, bitter, ist leichter als Wasser, in Alkohol unvollständig, in Äther leicht und vollständig löslich und enthält reichlich das Sesquiterpen Kadinen. Man benutzt K. gegen Hautkrankheiten, Gicht, Rheuma und als Wurmmittel auch in der Veterinärpraxis. Hebrasflüssige Teerseife besteht aus 25 Proz. K. u. 25 Proz. schwarzer Seife, gelöst in 50 Proz. Alkohol.
 
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Kaddisch (chald., »heilig«), ein schon im Talmud erwähnter, in der damals allgemein verständlichen chaldäischen Sprache abgefaßter Lobhymnus der südischen Liturgie, der erstens als Halb- (chazi K.) und

[Bd. 6, Sp. 412]


Ganzkaddisch (K. schalem) am Ende der verschiedenen Teile des Gottesdienstes, zweitens als K. der Gelehrten (Rabbonimkaddisch), eine Bitte für das Wohlergehen Israels und seiner Gelehrten enthaltend, am Schluß eines Lehrvertrags oder des Thorastudiums, drittens als Waisenkaddisch (K. jatôm) von den männlichen Waisen während der ersten elf Monate des Trauerjahres und an der Meyers Jahrzeit (s. d.), endlich viertens als K. der Verjüngung (K. d'itchadata) bei Begräbnissen gesprochen wird.

 

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71) Herloßsohn
 ... (das. 1842, 3. Aufl. 1872); »Wallensteins erste Liebe« (das. 1844); »Weihnachtsbilder« (das. 1847); »Die Mörder Wallensteins« (das. 1847). Auch veröffentlichte
 
72) Heyse
 ... Es folgten: »Der Roman der Stiftsdame« (1886, 12. Aufl. 1903), »Weihnachtsgeschichten« (1891), »Aus den Vorbergen« (1892), »In der Geisterstunde und andre
 
73) Hildebrandt
 ... (1830), die seine realistische Tendenz nicht zu beeinflussen vermochten. Der Weihnachtsabend (1840), Empfang des Kardinals Wolsey im Kloster (1842), Doge und
 
74) Hirsch
 ... gelt sind, auch mehr, Spießer etwa ebensoviel und Kälber zur Weihnachtszeit 2025 kg. Die Zahl der Enden entscheidet nicht sicher
 
75) Hofmann
 ... frische Gelegenheitsdichtungen und durch schriftstellerische Unternehmungen zu wohltätigen Zwecken (»Weihnachtsbaum für arme Kinder«, 25 Jahrgänge) verdient. Eine Auswahl seiner Gedichte
 
76) Homilĭus
 ... der Kreuzschule daselbst. H. war seinerzeit als Komponist hochgeschätzt (Passionen, Weihnachtsoratorien, Motetten, Kantaten u. a.), schrieb auch ein Lehrbuch des Generalbasses.
 
77) Hutzelbrot
 ... Hutzelbrot ( Hutzel - , Birnenwecken ), süddeutsches Weihnachtsgebäck aus Roggenmehlteig mit zerschnittenen getrockneten Birnen und Pflaumen ( Hutzeln
 
78) In
 ... süßem Jubel«), Anfangsworte eines alten, halb deutsch, halb lateinisch geschriebenen Weihnachtsliedes, das früher dem Petrus Dresdensis (gest. 1440) zugeschrieben wurde, in
 
79) Jensen
 ... schwerer Vergangenheit«, ein Geschichtenzyklus (das. 1888, 3. Aufl. 1901), »Vier Weihnachtserzählungen« (das. 1888), »Jahreszeiten« (das. 1889), »Sankt - Elmsfeuer« (das. 1889),
 
80) Jesus
 ... die aufblühende Kultur des Bürgertums gefördert wurde (s. Weihnachtsspiele , Passionsspiele , Osterspiele). Neues Leben
 
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