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Kabalĭa bis Kabbes (Bd. 6, Sp. 403 bis 404)
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Artikelverweis Kabalĭa, im Altertum ein Gebiet zwischen Lykien, Karien, Phrygien und Pisidien, von den mäonischen Kabaliern bewohnt, unter den Persern zur lydischen Satrapie gehörig, um 200 v. Chr. ein eignes Fürstentum, seit 82 v. Chr. römisch.
 
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Kabara (Kabra), der Hafen von Timbuktu, 15 km südlich von ihm, auf einer Anhöhe an einem Seitenarm des Niger, mit 2000 Einw., Sonrhai, Fulbe und Neger nebst fremden Kaufleuten und Händlern aus Timbuktu und Tuat. Südwestlich davon am Niger selbst der wichtige Hafenplatz Koriome.
 
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Kabarda (Kabardei), Bergland am Nordabhang des Kaukasus vom Elbrus bis zum Pasismta, erstreckt sich nordwärts bis zu den Flüssen Malka und Terek und wird durch den Oberlauf des Terek in die Große und Kleine K. geschieden. Das 9800 qkm große Gebiet bildet einen Teil der Bezirke Naltschik und Wladikawkas des 181723 eroberten Terek-Gebietes. Die Große K., der westliche Teil, zerfällt wieder in eine bergige Region, zwischen dem zentralen Kaukasus und den schwarzen Bergen, und eine flache, nördlich davon. Beide sind reich an Wäldern, Wiesen und Äckern. Die Kleine K., der östliche Teil, rechts vom Terek, ist arm an Holz und Wasser, hat aber guten Weidegrund. Die Hauptmasse der Bevölkerung besteht aus Kabardinern, einem tscherkessischen Stamm, die sich mehr mit Pferde-, Schaf- und Bienenzucht als mit Ackerbau beschäftigen. Sie sind etwa 70,000 Köpfe stark. Außerdem leben hier 10,000 Tataren und 4700 Russen; auch bestehen mehrere deutsche Gemeinden. Sonst leben Kabardiner nur noch im Bezirk des Schwarzen Meeres, die türkischen Bergkabardiner aber im Kubangebiet. S. die Tafeln »Asiatische Völker II«, Fig. 9, und »Wohnungen der Naturvölker II«, Fig. 16.
 
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Kabardiner, s. Meyers Kabarda.

[Bd. 6, Sp. 404]



 
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Kabarett (franz.), s. Meyers Cabaret.
 
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Kabarz (Cabarz), Dorf und besuchte Sommerfrische im Herzogtum Gotha, Landratsamt Waltershausen, 450 m ü. M., am Ausgang des Lauchagrundes aus dem Thüringer Wald und am Fuße des Inselsbergs, hat eine evang. Kirche und (1900) 1103 Einw.
 
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Kabayama, Sukenori, Graf, japan. Staatsmann, geb. 1837 in Kagoshima (Satsuma), trat ins Heer, zeichnete sich in den Kämpfen, die zur Wiederherstellung der kaiserlichen Macht 1868 führten, aus, nahm 1874 an dem Feldzuge gegen die räuberischen Botangstämme auf Formosa teil und leitete 1877 die Belagerung von Kumamoto im Kampfe gegen die aufrührerischen Samurai von Satsuma. 1890 übernahm er an Stelle Y. Saigôs das Marineministerium, das er bis zum Juli 1892 leitete. In der Seeschlacht vor der Mündung des Yaluflusses bewies er Heldenmut an Bord des ungeschützten Kreuzers Saikyo Maru. Seitdem wurde er zweimal zur Leitung etwas lax gewordener Zivilverwaltungen berufen: vom September 1896 bis Dezember 1897 war er Minister des Innern und von November 1898 bis Oktober 1900 Unterrichtsminister.
 
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Kabbăla (hebr., »Überlieferung«, »empfangene Lehre«), in der talmudischen Zeit die neben dem schriftlichen Gesetz der Juden hergehende Tradition, die halachische Überlieferung, das mündliche Gesetz, dann auch die Gesamtheit der prophetischen Schriften der Bibel. Jetzt versteht man unter K. die mystische Religionsphilosophie des jüdischen Mittelalters, die aus der ältern Geheimlehre hervorging und sich vom 13. Jahrh. n. Chr. an zu einem eignen System ausbildete. Letztere, aus dem Streben, die tiefsten Fragen über Gott und Welt zu lösen, entstanden, vereinigt Elemente der jüdisch-hellenistischen Geistesrichtung und der orientalischen Emanationslehre. In phantastischen Bildern und Ausdrücken wurden früh schon metaphysische Betrachtungen (über Gott, sein Wesen und Wirken, seinen Thron und Hofstaat [Maasse merkaba]) und physische (über Welt und Schöpfung [Maasse bereschit]) angestellt; aber diese Lehre, die leicht gefährlich werden konnte, ward geheimgehalten. Sie drang ein in die Schriften jüdischer Gelehrten und machte sich in einer Reihe selbständiger Werke geltend, deren Verfasser sich nicht nennen, aber zur Erhöhung des Wertes ihrer Schriften irgend einen großen Gelehrten als Autor vorschieben. So war es bereits mit den ältern kabbalistischen Büchern, Meyers Jezirah (s. d.), Rasiel, Bahir, geschehen, und so geschah es auch mit dem Buch Meyers Sohar (s. d.), dem Hauptwerk der K. Wie in diesem Buch, so zeigt sich die K. überhaupt als eine religionsphilosophische Exegese, die in haggadischer Form mit Buchstaben- und Zahlenspielerei und neben den Erörterungen natürlicher und übernatürlicher Fragen auch mit Moral und mit den jüdischen Legenden, Allegorien und Sentenzen sich beschäftigt. Nach der Kulturepoche der jüdischen Literatur des Mittelalters (15.16. Jahrh.) verflachte sich, zuerst in Palästina (s. Meyers Sabbatäer) und Italien, das literarische Leben im Studium der K., die dann in Deutschland und bis auf unsre Zeit in Polen (s. Meyers Chassidim) begeisterte Anhänger fand. Die Theorien der K. suchte man auch praktisch zu verwerten und glaubte durch Amulette, Aussprechen und Schreiben gewisser Wörter, der Gottesnamen und Bibelstellen Wundertaten verrichten zu können. Auch Christen, durch den Scholastiker Raimund Lullus (geb. 1253) auf die K. hingewiesen, wie Papst Sixtus IV., Johannes Pico von Mirandola, Reuchlin, Agrippa von Nettesheim, Knorr o. Rosenroth u. a., machten sie zum Gegenstand der Forschung. Vgl. Bloch, Geschichte der Entwickelung der K. (Trier 1894); Artikel »Cabala« in »The Jewish Encyclopedia«, Bd. 3 (New York 1902), wo die gesamte Literatur verzeichnet ist, und E. Bischoff, Die Kabbalah, Einführung in die jüdische Mystik und Geheimwissenschaft (Leipz. 1903). Die kabbalistischen Schriftsteller s. Meyers Jüdische Literatur, S. 346 s. K. heißt auch die dem Schächter (Schochet) nach abgelegter Prüfung von dem Rabbiner erteilte Befugnis zum Schächten (Schlachten des Viehes nach jüdischer Vorschrift).
 
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Kabbalist, Kenner oder Ausüber der sogen. praktischen Kabbala (Kabbalistik), s. Kabbala.
 
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Kabbelung, die Kräuselung der See, die wohl meistens durch den Zusammenstoß verschiedener Strömungen entsteht und sich gewöhnlich durch eine besonders unregelmäßige, wirr durcheinander laufende Wellenbewegung auszeichnet. Die bei stillem Wetter im offenen Ozean nicht selten anzutreffende K. (engl tide-rips) ist eine oft beschriebene, jedoch noch nicht völlig genügend erklärte Erscheinung. Die glatte Wasseroberfläche sieht man von einem zu kleinen Wellen aufgeregten Fleck unterbrochen; man erwartet beim Passieren desselben einen Windstoß als Ursache dieser Störung, aber man hört nur das Rauschen der kurzen Wellen, ohne einen Luftzug zu verspüren. In Meeresstraßen, z. B. den hinterindischen, sind Kabbelungen oft so heftig, daß die Schiffe aus dem Steuer laufen; gleichwohl sind besonders starke Strömungen in Verbindung mit Kabbelungen selten konstatiert worden.
 
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Kabbes, soviel wie Weißkraut, s. Meyers Kohl.

 

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71) Herloßsohn
 ... (das. 1842, 3. Aufl. 1872); »Wallensteins erste Liebe« (das. 1844); »Weihnachtsbilder« (das. 1847); »Die Mörder Wallensteins« (das. 1847). Auch veröffentlichte
 
72) Heyse
 ... Es folgten: »Der Roman der Stiftsdame« (1886, 12. Aufl. 1903), »Weihnachtsgeschichten« (1891), »Aus den Vorbergen« (1892), »In der Geisterstunde und andre
 
73) Hildebrandt
 ... (1830), die seine realistische Tendenz nicht zu beeinflussen vermochten. Der Weihnachtsabend (1840), Empfang des Kardinals Wolsey im Kloster (1842), Doge und
 
74) Hirsch
 ... gelt sind, auch mehr, Spießer etwa ebensoviel und Kälber zur Weihnachtszeit 2025 kg. Die Zahl der Enden entscheidet nicht sicher
 
75) Hofmann
 ... frische Gelegenheitsdichtungen und durch schriftstellerische Unternehmungen zu wohltätigen Zwecken (»Weihnachtsbaum für arme Kinder«, 25 Jahrgänge) verdient. Eine Auswahl seiner Gedichte
 
76) Homilĭus
 ... der Kreuzschule daselbst. H. war seinerzeit als Komponist hochgeschätzt (Passionen, Weihnachtsoratorien, Motetten, Kantaten u. a.), schrieb auch ein Lehrbuch des Generalbasses.
 
77) Hutzelbrot
 ... Hutzelbrot ( Hutzel - , Birnenwecken ), süddeutsches Weihnachtsgebäck aus Roggenmehlteig mit zerschnittenen getrockneten Birnen und Pflaumen ( Hutzeln
 
78) In
 ... süßem Jubel«), Anfangsworte eines alten, halb deutsch, halb lateinisch geschriebenen Weihnachtsliedes, das früher dem Petrus Dresdensis (gest. 1440) zugeschrieben wurde, in
 
79) Jensen
 ... schwerer Vergangenheit«, ein Geschichtenzyklus (das. 1888, 3. Aufl. 1901), »Vier Weihnachtserzählungen« (das. 1888), »Jahreszeiten« (das. 1889), »Sankt - Elmsfeuer« (das. 1889),
 
80) Jesus
 ... die aufblühende Kultur des Bürgertums gefördert wurde (s. Weihnachtsspiele , Passionsspiele , Osterspiele). Neues Leben
 
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