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Juvára bis Juwēl (Bd. 6, Sp. 400 bis 401)
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Artikelverweis Juvára, Tommaso Aloisio, ital. Kupferstecher, geb. 1809 in Messina, gest. 29. Mai 1874 in Rom durch Selbstmord, studierte in Rom bei Marchetti und in Parma bei Toschi, ging 1842 zu seiner weitern Ausbildung nach Paris und London, wurde 1846 an die Kupferstecherschule in Neapel und 1871 als Vizedirektor der Calcografia nach Rom berufen. Er stach Bildnisse nach Rubens, Rembrandt u. a., dann die Madonna mit dem kleinen Johannes und vier Heiligen nach Raffael, die früher im Schloß von Neapel war (jetzt in New York bei Pierpont-Morgan).
 
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Juvāvische Triasprovinz, s. Meyers Triasformation.
 
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Juvāvum, spätere Hauptstadt von Noricum, 470 von den Herulern zerstört, im 6. Jahrh. von den Bayern als Salispurgo wieder erbaut (s. Meyers Salzburg).
 
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Juvenalĭa (lat.), von Kaiser Nero bei seinem Eintritt ins männliche Alter gestiftetes, nicht öffentliches szenisches Spiel, eine Art Dilettantentheater, auf dem Nero selbst und die vornehmsten Personen auftraten. Unter den spätern Kaisern hießen J. zu Jahresanfang im Palatium veranstaltete Spiele (Wagenrennen, Tierkämpfe etc.).
 
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Juvenális, Decimus Junius, röm. Dichter, um 60140 n. Chr., aus Aquinum, Sohn oder Pflegling eines wohlhabenden Freigelassenen, scheint in jüngern Jahren als Offizier in fernen Gegenden (Ägypten und Britannien) gestanden zu haben und lebte etwa seit 90 als Rhetor in Rom. In seinen in fünf Büchern unter Trajan und Hadrian herausgegebenen 16 Satiren verrät den Rhetor das durchgängige Pathos, die langgedehnten Auseinandersetzungen, die Häufung der Beispiele und die sich breit machende Gelehrsamkeit. Das Motiv seiner satirischen Darstellung ist der heftige Unwille über die Verderbtheit des vornehmen Rom, die er mit den grellsten Farben schildert. Seine Lebensauffassung ist durchweg düster und pessimistisch. Im Altertum vielgelesen, stand er auch im Mittelalter als Ethicus in hohem Ansehen und gehörte zu den auf Schulen am meisten gelesenen Dichtern. Neuere Ausgaben von Heinrich (Bonn 1839, 2 Bde.), O. Jahn (kritische Hauptausgabe mit den Scholien, Berl. 1850; Text, 3. Aufl. von Bücheler, das. 1893). Weidner (2. Aufl., das. 1889), Friedländer (Leipz. 1895, 2 Bde.), Übersetzungen von v. Siebold (mit lat. Text und Erläuterungen, das. 1858), Hertzberg-Teuffel (Stuttg. 186467) und Hilgers (in Jamben, das. 1876). Vgl. Völker, J., ein Lebens- und Charakterbild (Elberf. 1851); Munding, Über die Satiren des J. in religiöser und sittlicher Beziehung (Rottweil 1865); Ribbeck, Der echte und der unechte J. (Berl. 1865); Widal, Juvénal et ses satires (Par. 1869); Dötsch, J., ein Sittenrichter seiner Zeit (Leipz. 1874).
 
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Juvéncus, Gajus Vettius Aquilinus, Presbyter in Spanien, verfaßte um 330 n. Chr. eine in der Form an Vergil sich anschließende poetische

[Bd. 6, Sp. 401]


Bearbeitung der Evangeliengeschichte in 4 Büchern (»Evangeliorum libri IV«, hrsg. von Marold, Leipz. 1886, und von Huemer, Wien 1890). Vgl. Ebert, Geschichte der Literatur des Mittelalters, Bd. 1 (2. Aufl., Leipz. 1889).
 
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Juvenīl (lat.), jugendlich.
 
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Juveniles Quellwasser, s. Meyers Mineralwässer.
 
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Juvéntas (auch Juventus), bei den Römern die Schutzgöttin der heranreifenden männlichen Jugend. In die Kasse ihrer Kapelle im Tempel des Jupiter auf dem Kapitol wurde für jeden Jüngling, der die männliche Toga anlegte, eine Münze gelegt. Später mit der griechischen Hebe (s. d.) identifiziert, hatte sie einen Tempel im Tale des Circus Maximus.
 
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Juvĭa, s. Bertholletia.
 
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Juwēl, geschliffener Edelstein; auch ein aus Edelsteinen, Perlen und Edelmetall zusammengesetzter Schmuck; dann überhaupt soviel wie Kleinod, Kostbarkeit ersten Ranges. Das eigentlich niederländische Wort (franz. joyau, ital. giojello, mittellat. jocale = gaudiale) stammt vom lat. gaudium (franz. joie, »Freude«) ab.

 

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71) Herloßsohn
 ... (das. 1842, 3. Aufl. 1872); »Wallensteins erste Liebe« (das. 1844); »Weihnachtsbilder« (das. 1847); »Die Mörder Wallensteins« (das. 1847). Auch veröffentlichte
 
72) Heyse
 ... Es folgten: »Der Roman der Stiftsdame« (1886, 12. Aufl. 1903), »Weihnachtsgeschichten« (1891), »Aus den Vorbergen« (1892), »In der Geisterstunde und andre
 
73) Hildebrandt
 ... (1830), die seine realistische Tendenz nicht zu beeinflussen vermochten. Der Weihnachtsabend (1840), Empfang des Kardinals Wolsey im Kloster (1842), Doge und
 
74) Hirsch
 ... gelt sind, auch mehr, Spießer etwa ebensoviel und Kälber zur Weihnachtszeit 2025 kg. Die Zahl der Enden entscheidet nicht sicher
 
75) Hofmann
 ... frische Gelegenheitsdichtungen und durch schriftstellerische Unternehmungen zu wohltätigen Zwecken (»Weihnachtsbaum für arme Kinder«, 25 Jahrgänge) verdient. Eine Auswahl seiner Gedichte
 
76) Homilĭus
 ... der Kreuzschule daselbst. H. war seinerzeit als Komponist hochgeschätzt (Passionen, Weihnachtsoratorien, Motetten, Kantaten u. a.), schrieb auch ein Lehrbuch des Generalbasses.
 
77) Hutzelbrot
 ... Hutzelbrot ( Hutzel - , Birnenwecken ), süddeutsches Weihnachtsgebäck aus Roggenmehlteig mit zerschnittenen getrockneten Birnen und Pflaumen ( Hutzeln
 
78) In
 ... süßem Jubel«), Anfangsworte eines alten, halb deutsch, halb lateinisch geschriebenen Weihnachtsliedes, das früher dem Petrus Dresdensis (gest. 1440) zugeschrieben wurde, in
 
79) Jensen
 ... schwerer Vergangenheit«, ein Geschichtenzyklus (das. 1888, 3. Aufl. 1901), »Vier Weihnachtserzählungen« (das. 1888), »Jahreszeiten« (das. 1889), »Sankt - Elmsfeuer« (das. 1889),
 
80) Jesus
 ... die aufblühende Kultur des Bürgertums gefördert wurde (s. Weihnachtsspiele , Passionsspiele , Osterspiele). Neues Leben
 
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