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Justizverwaltung bis Jus utrumque (Bd. 6, Sp. 398 bis 399)
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Artikelverweis Justizverwaltung, die Tätigkeit der Staatsverwaltung in Ansehung der äußern Einrichtung und Handhabung der Rechtspflege. Dazu gehört die Sorge für das Vorhandensein der erforderlichen Meyers Gerichtspersonen (s. d.), die Herstellung, Einrichtung und Instandhaltung der für die Rechtspflege nötigen Anstalten, Räumlichkeiten, Gefängnisse u. dgl., die Regelung des Geschäftsbetriebs; die Oberaufsicht über den Gang der Rechtspflege sowie die Bestreitung ihrer Kosten und die Rechnungslegung. Die J. wird teils durch das Reich, teils durch die einzelnen Bundesstaaten (die Landesjustizverwaltung) ausgeübt. Die Organe der J. des Reiches sind der Bundesrat, der Reichskanzler (das Reichsjustizamt), die Organe der Landesjustizverwaltung, die Justizministerien. Ein Teil der J. ist durch das deutsche Gerichtsverfassungsgesetz (§ 61 ff., 121,133) den Gerichten übertragen worden. Vgl. § 4 des Einführungsgesetzes hierzu.
 
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Justizverweigerung, s. Meyers Rechtsverweigerung und Meyers Bundesrat (S. 602).
 
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Justizverzögerung, s. Meyers Rechtsverweigerung.
 
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Jus tollendi (lat.), »Recht der Wegnahme«, die Befugnis des Entleihers, Mieters, Nießbrauchers, Pächters, Pfandgläubigers, Vorerben, Wiederverkäufers und Wohnungsberechtigten, bei Sachen, die sie an einen andern herauszugeben haben, alle von ihnen gemachten Einrichtungen wegzunehmen. Im Fall der Wegnahme muß der Wegnehmende die Sache auf keine Kosten in den vorigen Stand versetzen; ist dies unmöglich, so ist die Wegnahme ausgeschlossen (Bürgerliches Gesetzbuch, § 258).
 
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Justorĭum (neulat.), Werkzeug, s. Meyers Justieren.

[Bd. 6, Sp. 399]



 
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Justo tempŏre (lat.), zu rechter Zeit.
 
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Justo titŭlo (lat.), »unter einem gerechten Vorwand«, auf Grund eines gesetzlichen Erwerbsaktes; ein in der Lehre von der erwerbenden Verjährung früher gebräuchlicher Ausdruck.
 
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Justum et tenacem proposĭti virum (lat.), »den Biedermann, der an seinem Entschluß festhält«, Zitat aus Horaz' »Oden« (Buch III, 3,1).
 
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Jusuf ibn Taschfin, almoravidischer Übersetzer, s. Meyers Almoraviden.
 
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Jusufzai, ein zu den Iraniern (Unterabteilung der Afghanen) gehöriger Volksstamm im nordöstlichsten Winkel Afghanistans in den Tälern des Pandschschar bis zum Swat an ihm und am Kabul bis nach Peschawar (Britisch-Indien), die zahlreichste Gruppe der großen Familie der Berdurani (etwa 700,000). Man hat die J. (»Söhne des Moses«) oft mit den alten Israeliten verglichen und irrtümlich als Nachkommen der in die babylonische Gefangenschaft geführten Juden betrachtet. Früher Nomaden, jetzt seßhafte Ackerbauer, aber immer Krieger, liegen sie oft in blutigem Streit und Blutrache miteinander. Die J. sind fanatische Sunniten und haben keine Städte, nur Dörfer.
 
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Jus utrumque (lat., »das zwiefache Recht«), das von der weltlichen Macht (dem Kaiser) einerseits und von der Kirche anderseits ausgehende Recht, insbes. römisches und kanonisches Recht. S. Juris utriusque doctor.

 

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71) Herloßsohn
 ... (das. 1842, 3. Aufl. 1872); »Wallensteins erste Liebe« (das. 1844); »Weihnachtsbilder« (das. 1847); »Die Mörder Wallensteins« (das. 1847). Auch veröffentlichte
 
72) Heyse
 ... Es folgten: »Der Roman der Stiftsdame« (1886, 12. Aufl. 1903), »Weihnachtsgeschichten« (1891), »Aus den Vorbergen« (1892), »In der Geisterstunde und andre
 
73) Hildebrandt
 ... (1830), die seine realistische Tendenz nicht zu beeinflussen vermochten. Der Weihnachtsabend (1840), Empfang des Kardinals Wolsey im Kloster (1842), Doge und
 
74) Hirsch
 ... gelt sind, auch mehr, Spießer etwa ebensoviel und Kälber zur Weihnachtszeit 2025 kg. Die Zahl der Enden entscheidet nicht sicher
 
75) Hofmann
 ... frische Gelegenheitsdichtungen und durch schriftstellerische Unternehmungen zu wohltätigen Zwecken (»Weihnachtsbaum für arme Kinder«, 25 Jahrgänge) verdient. Eine Auswahl seiner Gedichte
 
76) Homilĭus
 ... der Kreuzschule daselbst. H. war seinerzeit als Komponist hochgeschätzt (Passionen, Weihnachtsoratorien, Motetten, Kantaten u. a.), schrieb auch ein Lehrbuch des Generalbasses.
 
77) Hutzelbrot
 ... Hutzelbrot ( Hutzel - , Birnenwecken ), süddeutsches Weihnachtsgebäck aus Roggenmehlteig mit zerschnittenen getrockneten Birnen und Pflaumen ( Hutzeln
 
78) In
 ... süßem Jubel«), Anfangsworte eines alten, halb deutsch, halb lateinisch geschriebenen Weihnachtsliedes, das früher dem Petrus Dresdensis (gest. 1440) zugeschrieben wurde, in
 
79) Jensen
 ... schwerer Vergangenheit«, ein Geschichtenzyklus (das. 1888, 3. Aufl. 1901), »Vier Weihnachtserzählungen« (das. 1888), »Jahreszeiten« (das. 1889), »Sankt - Elmsfeuer« (das. 1889),
 
80) Jesus
 ... die aufblühende Kultur des Bürgertums gefördert wurde (s. Weihnachtsspiele , Passionsspiele , Osterspiele). Neues Leben
 
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