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Jurine bis Juristentag (Bd. 6, Sp. 389)
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Artikelverweis Jurine, Ludwig, s. Jur.
 
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Jurisconsultus (Jureconsultus, lat., abgekürzt J. Ctus), Rechtsgelehrter.
 
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Jurisdiktion (lat. Jurisdictio), Meyers Gerichtsbarkeit (s. d. und Geistliche Gerichtsbarkeit).
 
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Jurisdiktionskonsulāt, s. Meyers Konsul.
 
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Jurisdiktionsnorm, österreichische, heißt das österreichische Gesetz vom 1. Aug. 1895 betreffend die Ausübung der Gerichtsbarkeit und die Zuständigkeit der ordentlichen Gerichte.
 
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Jurisich (spr. -itsch), Nikolaus, Verteidiger der Feu ung Güns gegen die Türken, spielte seit 1527 auf den kroatischen Landtagen eine hervorragende Rolle, begleitete 1530 den kaiserlichen Gesandten Lamberg nach Konstantinopel und schlug im Sommer 1532 den Ansturm Suleimans gegen das schwach befestigte Güns heldenmütig zurück. Ferdinand I. ernannte ihn zum Freiherrn von Güns. Er wurde 1538 Nachfolger Katzianers und starb um 1544.
 
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Jurisprudénz (lat.), s. Meyers Rechtswissenschaft.
 
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Juris quasi possessio (lat.), Rechtsbesitz; Besitz an Rechten, s. Meyers Besitz, S. 755.
 
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Jurist (mittellat. Jurista), Rechtsgelehrter, Rechtsbeflissener; juristisch, den Juristen oder der Jurisprudenz eigen, gemäß.
 
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Juristenrecht, dasjenige Recht, das sich unter dem Einflusse der wissenschaftlichen und richterlichen Tätigkeit der Juristen bildet. Es entsteht durch den Einfluß der Rechtslehre, d. h. der Arbeiten juristischer Schriftsteller, und der Rechtsprechung, d. h. der Urteile der Gerichtshöfe. Vgl. Recht.
 
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Juristentag, eine freie Vereinigung deutscher und österreichischer Juristen, die, zuerst 1860 durch die Juristische Gesellschaft in Berlin infolge eines von Franz v. Meyers Holtzendorff (s. d. 2) gestellten Antrags nach Berlin berufen, seitdem in meistenteils jährlichen, zuweilen auch längern Zwischenräumen zusammentritt und den Charakter einer Wanderversammlung angenommen hat. Ihr Zweck ist: eine Vereinigung für den lebendigen Meinungsaustausch unter den deutschen Juristen zu bilden, auf den Gebieten des Privatrechts, des Strafrechts und des Prozesses den Forderungen nach einheitlicher Entwickelung immer größere Anerkennung zu verschaffen, die Hindernisse, die dieser Entwickelung entgegenstehen, zu bezeichnen und sich über Vorschläge zu verständigen, die geeignet sind, die Rechtseinheit zu fördern. Zur Mitgliedschaft im J. sind nur Sachverständige (Professoren

[Bd. 6, Sp. 390]


und Doktoren der Rechte, Richter, Staatsanwalte, rechtsgelehrte Verwaltungsbeamte, Advokaten, Notare und die Aspiranten dieser Berufsarten) berechtigt. Politische, kirchliche und staatsrechtliche Fragen bilden für ihn keinen Gegenstand der Verhandlung; zum Zwecke der Beratung werden jeweils folgende vier Abteilungen gebildet: 1) für Privatrecht, insbes. Obligationen- und Pfandrecht, juristisches Studium und praktische Ausbildung; 2) für Handels-, Wechsel-, See- und internationales Recht; 3) für Strafrecht, Strafprozeß und Gefängniswesen; 4) für Gerichtsverfassung und Zivilprozeß. Diese Abteilungen beraten gesondert und lassen alsdann in den Plenarversammlungen ihre Beschlüsse durch Referenten vortragen, woselbst eine neue Diskussion und Beschlußfassung beantragt werden kann. Die Leitung der Geschäfte besorgt eine »ständige Deputation«. Die Verhandlungen des Juristentags, denen jeweils ein Bericht über die Entwickelung der Gesetzgebung seit der letzten Versammlung einverleibt wird, die Gutachten, Mitgliederverzeichnisse werden von der ständigen Deputation herausgegeben. Unter dem Präsidium angesehenster Juristen ist der J. bisher 27mal zusammengetreten (1860 Berlin, 1861 Dresden, 1862 Wien, 1863 Mainz, 1864 Braunschweig, 1867 München, 1868 Hamburg, 1869 Heidelberg, 1871 Stuttgart, 1872 Frankfurt a. M., 1873 Hannover, 1875 Nürnberg, 1876 Salzburg, 1878 Jena, 1880 Leipzig, 1882 Kassel, 1884 Würzburg, 1886 Wiesbaden, 1888 Stettin, 1889 Straßburg i. Elf., 1891 Köln, 1893 Augsburg, 1895 Bremen, 1898 Posen, 1900 Bamberg, 1902 Berlin und 1904 Innsbruck) und hat hierbei der deutschen Rechtseinheit erheblichen Vorschub geleistet, besonders auch, zur Überwindung des Partikularismus viel beigetragen. Seine Arbeiten, Gutachten und Beratungen hatten für viele Gesetzgebungsfragen, die nachmals an den norddeutschen und deutschen Reichstag gelangten, die Bedeutung eines juristischen Vorparlaments. Gegenwärtig sind auf den Juristentagen die Anwalte in überwiegender Mehrzahl vorhanden und deshalb ist auch deren Ansicht bei den Beschlüssen des Juristentags ausschlaggebend. Auch auf das Ausland gewann das Beispiel des Juristentags Einfluß. Nach seinem Vorgang organisierten sich größere. periodisch wiederkehrende Versammlungen von Juristen in der Schweiz, in den Niederlanden, in den skandinavischen Ländern, in Italien. Vgl. die »Verhandlungen« des deutschen Juristentags (Berl., seit 1860); Thomsen, Gesamtbericht über die Tätigkeit des deutschen Juristentags in den 25 Jahren seines Bestehens 18601885 (das. 1885); Stenglein, Geschichte des deutschen Juristentages (in der »Deutschen Juristenzeitung«, 1902, S. 401 ff.).

 

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71) Herloßsohn
 ... (das. 1842, 3. Aufl. 1872); »Wallensteins erste Liebe« (das. 1844); »Weihnachtsbilder« (das. 1847); »Die Mörder Wallensteins« (das. 1847). Auch veröffentlichte
 
72) Heyse
 ... Es folgten: »Der Roman der Stiftsdame« (1886, 12. Aufl. 1903), »Weihnachtsgeschichten« (1891), »Aus den Vorbergen« (1892), »In der Geisterstunde und andre
 
73) Hildebrandt
 ... (1830), die seine realistische Tendenz nicht zu beeinflussen vermochten. Der Weihnachtsabend (1840), Empfang des Kardinals Wolsey im Kloster (1842), Doge und
 
74) Hirsch
 ... gelt sind, auch mehr, Spießer etwa ebensoviel und Kälber zur Weihnachtszeit 2025 kg. Die Zahl der Enden entscheidet nicht sicher
 
75) Hofmann
 ... frische Gelegenheitsdichtungen und durch schriftstellerische Unternehmungen zu wohltätigen Zwecken (»Weihnachtsbaum für arme Kinder«, 25 Jahrgänge) verdient. Eine Auswahl seiner Gedichte
 
76) Homilĭus
 ... der Kreuzschule daselbst. H. war seinerzeit als Komponist hochgeschätzt (Passionen, Weihnachtsoratorien, Motetten, Kantaten u. a.), schrieb auch ein Lehrbuch des Generalbasses.
 
77) Hutzelbrot
 ... Hutzelbrot ( Hutzel - , Birnenwecken ), süddeutsches Weihnachtsgebäck aus Roggenmehlteig mit zerschnittenen getrockneten Birnen und Pflaumen ( Hutzeln
 
78) In
 ... süßem Jubel«), Anfangsworte eines alten, halb deutsch, halb lateinisch geschriebenen Weihnachtsliedes, das früher dem Petrus Dresdensis (gest. 1440) zugeschrieben wurde, in
 
79) Jensen
 ... schwerer Vergangenheit«, ein Geschichtenzyklus (das. 1888, 3. Aufl. 1901), »Vier Weihnachtserzählungen« (das. 1888), »Jahreszeiten« (das. 1889), »Sankt - Elmsfeuer« (das. 1889),
 
80) Jesus
 ... die aufblühende Kultur des Bürgertums gefördert wurde (s. Weihnachtsspiele , Passionsspiele , Osterspiele). Neues Leben
 
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