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Jurénsismergel bis Jurisich (Bd. 6, Sp. 388 bis 389)
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Artikelverweis Jurénsismergel, die obersten, Ammonites jurensis als Leitfossil führenden Mergel der untern Meyers Juraformation (s. d., S. 386) in Schwaben.
 
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Jürgensen, 1) (auch Jörgensen) Jörgen, dän. Abenteurer, geb. 7. April 1780 in Kopenhagen als Sohn eines Hofuhrmachers, gest. 1845 in Hobarttown (Australien), ging früh zur See und ward 1807 Befehlshaber eines dänischen Kaperschiffes. Im

[Bd. 6, Sp. 389]


März 1808 von den Engländern aufgegriffen, begab er sich auf einem Schiffe 1809 von London nach Island, nahm 25. Juni den dänischen Gouverneur Graf Trampe gefangen, ließ sich zum König von Island ausrufen und bezog mit einer isländischen Leibwache eine feste Stellung bei Reykjavik. Schon Mitte August von einem englischen Kriegsschiff zur Rückkehr nach London genötigt und daselbst zu einjähriger Hast verurteilt, war er 181517 in Frankreich und Deutschland als englischer Spion tätig. 1825 ward er wegen Betrugs nach Tasmania deportiert. Er veröffentlichte (englisch) mehrere Reisebeschreibungen, theologische, bez. national ökonomische Abhandlungen etc. Ferner schrieb er: »Efterretning om Engeländernes og Nordamerikanernes Fart og Handel paa Sydhaavet« (1807). Vgl. Hogan, En deporteret Konge eller Beretning om Jorgen J., Konge al Island (hrsg. von Ripperda, Kopenh. 1892).
   2) Theodor von, Mediziner, geb. 11. April 1840 in Flensburg, studierte in Kiel, Breslau und Tübingen, habilitierte sich 1864 in Kiel als Privatdozent, wurde 1869 außerordentlicher Professor und Leiter der Poliklinik, 1873 ordentlicher Professor und Vorstand der Poliklinik in Tübingen. Er schrieb: »Studien über die Behandlung des Abdominaltyphus mittels des kalten Wassers« (Leipz. 1866); »Die croupöse Pneumonie« (Tübing. 1883); »Lehrbuch der speziellen Pathologie und Therapie« (4. Aufl., Leipz. 1902). Für Ziemssens »Handbuch der speziellen Pathologie und Therapie« bearbeitete er die verschiedenen Pneumonien und für dessen »Handbuch der allgemeinen Therapie« die Antiphlogose, Blutentziehung, Transfusion etc., für Nothnagels »Spezielle Pathologie und Therapie« die Erkrankungen der Kreislauforgane, Insuffizienz des Herzens, Endokarditis. Auch gab er »Mitteilungen aus der Tübinger Poliklinik« heraus (Heft 1, Stuttg. 1886; Heft 2, Leipz. 1892).
 
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Jurīdisch (lat.), der Rechtswissenschaft gemäß, oft gleichbedeutend mit juristisch gebraucht.
 
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Jurien de la Gravière (spr. schüriäng d'lă grawjǟr'), Jean Pierre Edmond, franz. Admiral, geb. 19. Nov. 1812 in Brest, gest. 4. März 1892, Sohn des Admirals Pierre Roch J. (17721849), trat 1828 in die französische Marine, war Adjutant des Admirals Bruat während des Krimkriegs und wurde nach dem Frieden zum Konteradmiral befördert. 1859 blockierte er Venedig; 1862 zum Vizeadmiral, 1863 zum Mitgliede des Admiralitätsrats ernannt, leitete er anfangs die mexikanische Expedition und befehligte während der ganzen Dauer derselben die Flotte an den mexikanischen Küsten. Er schrieb. »Guerres maritimes sous la République et l'Empire« (Par. 1847; 8. Aufl. 1883, 2 Bde.); »Voyageen Chine pendant les années 18471850« (1854, 2 Bde.; 3. Aufl. 1872); »Souvenirs d'un amiral« (Biographie seines Vaters, 1860, 2 Bde.; 2. Aufl. 1872); »La marine d'autrefois« (1865, 2. Aufl. 1882); »La marine d'aujourd' hui« (1872); »La station du Levant« (1876, 2 Bde.); »Les marins du XV. et du XVl. siècle« (1878, 2 Bde.); »La marine des anciens« (1880, 2 Bde.); »La marine des Ptolomées et la marine des Romains« (1884, 2 Bde.); »Les campagnes d'Alexandre« (188384, 5 Tle.); »Les derniers jours de la marine á rames« (1885); »Doria et Barberousse« (1886); »Les Chevaliers de Malte et la marine de Philippe II« (1887, 2 Bde.); »Les gloires maritimes de la France: L'amiral Baudin. L'amiral Roussin etc.« (1888, 2 Bde.); »La guerre de Chypre et la bataille de Lépante« (1888, 2 Bde.); »Les ouvriers de la onzieme heure. Les Anglais et les Hollandais dans les mers polaires et dans la mer des Indes« (1890, 2 Bde.); »Les origines de la marine et la tactique naturelle. Le siege de La Rochelle« (1892); »La flottille de l'Euphrate« (1892); »Les Gueux de mer« (1892). 1866 wurde er Mitglied des Instituts, 1888 der Akademie und Generaldirektor des Kartendepots im Marineministerium. Vgl. Grandin, Histoire d'un marin. Le vice-amiral J. (Par. 1895).
 
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Jurieu (spr. schürĭö), Pierre, reformierter Theolog, geb. 1637 in Mer (Loir-et-Cher), erwarb 1656 in Saumur die Magisterwürde, wurde danach Prediger in seiner Vaterstadt, 1674 in Sedan, flüchtete vor den Dragonaden nach Rotterdam und starb dort 1713. Als unermüdlicher Polemiker gegen Bossuet, Fénelon, Arnauld, wie auch gegen seine Glaubensgenossen Bayle (Weiteres s. d.), Basnage und Saurin verfaßte er zahlreiche Schriften; sein Hauptwerk ist die »Histoire des dogmes« (Amsterd. 170405). Vgl. Mégnin, Notice sur J., thèse (Straßb. 1854).
 
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Jurine, Ludwig, s. Jur.
 
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Jurisconsultus (Jureconsultus, lat., abgekürzt J. Ctus), Rechtsgelehrter.
 
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Jurisdiktion (lat. Jurisdictio), Meyers Gerichtsbarkeit (s. d. und Geistliche Gerichtsbarkeit).
 
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Jurisdiktionskonsulāt, s. Meyers Konsul.
 
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Jurisdiktionsnorm, österreichische, heißt das österreichische Gesetz vom 1. Aug. 1895 betreffend die Ausübung der Gerichtsbarkeit und die Zuständigkeit der ordentlichen Gerichte.
 
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Jurisich (spr. -itsch), Nikolaus, Verteidiger der Feu ung Güns gegen die Türken, spielte seit 1527 auf den kroatischen Landtagen eine hervorragende Rolle, begleitete 1530 den kaiserlichen Gesandten Lamberg nach Konstantinopel und schlug im Sommer 1532 den Ansturm Suleimans gegen das schwach befestigte Güns heldenmütig zurück. Ferdinand I. ernannte ihn zum Freiherrn von Güns. Er wurde 1538 Nachfolger Katzianers und starb um 1544.

 

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71) Herloßsohn
 ... (das. 1842, 3. Aufl. 1872); »Wallensteins erste Liebe« (das. 1844); »Weihnachtsbilder« (das. 1847); »Die Mörder Wallensteins« (das. 1847). Auch veröffentlichte
 
72) Heyse
 ... Es folgten: »Der Roman der Stiftsdame« (1886, 12. Aufl. 1903), »Weihnachtsgeschichten« (1891), »Aus den Vorbergen« (1892), »In der Geisterstunde und andre
 
73) Hildebrandt
 ... (1830), die seine realistische Tendenz nicht zu beeinflussen vermochten. Der Weihnachtsabend (1840), Empfang des Kardinals Wolsey im Kloster (1842), Doge und
 
74) Hirsch
 ... gelt sind, auch mehr, Spießer etwa ebensoviel und Kälber zur Weihnachtszeit 2025 kg. Die Zahl der Enden entscheidet nicht sicher
 
75) Hofmann
 ... frische Gelegenheitsdichtungen und durch schriftstellerische Unternehmungen zu wohltätigen Zwecken (»Weihnachtsbaum für arme Kinder«, 25 Jahrgänge) verdient. Eine Auswahl seiner Gedichte
 
76) Homilĭus
 ... der Kreuzschule daselbst. H. war seinerzeit als Komponist hochgeschätzt (Passionen, Weihnachtsoratorien, Motetten, Kantaten u. a.), schrieb auch ein Lehrbuch des Generalbasses.
 
77) Hutzelbrot
 ... Hutzelbrot ( Hutzel - , Birnenwecken ), süddeutsches Weihnachtsgebäck aus Roggenmehlteig mit zerschnittenen getrockneten Birnen und Pflaumen ( Hutzeln
 
78) In
 ... süßem Jubel«), Anfangsworte eines alten, halb deutsch, halb lateinisch geschriebenen Weihnachtsliedes, das früher dem Petrus Dresdensis (gest. 1440) zugeschrieben wurde, in
 
79) Jensen
 ... schwerer Vergangenheit«, ein Geschichtenzyklus (das. 1888, 3. Aufl. 1901), »Vier Weihnachtserzählungen« (das. 1888), »Jahreszeiten« (das. 1889), »Sankt - Elmsfeuer« (das. 1889),
 
80) Jesus
 ... die aufblühende Kultur des Bürgertums gefördert wurde (s. Weihnachtsspiele , Passionsspiele , Osterspiele). Neues Leben
 
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